Berufsbild- aus Sicht der abgebenden Eltern

Peter ist alleinerziehender Vater. Die Großeltern wohnen weit weg und er muss für den Familienunterhalt sorgen. Er benötigt eine Ganztagsbetreuung für seinen Sohn Mika. Mit dem Thema Kinderbetreuung hatte er sich noch nie beschäftigt. Er geht zur Stadt und fragt um Rat. Dort erhält er erste Informationen und bekommt einen Flyer des Kindertagespflegebüros ausgehändigt. Er nimmt Kontakt auf und fragt nach einem Beratungstermin. Da er bis 17 Uhr arbeitet, kann er erst um 17:30 Uhr zur Beratung kommen, aber das stellt kein Problem dar. Dort wird ihm alles erklärt, was er tun muss, wie Kinderbetreuung bei Tageseltern "so abläuft“ und er kann hier auch seine persönlichen Sorgen vortragen. Seine Lebensgefährtin hat ihn verlassen und ist in ein anderes Bundesland gezogen. In dieser Situation will er seinem Sohn Mika ein besonders guter Vater sein, er möchte ihn in guten Händen wissen, aber gleichzeitig muss er eben auch arbeiten. Die Fachberaterinnen vom Kindertagespflegebüro hören ihm zu und können ihm seine Befürchtungen nehmen. Sie erklären ihm, dass er sich in aller Ruhe die vorgeschlagenen Tagespflegepersonen ansehen kann und auch nicht „die erste Beste“ nehmen muss. Mittlerweile ist Mika bei seiner Tagesmutter Marion. Marion und Peter arbeiten richtig gut zusammen. Peter hat das Gefühl, immer einbezogen und bestens informiert zu sein. Er weiß wie der Tag bei der Tagesmutter abläuft und was sein Sohn den Tag über macht und lernt.


Maja ist alleinerziehende Mutter. Sie macht demnächst eine Umschulung und möchte ihren Sohn Ben gerne betreuen lassen. Er ist erst 9 Monate alt. Sie möchte sich gerne weiterbilden aber gleichzeitig überlegt sie, ob es eine gute Betreuung für einen so kleinen Jungen gibt. Maja hat Kontakt zum Kindertagespflegebüro aufgenommen. Dort wurde sie darüber beraten, wie Kindertagespflege abläuft und dann haben die Fachberaterinnen nach für sie passenden Betreuungspersonen gesucht und verschiedene Vorschläge gemacht. Das beste Gefühl hatte sie bei Artur, einem Tagesvater der seit einiger Zeit in seinem Zuhause Kinder betreut und auch selber zwei Jungen hat. Maja dachte „das passt“ und widmet sich ihrer Umschulung während sie ihren Ben in guten Händen weiß. Wenn sie ein Praktikum macht, hat Artur ihr schon zugesagt, dass er auch zu flexibleren Zeiten betreuen kann.

Faris ist seit einigen Monaten in Deutschland. Er ist Flüchtling und lebt mit seinen Eltern und den größeren Geschwistern in einer Notunterkunft. Dort ist es sehr eng und er langweilt sich. Er braucht Platz und will spielen. Mit Olga hat er eine Tagesmutter gefunden wo er an fünf Vormittagen toben kann, und er hat Kontakt zu gleichaltrigen Kindern. Faris spricht nun sogar schon deutsch!


Miriam kann nach der Babypause wieder in ihren Job einsteigen. Ihr Mann arbeitet oft sehr lange am Tag, sodass er sich bei der Kinderbetreuung nur an den Wochenenden einbringen kann. Miriam arbeitet montags bis donnerstags und freitags hat sie frei. Dienstags übernimmt die Großmutter die Enkelkinder. Somit benötigt Miriam eine Betreuung für ihre Kinder Jule und Jonathan montags, mittwochs und donnerstags. Ihre Tagesmutter Anna kümmert sich an den Tagen ab 8.00 Uhr um die Kinder, und Miriam holt sie um 12.30 Uhr wieder ab. Wenn sie einmal Überstunden machen muss, spricht sie dies mit Anna ab und dann holt sie Jule und Jonathan erst entsprechend später wieder ab.

Jule und Jonathan freuen sich wenn sie zu Anna dürfen, denn Lars und Lisa sind auch schon da. Erst begrüßen sie sich, dann frühstücken sie gemeinsam und dann können sie spielen. Mal sehen, was Anna heute noch so geplant hat...