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Bürgerbefragung

 

Liebe Mitbürger

zunächst möchten wir uns ausdrücklich bei all denen bedanken, die sich am vergangenen Sonntag an der Bürgerbefragung zu dem umstrittenen Geothermieprojekt beteiligt haben. Eine Mehrheit von 67,21% hat sich klar gegen dieses Pilotprojekt ausgesprochen. Daraus lässt sich ein repräsentatives Meinungsbild erkennen.

Auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass noch mehrere betroffene Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung in dieser Sache zum Ausdruck bringen, so wurde doch mit einer Wahlbeteiligung von 37,35% ein überdurchschnittliches Beteiligungsergebnis erzielt, insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass bei Bürgerbegehren und –abstimmungen i.d.R. Quoren zwischen ca. 10% und 30% angesteuert werden.

 

Es ist daher müßig, darüber zu spekulieren, welche Meinung die Bürger vertreten  die sich aus freien Stücken dazu entschlossen haben, nicht an der Abstimmung teilzunehmen. Jegliche Mutmaßungen und Einschätzungen hierüber, wie sie bereits kurz nach der Befragung gemacht wurden, sind zwar aus der Politik hinreichend bekannt, ändern aber nichts an dem klaren NEIN zum Kraftwerk.

Zu behaupten, die schweigende Mehrheit sei zweifellos für die Geothermie-Anlage, ist ebenso unhaltbar und unrealistisch wie die Meinung, alle, die nicht gewählt haben, seien zwangsläufig gegen die Anlage.

 

Hier stellt sich vielmehr die Frage, warum viele Menschen ihren Willen nicht mehr zum Ausdruck bringen möchten. Da kommen sicherlich mehrere Gründe in Betracht, wie zum Beispiel Enttäuschung, Wut, Frust oder einfach auch nur Resignation gegenüber einer ‚Grün/Roten‘ Landesregierung, die rücksichtslos ihre eigenen

Visionen verfolgt und die erwartet, dass die hier lebenden Menschen, Schäden an ihren Gebäuden dulden.

Wir haben das als Rückmeldung aus unzähligen Einzelgesprächen mit Brühler Bürgern erfahren.

Auch die Kommentare der Landespolitiker Herrn Meinel und Frau Grünstein trugen mit Feststellungen wie „dem Bürger bleibt immer noch der Rechtsweg“ bzw.  „Allgemeinwohl geht vor Eigenwohl“ zum Nachdenken bei.

Wir hoffen nun, dass der mehrheitliche Willen der betroffenen Menschen nicht länger von der Gemeindeführung ignoriert wird!

 

Ihre Bürgerinitiative    

Brühl, den 31.10.2012

 

  

 

 
 
Die Gemeinde Brühl führt am 28. Oktober 2012 eine Bürgerbefragung zur weiteren Vorgehensweise in Sachen Geothermiekraftwerk durch.
 
Am 25. September 2012 erhielten die Brühler Bürger die 'Wahlunterlagen' per Post.

Die BI ist grundsätzlich gegen eine Bürgerbefragung zum jetzigen Zeitpunkt. Allerdings wird ein Fernbleiben von der Wahl als ZUSTIMMUNG gewertet! Umso wichtiger, liebe Bürgerinnen und Mitbürger, ist nun IHRE Stimme!

Bitte beteiligen Sie sich an der Wahl!!!

BI Flyer zur Bürgerbefragung                     


 
Presseerklärung vom 6. September 2012
Auch die BI ist für die Energiewende und den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen, weg vom Atomstrom und dem Problem der Endlagerung. Aber die neuen Energien, die zum Wandel beitragen sollen, müssen umweltverträglich, vernünftig, bezahlbar, kalkulierbar und beherrschbar sein. Die Geothermie ist eine Alternative, die unseres Erachtens noch am Anfang steht, bei der man noch Erfahrung sammeln muss, die ihre Probleme mit erzeugten Erdbeben aufweist und die wir aus diesen Gründen nicht an diesem ungünstigen Standort in unmittelbarer Nähe der Schule, Häusern und Klärwerk sehen möchten.
 
 

BI gibt konstruktive Vorschläge zum Wahlflyer (Faktencheck) der Gemeinde Brühl ab

Ein Auszug aus dem sogenannten Wahlflyer...
"...
Sollten diese Versuche zu Bauverzögerungen oder zur Bau-Einstellung führen, ist zusätzlich mit Forderungen des betroffenen Unternehmens für Schadensersatz und entgangenen Gewinn in nicht absehbarer Höhe zu rechnen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung muss mit Klagen vor den Gerichten über mehrere Instanzen und über mehrere Jahre gerechnet werden.
Dies kann künftige Gemeindeprojekte wie Sport- und Vereinsanlagen, Kindergärten, Schulen und Bibliothek finanziell gefährden. ..."

Geht Brühl an der Geothermie bankrott?!?
 
 
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