Stum-Orkan - richtiges Verhalten


Sturm und Orkan - Wie sollte ich mich richtig verhalten?


Als Sturm werden Winde mit Geschwindigkeiten von mindestens 20,8 m/s (74,9 km/h) oder 9 Beaufort bezeichnet. Ein Sturm mit einer Windgeschwindigkeit von mindestens 32,7 m/s (117,7 km/h) oder 12 Beaufort wird als Orkan bezeichnet. Dazwischen spricht man bei 10 Beaufort von einem schweren und bei 11 Beaufort von einem orkanartigen Sturm. Erreicht der Wind nur kurzzeitig (für wenige Sekunden) Sturmstärke, so spricht man von einer Sturmböe.
Weitere Sturmarten sind der Tornado, gelegentlich (Klein-)Trombe, Windhose, Wasserhose oder Twister genannt, sowie der Schneesturm Blizzard.

Je nach Geschwindigkeit können solche Ereignisse an Gebäuden, in der Natur und an Bauwerken schwere Schäden anrichten.

Sturmschäden im Garten - Bäume kontrollierenhttp://bc01.rp-online.de/polopoly_fs/handoutein-umgestuerzter-baum-liegt-freitag-29062012-1.2891927.1349434287!httpImage/2121197928.jpg_gen/derivatives/d540x303/2121197928.jpg











Wo kann ich mich vorab informieren?

Informationen zu möglichen Unwettern verbreiten alle Medien wie Nachrichten im Fernsehen, Rundfunksender und das Internet.
Bitte beachten Sie die Vorwarnungen und halten sich an die unten aufgeführten Tipps.


Verhaltensregeln und Tipps bei schweren Stürmen:


Verhalten VOR dem Sturm (Sturmwarnung)

  • Kinder sollten beaufsichtigt werden
  • Alle Türen, Fenster, Dachfenster, Luken, Lichtkuppeln usw. schließen
  • Rollläden oder/und Fensterläden schließen
  • Markisen aufrollen
  • Alle im Freien stehende Gegenstände (z.B. Mülltonnen, Wäsche, Blumenkübel, Werkzeuge, Bretter, Platten, Planen, Folien usw.) sichern
  • Autos – wenn möglich – in eine Garage stellen. Autos nicht unter Bäumen oder unmittelbar unter Häusern abstellen
  • Zelte und Wohnwagen verlassen, da aufgrund mangelnder Verankerung Umsturzgefahr besteht
  • Tiere in Sicherheit bringen
  • Partys und andere Freiluftveranstaltungen zum Schutz der Menschen beenden
  • Autofahrten unterbrechen und Schutz suchen


Verhalten WÄHREND des Sturms

  • Auf keinen Fall Ihre schützenden Räumlichkeiten verlassen, da die Gefahr von herabfallenden Ziegeln, Ästen, umstürzenden Bäumen oder elektrischen Leitungen besteht
  • Während des Sturms keine Sicherungsarbeiten im Freien vornehmen
  • Bei einem eingetretenen Schadensereignis rufen Sie über Notruf die Feuerwehr 112 / Polizei 110 an
  • Rechnen Sie bei großflächigen Schadensausmaßen mit einem zeitlich verzögerten Einsatz der Einsatzorganisationen
  • Meiden Sie ungeschützte Orte, an denen Sie von Hagel oder von vom Sturm mitgerissenen Gegenständen getroffen werden könnten
  • Suchen Sie Schutz in einem Gebäude und meiden Sie bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten
  • Treten zusätzlich Gewitter auf, so schützen sie sich vor diesen (Link)

 

Verhalten NACH dem Sturm

  • Nicht am Boden liegenden oder abgerissenen Stromleitungen nähern! Der einzuhaltende Mindestabstand beträgt 10 Meter
  • Bei Ausfall vonTelefon/Mobilfunk können aktuelle Informationen auch über den Hörfunk bezogen werden
  • Bei Stromausfall können Informationen auch über das Autoradio eingeholt werden
  • Häuser bzw. Wohnungen auf Sturmschäden untersuchen. Dabei auf die eigene Sicherheit achten (es können noch lose Dachziegel, usw. auf Dächern liegen)
  • Zeigen Sie den festgestellten Schaden unverzüglich Ihrem Versicherer an (am besten mit Fotodokumentation)

 

Verhalten von Autofahrern bei Sturm

  • Tempo reduzieren: Damit gewinnt man wertvolle Zeit, um eventuell erforderliche Lenkkorrekturen durchführen zu können und erreicht auch eine bessere Bodenhaftung des Fahrzeuges.
  • Abstand halten: Nicht nur Autos mit Anhänger, sondern auch Lenker einspuriger Fahrzeuge geraten leicht ins Schwanken.
  • Überholmanöver vermeiden: Bei unberechenbaren Böen sollten Überholmanöver vermieden werden. Besonders beim Überholen von Fahrzeugen mit großer Windangriffsfläche (z.B. LKW´s oder Wohnmobile) gerät man nämlich erst in den Sog des Windschattens und wird anschließend beim Weiterfahren mit voller Wucht vom Seitenwind getroffen.
  • Auf den Straßenzustand achten: Es besteht die Gefahr, dass Hindernisse wie Äste, Dachziegel oder gar ganze Bäume auf der Fahrbahn liegen oder drohen darauf zu fallen.
  • Kritische Stellen sind häufig mit Windsäcken oder entsprechenden Verkehrsschildern gekennzeichnet. Zusätzlich ist es hilfreich, bei starkem Wind Bäume, Sträucher und den Vordermann verstärkt zu beobachten.
  • Bei orkanartigem Sturm oder Böen: Unterbrechen Sie Ihre Fahrt und suchen Sie einen geschützten Bereich auf. Stellen Sie Ihr Auto aber nicht unter Bäumen oder unmittelbar unter Häusern ab. Benutzen Sie keine Unterführungen, um Rettungskräften freie Zugangswege zu den Einsatzorten zu gewähren.