Kampfkünste

Iaido und Kendo

Die Samurai-Krieger hatten zwei Möglichkeiten, ihre Schwertkampffähigkeiten auszubilden: Durch Iaido übten die Samurai-Krieger die Handhabung von scharfen Schwertern mittels technischer Übungen und durch Kendo, dem Übungskampf mit Bambusschwert in Rüstung, um kämpferische Tugenden wie Mut und Entschlossenheit aufzubauen.

Iaido (Tanaya-Schule)
In unserem Dojo wird in Iaido die Tanaya-Schule gelehrt: Der Polizeiausbilder von Tokio, Tanaya Masami, lehrte Iai wie in der Zeit der Samurai: aufrechtstehend, schnell, dynamisch und kampfecht.

Kendo (traditionelles Shin Ken Kendo / Kenjutsu)
In unserem Dojo wird nicht modernes Sport-Kendo geübt, sondern es wird frei gekämpft wie in Japans Feudalzeit, wobei alle möglichen Angriffe und Wurftechniken erlaubt sind.

Als Ergänzung zum Schwerttraining werden in unserem Dojo zusätzlich der Umgang und diverse Techniken mit den Waffen Tanto (Messer), Wakizashi (Kurzschwert) und Cho (oder Bo, Stock) geübt.

Sport oder Kunst?

Wir bezeichnen das was wir lernen wollen als Kunst. Warum? 
Natürlich erzeugt das Training Kraft, Beweglichkeit und Kondition. Wir tun aber einfach manche Dinge nicht, die für einen Sport essentiell sind: Bei uns gibt es keine Wettkämpfe (nur Übungskämpfe), keine Pokale und keine Meisterschaften. Wohl hat jeder seinen Grad, der den Stand seiner Ausbildung angibt, aber es gibt keinen Vereinsmeister und keine Rangordnung.

Jeder ist bemüht, sich und seine Technik zu vervollkommnen - mit den anderen, aber unabhängig von ihnen und auf keinen Fall gegen sie. Den Übungskampf im Kendo beispielsweise gewinnt nicht der, der als erster oder am häufigsten trifft, sondern derjenige, der als erster „gut“ trifft. In Iaido gibt es nur Kämpfe gegen imaginäre Gegner in Form genau festgelegter Techniken und Abläufe (Kata), welche einstudiert und perfektioniert werden.

Es geht uns also eher um Qualität, als um Leistung. Deswegen nennen wir unser Ziel eine Kunst. Und mit der perfekten Synergie aus den beiden Kampfkünsten Iaido und Kendo versuchen wir dem echten Schwertkampf der Samurai-Zeit möglichst nahe zu kommen.