Satzung

 der

"Lamberti-Stiftung"


  der ev. luth. Lamberti-Kirchengemeinde zu Aurich


Präambel

 

Der Kirchenvorstand der Lamberti-Kirchengemeinde hat in seiner Sitzung vom …………, aufgrund rückläufiger Einnahmen, die Errichtung einer unselbstständigen Stiftung beschlossen. Zweck der Stiftung ist die Förderung der kirchlichen Arbeit der Kirchengemeinde. Als finanziellen Grundstock hat die Kirchengemeinde ein Stiftungskapital in Höhe von ……,-- Euro zur Verfügung gestellt.

 

Alle Personen, die die kirchliche Arbeit in der Kirchengemeinde fördern wollen, sind herzlich eingeladen, durch Zustiftungen, Einbringung von Vermächtnissen und Spenden dieses Werk zu unterstützen.

 

 

Satzung

 


§ 1 Name, Rechtsform

 

(1) Die Stiftung trägt den Namen Lamberti-Stiftung". Sie ist eine Stiftung für die Kirchengemeinde Lamberti zu Aurich.

 

(2) Sie ist eine unselbstständige, nichtrechtsfähige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts in der Verwaltung der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Lamberti zu Aurich.

 

 

 § 2 Stiftungszweck

 

Der Zweck der Stiftung ist die finanzielle Unterstützung für die bauliche Unterhaltung der Lamberti-Kirche sowie die Förderung der kirchengemeindlichen Arbeit der Lamberti- Kirchengemeinde, insbesondere der Kinder- und Jugendarbeit durch finanzielle Zuwendungen.

  

 

§ 3 Gemeinnützigkeitsbestimmungen

 

(1) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, kirchliche und kulturelle Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

 

(2) Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

 

(3) Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Mitglieder des Kirchenvorstandes und des Stiftungsvorstandes erhalten keine Zuwendungen oder Gewinnanteile aus Mitteln der Stiftung.

  

 

§ 4 Stiftungsvermögen

 

(1) Das Stiftungsvermögen beträgt …………..,-- Euro. Es wird als Sondervermögen der Lamberti-Kirchengemeinde verwaltet.

 

(2) Das Stiftungsvermögen ist in seinem Wert ungeschmälert zu erhalten und möglichst ertragreich anzulegen. Dem Stiftungsvermögen wachsen die Zuwendungen Dritter zu, die dazu bestimmt sind.

 

(3) Das Stiftungsvermögen kann jederzeit durch Zustiftungen erhöht werden. Die Zustiftungen können in Form von Bar- und Sachwerten erfolgen; zugestiftete Sachwerte können auf Beschluss des Stiftungsvorstandes zum Zwecke der Vermögensumschichtung jederzeit veräußert werden.

  

 

§ 5 Verwendung der Vermögenserträge und Zuwendungen

 

(1) Die Erträge des Stiftungsvermögens und die dem Vermögen nicht zuwachsenden Zuwendungen sind zeitnah zur Erfüllung des Stiftungszweckes zu verwenden.

 

(2) Die Stiftung kann ihre Mittel ganz oder teilweise einer Rücklage zuführen, so weit dies erforderlich ist, um ihre steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke nachhaltig erfüllen zu können.

 

(3) Ein Rechtsanspruch Dritter auf Gewährung der jederzeit widerruflichen Förderleistung aus der Stiftung besteht aufgrund dieser Satzung nicht.

   

 

§ 6 Stiftungsorgan

 

(1) Organ der Stiftung ist der Stiftungsvorstand. Die Mitglieder müssen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers angehören.

 

(2) Der Stiftungsvorstand besteht aus ……… Mitgliedern, die vom Kirchenvorstand gewählt werden. Mindestens ein Mitglied muss, höchstens drei Mitglieder sollen dem Kirchenvorstand angehören.

 

(3) Der Stiftungsrat wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und deren oder dessen Stellvertretung.

 

(4) Die Amtszeit der Mitglieder des Stiftungsvorstandes beträgt vier Jahre. Wiederwahl ist möglich. Mitglieder des Stiftungsvorstandes können vom Kirchenvorstand aus wichtigen Gründen abberufen werden.

 

(5) Die Mitglieder des Stiftungsvorstandes sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig. Ihnen dürfen keine Vermögensvorteile zugewendet werden.

 

(6) Die Mitgliedschaft im Stiftungsvorstand endet mit der Vollendung des 75. Lebensjahres der Mitglieder.

 

  

§ 7 Rechte und Pflichten des Stiftungsvorstandes

 

(1) Der Stiftungsvorstand hat im Rahmen dieser Satzung den Willen der Stifter so wirksam wie möglich zu erfüllen. Er beschließt über die Verwendung der Stiftungsmittel. Gegen diese Entscheidung steht dem Kirchenvorstand ein Vetorecht zu, wenn sie gegen die Satzung oder rechtliche oder steuerliche Bestimmungen verstößt.

 

(2) Beschlüsse des Vorstandes werden in der Regel auf Sitzungen gefasst. Der Vorstand wird vom Vorsitzenden nach Bedarf, mindestens aber einmal jährlich unter Angabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von zwei Wochen zu einer Sitzung einberufen. Sitzungen sind ferner einzuberufen, wenn drei Mitglieder des Vorstandes dies verlangen.

 

(3) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn nach ordnungsgemäßer Ladung mehr als die Hälfte der Mitglieder, unter Ihnen der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, anwesend sind. Ladungsfehler gelten als geheilt, wenn alle Mitglieder anwesend sind und niemand widerspricht.

 

(4) Der Vorstand trifft seine Entscheidungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern die Satzung nichts Abweichendes bestimmt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, ersatzweise des Stellvertreters den Ausschlag.

 

(5) Über Sitzungen sind Niederschriften zu führen und vom Sitzungsleiter und dem Protokollführer zu unterschreiben. Sie sind allen Mitgliedern des Vorstandes und dem Kirchenvorstand zur Kenntnis zu bringen.

 

(6) Wenn kein Mitglied des Vorstandes widerspricht, können Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden. Es gilt eine Äußerungsfrist von einer Woche seit Absendung der Aufforderung zur Abstimmung.

 

(7) Beschlüsse, die eine Änderung der Satzung betreffen, können nur auf Sitzungen getroffen werden.

  

 

§ 8 Treuhandverwaltung

 

(1) Unbeschadet des Rechts des Stiftungsvorstands wird die Gesamtleitung der Stiftung vom Kirchenvorstand wahrgenommen. Er verwaltet das Stiftungsvermögen getrennt von seinem Vermögen.

 

(2) Er wickelt die Fördermaßnahmen ab.

 

(3) Der Kirchenvorstand legt dem Stiftungsvorstand zum 31.12. eines jeden Jahres einen Bericht vor, der die Vermögenslage sowie die Mittelverwendung erläutert. Im Rahmen seiner öffentlichen Berichterstattung sorgt er für eine angemessene Publizität der Stiftungsergebnisse.

 

(4) Der Kirchenvorstand kann die Stiftung für seine Verwaltungsleistung mit pauschalierten Kosten belasten. Vereinbarte Zusatzleistungen und Reiseaufwendungen werden gesondert abgerechnet.

 

  

§ 9 Anpassung an veränderte Verhältnisse

 

Verändern sich die Verhältnisse derart, dass die Erfüllung des Stiftungszweckes vom Stiftungsvorstand nicht mehr für sinnvoll gehalten wird, so kann er einen neuen Stiftungszweck beschließen. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von Dreivierteln der Mit-glieder des Stiftungsvorstandes und der Bestätigung durch den Kirchenvorstand. Der neue Stiftungszweck hat gemeinnützig und evangelischkirchlich zu sein und muss der Kirchengemeinde zugute kommen.

  

 

§ 10 Auflösung der Stiftung

 

Der Stiftungsvorstand kann dem Kirchenvorstand die Auflösung der Stiftung mit einer Mehrheit von Dreivierteln seiner Mitglieder vorschlagen, wenn es die Umstände nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen.

 

  

§ 11 Vermögensanfall bei Auflösung

 

Bei Auflösung oder Aufhebung der Stiftung fällt das Vermögen an die Kirchengemeinde Lamberti, die es unmittelbar und ausschließlich für kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

 

 

§ 12 Kirchenaufsichtliche Genehmigung

 

Beschlüsse des Kirchenvorstandes über die Errichtung, Änderung oder Auflösung der Stiftung bedürfen der Genehmigung des Landeskirchenamtes

 


Aurich, März 2010