Klaus Kinski

geb. 1926 - gestorben 1991

 
Klaus Kinski, gebürtig aus Danzig, Linkshänder, begann seine Karriere bereits 1946 als Theaterschauspieler. Schon 1947 erhielt er auch eine erste Filmrolle (1951 die zweite), spielte danach aber weiter im Theater.  Ab 1952 war er als "Ein-Mann-Wanderbühne" in Deutschland sowie in Wien jahrelang erfolgreich unterwegs, er rezitierte in seiner unnachahmlichen Weise Villon, Tucholsky, Brecht, Goethe, Schiller und das Neue Testament, später Bibelstellen in "Jesus Christus Erlöser". Manche dieser Vorträge (20)  sind auf große Nachfrage seiner Fans in der CD-Serie "Kinksi spricht Werke der Weltliteratur" verewigt und zeigen die ausdrucksstarke Seite des einzigartigen Künstlers Klaus Kinski.  Kinski -Schallplatten verkauften sich weltweit millionenfach, desweiteren war er als Synchronsprecher tätig.
 
Sein Privatleben war zu dieser Zeit abenteuerlich und er hatte zweifelhafte Freunde und Freundinnen; als er jedoch einen Selbstmordversuch unternahm, kam der berühmte O.W. Fischer ans Krankenbett und sagte ihm eine Rolle in seinem Film "Ludwig II." zu.  Von da an ging es unaufhaltsam aufwärts, ab 1955 bis 1989 drehte der emsige sprachtalentierte  Darsteller eine Unmenge von Filmen(eine Auflistung siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Kinski); er selbst, aber auch Kritiker gaben seinem letzten Film "Paganini" die Bestnote, dieses Werk war gewissermaßer das lohnende Finale seines Schaffens. Oft verkörperte Kinski Schurken und Psychopathen - z.B. in den sehr erfolgreichen Edgar-Wallace-Filmen mit Joachim Fuchsberger -, was ihn dazu veranlasste, in der Öffentlichkeit mit mehreren Autobiographien und in Interviews sowie an den Drehorten ein entsprechend gleichartiges psychopathisches aggressives Image zu pflegen. Höhepunkte waren hier die Auseinandersetzungen mit dem Regisseur Werner Herzog und ein Auftritt von Kinski 1977 in der WDR Talkshow, der in die TV-Geschichte einging, weil  er dem Moderator keine einzige Frage beantwortete und diesen stattdessen mit "Herr Münchhausen" titulierte. Andererseits erzählte sein Sohn Nikolai Kinski, er habe kein einziges Mal erlebt, dass sein Vater privat je aggressiv oder ausfallend geworden sei. „Mein Vater – so Nikolai – war privat der sanfteste Mensch, den man sich vorstellen konnte.“  Kinski hatte also folgerichtig einen exzentrischen Charakter, der von liebenswürdiger Sanftheit bis zu fürchterlichen öffentlichen Zornesausbrüchen reichte.
 
Große internationale Beachtung fand seine Nebenrolle in "Doktor Schiwago", die auch bei der deutschen Kritik unisono gelobt wurde und 1986 vom französischen Innenminister als Mitbegründung für eine der höchsten Ehrungen Frank-reichs verwendet wurde; er trat auch in Karl-May-Verfilmungen auf und drehte mit Terrence Hill, da beide in Italien lebten.  Aus einer seiner drei Ehen ging die Tochter Nastassja Kinski hervor, die ebenfalls den Beruf des Schauspielers ergriff, allerdings in weit unauffälliger Weise. Klaus Kinski hatte bei seinen Film-Projekten wiederholt die wunderbare Fähigkeit, zum richtigen Zeitpunkt einen Geldgeber zu finden, der die Beendigung einer Produktion sicher stellte. - Kinski führte privat einen teuren Lebensstil, verdiente aber Millionen Dollars, die es ihm ermöglichten. Nach eigener Aussage war die Liebe seines Lebens die Vietnamesin Minhoi, die heute nach seinem letzten Willen sein Angedenken und seinen Nachlass pflegt. 1981 baute er ein Haus in Los Angeles (USA), in dem er 1991 zwei Jahre nach seinem letzten Film (Paganini) friedlich verstarb. Er hatte Produktion, Regie, Drehbuch, Schnitt und Hauptdarstellung selbst übernommen. Nach seinem Tod erschienen Bücher und TV-Dokumentationen über ihn und sein Schaffen sowie eine DVD-Ausgabe des "Paganini", weiterhin eine Neuauflage seiner legendären "Jesus Christus"-Vorträge. Objektiv und mit zeitlichem Abstand betrachtet, war Kinski eine große Bereicherung der Kinoleinwand und des Films und sein berufliches Leben von strengem Fleiß geprägt. Er bleibt unvergessen !   
 
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KINSKI ALS BRUDER VON KÖNIG LUDWIG II.

 

 
 
 
 
 
KINSKI VOR DEM STANDESBEAMTEN IN ROM
 
 
 
 
 
UND HIER DER WAHRE KLAUS KINSKI MIT EINEM SCHMETTERLING UND DER MUSIK VON "POPOL VUH"
 

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