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Klaus Peter Puth
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Mein Leben in offenen Worten:
Ich bin 1960 in diese Welt gekommen, und zwar als Frühgeburt, in einem so frühen Stadium, daß sogar die lokale "Offenbach-Post" über mein Überleben berichtete. Viele gleichaltrige Säuglinge verstarben damals, während ich im Brutkorb gedieh, allerdings haben die Ärzte damals mir lange Zeit ein Tuch über die Augen gelegt, was dazu führte, daß ich seit der Einschulung schon eine Brille tragen musste (der Kindergarten blieb mir glücklicherweise erspart, da wir weit außerhalb des Ortes wohnten).
Dieses Manko des Brillenträgers glich ich schon bei Schulstart durch einen hohen Ehrgeiz aus, was mir durch das familiäre Umfeld sehr erleichtert wurde - so brachte mein Opa mir schon vor der Einschulung das Zählen bis 100 bei anhand von Fleischbrocken, die er für seine Schäferhunde abzählte. Diese Förderung meiner Familie hielt die gesamte Schulzeit an, wenn als neues Fach Stenographie oder Schreibmaschine angesetzt war seitens der Schulleitung, mußte ich sofort (oder vorher) in einen entsprechenden Lehrgang außerhalb der Schule, so daß dann die Schulnote regelmäßig "1" war. Bis heute bin ich dafür meiner Familie dankbar, denn dadurch habe ich mit einem sehr guten Notendurchschnitt in den wichtigen Fächern abschließen können und konnte dann fast übergangslos bei einem bekannten Steuerbüro ein gut bezahltes langes Praktikum ableisten, und wie selbstverständlich ergab sich aus einer kaufmännischen Schulbildung und dieser ersten Tätigkeit die Folgerung, entweder Steuerberater oder Finanzbuchhalter auch als Ausbildungsberuf zu erlernen. Das zweite traf dann wiederum mit Hilfe meines Großvaters ein, der mich selbst im Auto zum Vorstellungsgespräch beim Finanzamt Hanau fuhr. Die - sehr harte - und teilweise mit wochenlangen auswärtigen Aufenthalten verbundene Ausbildung schloß ich als einer der besten ab, was dann dazu führte, daß ich zum Finanzamt Offenbach versetzt wurde. Nach dortiger Arbeit in verschiedenen Sachgebieten hatte ich dann auch schon mein eigenes Auto, meine erste Liebe und meine ersten Parties. Es ist nebenbei zu erwähnen, daß insgesamt innerhalb der Finanzverwaltung Hessens in fast allen Kantinen zur damaligen Zeit Alkohol ausgeschenkt wurde und sich insbesondere die Sachgebietsleiter (vergleichbar Direktoren) hier durch hohen Konsum hervortaten, in einer Weise, die jeder Außenstehende sich nicht vorstellen kann. Na ja, vorbei, aber Alkohol und Finanzamt gehören seitdem für mich zur selben Seite. Und wenn der geneigte Leser dieser Seiten einmal seine Steuererklärung selbst beim Finanzamt - vielleicht noch im Beisein mehrerer Zeugen - einwirft und dann kurz darauf vom zuständigen Sachbearbeiter telefonisch hört: "ist deffinitiv niemals hier eingegangen, bitte reichen Sie eine Zweitschrift ein", dann erklärt sich das von selbst. Die Interna von Behörden sind unglaublich, ebenfalls die Bearbeitungszeiten. Aber das hat sich ja wohl allgemein herumgesprochen.
Nach dem Finanzamt war ich für eine Baufirma "MEK BAU" tätig, wo aufgrund meines Engagements (ich arbeitete sofort unabhängig, verkaufsorientiert, stellte Leute ein, machte Lohnbuchhaltung und Jahresabschluß, etc. etc.) der Laden brummte. Allerdings so gut, daß nach einer Kostenvorauszahlung der Dresdner Bank der Geschäftsführer-Gesellschafter sich mit mehreren hunderttausend D-Mark nach Marokko absetzte und niemals wieder gesehen wurde. Dasselbe passierte mir bei der nächsten Station, einem Kurierdienst, dort ging es allerdings nur um 60.000 US-Dollar. Tja, gebranntes Kind scheut das Feuer, daraufhin arbeitete ich bei anderen Firmen als Finanzbuchhalter und lehnte die aktive Verantwortung für die Bankkonten ab, was auch besser war. So ist es meiner Nachfolgerin bei einer Darmstädter Druckerei passiert, daß diese Bilanzbuchhalterin bei der Insolvenz des Betriebes zusammen mit dem Geschäftsführer eine Untersuchung wegen Konkursverschleppung, angeblicher Unterschlagung von Unterlagen und anderen haarsträubenden Unterstellungen sich auseinandersetzen musste. Daß auch hier der Geschäftsführer das Geld scheffelweise für Wein, einen teuren Sportwagen und Rechnungsstellungen Dritter ausgab, die mehr als dubios waren, führte bei mir zur innerlichen Erkenntnis, sich nicht mehr in die Gefahr zu begeben, als eventuell sogar alleinverantwortlicher Finanzbuchhalter für etwas haftbar gemacht zu werden, was man auf direkte Anweisung seines Arbeitgebers so gebucht oder veranlasst hatte........
In all der Zeit hatte ich gute bis sehr gute Einkünfte, da ich teilweise noch einem oder zwei Nebenjobs nachging (Zeitungen zu tausenden an Sammelpunkten abliefern, sonstige Kurierfahrte, usw.) und meine inzwischen gefundene polnische Ehefrau ebenfalls Geld verdiente. Wir waren in der Lage, in Urlaub zu fahren, mehrere Kfz zu fahren, u.a. einen Mercedes und ein Motorrad, es ging uns gut. Leider bekam sie nach der Geburt unseres Sohnes tiefe Stimmungsschwankungen, was letztendlich zur Scheidung führte, da ich keinen gemeinsamen Weg mehr sah und hilflos zusah, wie sie unseren Sohn als Waffe einsetzte. Das Resultat ist, daß wir keinen Kontakt mehr haben. So verlor ich viel Geld, machte aber die sinnvolle Erfahrung (nachdem sie mir Bankkonto gesperrt und mich aus der Wohnung geklagt hatte), mich nur noch auf mich selbst zu verlassen. Ich besorgte mir Geld von Freunden, fand binnen zwei Tagen eine Hochhauswohnung und startete bei "null", nur mit einem Hemd und einer Hose in einer leeren Wohnung ohne Möbel. Arbeitskollegen schenkten mir eine Luftmatraze, auf der ich schlief. Dann baute ich mir Monat für Monat mein Mobiliar für diese kleine Wohnung auf und kam nach einem Jahr zu einem erträglichen Punkt, wo ich mir sagen konnte: "man hat mich niedergeschlagen, aber ich bin aufgestanden und habe weitergekämpft und nicht aufgegeben."
Dies war eine wichtige Erfahrung, ab da ging es nur noch nach oben, und die Idee des Nicht-aufgebens hat mich bis heute sehr geprägt, hilfreich und positiv. Nach meiner Ehefrau kam eine 10-jährige Beziehung mit einer wunderhübschen Sabine, die aber mehr mein Geld als mich liebte, kein Thema..... aber dadurch kam dann die Trennung. Nach kurzem Single-Dasein traf ich in einer Aneinanderkettung von vielen Zufällen die Liebe meines Lebens, Annisette. Sie ist die erste Frau, die mich so nimmt, wie ich bin, verständnis- und liebevoll. Dies ist der Höhepunkt meines Lebens.
Nachdem ich beschlossen hatte, beruflich nicht mehr als Buchhalter zu arbeiten, ging ich aufgrund schon vorheriger Kontakte hauptberuflich in die Kurierdienst-Branche, zu einem internationalen Dienst in der Luisenstraße in Offenbach. Dort wurde ich sehr herzlich aufgenommen und als ich dann mich beruflich verbessern konnte und um die Kündigung bat, wurde mir manche Träne nachgeweint und den Abschiedstag werde ich mein Leben lang nicht vergessen, es war rührend und herzergreifend. Danke euch
Zu manchen dieser alten Kollegen habe ich bis heute noch Kontakt. Danach kam die Firmengründung eines neuen Kurierdienstes ebenfalls in Offenbach, wo sich nach kurzer Zeit herausstellte, daß der Geschäftsführer zumindest in Bezug auf die gestellten Anforderungen ein totaler Versager war und wenige Tage später bereits den ersten Urlaub buchte. Ich arbeitete als stellvertretender Geschäftsführer (General Manager) teilweise bis zu 19 Stunden am Tag, bis ich bemerkte, daß die Gesellschafter untereinander sehr im Streit lagen. Da waren meine Tage dort gezählt und ich wechselte zu einem Partner, den ich schon lange kannte, die Firma Freestyle Logistics. Schwerpunkt ist dort der Import von Paketen aus Indien, und sowohl die hervorragende Bezahlung, Gestellung eines Dienstwagens, das Betriebsklima und nach kurzer Zeit die dortige Beförderung zum Seniormanager lassen mich heute aussagen, daß zum privaten Höhepunkt nun auch beruflich der wahre Höhepunkt erreicht wurde.
Meine Liebste und ich sammeln nun Geld, um die Rente nicht in Deutschland, sondern auf den British Virgin Islands (Jungfraueninseln) zu erleben. Unseren ersten Urlaub haben wir ebenfalls hinter uns, genau wie einige sehr verbindende Momente, die leider nicht alle positiv waren (u.a. der Tod ihrer Großmutter). Mit ihr an meiner Seite ist mir nichts zu schwer, das sagt eigentlich schon alles. Ohne Annisette ist mein Leben leer................ Das war kein tabellarischer, aber ein ehrlicher Lebenslauf, der mehr über mich aussagt als Zahlen, denn er zeigt auch die Höhen und Tiefen meines Privatlebens, während es beruflich fast durchgehend nach oben ging, - ich hatte das große Glück, immer völlig frei arbeiten zu können, was mir wichtig war und ist. Wer also diese Zeilen liest, weiß, daß ich sehr verantwortungsvolle Positionen vom Prokuristen bis stellv. Geschäftsführer erfolgreich wahrgenommen habe und eine Führungspersönlichkeit bin. Zuletzt habe ich nun für mehrere Freunde Firmen gegründet, die Rechtsform der Ltd. wird immer beliebter, hier kenne ich mich perfekt aus. Aber auch KG's und GmbH's habe ich gegründet, alles problemfrei. Mein letztes Projekt war "Skycom-Express Ltd", und eine dazugehörige Website.
Beruflich war ich auch mit Roger Kirk verbunden, dem ich ein eigenes Kapitel gewidmet habe, ein guter alter Freund in allen Lebenslagen. Ihm habe ich die "Kirkovrog Media & Services Ltd" erfolgreich gegründet, diese besteht bis heute und ist das Dach für seine Regional_Illustrierte. Tja, und so wie er zehren heute noch manche von meinen Ideen, Anregungen und Firmen. Ist ok.
Ich liebe alle Menschen, am meisten aber meine Annisette ! Euer Admin Klaus
Ach ja, Nachtrag: aufgrund eines gebrochenes Fußes habe ich zwischendurch mal eine IT-Ausbildung von mehreren Monaten in der VHS Abendschule gemacht, so daß ich in unserer Firma ebenfalls Netzwerkadministrator bin und für die gesamte Nachbarschaft der Ansprechpartner in Sachen PC-Probleme, sei es Hardware oder Software. Macht riesigen Spaß !!!!
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