EINE WUNDERSCHÖNE INSEL MIT VORMALS DEUTSCHEM GOUVERNEUR: AUGUST GISSLER Quelle: "www.wikipedia.de":
Die Kokos-Insel (span. Isla del Coco, engl. Cocos Island) ist eine 24 km² große, unbewohnte Insel auf dem sogenannten Kokosrücken 500 km vor der Pazifikküste von Venezuela und Costa Rica. Sie gehört zur Provinz Puntarenas und hatte einen ehemals deutschen Gouverneur, siehe dazu nachstehend. Bekannt ist die Insel vor allem für die Schätze, die Piraten wie beispielsweise Benito Bonito, Henry Morgan oder Kapitän Thompson dort vergraben haben sollen. Es gab zahlreiche Expeditionen mit dem Versuch, sie zu finden, aber bis heute ist der einzige Schatz der Insel ihre unberührte Natur. NaturparkDie vulkanische Kokos-Insel ist die einzige tropische Insel im Ostpazifik mit einem tropischen Regenwald. Die Reichhaltigkeit der Pflanzen ist zwar bei weitem nicht so groß wie in Wäldern auf dem Festland, aber auch hier konnten 70 endemische Pflanzen nachgewiesen werden. Von den 87 Vogelarten kommen drei nur hier vor: der Kokosinsel-Kuckuck (Coccyzus ferrugineus), Nesotriccus ridgwayi (ein Tyrannenvogel) und der Kokosfink (Pinaroloxias inornata). Tölpel, Fregattvögel und Seeschwalben unterhalten Brutkolonien auf den kleinen Vorinseln und Felsen.Ein Problem sind die von früheren Siedlern eingeführten Nutzpflanzen und -tiere. Kaffee und Guaven haben sich teilweise im Unterholz ausgebreitet, wilde Schweine, Ziegen und Ratten richten Schäden an.Was die Insel besonders auszeichnet, ist jedoch das reiche Meeresleben. Während die Insel normalerweise im Bereich des ost-westlichen Äquatorialen Gegenstroms liegt, ist sie während des El Niño die erste Insel, die warmes Wasser aus Richtung Westen erhält. Dies führt ähnlich wie auf den Galapagos-Inseln zu einem trans-pazifischen Austausch von Larven und Meerestieren. Die ausgedehnten Korallenriffe rund um die Insel beherbergen 32 Korallenarten, 57 Krebstiere und 500 Molluskenarten. 300 Fischarten zeugen zwar nicht von außergewöhnlicher Vielfalt, aber dafür ist die Gesamtzahl der Tiere riesig. Bekannt ist die Insel für die großen Schwärme von Bogenstirn-Hammerhaien und Weißspitzen-Riffhaien, die an der Insel vorbei ziehen. Auch Walhaie und Mantarochen kommen in großer Zahl vor. SchatzsucheEiner der ausdauerndsten Schatzsucher war der Deutsche August Gissler (1857, Remscheid - 8. Aug. 1935, New York City), der von 1889 bis 1908 mit kurzen Unterbrechungen auf der Insel lebte. 1897 ernannte ihn die Regierung Costa Ricas sogar zum ersten und einzigen Gouverneur der Kokos-Insel. Gissler grub im Laufe der Jahre meterlange unterirdische Tunnelsysteme, die noch heute trotz zahlreicher Erdbeben betreten werden können. Gisslers Ziel war der Kirchenschatz von Lima, die goldene Madonna, die um 1820 von Kapitän Thompson auf der Insel versteckt worden sein soll. Gissler war sich seiner Sache sicher, da er zwei Karten aus zwei unterschiedlichen Quellen besaß, die den gleichen Ort als Versteck des Schatzes anzeigten. Parallel suchte Gissler aber auch nach dem Piratenschatz von Benito Bonito. Die Gelder für diese Suche wurden hauptsächlich über Investoren bereitgestellt, die in die hierfür eigens gegründete Cocos Plantation Company investierten. Einige Siedlerfamilien lebten deshalb für den Anbau von Tabak gemeinsam mit Gissler auf der Insel. Gissler blieb erfolglos: Er fand in zwanzig Jahren auf der Kokos-Insel lediglich sechs Goldmünzen. Die Kokos-Insel gilt vermeintlich auch als Vorlage für den Roman Die Schatzinsel. Der Autor Robert Louis Stevenson erfuhr vermutlich 1880 von der Insel und dem sagenhaften Schatz aus Lima. Der Schweizer Walter Hurni hingegen glaubt Beweise zu haben, dass Stevenson den Kirchenschatz von Lima auf der Insel Tafahi - auf alten Karten auch Cocos Eilandt genannt - gefunden hat. Somit hätte das heutige Tafahi als Vorlage für den Roman Die Schatzinsel gedient. Die Recherchen von Walter Hurni wurdem vom Schweizer Autor Alex Capus im Roman Reisen im Licht der Sterne veröffentlicht. Schutz der InselDie Kokos-Insel gehört offiziell seit 1869 zu Costa Rica. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, sie zu besiedeln, schickte die Regierung 1898 eine Expedition, um zu ermitteln, ob auf der Insel dauerhaft ein Gefängnis eingerichtet werden könnte. Die Expeditionsleiter, Anastasio Alfaro und Henri Pittier, empfahlen jedoch das Gegenteil: die Einrichtung eines Naturschutzgebietes. Erst 1978 wurde jedoch tatsächlich ein Nationalpark eingerichtet und mit der Bewachung der Insel begonnen, um zu verhindern, dass durch Schatzsucher und Taucher weitere Schäden angerichtet werden. 1997 wurden die Insel und das sie umgebende Meer zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Seit 2001 umfasst das Schutzgebiet 12 Seemeilen (22 km) rund um die Insel.
PERSÖNLICHE ANMERKUNGEN: Trotz des durch den Schutzgebietstatus sich ergebenden Besuchsverbotes für diese wunderschöne Insel ist es mit Ausnahmeerlaubnis möglich, unter Aufsicht des Naturschutzministeriums kurze Strandbesuche und Tauchgänge vor der Insel durchzuführen. Die Gerüchte, daß eine Gruppe von Radioenthusiasten bereits Sende-Equipment auf die Insel verbracht hat, um dort eine exotische Sendestation zu errichten, sind nicht bestätigt worden. Dies wäre aber außerhalb der 12-Meilen-Zone möglich. Die Insel selbst hat am Strand eine Art Gästebuch, wo sich Besucher seit 1843 in Steine eingeritzt haben. Neben dem deutschen Gouverneur war der prominenteste Besucher der bekannte Jacques Costeau, der mit dem Satz zitiert wurde: "das ist die schönste Insel, die ich jemals gesehen habe". Aufgrund der teilweisen sehr schroffen Küstenfelsen und dichter Dschungelbewachsung ist ein Teil der Insel b i s h e u t e unerforscht und von Menschen nicht betreten worden. Dies wird sich wegen des Status der Insel voraussichtlich auch nicht mehr so schnell ändern. Vor der Insel gibt es eine unglaubliche Fischvielfalt und dadurch bedingt ein sehr hohes Aufkommen an Haien, und zwar viele verschiedene Hai-Sorten. Daher herrscht an der Küste ein striktes Anker- und Fischereiverbot und ebenfalls ein Hai-Jagd-Verbot ! Ergänzend ist zu erwähnen, daß die Kokos-Insel direkt an einer tektonischen Erdplatte liegt und daher Unterwasserberge und Brüche in der Kokos-Platte beobachtet werden konnten - natürlich nur von wissenschaftlichen speziell geeigneten Tiefsee-Unterseebooten. Rauher Seegang ist dort als normal zu verzeichnen. In mehr als 300 Meter Tiefe lebt dort ein Fisch namens "Tiefseeteufel", der stachelbesetzt ist und auf seinen Flossen laufen kann. Tatsache, es existieren Videoaufnahmen der ARD. |
