BMW R 35 Typ: R 35
Baujahr: 1938 - eine noch im Münchner Werk gebaute R35 Motor: 1 Zylinder 4 Takt 350cc OHV (Bohrung/Hub: 72/84 mm)
Leistung: 14 PS
Getriebe: 4 Gang - Tankschaltung V max: 100 Km/h Ein letztes Foto der R35 im Komplettzustand. Hier einige Bilder der Demontage: Der Motor kurz vor dem Ausbau aus dem Rahmen, das Ausfädeln ist ein Fall für sich :-) Da mit den Markierungen auf den Kettenrädern nicht viel anzufangen war habe ich die Steuerzeiten mittels Gradscheibe überprüft. Dabei stellte ich fest, dass der Vorbesitzer offenbar mit einer um einen Zahn versetzten Steuerzeit gefahren ist ?! Das EL-Ventil öffnete beispielsweise 25° nach OT :-) Das hintere Kurbelwellenlager, nachdem ich das Lagerschild mit dem Heißluftfön erwärmt hatte, lies sich der Lagerschild ganz leicht vom Lager abziehen. Doch was ist das - der Außenring des Rillenkugellagers 6207 hatte bereits mehrere Risse und ist beim Umdrehen der Kurbelwelle auch gleich in zwei Teile zerbrochen Nach einer Skizze hat mir ein Bekannter einen Abzieher für den noch auf der Kurbelwelle sitzenden Lagerinnenring gebaut - hat super funktioniert. Gabel: Auch hier liegt wie sooft der Unterschied im Detail. Die beiden Gabelholme waren seitenverkehrt eingebaut worden. Folglich waren die Freistellungen für die Schrauben der oberen Gabelbrückenklemmung um 180° versetzt. Die werkseitigen M8 Schrauben passten dann natürlich nicht mehr durch die Bohrung und so hat unser Profi einfach M6 Schrauben verwendet. Auch der Winkel der am Gabelholm angeschweissten Halterungen für die Kotflügelstreben stimmte durch die vertauschten Gabelholme nicht mehr. Der Kotflügel wanderte dadurch noch weiter in Richtung Auspuffkrümmer. Einige Kugeln des Lenkkopflagers haben auch Ihre Spuren am Steuerkopfrohr und auf der Lagermutter hinterlassen. Hier nun endlich mal was positives, die Führungsbuchsen der Gabelholme sind zur Abwechslung in einem ausgezeichneten Zustand, lediglich die Abschlussmuttern wurden mit einer Rohrzange misshandelt. Gabelholme, Federn und obere Einschraubstücke, an letzteren müssen die eingenieteten Zapfen Ø 14 mm erneuert werden, da die M10x1 Gewinde defekt sind. Nachdem ich mir auf der Drehbank neue Federhaltezapfen angefertigt habe wurden diese wieder mit den originalen Federhaltern vernietet. Die Zündungsdose: Die Unterbrecherdose ist an der Außenseite angerostet und soll deshalb neu verzinkt werden, deshalb werden sämtliche Bauteile entfernt. ![]() ... nach dem Verzinken Die Lichtmaschine: Es heisst zwar "Was BOSCH verbindet, das soll der Mensch nicht trennen", nach über 70 Jahren Dienst hat sich aber auch die LIMA einen Wellness Urlaub verdient. Demontage der Lichtmaschine, diese verfügt bereits über einen elektronischen Omega - Regler. Sämtliche Teile werden gereinigt, das zylindrische Gehäuse und die Keilriemenscheibe werden neu verzinkt. Der Lagerschild und die Blechkappe werden schwarz lackiert. links: Das LIMA Oberteil in gereinigtem Zustand. rechts: Von den Kabel-Anschlussklemmen war nur mehr ein kleiner Rest übrig, so habe ich mir auf der Drehbank neue angefertigt, diese habe ich dann in ein dem Original nachempfundenen Bakelit-Blättchen eingenietet. ![]() Nach dem Zusammenbau noch ein kurzer Probelauf auf einem absolut professionellen Prüfstand :-) (Um die Arbeitsdrehzahl der LIMA zu erreichen habe ich dann noch eine größere Riemenscheibe auf die Bohrmaschine montiert, davon gibt es aber leider kein Bild) Wichtig bei Gleichstrommaschinen ist das richtige Polarisieren durch "anbrizzeln" ( Batterie Plus bei laufender LIMA auf D+ takten ) Die LIMA wieder zurück an Ihrem Arbeitsplatz. Aufarbeiten des Zylinders: Auf der Veterama in Mannheim habe ich für € 35,- einen Zylinder ergattert, eine Vermessung bestätigte den optisch guten Eindruck. Ich habe den Zylinder auf Ø 72,53 mm gehont. Nun soll dieser mit einem neuen Kolben mit Ø 72,45 mm gepaart werden, das ergibt dann 0,08 mm Spiel. Kolbenklemmer sollte es somit keinen geben. Mein R35 Zylinder auf der alten SUNNEN Honmaschine, den Hub habe ich von Hand ausgeführt. Von Zeit zu Zeit habe ich den Zylinder dann um 180° gewendet, um einen schönen Kreuzschliff und eine saubere Zylinderform zu erreichen. Anschließend habe ich den Zylinder noch gestrahlt und mit hitzefestem Lack lackiert - fertig zum Einbau. ![]() Ein riesengrosses Dankeschön ergeht an den "Herzchirurgen" - "ONKEL" !!!! Da ja leider der Grossteil meines Motors Schrott war musste Ersatz her, diesen gab´s im Schwarzwald :-) Jetzt bekommt meine R35 anstatt des verbauten R4 Blocks wieder ein originales Vorkriegs-Motorgehäuse. MUTTERTAG: Auch die verbauten Muttern sollen wieder der ursprünglichen Optik entsprechen und werden auf der Drehbank aus Sechskantmaterial hergestellt, anschließend lasse ich diese schwarz verzinken. ![]() Am Zylinderfuß kommen M9x1 Muttern zum Einsatz, bei einem Händler hatte ich mir solche bestellt und die links abgebildeten Fahrradachsmuttern bekommen - toll :-) Auf der Drehbank habe ich die Teile auf Vorkriegsoptik umgemodelt. Der Benzinhahn: Auch über dieses Bauteil möchte ich eine Kleinigkeit berichten, erst nach der ersten Grobreinigung erkannte ich, dass es ich um einen alten MAHLE Benzinhahn handelt. Dieser sollte auf alle Fälle gerettet werden, auf einer Website über die BMW R12 Modelle wird u.a. auch auf den Benzinhahn eingegangen. Hier fand ich den Hinweis auf das beschriftete "Anschlagblech", welches bei meinem Exemplar fehlte. Ein eben solches fand ich dann auf einem Teilemarkt am Stand der Fa. "www.abziehbilderservice.de", das Mittelloch ist im Kaufzustand allerdings nicht vorhanden. Auf der Drehbank fertigte ich einen neuen Filterbehälter aus Messing an, den Dichtkonus habe ich mit Ventilschleifpaste nachgearbeitet. Jetzt kann sich der Benzinhahn wieder sehen lassen, ich freu mich darauf, wenn ich das gute Stück montieren kann. Glänzen sollst Du ! Zuerst habe ich die abgebildeten Teile entchromen lassen, darunter auch einige Neuteile die es leider nur verchromt zu kaufen gibt. Teile wie Lenker inkl. Halter, die Schaltkulisse, das Bremsgestänge, die oberen Gabelverschlussschrauben und die Lenkungsdämpferteile waren original schwarz und so sollen diese auch wieder werden. ![]() Es fasziniert mich jedesmal wieder auf`s neue, wie man blanken Stahl schleifen und polieren kann.Die Auspuffteile sind fertig zum Verkupfern und Verchromen. zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! Diese Teile lasse ich schwarz verzinken ... ![]() ... diese hier werden weiss verzinkt ![]() Und ab mit dem Teilehaufen in die Galvanik, aufgrund der Urlaubszeit wird das jetzt leider etwas dauern. Nach 8 Wochen warten habe ich nun endlich die ersten Teile aus der Galvanik bekommen, leider sind die schwarzen Chromteile immer noch nicht fertig. Somit muss der Zusammenbau des Motorrades noch warten. Die Zinkteile habe ich anschließend auseinander sortiert. ![]() Sitzgelegenheiten: Auf einem Teilemarkt erstand ich dieses Prachtexemplar von einem Soziussitz :-) Auch dieses Teil bedurfte eine Komplettsanierung. und mit neuen Federn bestückt. ![]() zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! Getriebeüberholung: Das Getriebe vor und während der Demontage. ![]() Das Kickstarterrad sah auf der Vorderseite tadellos aus, an der Rückseite offenbarte sich jedoch sein wahres Gesicht. Das gute Stück ist Schrott, die Risse reichen bereits fast durch den gesamtem Zahn. Ein ausgezeichnetes Ersatzteil gab es aus meinem Zweitgetriebe. ![]() Die in die Eingangswelle eingepresste Bundbuchse, über welche u.a. auch das Axialspiel der beiden Hauptwellen zueinander eingestellt (Bund abdrehen) wird, soll auch erneuert werden und muss deshalb vorerst aus der Welle gezogen werden. Sämtliche Getriebeinnereien wurden begutachtet und bei Bedarf ausgetauscht. Nach dem Einpressen der neuen Bundbuchse müssen noch die drei Schmierbohrungen durchgebohrt und sauber entgratet werden. Nachdem auch sämtliche Gehäuseteile gereinigt wurden steht dem Zusammenbau nichts mehr im Wege. ![]() Bilder vom Zusammenbau ![]() zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! ![]() Und fertig zum Einbau Kardantrieb: Wen wundert es noch, dass auch die Kardanwelle meiner R35 einer Erneuerung bedurfte. Da hatte doch glatt jemand einfach die Welle abgesägt, somit fehlte die Zentrierung zum Getriebe hin. Der ges. Kardantrieb war ebenfalls im Schwarzwald beim Onkel auf Kur. Der Kardantrieb zurück am Einsatzort, auch der Mitnehmer wurde erneuert. VERGASER: Nach einiger Suche habe ich auch einen originalen SUM Vergaser aufgetrieben. Der Vergaserflansch war extrem verzogen, auf der Drehbank wurde die Sache wieder passend gemacht. Hier sämtliche Einzelteile nach erfolgter Reinigung, fertig für den Zusammenbau. Fertig für den Einbau KABEL- und SEIL-Verlegung: Das "Kabelbaeumchen" habe ich selber angefertigt, speziell im Sichtbereich habe ich Material verwendet welches meiner Meinung nach von der Optik her ganz gut zum Baujahr passt. Es kamen Kabel mit Baumwollummantelung und Gewebe - Bougierschläuche zum Einsatz. Hier noch ein LINK, so wie ich die Kabel- und Seilverlegung durchgeführt habe. http://docs.google.com/viewer?a=v&pid=sites&srcid=ZGVmYXVsdGRvbWFpbnx0b21zb2xkdGltZXJzZWl0ZXxneDo3ZDhiZGYwNzJiMDQ0ZDgy >>> Am Seitenende besteht die Möglichkeit die verlinkte PDF-Datei herunter zu laden Die Kabelverlegung kann natürlich bei Verwendung von fertigen Kabelbäumen, oder auch je nach Lage des mechanischen Abblendschalters, respektive der Lage des Hupenschalters von meiner Version abweichen. zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! 21. November 2011 >>> es ist geschafft: zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! | Der Mensch vergisst ja bekanntlich schnell und so war jetzt im Nachhinein betrachtet alles ja gar nicht so schlimm :-)
Im gesamten Restaurationsverlauf hat die Gute allerdings immer wieder für Überaschungen und auch sonst für die ein, oder andere Gefühlsschwankung gesorgt-:) Der Motor war im Kaufzustand gelaufen, sprang leicht an und hörte sich auch gar nicht mal schlecht an. Bei der Demontage kam allerdings sein wahres Gesicht zum Vorschein - nahezu ein Totalschaden .... Aber seht selbst ...... Nach der Restauration / November 2011 ![]() Vor der Restauration / August 2010 ![]() Trotz des guten EIndrucks den die R35 auf den Bildern macht habe ich mich aus mehrerlei Gründen zu einem Neuaufbau entschlossen. Es fanden sich Bronze- und Aluspäne im Öl, weiters wurden zahlreiche Inbusschrauben verwendet, welche absolut nicht zeitgemäss sind, auch die Linierung wurde aufgeklebt usw. Die Identität meiner R35: Die Rahmen-Nr. ( Position: rechts hinten am unteren, liegenden Rahmenzug vor dem Kardangehäuse ) war durch den Lack kaum zu erkennen, nach dem Entfernen des selbigen kam die Nr, deutlich zum Vorschein. Demnach handelt es sich um ein BMW R35, welche im Jahre 1938 das Münchner Werk verlassen hat. Auf Nachfrage im BMW - Group - Archiv habe ich folgende Produktionsdaten zu meiner R35 erhalten: Die BMW R 35 FIN 303XXX wurde am 10.02.1938 produziert und am selben Tag an den BMW Händler Langmaark in Heide (Deutschland) ausgeliefert. Restaurations Fortschritt:Hier geht`s zur Slideshow: http://s270.photobucket.com/albums/jj107/oldibuidl/Allerlei/BMW%20R35/?albumview=slideshow Wie sich im Zuge der Demontage gezeigt hat musste das Motorrad in seinen bisherigen 72 Jahren schon so einiges über sich ergehen lassen. Die Entscheidung für einen Neuaufbau hat sich mittlerweile als absolut richtig, ja sogar als unbedingt erforderlich erwiesen, speziell der Motor ist täglich für neue Überaschungen gut. Der eingebaute Motorblock hat in früheren Zeit in einer R4 seinen Dienst versehen, zu erkennen ist dies an den eingeschraubten Stösselflanschen und an der R4 Motor-Nr. ( Beim Neuaufbau soll auch wieder ein originaler R35 Vorkriegsblock verwendet werden. ) Über eine um einen Zahn falsch eingestellte Steuerzeit, über ein Schwungrad mit Riss, über eine falsche Keilriemenscheibe die am Deckel anläuft, oder Muttern mit Meiselspuren kann man sich ja längst nicht mehr aufregen, aber ...... Die auf der Kurbelwelle sitzende Keilriemenscheibe stammt von irgend einem anderen Motor und lief am Aussendeckel an, eine Spezialanfertigung ist auch die mittels Eisensäge zurecht gemachte Mutter der Riemenscheibe. Die Schwungscheibe hat ausgehend
von der Scheibenfedernut einen Riss.
An der Ölwannenverschraubung hat sich schon mal ein sehr kreativer Mensch verewigt. Offensichtlich ist eine Schraubnabe am Motorgehäuse ausgebrochen, so wurde das originale Schraubenloch der Ölwanne kurzerhand zugeschweisst und ein Stück daneben eine neue Gewindebohrung gesetzt, das gleiche System hat er auch an einer anderen, abgerissenen Ölwannenschraube angewandt. Der Zylinderkopf: Der Auspuffflansch wurde schon mal neu aufgeschweisst, folglich ist das Gewinde in Ordnung. Das ist ja mal was positives, jetzt geht`s weiter mit dem Ausbau der Kipphebel und Ventile, sowie dem Entfernen der Ölkohle im Brennraum. Die Lager-Laufflächen des Einlass Kipphebels weisen schon relativ starke Verschleissspuren auf. Die Auslasseite schaut da besser aus, jedoch hat die Lagerbüchse dort einen Schiebesitz im Zyl.Kopf. Dies sind normale Verschleißerscheinungen und durchaus reparabel, aufgrund der folgenden Abweichungen ist der Zyl.Kopf jedoch eher in die Kategorie "Schrott" einzuordnen. Um beide Ventilführungen sind Risse im Zyl.Kopf zu erkennen, auslasseitig sind diese bereits durch Einbrand stark vergrößert. Nach dem Entfernen der Ölkohle kam eine Verkörnung um den AL-Ventilsitzring zum Vorschein, diese wurde offensichtlich zur Sicherung des Sitzringes eingebracht. Vorderbremse: Eine geschweisste Bremsbacke sieht man auch nicht alle Tage :-) Radlager hinten:
Die Bestandteile des linken, hinteren Radlagers nach dem Auseinanderpressen der Lagerdose.
Die Abdeckungen der vorderen Radlager mit Filzring und Distanzring.Und hier nach dem Verzinken mit neuen Filzdichtringen. Ein MotorRAD braucht auch Räder ... Jetzt geht`s mit der Demontage der Räder weiter, zuerst runter mit den Gummi`s, dann ist ausspeichen angesagt und auch die vorderen Radlager-Abdichtungen und die Radlager müssen raus. Vor dem Ausspeichen sollte man unbedingt noch die Lage der Felge zur Nabe in axialer Richtung messen, um das Rad dann später wieder richtig einspeichen zu können. Bzgl. der Speichenlage habe ich mir auch noch jede Menge Bilder gemacht, auch diese sind beim späteren Einspeichen eine Hilfe. ![]() Ein Beitrag im EMW R35 Forum hat mich auf diese Methode der Radlager Demontage mit einem Fischer Messing Spreizdübel gebracht - tolle Idee ! Aus einer Gewindestange und einem alten Hubzapfen habe ich mir einen Schlag Abzieher gebastelt, hat einwandfrei funktioniert. ![]() ( links: Innenansicht / rechts: Außenansicht ) Sämtliche Radlagerteile aus dem Vorderrad. Felge und Nabe werden sandgestrahlt und anschließend pulverbeschichtet, die Speichen werden erneuert. Anschließend konnte ich mit dem Einspeichen beginnen. Hier waren die Bilder, welche ich vor dem zerlegen der Räder gemacht habe, sehr hilfreich. Bisher habe ich die Räder immer selbst eingespeicht, das Zentrieren übernahm dann ein Bekannter. Diesmal habe ich es mal selber versucht und es hat geklappt. Bis zum Einbau der Räder wird`s wohl noch eine Weile dauern ... ![]() Auch die Radlagerabdichtungen inkl. Distanzringe wurden schwarz, bzw. weiss verzinkt und zusammen mit neuen Filzdichtringen wieder eingebaut. Wenn Kot Flügel bekommt: Auch so kann man seinen Nachmittag verbringen, die Kotflügel waren innen mit einer dicken Unterbodenschutz Schicht versehen. Vor dem Sandstrahlen muss diese entfernt werden. Operation "KARDANBLECH": Die Vorkriegs - R35 verfügt über einige Erbstücke der R4, eines davon ist das in den hinteren Kotflügel eingeschraubte "Kardanblech". Wie so oft fehlt dieses Blech auch bei meiner R35, Ersatz ist nur sehr schwer zu bekommen. Zum Anfertigen eines solchen Bleches habe ich mir eine Holzform angefertigt, über diese habe ich dann das Blech getrieben. ![]() Zum Vergößern auf die Bilder klicken ! ![]() Ganz so schön wie ein Originalblech ist`s nicht geworden, aber besser`n Tischbein dat wackelt als`n Holzbein dat brennt :-) Gepäckabteil: Nachdem ich nun eine gebrauchte Gepäckbrücke aufgetrieben habe, konnte ich diese anpassen. Auch die originalen Löcher habe ich wieder freigelegt, diese waren lediglich mit Metallkitt verschlossen. M-Power: Zwischen unterer Gabelbrücke und Kotflügel befindet sich original eine M-förmige Strebe, diese fehlte bei meiner R35 leider. ![]() Zuerst habe ich eine Schablone aus Karton angefertigt, diese dann auf ein Flacheisen übertragen, das Flacheisen abgekantet und verschraubt - passt. Noch Nichtraucher: Zum Anpassen der neuen Auspuffanlage habe ich meinen Ersatzmotor eingebaut und das Sozius-Trittbrett montiert. Die vordere, Polnische Auspuffschelle war um Häuser zu lang und wurde deshalb gekürzt. Die Halterung des Auspufftopfes habe ich ebenfalls gekürzt und optisch dem Original angepasst. Anschließend konnte ich den Trittbolzen des Hauptständers an der richtigen Position einschweißen. Nackig machen: Ab zum Sandstrahlen mit dem ganzen Krempel .... .... und schon ist alles blank. ![]() Die Radnaben, Felgen und einige Kleinteile lasse ich schwarz pulverbeschichten. Der Rahmen wird nur pulvergrundiert, anschließend geschliffen und zusammen mit dem Tank, den Kotflügeln, dem Scheinwerfer usw. nasslackiert. Farbe bekennen: Der grundierte Rahmen mit einigen Kleinteilen Die Felgen, Naben und weitere Kleinteile wurden schwarz pulverbeschichtet. Auf den Strich gehen: Rahmen und Tank sind nun auch lackiert, jetzt geht`s ab zum 300 Km entfernten Hand-Linierer ... zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! ![]() Fang das Licht ... ( so sang zumindest Karel Gott ): Ich hab das Licht nicht gefangen, sondern am Teilemarkt in Ulm einen Nachbauscheinwerfer mit rechtsseitiger Abblendschalterbrg erstanden. Dieser kommt meiner Meinung nach ganz gut an den originalen Bosch EAS 150 hin. Der Scheinwerfer war zwar bereits schwarz lackiert, ich habe das Gehäuse aber nochmals zusammen mit den anderen Teilen lackieren lassen, damit der Farbton zu 100% zusammen passt. Rotlicht Milieu: Das Rücklicht mit Halter erhielt ebenfalls eine Neulackierung, den Rückstrahler gab`s bei e-bay. Der Zusammenbau: Endlich habe ich auch die letzten Teile von der Galvanik zurück bekommen, nun steht dem Zusammenbau des Trümmerhaufens nichts mehr im Wege. Nach dem Einbau der Gabel folgte der vordere Kotflügel und anschließend das Vorderrad, der Lenker und auch der Scheinwerfer. Motoreinbau: Der Einbau des kpl. Motors ist bei den R35 Modellen aus Platzgründen eine "Scheissarbeit", deshalb habe ich mich dazu entschlossen den Motor erst im Rahmen zu komplettieren. An dieser Stelle nochmals ein riesen DANKESCHÖN an den ONKEL im Schwarzwald für die Herzchirurgie. ![]() zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! ![]() Den Kolben habe ich zuerst von oben in den Zylinder vormontiert, dann kann man diesen soweit unten rausschieben, sodass man den Kolbenbolzen einschieben und die KOBO-Sicherung montieren kann. Weiter gings mit der Einstellung des Zündzeitpunktes auf 12mm vor OT. Dann kam der Zylinderkopf an seinen Platz und auch die Stösselstangen und die Kipphebel konnten montiert werden. Nach und nach nimmt die BMW wieder Gestalt an, nach dem Getriebeeinbau habe ich den hinteren Kotflügel, die Sozius Trittbretter und die Auspuffanlage montiert. Weiter gings mit der Kardanmontage. Die erste "Rollprobe" - liegt gut in der Hand :-) zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! Den Zündverstellhebel habe ich im Nachbau gekauft, der alte Gasgriff wurde auf Vordermann gebracht und ebenfallls wieder montiert. Zum Aufkleben des Kniegummies auf die Schaltkulisse habe ich PKW-Scheibenkleber verwendet, das hält absolut zuverlässig. Einige Kleinigkeiten fehlen noch. Heute, am 04. November 2011 gab meine R35 Ihre ersten Lebenszeichen von sich, der erste Start nach der Restauration. Ein wahrhaft erhebendes Gefühl, wenn man die Batterie anklemmt, etwas Benzin in den zum Start angebrachten Trichter kippt, die Zündung einschaltet und dann nach einigen Tritten auf den Kickstarter läuft das Ding :-) zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! zum Vergrößern auf die Bilder klicken ! |











































































































































