Wir wollten das Abenteuer: jetzt haben wir es... (Türkei - Syrien) Nach kurzer Nacht in Gerede und deftigem Frühstück mit Hackfleischauflauf sind wir erst einmal nach Ankara gefahren um unsere Tagesaufgabe zu erledigen. (findet ihr auch auf Youtube...) Dann ging es Richtung Kayseri - dort durften bzw. mussten wir leckere Wurst essen und haben ein wenig pausiert - Kräfte sammeln für das, was noch folgen sollte... Wir brachen also auf in Richtung Süden und freuten uns an der faszinierenden Landschaft sowie einem kurzen Rennen mit dem 560er SEL vom Team "CAR WARS" , bis auf einmal der Benz anfing grössere Mengen schwarzen Qualm via Auspuffanlage in die Luft zu blasen - ein massiver Leistungsabfall des Sechszylinders folgte auf den Fuss... ab zur Werkstatt. Nach 40 km waren wir auch schon in Göksun eingetroffen, wo wir sofort auf hilfsbereite Einwohner trafen. In wenigen Minuten war Hilfe zur Stelle. 10 mal Vollgas - 10 mal Rauchwolke! Somit blieb uns nur der Weg in die Werkstatt, den Dominik alleine antrat, damit wir gemütlich Grillieren konnten, um uns für die Weiterfahrt zu stärken. Aus der Werkstatt erreichten uns immer wieder Nachrichten von Dominik: Benzinfilter gereinigt, Benzinpumpe getauscht... kein Besserung. Dann die schlechte Meldung: kein Kompressionsdruck auf zwei Zylindern...Motorschaden. (Kein Problem: kann man vor Ort in 5 Tagen wechseln!) Was tun? Es folgte ein teaminternes Meeting und schliesslich der Entschluss: wir fahren mit 4 Zylindern weiter: No Risk... Am ersten Berg dann die Ernüchterung - die Steigung von 4 % ist deutlich zu viel - keine Chance! Zunächst dann Umkehr nach Göksun und es folgte Meeting Nr.2 - Entscheidung: dann muss der Benz eben ab und zu mal an den Haken. Es folgte eine spannende Fahrt durch die Nacht. Auf der Ebene und Berg rannte der Benz noch immer bis zu 100 Sachen; aber am Berg musste der Previa ziehen - und das funktionierte bestens! Neben der reduzierten Reisegeschwindigkeit machte uns noch der auf ca. 25 l/100km gestiegene Benzinverbrauch (die zusätzlichen 13 Liter lösen sich aktuell jeweils in dichten Qualm auf) Probleme. Ausserdem konnten wir aufgrund des Zeitverlustes die Tagesaufgabe in Gaziantep nicht erledigen. Auf dem Weg an die Grenze wäre uns dann beinahe noch ein Fauxpas passiert - kurz nicht aufgepasst und schon waren wir an einer Mautstation angelangt... Mist - das ist hier ja eine Autobahn - kurz die Erlaubnis des netten Mautwärters eingeholt und dann mal schnell gedreht und alarmauslösend die Autobahn fluchtartig verlassen. Dann noch einen kleinen Berg mitgenommen und dann endlich die syrische Grenze erreicht. Diese haben wir in einer Rekordzeit von nur 90 Minuten passiert. Dadurch gelang es uns einige Teams zu überholen - hoffentlich kommen keine Berge mehr... Seit 20 Minuten sind wir also in Syrien - drückt uns die Daumen, dass der Benz durchhält! PS: ab jetzt wissen wir nicht, ob das GPS-Tracking noch funktioniert - nicht wundern, wenn wir uns nicht bewegen... Der Benz muss unters Messer Grillfest in Göksun |