SUSANNE KIRCHHOFF Schöne Frauen und Katzen pflegen Häufig Freundschaft, wenn sie gleich sind, Weil sie weich sind Und mit Grazie sich bewegen. Weil sie leise sich verstehen, Weil sie selber leise gehen, Alles Plumpe oder Laute Fliehen und als wohlgebaute Wesen stets ein schönes Bild sind. Unter sich sind sie Vertraute, Sie, die sonst unzähmbar wild sind. Fell wie Samt und Haar wie Seide. Allverwöhnt. - Man meint, das beide, Sich nach nichts als danach sehnen, Sich auf Sofas schön zu dehnen. Schöne Fraun mit schönen Katzen, Wem von ihnen man dann schmeichelt, Wen von ihnen man gar streichelt, Stets riskiert man, das sie kratzen. Denn sie haben meistens Mucken, Die zuletzt uns andere jucken. Weiß man recht, ob sie em Hellen Echt sind oder sich verstellen? Weiß man, wenn sie tief sich ducken, Ob das nicht zum Sprung geschieht? Aber abends, nachts, im Dunkeln, Wenn dann ihre Augen funkeln, Weiß man alles oder flieht Vor den Funken, die sie stieben. Doch man soll nicht Fraun, die ihre Schönen Katzen wirklich lieben, Menschen überhaupt, die Tiere Lieben, dieserhalb verdammen. Sind Verliebte auch wie Flammen, Zu- und ineinander passend, Alles Fremde hassend. Ob sie anders oder so sind, Ob sie männlich, feminin sind, Ob sie traurig oder froh sind, Aus Madrid oder Berlin sind, Ob sie schwarz, ob gelb, ob grau - Auch wer weder Katz noch Frau Schätzt, wird Katzen gern mit Frauen, Wenn sie beide schön sind, schauen. Doch begegnen Ringelnatzen Häßlich alte Fraun mit Katzen, Geht er schnell drei Schritt zurück, Denn er sagt: Das bringt kein Glück. Joachim Ringelnatz 1883 – 1934 eigentl. Hans Bötticher Dt. satir. humorist. Dichter Huhu Spiegelbild Fotos von meiner Tatzenball-EM Nach dem Spiel ist vor dem Spiel TOOOOOOOR!!! Mit glühenden Augen verfolgt der Schiri das Geschehen am Ball. Katze mit Maus streicheln und ärgern! R O M A M O R Forum Romanum "Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt. Wie man geht und steht, zeigt sich ein landschaftliches Bild aller Art und Weise, Paläste und Ruinen, Gärten und Wildnis, Fernen und Engen, Häuschen, Ställe, Triumphbögen und Säulen, oft alles zusammen so nah, daß es auf ein Blatt gebracht werden könnte. Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder! und dann ist man abends müde und erschöpft vom Schauen und Staunen." Goethe in Rom, 7. November 1786 Bambino di Roma S. Caecilia Francesco Nachtblick von Marianis balcone "Das Rom der Foren, Rom der Tempel Das Rom der Kirchen, Rom der Villen Das laute Rom und das der stillen Entlegenen Plätze, wo der Stempel Verblichner Macht noch an Palästen Von altem Prunk erzählt und Schrecken Indes aus moosbegrünten Becken Des Wassers Spiegel allem Festen Den Wandel vorhält. So viel Städte In einer einzigen. Als hätte Ein Gott sonst sehr verstreuten Glanz Hierhergelenkt, um alles Scheinen Zu steingewordenem Sein zu einen: Rom hat viel alte Bausubstanz." Robert Gernhardt, ROMA AETERNA, 1991 Videos Selbstgemachte Lieblingsfotos: "In diesem Hause schreie ich, und sonst NIEMAND!!!!" Linx Homepage Thomas Kirchhoff |









