In der letzten Sitzung des Betriebsausschusses Bottroper Sport- und Bäderbetrieb wurde der Wirtschaftsplan für das Jahr 2011 und damit die Reihenfolge der Umwandlung von Tennenplätzen in Kunstrasenplätze festgelegt. Dieser Beschluss legt eine andere Reihenfolge gegenüber den vergangenen Jahren fest. Die Mehrheit des Ausschusses berücksichtigte bei der Entscheidung den im Jahr 2010 vorgestellten Kriterienkatalog, im dem für Vonderort nunmehr Platz 4 und für die Sportanlage Eigen SV Fortuna Platz 1 vorgesehen ist. Vor der Gesamtabstimmung zum Wirtschaftsplan 2011 beantragte die SPD – Fraktion, den Tennenplatz in Vonderort als erstes zu realisieren. Dies ist bereits seit 2005 in den Wirtschaftsplänen fortgeschrieben worden. Es ergab sich keine Mehrheit für diesen Beschluss. Leider stellt die SPD nur 10 von 23 Ausschussmitgliedern. Die SPD – Fraktion bedauert, dass die anderen Fraktionen nicht bei dieser Reihenfolge geblieben sind, zumal der SV Vonderort der erste Antragsteller war, der eine Umwandlung eines Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz beantragte. Für die SPD – Fraktion stand fest, dass nach der Realisierung der Kunstrasenplätze bei Rhenania und Blau-Weiß Fuhlenbrock, Vonderort vor der Anwendung des Kriterienkataloges in Angriff genommen werden sollte. So ist es im Ausschuss in der Vergangenheit diskutiert worden und in den Wirtschaftsplänen dargestellt worden. Die SPD – Fraktion stellt fest, dass die Mitglieder der anderen Fraktionen von den Beschlüssen der vergangenen Jahre abweichen. Sie verlassen damit aus Sicht der SPD-Fraktion eine Kontinuität in der Politik, dem ein vertrauensvolles Klima in der Zusammenarbeit mit ehrenamtlich geführten Vereinen nicht gerecht wird. Die SPD-Fraktion weiß um die vielen ehrenamtlichen Stunden, die in jedem Sportverein vor allem in der Jugendarbeit geleistet werden. So auch beim SV Vonderort. Vonderort ist ein lebens- und liebenswerter Stadtteil im Bottroper Süden. Verwöhnt durch seine unmittelbare Nähe zum Revierpark und dem Nachtigallental, aber ohne Nahversorgung durch ein Lebensmittelgeschäft, Sparkasse, Markt, Festplatz, Apotheke, Bücherei und nur noch einer Gaststätte ohne Saal. Vertreter anderer Parteien erwähnen in politischen Diskussionen die mangelnde Infrastruktur in Vonderort. Bei gewerblichen Anbietern aus Gastronomie, Lebensmittel und anderen Gewerben hat die Politik keine Handlungsmöglichkeiten. Doch was die Infrastruktur von Kindertageseinrichtungen, Schulen und die Förderung von Vereinen und Verbänden verfügt die Kommune über genügend Handlungsspielräume. Dies war für die Vertreter der SPD immer sehr wichtig. Das soziale Leben in Vonderort ist geprägt von der ehrenamtlichen Arbeit seiner Bürger und Bürgerinnen. Der SV Vonderort trägt seinen Anteil dazu bei. Die Umwandlung des Tennenplatzes wäre eine Stellschraube der Politik gewesen, gerade diese Infrastruktur zu stärken. In der Zukunft wird die SPD-Fraktion darauf achten, dass der Kriterienkatalog immer zeitnah aktualisiert wird. |




