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Heimvorteil nutzen
Donnerstag, 18. Juni 2009, 14:51 Uhr

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GN-REDAKTION


Kategorie: Sport

Inline-Skating/Grefrath. Am kommenden Wochenende, 20. und 21. Juni, finden erstmals Deutsche Meisterschaften der Inlinespeedskater in Nord­rhein-Westfalen statt. Austragungsort ist das Eisschnelllaufzentrum in Gref­rath.



Foto: Josef Rütten

Fast 200 Speedskater aus ganz Deutschland im Alter von zwölf bis 17 Jahren werden zu den Nachwuchsmeis­terschaften in Grefrath erwartet. Darunter auch zwei einheimische Sportler, die auf der Bahn in Grefrath trainieren: Christopher Peltzer aus Süchteln und Chiara Goebbels aus Nettetal. Während Chiara erst seit relativ kurzer Zeit auch Inline-Speedskate-Rennen bestreitet, hat Christopher Peltzer schon Erfahrungen gemacht bei Inline-Meisterschaften. Im Vorjahr bei seiner DM-Premiere in Anklam war er der Shooting-Star. Als Unbekannter in der Inline-Szene eroberte er auf Anhieb im Einzelsprint über 300 Meter den dritten Platz. Im nachfolgenden 3000-Meter-Punktefahren schrammte er dann nur knapp am Titelgewinn vorbei.

„Ich traue in Grefrath den gelernten Eisschnellläufern eine Menge zu“, sagt Daniel Pütter, Inline-Speedskating-Landestrainer in NRW und in Neuss auch Heimtrainer vom Chiara und Chris. Diese Prognose hat etwas zu tun mit der Größe des Ovals. Normalerweise sausen die Inline-Speedskater um ein Oval, das nur 200 Meter lang und in den Kurven leicht überhöht ist. Auch ist die Asphaltpiste nur gut fünf Meter breit. Die in Grefrath wesentlich größeren Kurvenradien kommen Chris und Chiara sicherlich entgegen.

Beide starten zwar für den Neusser Inline Club, trainieren sonst aber über den Winter beim EC Grefrath. Sie kennen die fast 400 Meter lange Bahn wahrscheinlich am besten, da sie das ganze Jahr über darauf trainieren - im Winter mit Kufen beim Eisschnelllauf und im Sommer mit Rollen. Den Vorteil der Heimbahn wollen sie demzufolge auch nutzen. „Ich glaube, die große Kurve kann niemand in meinem Alter so gut fahren, wie ich“ hofft der 13-jährige Chris­topher Peltzer. Er darf sich durchaus berechtigte Chancen auf vordere Plätze ausrechnen. Im vergangenen Jahr belegte er bei den Deutschen Meisterschaften im Mecklenburgischen Anklam an der Ostsee bereits die Plätze zwei und drei. Kein Wunder also, dass er wieder bis auf das Siegertreppchen fahren will.

Für die 14-jährige Chiara Goebbels ist es die erste DM-Teilnahme auf Rollen. „Ich bin gespannt, wie ich in dem großen Feld von über 20 Leuten zurecht komme, hoffe aber auch darauf, dass ich meinen Heimvorteil mit der vertrauten Bahn ausnutzen kann“, verrät die Kaderathletin der Eisschnellläufer. Genügend Möglichkeiten, das zu zeigen, hat sie am Wochen­ende.

Die Meisterschaften ähneln dem Mehrkampf im Eisschnelllauf. So beginnen alle über eine kurze 200 oder 300 Meter lange Sprint-Distanz im Einzelzeitfahren, danach folgen je nach Altersklasse 300 oder 500 Meter Sprintausscheidungen, bei dem immer sechs Fahrer an den Start gehen und die Sschnellsten eine Runde weiter kommen, bis sie am Ende wieder mit sechs Leuten im Finale stehen. Anschließend folgen verschiedene Punkte- und Ausscheidungsrennen - ein umfangreiches, spannendes Programm also, das zum Zuschauen einlädt.

Der Eintritt ist an beiden Tagen frei, für das leibliche Wohl ist auch bestens gesorgt, so dass die beiden auf zahlreiche heimische Zuschauer hoffen.