Was bin ich?
Mann
So wurde ich nun mal geboren und bin auch ganz zufrieden damit. Keine Ahnung, ob ich ein typischer Mann bin. Meine männlichste Eigenschaft? Vielleicht die Lust zum Selbermachen. Regale bauen, Bäume fällen, Platten legen, alles kein Problem. Natürlich nur solange es nicht meine oder die Gesundheit anderer gefährdet, am Auto oder an Gasleitungen bastel ich nun nicht so viel rum.
Norddeutscher
Wenn man mich nach meiner Nationalität fragt, bin ich Norddeutscher. Ist eine nette Ecke. Wasser links und rechts, plattes Land dazwischen. Man kann heute schon sehen wer morgen zu Besuch kommt. Wobei das nur für die Westküste gilt, an der Ostküste geht es ganz schön rauf und runter, wer da mal mit dem Fahrrad gefahren ist weiß, wovon ich rede.
Der Norddeutsche an sich ist aber weniger platt als man gemeinhin annimmt. Der Irrglaube liegt wohl darin begründet, dass die norddeutsche Sprache, das Niederdeutsche oder wie wir sagen Platt, für den ungeübten Hörer recht derb klingt, grade auch die Kombination aus Platt und Hochdeutsch Außerdem gelten die Norddeutschen oft als wortkarg oder gar fremdenfeindlich, das ist nicht ganz richtig, denn der Norddeutsche sagt nur dann nichts, wenn es nichts zu sagen gibt. Zudem ist er unaufdringlich und wird einem Fremden nicht ein Gespräch aufzwingen.
Ich bin außerdem ein gutes Beispiel dafür, dass nicht jeder, der ein Fischkopp ist, auch Fisch isst (andere Meeresfrüchte schon, aber keinen Fisch, nichts was Schuppen hat).
Physiker
Eigentlich nicht nur Physiker sondern viel mehr Naturwissenschaftler, als gelernter Biophysiker ist man eh interdisziplinär vorgeprägt und selbst wenn man vorwiegend "physikalisch" arbeitet kommt man nicht umhin, sich ein gewisses Grundverständnis für Biologie, (Bio-)Chemie und Medizin anzueignen. Daneben finde ich aber auch andere Wissenschaften ganz interessant und freue mich immer, wenn ich etwas Neues lernen kann. Und lernen kann man eigentlich alles, man muss es nur wollen.
Ich bin aber nicht starr auf Naturwissenschaften und Technik beschränkt, ein Steckenpferd von mir sind lokalhistorische Themen. Als gebürtiger Schleswiger komme ich aus einer Stadt, in der Geschichte allgegenwärtig ist. Der Schleswiger Dom, das Schloss Gottorf, Haithabu, das Dannewerk sind über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt,
Biertrinker
Nicht, dass ich nur Bier trinke, aber ich finde, Bier ist ein Genussmittel allererster Güte. Und ein gutes Bier passt ebenso wie ein guter Wein zu jedem Essen. Grade in Deutschland darf man auf das Bier meiner Meinung nach stolz sein. Wenn mich jemand einlädt, ich bin auch mit einem Bier zufrieden, es muss kein teurer Wein sein. Außerdem kann man bei Wein viel zu viel falsch machen, da ist Bier einfacher in der Handhabung. Man sollte einem Norddeutschen halt nicht unbedingt eines dieser bierähnlichen Getränke vorsetzen, die südlich des Weißwurstäquators verbreitet sind, vorzugsweise wählt man ein Getränk in einer kleinen grünen Flasche oder braune sind auch OK, am Besten dann noch mit einem Plöbbverschluss. Eine Unsitte finde ich übrigens, wenn mir ein Flaschenbier serviert wird und man mir ein Glas dazu stellt. Flaschenbier befindet sich bereits in einem sehr formschönen Glas, Biergläser sind für Fassbier.
Fleischesser
Ich weiß, Gemüse ist gesünder, aber Fleisch muss auch sein. Grade in Deutschland haben wir so gutes Fleisch und so abwechslungsreiche Fleischprodukte. Es muss ja auch nicht immer das XXL-Steak sein, das schmeckt in der Regel eh nicht. Lieber ein Stück gebratener Schweinebauch vom Grill, gut gewürzt, knusprig gebraten. Oder Grünkohl mit Schweinebacke und Kochwurst. Oder einfach nur Bratkartoffeln mit viel gutem Speck (nicht dieses eingeschweißte Zeug aus dem Supermarkt sondern richtig vom Schlachter).
Hobbykoch
Neben dem Genuss bzw. dem Verzehr finde ich auch die Zubereitung von Nahrung sehr spaßig. Dabei ist mein Spezialgebiet die italienische und die asiatische Küche und ich denke, ich bin da einigermaßen gut. Deutsche Gerichte esse ich zwar auch gerne, aber vieles schmeckt nur dann, wenn man es in großen Mengen zubereitet und dafür benötigt man entsprechend viele Esser und die hat man nicht so oft. Ich lese auch gerne Kochbücher und kann mir anhand eines Rezepts schon ungefähr vorstellen, wie ein Gericht schmecken wird.
Das Ganze hat aber auch einen Nachteil, ich bin ungemein kritisch mit den Küchenmachenschaften anderer, speziell wenn ich dafür bezahlen muss.
Technikfan
Technik ist für mich unheimlich wichtig, wobei Technik nicht unbedingt Elektronik und Computer bedeutet. Technik kann auch einfach sein und trotzdem begeistern.
Musikfan
Ich spiele zwar kein Instrument, aber trotzdem begleitet mich fast immer und überall Musik. Wobei ich thematisch nicht sehr festgelegt bin. Zu meinen Favoriten gehören Jazzmusiker wie Miles Davis, Thelonious Monk und John Coltrane, Rockmusiker wie Bruce Springsteen und Neil Young, Bands wie Pearl Jam, Led Zeppelin oder Fleetwood Mac (die meiner ganz bescheindenen Meinung nach viel zu wenig geschätzt werden). Meine 10 Topalben (in beliebiger Reihenfolge):
- Bruce Springsteen: Born to Run
- Led Zeppelin: Led Zepplin IV
- Fleetwood Mac: Tusk
- Pearl Jam: Ten
- Faithless: Reverence
- Björk: Homogenic
- Miles Davis: Kind of Blue
- Cassandra Wilson: Blue Light 'til Dawn
- John Coltrane: A Love Supreme
- Thelonious Monk: Straight, No Chaser
Vielleicht nicht die größten Alben der Musikgeschichte, aber für mich Musik, die mir schon länger Spaß bereitet.
Hobbyknipser
Was soll man dazu noch sagen, ich fotografiere einfach gerne. Nicht immer wirklich gut, aber einiges ist ganz ok und mir macht es Spaß. Das Schöne ist, dass man mit der Kamera häufig viel aufmerksamer durch die Gegend geht und damit viel mehr entdeckt als ohne.
Wikip(m)edianer
Hobby, Laster, Leidenschaft. Bin seit etlichen Jahren dabei finde das Projekt in Teilen noch immer sehr gut, zumindest gibt es vielfach weder in der Literatur noch im übrigen Internet besseres. Manche Aspekte finde ich aber auch schon eher erschreckend, manches sogar abstoßend. Aber das Projekt ist groß und man findet immer ruhige Ecken.
Meine Hauptaufgabe ist derzeit das
Wikimedia Support Team, deshalb bezeichne ich mich mittlerweile auch eher als Wikimedianer. Im Support Team arbeitet man zwar ein wenig im Verborgenen, aber das ist auch das Ziel, je weniger man von unserer Arbeit mitbekommt desto besser haben wir gearbeitet. Der Großteil der Anfragen ist zum Glück eher trivialer Natur, meist technische Probleme oder Verständnisfragen, wobei das in der Regel die angenehmeren Anfragen sind. Spannender sind Anfragen in denen es um rechtliche Belange geht, da kann eine falsch formulierete Antwort schon sehr viel Schaden anrichten.
Inhaltlich arbeite ich meist im
Portal Jazz, das ich auch gerne als mein Portal bezeichne, da ich dereinst zu den Gründern gehörte. Und ehrlich gesagt bin ich da auch ein wenig stolz drauf. Inhaltlich kümmere ich mich hauptsächlich um Kleinigkeiten, längere Artikel schreibe ich nur noch selten, wenn dann aber richtig. Eines meiner Steckenpferde ist die (angemessene) Bebilderung der Jazzartikel, deshalb trifft man mich in dem Themengebiet auch gelegentlich auf Commons, wo ich Dateien sortieren und in Artikel einbaue bzw. in form von Kategorien oder Galerien verlinke. Keine sehr anspruchsvolle Arbeit, aber es muss auch gemacht werden. Manchmal findet man dabei aber sehr interessante Sachen, was die Sache dann doch wieder etwas spannender macht.
Mein persönlicher Lieblingsartikel ist der über das
St.-Johannis-Kloster vor Schleswig, den ich nicht nur größtenteils geschrieben sondern auch umfangreich bebildert habe.
Was bin ich nicht?
Cineast
Ich schaue wirklich nicht gerne Filme, schon gar nicht im Kino. Meist schaffe ich es ja nicht mal, einer Fernsehserie zu folgen und die haben nur irgendwas zwischen 45 und 60 Minuten pro Folge. Wobei ich gestehen muss, ich schaue ganz gerne die alten deutschen Schinken mit Heinz Erhard oder Heinz Rühmann.
Leseratte
Ich lesen zwar viel (und auch ganz gerne), bin aber keine Leseratte im eigentlichen Sinne, da mir Belletristik nicht wirklich viel gibt. Das letzte (Unterhaltungs-)Buch, das ich wirklich mit viel Freude gelesen habe, war Heinz Strunks "
Fleisch ist mein Gemüse" (auch als Hörbuch von Heinzer selbst gelesen ein Hochgenuss).
Autofahrer
Ich hab ja kein Problem damit Auto zu fahren und kann es auch, aber ich tue es nicht zum Vergnügen. Also nicht im Sinne von: der Weg ist das Ziel. Für mich ist der Sinn des Autofahrens noch immer das Ankommen. Ich will irgendwo hin und das möglichst schell und komfortabel.
Sportler
Wie heißt es so schön: Sport ist Mord, Breitensport ist Massenmord.