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Das Alte Schloss


-  in der Ortsmitte unweit der Kirche
- 1660-70 am Ort eines Jagdhofes der wettinischen Kurfürsten erbaut
-  bis 1880 Mittelpunkt der Jagd- und Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Altenburg
-  wird zu einem altergerechten "Wohnschloss" umgebaut, keine Besichtigung der Innenräume möglich
 
  

Das Alte Jagdschloss Hummelshain befindet sich unweit der Kirche inmitten des Dorfes. Es geht auf einen Jagdhof der wettinischen Kurfürsten zurück, deren Jagdaufenthalte in Hummelshain ab 1494 urkundlich belegt sind. 1541-1544 wurden unter Kurfürst Johann Friedrich dem Großmütigen umfangreiche Bauarbeiten am alten Jagdhaus und dessen Nebengebäuden ausgeführt.

 

Unter Verwendung eines Kellers aus dieser Zeit ließen Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg und dessen jagdbegeisterte Gemahlin Magdalena Sybille 1668-70 das bis heute existierende dreistöckige Schlossgebäude errichten. Es war zu dieser Zeit Teil einer geschlossenen Hofanlage, zu der außer den beiden Seitenflügeln auch Ställe und andere Zweckbauten gehörten.

 

Der schlichte Barockbau wurde im Laufe der Jahre mehrfach umgestaltet. Eine Glanzzeit erlebte er zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg und dessen Nachfolgern. Damals erstreckte sich nördlich des Schlosses ein sogenannter Hetzgarten, in dem repräsentative Jagden durchgeführt wurden.

 

Nach 1826 war das Schloss Jagd- und Sommerresidenz des neuen Herzoghauses Sachsen-Altenburg. Anstelle des Hetzgartensd wurde ein Park angelegt; 1856 erfolgt wegen des erhöhten Platzbedarfs der Bau des Kavalierhauses. Am 5. Januar 1872 brannte der westliche Seitenflügel des Schlosses bis auf die Grundmauern nieder. Daraufhin entstanden verschiedene Umbaupläne. Stattdessen entschied sich Herzog Ernst I. jedoch zugunsten eines Schlossneubaus im oberen Teil des Parks.

 

Nach der Enteignung des Herzogs dient das Alte Schloss ab 1918 als Erholungsheim und Landwirtschaftsschule, nach 1945 als Tuberkulose-Kurheim sowie Senioren- und Pflegeheim. Das Innere des Baus erfuhr durch diese Umnutzungen stärkste Veränderungen.


Nach Jahren des Leerstandes wurde das Schloss im September 2007 bei einer Immobilienauktion versteigert. Die Besitzer haben eine Grunderneuerung und den Ausbau des Hauses so weit vorangetrieben, dass im Herbst/Winter 2011 gemeinsam mit der Volkssolidarität Jena die Eröffnung mit 20 komfortablen Wohnungen für altersgerechtes Wohnen zu erwarten ist.


Das Dorf und der Verein freuen sich sehr, dass damit das eine der beiden Schlösser Hummelshains wieder in altem-neuem Glanz erstrahlt und genutzt wird!