Fragen (FAQ) Häufig gestellte Fragen zur Gruppe und zum Reizdarm! Fragen zur RDS-SelbshilfegruppeWas ist eigentlich eine Selbsthilfegruppe? In Selbsthilfegruppen organisieren sich Menschen, die ein gleiches bzw. ähnliches Problem oder Anliegen haben. Näheres: >> hier Wann trifft sich die Reizdarmselbsthilfegruppe (RDS-SHG)? Jeden dritten Mittwoch im Monat, ab 18 Uhr Wo trifft sich die Gruppe? Im Münchner Selbsthilfezentrum (SHZ), Westendstr. 68 Wie komme ich am besten zum monatlichen Treffpunkt? Seit wann gibt es die Münchner Reizdarm-Selbsthilfegruppe? Die monatlichen Treffen finden seit Herbst 2006, mit wechselnden Teilnehmer und einem festen Stamm statt. Gibt es Bilder vom Gruppenraum? Ja. >> hier Wie groß ist die Gruppe? Da es sich um eine "offene Gruppe" handelt, gibt es keine fest "eingeschriebenen" Mitglieder. Insgesamt nahmen in den vergangenen Jahren etwa 40-50 verschiedene Personen an den Gruppenabenden teil. Manche nur einmal, andere gelegentlich einige regelmäßig. Wie viele Personen kommen zu den einzelnen Gruppenabenden? Zwischen fünf und zwölf Personen. Wie ist die Alterszusammensetzung? Von der 16jährigen Schülerin bis zum 79jährigen Rentner Wie ist die Geschlechterverteilung? Zur Zeit mehr Frauen als Männer. Woher kommen die Teilnehmer? Aus dem gesamten südbayerischen Raum. Darunter etliche zugewanderte "Nord- und Ostlichter". Was kostet die Teilnahme an der Gruppe? Nichts, außer Ihre Fahrtkosten. Wer trägt die Kosten (Miete, Reinigung, Heizung, Personal etc.)? Die Landeshauptstadt München und die gesetzlichen Krankenkassen. >> Näheres Gibt es in meiner Nähe eine RDS-Selbsthilfegruppe? Im Süddeutschen Raum gibt es m. E. neben der Münchner nur noch eine Gruppe in Stuttgart. Weitere Gruppen: >> Hier Kann ich anonym teilnehmen? Selbstverständlich Ist für die "besonderen Bedürfnisse" von RDSlern gesorgt? Ja, zwei Meter neben dem Gruppenraum befindet sich ein WC Gibt es im Selbsthilfezentrum eine Teeküche? Ja, heißes Wasser kann zubereitet werden. Bringen Sie "Ihren" Lieblingstee mit! Gibt es im Selbsthilfezentrum einen Aufzug? Nein, aber unser Raum im Dachgeschoß befindet sich bereits im 2. Oberstock Wer leitet die Selbsthilfegruppen im SHZ? Die meisten SHGs werden von Betroffenen gegründet und und auf privater Basis geleitet. Die Gruppenleiter sind ehrenamtlich tätig. Die Verwaltung des SHZ hat keine Leitungs- oder Weisungsbefugnisse. Wie lange dauert ein Treffen? Im Allgemeinen zwei Stunden Gibt es "feste" Gruppenregeln? Ja, wenige Minimalforderungen. >> Download als PDF Fragen zum Thema ReizdarmWas bedeutet die Abkürzung "RDS"? Reiz-Darm-Syndrom Was bedeutet die Abkürzung "FGIS"? Diese Abkürzung steht für "funktionale gastrointestinale Störung". Das bedeutet eine Störung der der Magen-Darm-Tätigkeit. RDS gehört mit anderen Erkrankungen zu den FGIS. Bis zu 35 Prozent der Bevölkerung leiden unter FGIS. Was ist ein "Syndrom"? Die Medizin versteht darunter ein bestimmtes Krankheitsbild (das sich aus dem Zusammentreffen typischer Merkmale (Symptome) ergibt. >> Näheres Welche andere Bezeichnungen für den Reizdarm gibt es noch? Reizkolon, spastischer Kolon, Colon irritabile, IBS (Irritable Bowel Syndrome) Sind Männer und Frauen von RDS im gleichen Maße betroffen? Laut den Statistiken trifft es Frauen etwa doppelt so häufig. Wahrscheinlich liegt das daran, dass Männer mehr "Schiss" vor Arztbesuchen haben als Frauen. Ist der Reizdarm eine seltene Erkrankung? Sie ist eine der häufigsten Erkrankung im Magen-, Darmbereich. Es gibt keine gesicherten Zahlen, da die Dunkelziffer sehr hoch ist. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung wird - je nach Quelle - zwischen 10 und 40 Prozent angegeben. Warum heißt der Reizdarm eigentlich so? Der Darm eines RDS-Patienten empfindet Umweltreize wesentlich stärker und teilweise auch in anderer Form als der Kolon eines Gesunden. Was sind typische Reize, die auf den Darm wirken? Lebens- und Genussmittel, Lebenssituation (Beruf, Privat, Soziale Lage), Gefühle (Angst, Wut, Ärger, Freude, Ohnmacht, Ekel, Beklemmung, Glück, Streß, ...), Medikament andere Krankheiten. Hängen Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit dem Reizdarm zusammen? Nicht direkt. Allerdings leiden 50 bis 70 Prozent der RDS-Patienten auch unter einer oder mehreren Nahrungsmitteintoleranzen. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um eine Michzucker- bzw. Fruchzuckerunverträglichkeit. Die Intoleranzen lassen sich über sogenannte "Atemtests" herausfinden. Emotionen verändern die Magenfunktion und beeinflussen die Geschwindigkeit der Verdauung. Stress, Zorn und Aggression führen zu Kontraktionen im Magen-Darm-Trakt und erhöhen die Sekretion, was zur Beschleunigung des Verdauungsprozesses führt. Im Extremfall zu Durchfall. Sorgen, Kummer und Depression vermindern die Verdauungstätigkeit, was im Extrem zur Verstopfung führt. Bei RDS-Patienten wirken Emotionen in deutlich stärkem Maß als bei Gesunden. Warum reagiert der Darm bei RDS-Patient stärker? Untersuchungen haben ergeben, dass das Nervengewebe um den Darm bei RDS-Patienten ein Vielfaches an Rezeptoren als dasjenige von Gesunden aufweist. Ereignisse in diesem Bereich werden deshalb viel heftiger empfunden als bei Gesunden. Wirken Emotionen auch bei Gesunden auf Magen und Darm? Ja, aber wesentlich schwächer als bei RDS-Patienten. Wodurch entstehen die Beschwerden? Ein derzeit gängiges Erklärungsmodell geht von der Existenz eines "Bauchgehirns" (Nervengewebe, das den Darm einhüllt) aus, dessen "normale" Kommunikation mit dem "Kopfgehirn" nachhaltig gestört ist. (Verstärkung und Verfälschung der Signale) Eine weitere Erklärung geht davon aus, dass RDS-Patienten deutlich mehr Rezeptoren in diesem Bereich aufweisen. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen zu Reizungen dieser Rezeptoren. Was hat die "Bauch-Kopf-Kommunikation" gestört? Es wird vermutet, dass ein einmaliger Vorgang in Ihrer Biographie diese Kommunikation nachhaltig gestört hat. (Lebensmittelvergiftung, Schmerzmittel, Antibiotika, traumatische Erlebnisse, u.a.). Zweifelsfreie Nachweise liegen bislang nicht vor. Gibt es typische Anzeichen (Symptome) für einen Reizdarm? Nein. Die häufig genannten RDS-Anzeichen Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Völlegefühl, Unwohlsein, Krämpfe und Schmerzen im Bauchraum können sowohl harmlos, als auch das Anzeichen anderer, möglicherweise ernsthafter Erkrankungen sein. Genaue Auskunft kann nur ein Arztbesuch geben. >> Näheres
Soll ich einen Arzt aufsuchen? Ja. Treten die oben genannten Anzeichen über mehrere Tage und gehäuft auf, so ist der Besuch bei einem Facharzt für Magen- und Darmerkrankungen (Gastroenterologe) dringend anzuraten. Wie finde ich einen Magen- und Darmfacharzt in meiner Nähe? Steuern Sie auf die Webpage (www.kvb.de) der Kassenärtzlichen Vereinigung Bayerns an. Dort klicken Sie den Menüpunkt "Artzsuche öffen" an. Bei der "Fachrichtung" wählen Sie die Angabe "Innere Medizin und SP Gastroenterologie" aus. Anschließend ist noch Ihre Wohnadresse einzugeben. (Gilt nur für Suchen innerhalb Bayerns) Wie stellt der Arzt einen Reizdarm fest?Eigentlich gar nicht! Erst wenn die Mediziner NICHTS finden, was Ihre Beschwerden erklären könnte, bleibt als Befund das Reizdarmsyndrom. >> Auschlussdiagnose Gibt es Medikamente gegen den Reizdarm? Nein, derzeit leider noch nicht. Es gibt jedoch Arzneien, die einzelne Symptome lindern. Die Forschung arbeitet an Substanzen, die in den gestörten Kommunikationsvorgang zwischen Darm und Hirn von RDS-Patienten eingreifen. Sind Reizdarmpatienten psychisch krank? Nein, nicht mehr oder weniger als alle anderen. Richtig ist aber, dass ein stark ausgeprägtes, unbehandeltes Reizdarmsyndrom langfristig zu seelischen Folgeerkrankungen führen kann. Richtig ist ferner, dass RDS-Patienten psychische Belastungen schneller und stärker im Magen-Darm-Bereich spüren als Gesunde. Ist die Krankheit RDS vererbar? Ja. Falls Ihre Eltern davon betroffen sind oder waren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch Sie darunter leiden. Jedoch ist keinesfalls sicher, dass Sie von der Erkrankung ihrer Eltern wissen, da älteren Menschen der Begriff "RDS" oftmals unbekannt ist und zudem Gespräche über Probleme "unterhalb der Gürtelline" einem strengen Tabu unterliegen. Ist das Reizdarmsyndrom heilbar? Nein. Nach den bisherigen Erkenntnissen offensichtlich nicht. Aber es gibt für jeden einen individuellen Weg damit - wenigstens zeitweise - besser zurechtzukommen. Handelt es sich bei RDS um eine gefährliche Krankheit? Nein. Die Lebenserwartung von RDS-Patienten scheint sogar länger zu sein, als die der nicht daran erkrankten. Vermutlich achten sie stärker auf ihre Gesundheit und ernähren sich oftmals bewusster. Bedauerlicherweise ändert dieses Wissen nichts daran, dass die Erkrankung die Lebensqualität deutlich einschränken kann. Wichtig ist jedoch der Ausschluss anderer Erkrankungen durch den Arzt. Allgemeine FragenWas heißt eigentlich "FAQ"? Das ist die englische Abkürzung für: Frequently Asked Questions (Häufig gestellte Fragen) Wie erhalte ich den monatlichen RDS-Newsletter? Indem ich eine eMail sende an:RDS@bayern-mail.de Wie kann ich weitere Fragen stellen? Disclaimer (Haftungsausschluss)Die Informationen auf diesen Seiten dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen niedergelassenen Arzt. Die hier zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden |
