Obwohl das Aufziehen von
Badlands, welche für Standard Truggy Felgen gedacht sind, auf niederquerschnitt
Felgen ein alter Hut ist, ist hier eine etwas ausführlichere Bauanleitung. Die
Reifen und Felgen wurden dafür neu gekauft, aber es gibt auch Infos wie man
alte Reifen wieder verwenden kann. Damit der Reifen auf die deutlich größere Felge passt ist es notwendig von beiden Seiten etwas abzuschneiden. Wer zuerst das Maß von 15mm je Seite ausprobiert hat weiß ich nicht, aber er hat eine gute Wahl getroffen. Schneidet man weniger ab steht der Reifen etwas über die Felge. Mehr abzuschneiden wollte ich natürlich nicht probieren, aber man sieht , dass es dann knapp werden würde. Zu genau sollte man es nicht nehmen, wenn man im Rahmen von +-1mm bleibt ist das ausreichend. Damit eine gerade Schnittlinie gelingt ist es wichtig sie anzuzeichnen. Am praktischsten ist es dafür die Felge zu benutzen. Auf sie kann man den auf links gedrehten Reifen bis zur Kante schieben und hat damit die Sicherheit, einen Strich im gleichmäßigem Abstand zur Reifenkante zu ziehen. Wer die Badlands von eine alten Felge entfernen will hat eventuell das Problem, dass er sie nicht leicht lösen kann, sondern in der Reifenflanke vor der Felge abschneiden muss. Das ergibt wahrscheinlich keinen besonders geraden Schnitt und das Ende des Reifens kann nicht mehr als Orientierungshilfe zum Anzeichnen genommen werden. In diesen Fall kann man die Kante in der Reifenflanke zur Orientierung benutzen, indem man den Reifen, ebenfalls auf Links gedreht, auf die Felge schiebt und einen Kraftstoffschlauch „einfach verknotet“ um das Rad befestigt(richtig fest anziehen). Das ergibt annähernd von alleine den Abstand von 6-7 mm zur Flankenkante. Beim Anzeichnen muss der Schlauch noch mal gelockert und verschoben werden, damit man nicht über den Knoten zeichnet. Zum Beschneiden der Reifen nimmt man eine stabile Schere. Rechtshänder schneiden am besten wie im Bild gezeigt. Hält man den Reifen anders herum kann man den Schnitt nur schlecht wieder aus ihm heraus lenken und die Kante wird weniger schön. Die Felge sollte ebenfalls vorbereitet werden weil die Auflagefläche des Reifens sonst verschwindend gering ist. Da die Verklebung bei vielen Umbauten auch ohne Felgenbearbeitung gehalten hat ist es nicht zwingend notwendig. Mit einer Ständerbohrmaschine (notfalls mit einem Akkuschrauber) geht das Anschrägen der Felgennuten aber so schnell, dass ich nicht darauf verzichten wollte. Als Aufspanndorn reicht eine M10 Schraube mit Mutter, der Rundlauf muss für diese Arbeit nicht perfekt sein. Die Reifen sollten vor dem Verkleben eigentlich immer mit Aceton gesäubert werden, aber hier ist es noch wichtiger. Ist die Klebestelle schlecht wird der Reifen nicht nur locker, sondern hat gar keinen Halt mehr und kann sich von der Felge schälen. Die fertig beschnittene Reifen. Der Rechte ist bereits mit Acteon von dem Formtrennmittel gesäubert. Mit den geschliffenen Felgen ist das Verkleben ein Kinderspiel. Es reicht den Reifen an einer Stelle anzuheben und großzügig Sekundenkleber in beide Richtungen hinein laufen zu lassen. Danach hat man nur noch die Möglichkeit einen Tropfen um die Kante zwischen Felge und Reifen zu Balancieren und ist schon fertig. Bei dem Umbau verliert der Reifen ~27g an Gewicht, mit den verbleibenden 247g ist er aber trotzdem noch ein Pummelchen. Untersetzungstechnisch sollten besonders die Elektros den stolzen Durchmesser von 155mm berücksichtigen. Die original Reifeneinlage bleibt unbearbeitet, sie kann verwendet werden wie sie ist. |








