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Desktop der Zukunft

Seit diesem Artikel spricht der Ubuntu-Begründer Mark Shuttleworth darüber, wie Linux bei den Endanwendern weiter verbreitet werden kann. Seiner Meinung nach müssen die grafischen Oberflächen schöner werden, etwa wie OS X. Dabei betont er, dass das Apple Betriebssystem nicht kopiert, sondern überholt werden sollte. Da ich die Meinung sehr stark vertrete, nur ein wirklich freies Betriebssystem ist das einzig wahre, habe ich mir überlegt, wie denn der Desktop der Zukunft aussehen könnte, der Linux zum großen Sprung verhilft.
Wie schon gesagt sollte etwas komplett neues entstehen, ein Desktop, der einem komplett neuen Konzept nachgeht.
Nach langer Überlegung bin ich auf die Idee mit Widgets gekommen, also nicht die konventionellen KDE-Widgets, sondern alle Programme bestehen daraus. Wie hat man sich das vorzustellen?

Ein Beispiel: KMail. Das Programm würde nicht mehr aus einem großen Fenster bestehen, sondern vielen kleinen "Fenstern", welche eigentlich keine mehr sind. Eines davon wäre zum Beispiel eines für die Kontakte, mit einer Suchzeile, aus denen man auch mehrere auswählen kann und per Drag+Drop in die "Senden an"-Zeile im "Nachricht verfassen" Fenster einfügen kann. Wie ich es wirklich beschreiben soll, weiß ich nicht. Ich rede also von einem Desktop mit Programmen, die sich aus vielen, kleinen Widgets/Applets/Fenstern zusammensetzen.
Der Vorteil ist für mich ganz offensichtlich: keine überfüllten Programmoberflächen zum einen, zum anderen kann man sich aber auch seine Programme so selbst "zusammen setzen". Die Möglichkeiten sind grenzenlos: Man könnte sich das "Fenster" vom Browser nehmen, bestehend aus einem großen Fenster für die anzeigen für die Webseiten und ein paar Kontrollelementen, die zwar in dem Fenster verankert sind, aber wie bei KDE 4 entkoppelbar sind. Daneben kann man sich wieder das "Kontakte"-Fenster von KMail anzeigen lassen, wenn man im Browser, z.B. bei GMail, eine EMail verfasst, und das dort vorhandene Adressbuch nicht benutzen will/kann.
Ein weiterer Vorteil wäre, dass man das, was man bei Linux hat und bei Windows nicht, besser ausnutzt: Nämlich mehrere Desktops. Durch die vielen kleinen Fenster, also ohne ein Hauptfenster, wäre die Taskleiste natürlich nicht mehr zu benutzen, oder wäre jedenfalls nicht mehr so übersichtlich. Also baut man sich sein Mail-Programm zusammen, wechselt auf den zweiten Desktop, dort wird ein neues Fenster/Widget/Applet geöffnet, z.B. ein Instant-Messenger, ein dritter, leerer (wirklich leer? dazu später mehr) wird automatisch Desktop angelegt, so dass immer ein leerer Desktop vorhanden ist, usw.
Wenn man aber Browser und Mail-Programm auf einem Desktop geöffnet hat, was natürlich auch möglich ist, hier ein weiterer Vorteil meines Konzeptes: sinnvolle Ausnutzung der 3D-Desktopeffekte: Da nicht alle Fenster/Widgets/Applets untereinander interagieren können, würden die, die nicht mit dem fokussierten Fenster zusammenarbeiten könnten, eingegraut werden und alle Fenster, die benutzbar wären, würden dreidimensional hervorgehoben werden.
Jetzt zu den "leeren Desktops". Natürlich gibt es auch Widgets, wie eine Uhr, die automatisch auf jedem Desktop angezeigt werden kann, und wie bei KDE4 einen zu einem viertel sichtbaren Kreis, der zur Verwaltung des Desktops dient.
Wie man mit dem Desktop noch schneller arbeitet, stelle ich mir so vor: Man kann Profile anlegen, z.B. ein Profil für den Desktop nach dem Booten, das festlegt, welche Widgets schon am Anfang vorhanden sind. Damit meine ich dann nich solche, wie die Uhr sondern eines, wie z.B. einen Newsreader oder einen Musikplayer.

Hier also noch mal alle Vorteile:
  • sinnvolle Ausnutzung der 3D-Desktop Effekte und mehrerer Desktops
  • keine überfüllten Programmoberflächen, dabei aber
  • zusätzliche Funktionen für manche Programme
  • sinnvolle Ausnutzung größerer Bildschirme