Nach 22 Jahren DOS und Windows, gibt es seit März 2007 auf meinem PC als Betriebssystem nur noch UBUNTU. Seither ist hier absolut Microsoft freie Zone.
Die ganze Umstellung hat zwar einigen Aufwand und einiges Umlernen erfordert, aber es hat sich wirklich sehr gelohnt !!! Hier im Einzelnen was alles zu tun war, damit der Umstieg möglichst gut und störungsfrei verläuft. Als erstes war zu klären, welchen Ersatz gibt es für die unter DOS und Windows genutzten Programme. Dazu auch einige Hinweise auf meinen Seiten Open Source Software . Es bedurfte einigen Suchens. Denn mein Anspruch war - da ich noch kein Linux hatte - ein Programm zu finden, das es nativ unter Windows (also als *.exe) und unter Linux (also als Paket *.rpm oder *.deb) gab, das Open Source war und das auch nach meinem Empfinden intuitiv und leicht genug zu erlernen war. Ja und all das gab es, für fast alles !!! Mittlerweile wird es für immer mehr Open Source Software auch zum Anspruch eine native Linux Version ihres Programmes anzubieten. Sich nach und nach in die neuen Programme einzuarbeiten war dann der nächste Schritt. Das alles geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern bedarf je nach Arbeitseinsatz schon einige Monate. Ist ja kein Problem, denn man hat ja noch sein laufendes Windows mit dem man seine tägliche Arbeit erledigen kann. Nun war zu klären, funktioniert meine Hardware (PC) mit allen seinen Komponenten auch unter Linux. Ja, aber welche Distribution sollte ich nehmen, es gibt ca. 200 verschiedene. Es sollte schon eine möglichst weit verbreitete sein, für die es auch ein grosse deutschsprachige Community und Wiki gibt. Erste Versuche waren mit Mandrake und Suse. Nur unter keiner liefen alle Komponenten des PC's. Durch Recherchen im Internet, bei Linux Foren und durch Nachfragen bei Linux User Groups bin ich dann zu Ubuntu gekommen. Meine erstes Ubuntu war die Version 6.06 LTS (Long Term Support). Heute muss ich sagen eine gute Wahl. Jedoch auch hier liefen nicht alle Komponenten meines alten PC's. Also als Fazit blieb, es muss für den endgültigen Umstieg auf Linux ein neuer PC, Drucker, Scanner und TV-Karte her. Bei der Auswahl hilft z.B. die Hardware-Kompatibilitäts-Datenbank der ausgewählten Distribution. Leider gibt es bisher viel zu wenige Hersteller von PC-Hardware, die native oder besser noch Open Source Treiber für Linux für ihre Produkte zur Verfügung stellen. Als positive Beispiele seien hier Nvidia (Grafikkarten) und Brother (Drucker, Scanner, Fax, ...) und AVM (Modem, Router, Telefonanlagen, WLAN, ...) genannt. Mittlerweile stellt AMD auch Treiber für ATI Grafikkarten und AMD Prozessoren zur Verfügung. Die Links stehen unten in der Tabelle. Dann hatte ich einige Zeit im PC zwei Festplatten ( eine mit Windows und eine mit Ubuntu ) und nun die Möglichkeit beim Booten entweder Windows oder Ubuntu zu starten. In dieser Phase begann ich, die von mir ausgewählte Open Source Software - wie OpenOffice, Firefox, Thunderbird, Gimp, Inkscape, Audacity, VLC, Filezilla, Métamorphose, Peazip, xnView und andere auf dem Linux System zu installieren. Dabei war nochmals ein Neulernen und Umdenken erforderlich. Denn unter dem Betriebssystem Windows besteht ein Programm aus einer *.exe-Datei oder einer *.exe- oder *.msi-Installationsdatei. Unter Linux besteht ein Programm entweder aus dem Source Code, den man sich selbst kompiliert, oder es gibt für die verschiedenen Distributionen entweder ein *.rpm- oder *.deb-Paket. Und damit noch nicht genug, sehr häufig besteht ein Programm aus teilweise viele verschiedenen Paketen. Das Hauptpaket beinhaltet das eigentliche Programme, in weiteren Paketen befinden sich Zusatzmodule und Spracherweiterungen. Aber auch hier gibt es Hilfen in Form von Linux Foren, Wikis, User Groups und natürlich auch in der Hilfe der Paketverwaltung des Systems selbst. Doch ist die gewählte Linux Distribution (bei mir Ubuntu) und die gewählten Pakete (Programme) installiert, übernimmt die Aktualisierungsverwaltung die Suche nach Updates vom System und von den installierten Programmen. Man wird automatisch informiert, dass neuere Pakete oder Patches oder Sicherupdates vorhanden sind. Ein Mausklick und ein Passwort genügen und man ist wieder auf dem neuesten Stand. Welch ein Luxus ! So etwas gibt es bei Windows nicht. Da muß man sich selbst um Servicepatches und Programmupdates bemühen. Und das ist unter Windows eine Zeit raubende Arbeit. Also schnell ans Werk und ihre Lieblings-Linux-Distribution installiert. Für alle Interessierten hier ein paar Links zum Thema :
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