Gedichte
 

Abschied

Hannover, 2003; nach dem Tod meiner Ratten Canus und Lupus 

Noch einer ist nun von uns gegangen;

Jetzt sind es schon zwei dieser Art.

Möget ihr glücklich werden, wo immer ihr seid;

So glücklich, wie ihr es hier auf Erden wart.

 

Gekämpft habt ihr, stark bis zum Schluss;

Doch war eure Zeit gekommen.

Und deshalb hat euch der Lauf der Zeit

Berechtigt doch leider von uns genommen.

 

Selig seid ihr nun, im wahrsten Sinne der Worte,

Und seid auch nur noch allein der Geist;

Denn eure nun tote Körper

Waren schon zu sehr vergreist.

 

Ich bin froh, dass ihr nicht mehr hier,

Sondern irgendwo anders seid;

Denn besser dort

Als hier in Elend und Leid.

 

Ich hoffe,

Wir konnten euch viele schöne Stunden schenken.

Egal wann,

Wir  werden für immer an euch denken.

 

R.I.P. CANE et LUCE 




Kurzes

alle: Hannover, Ende 2003 

Angst

Bei Angst wünscht man sich seine Freunde herbei

Doch wo diese Angst entsteht

Gelangen jene niemals hin

  

Furcht

Lange war mein Ich allein

Und es fürchtete sich nicht

Doch dann kamen andere

Drangen ein in meine geistige Welt

Und mein Ich fürchtete sich

 

 

 

Stille

Hannover, 2. Dezember 2003 

Es ist still.

- Was? - Alles ist still.

Kein Laut, keine Regung. Nichts.

Doch horch, ein Laut.

Wie ein Sonnenstrahl die Nacht

Durchbricht er die Stille und zerstört sie so.

Die Stille - eine Wand, eine Mauer -

Ist plötzlich wie nie gewesen.

Doch wehe, wenn der Laut verschwindet,

Die Quelle versiegt.

Dann wird sich die Stille zurückholen,

Was einst schon ihres war.

Alles Leben, das durch den Laut entstanden,

Wird der Stille weichen müssen,

Und alle Hoffnungen versiegen.

Bitte, lass es nicht zu, dass die wieder die Macht erhält,

Die den Tod bei sich führt für alles und jeden.

Lass den Laut nicht versiegen,

Den Strahl nicht verschwinden,

Das Leben nicht vergehen.

Die ganze Welt liegt in deinen Händen,

Walte gerecht - walte gut,

Und jeder wird es dir danken.




Quaestiones Nocti(s)

Hannover, April 2006; eher spontan, ich dachte gerade nach

Wieder eine dieser Nächte

Der Himmel wolkenlos und sternenklar

Von oben starren an mich Luna

Und die holde Sternenschar

 

Fragen; Fragen über Fragen

Hab' ich ihnen schon gestellt

Doch von den vielen Antworten dort oben

Hat sich kaum eine herabgesellt

 

Viele Rätsel sind noch offen

Ohne Ja und ohne Nein

Bleiben sie ewig ungelöst?

Dies muss jetzt die Frage sein!

 

 

 

Gedicht

auf einer Homepage gefunden, Dezember 2006

Ich will dich nicht zurück -

will nicht nochmal die ganze Scheiße durchmachen, 

nicht nochmal tagelang heulen.

 

Ich will dich nicht zurück -

will Dir nicht nochmal ewig hinterherrennen,

nicht nochmal all diese Enttäuschungen hinnehmen.

 

Ich will dich nicht zurück -

will nicht nochmal zusehen, wie du dich von mir abwendest,

nicht nochmal blind vor Liebe sein.

 

Ich will dich nicht zurück -

will nicht nochmal im 7. Himmel schweben,

nicht nochmal Hoffnung haben.

 

Ich will dich nicht zurück -

will nicht nochmal belogen werden,

nicht nochmal tagelang im Zweifel leben.

 

Ich will dich nicht zurück -

will nicht nochmal so tief fallen,

nicht nochmal so verarscht werden.

 

Es ist besser so.

Wir sehen uns nicht mehr,

reden nicht mehr miteinander,

sind uns fremd.

Ich will dich zurück...