Wer
solche Hürden plant, will in Wahrheit die direkte Demokratie verhindern!
Wenn es um die Einleitung von Volksabstimmungen durch den Bürger, also
seine /ihre unmittelbare Mitbestimmung geht, dann werden die
Regierungsparteien aber auch Grüne und BZÖ in merkwürdiger Eintracht
erfinderisch. Sie betonen zwar wie sehr sie die direkte Demokratie für
notwendig erachten um gleich darauf unterschiedlichste Hürden zu erfinden.
Dafür gibt es eine Erklärung. Parteigestützte Politiker wollen sich ihre Macht
nicht wirklich einschränken lassen.
Um den Bürgern
die Möglichkeit auf Volksentscheide zu nehmen, propagieren die Parteien ein
dreistufiges System, wo zuerst ein Volksbegehren aufwendig eingeleitet, dann in
der Eintra-gungswoche unterstützt werden muss und erst dann eine
Volksabstimmung angesetzt werden kann, sofern das Limit von 250.000 (FPÖ), oder
400.000 (SPÖ, Grüne und BZÖ) oder die absurd hohe Grenze von 640.000 (ÖVP)
Unterschriften erreicht wird.
In der Schweiz
genügt als Initiative das Sammeln von 100.000 Unterstützungserklärungen (2 %
aller Stimmberechtigten) innerhalb von 18 Monaten auf der Straße – ohne
amtliche Beglaubigung – weil dort die Politiker den Bürgern ihre Redlichkeit
nicht von vornherein absprechen und eine stichprobenartige Kontrolle
ausreichend finden. Eine
besonders hinterlistige Hürde stellen Beteiligung-Quoren an Volksabstimmungen
dar. Eine „50
Prozent“-Mindestbeteiligung z.B. wird ja auch bei keiner Nationalrats- oder
EU-Wahl gefordert, um ihr eine Verbindlichkeit zu geben.
Für
die NFÖ ist hier kein ehrliches Bemühen zu sehen, das Volk bei Sachthemen
entscheiden zu lassen.Wir fordern das Beseitigen und nicht die
Aufrichtung neuer und absurder Hürden!
DI. Rudolf Pomaroli - 12.1.2012
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