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Hunderasse Eurasier

Auf dieser Seite finden Sie viele Informationen zur wunderbaren Hunderasse Eurasier

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50 Jahre Eurasier


50 Jahre Eurasierzucht - Erfolg oder Trümmerhaufen

Dieses Jahr feiert die Hunderasse Eurasier ihr 50-jähriges Jubiläum. Drei deutsche Vereine, die dem VdH angehören, betrachten sich als die einzig legitimen Verwalter des Rassegründers in Deutschland. Aber wie sieht die Realität aus?
Fakt ist, dass man alleine in Deutschland noch 5 weitere Eurasier-Vereine ohne große Mühen im Internet finden kann. Allen diesen Nicht-VdH Vereinen ist wohl gemeinsam, dass sie auch nach den Richtlinien des Rassegründers ihre Eurasier erzüchten.
Es muss die Frage erlaubt sein, WARUM es 8 Vereine gibt, die, zumindest nach aussen hin in ihrer Selbstdartellung, alle die gleichen guten Absichten hegen.
Wenn man genauer hinschaut, dann erkennt man, dass es Unterschiede in den Zuchtordnungen gibt, nach denen die diversen Vereine ihre Hunde erzüchten.
Wenn man nun noch genauer hinschaut, dann erkennt man auch, dass in keinem dieser Vereine die Einhaltung der Regeln, die sie sich selber geben, von einer unabhängigen Instanz durchgeführt wird. Durch die Bank kann man erkennen, dass die, die sich die Regeln geben auch die Einhaltung dieser Regeln überwachen, oder zumindest angeben, dass sie die Einhaltung überwachen. Welche Sicherheit hat nun aber der Welpeninteressent?
Egal wie tief man bohrt, man endet grundsätzlich bei der Erkenntnis, dass man als Welpeninteressent nur vertrauen kann, man hat so gut wie keine objektiven Mittel an der Hand, mit denen man die Einhaltung der Regeln prüfen kann.
Könnte es sein , dass darin der tiefere Grund liegt, warum es alleine in Deutschland 8 Eurasiervereine gibt?
Es ist so unökonomisch wie uneinsichtig, dass man 8 mal eine Vereinsstruktur am Leben hält, die Menschen, Zeit und vor allem Geld (die Beiträge der Mitglieder) verbraucht, nur um 8 mal das vorgeblich gleiche zu tun: Gesunde Eurasier zu erzüchten.

Wie kann das sein, dass hier erwachsene Menschen offensichtlich nach aussen anzeigen, genau das gleiche zu tun, aber  keinen Konsens finden, dieses zusammen in einer Organisation zu tun?
Geht es letztendlich doch nicht um den Eurasier? Geht es doch eher um Kleinstmeierei der Selbstdarstellung, der Profilierungsucht?
Als ich als gewählter Delegierter meines Vereines den Antrag zur Vereinsversammlung stellte, der Vorstand möge bitte die Belege für die satzungsmäßige Ausbildung der berufenen Zuchtwarte und Zuchtleiter vorlegen, wurde ein Gegenantrag formuliert, der mir nahe legen sollte, mein Amt als Delegierter niederzulegen.
Beide Anträge wurden aus Zeitmangel gar nicht bearbeitet, mehr noch: Mein Antrag verschwand sang- und klanglos von der Tagesordnung der nächsten Versammlung.
Auf die Belege für die satzungkonforme Ausbildung der Zuchtwarte und Zuchtleiter warte ich bis heute - und ich werde wohl vergebens weiter warten.
Was sagt es aus, wenn selbst einem gewählten Mitgliedervertreter verwahrt bleibt, sich Klarheit darüber zu verschaffen, ob die Regeln, mit denen der Verein ja letztendlich nach aussen auftritt und damit Vertrauen von den Welpeninteressenten einfordert, auch wirklich eingehalten werden? Für mich persönlich sagt dies nichts Gutes aus.
Die Feiern zum 50 jährigen Jubiläum der Rasse werden in erster Linie von den 3 VdH Vereinen getragen. Anstalten, dass diese 3 Vereine sich hier mit den Nicht-VdH Vereinen in einer Linie zeigen, gibt es nicht, zumindest für mich nicht erkennbar.
Wäre es nicht eine Anstrengung wert gewesen, dieses 50 jährige Jubiläum zu einem Anfang für eine Zusammenführung aller Eurasiervereinigungen zu machen? Aber dieser Gedanke kam wohl nicht einmal auch nur einem der Vereinsoberen. 

So wird es wohl auch die nächsten 50 Jahre keine Einheit geben, nach aussen vollkommen unverständlich, es sei denn, man kommt zu dem Schluss, dass es den Vereinen in erster Linie um Vereinsmeierei geht und nicht um die wunderbare Hunderasse Eurasier.
Alles in allem bleibt ein komisches Schlussbild mit mehr offenen als beantworteten Fragen. Man muss aber fairerweise sagen, dass die Mehrheit der Mitglieder all dieser Vereine genau diese Vorgehen letztendlich so will. Da alle Vereine ja in demokratischen Strukturen arbeiten, bleibt der Schluss, dass die Mehrheit der Mitglieder dies alles überhaupt nicht ändern will, denn sonst würden sie ja Verantwortliche wählen, die eben hier anders handeln.
Damit aber bleibt auch nur der letzte Schluss, das in den Eurasiervereinen die Mehrheit der Mitglieder nicht in erster Linie das Wohl der Rasse im Auge hat sondern eben die Kleinstmeierei in Vereinsdingen. Für die Rasse ist dies sicher nicht förderlich, aber wohl für das Selbstwertgefühl einer Mehrheit von Menschen - und das ist ja letztendlich auch nicht zu verachten.