Bilder und Gedanken
Hier zeige ich Bilder die ich von Kunstwerken anderer Künstler gemacht habe. Mit deren Erlaubnis habe ich mir Gedanken zu ihren Werkengemacht und diese dann unter das Jeweilige Bild geschrieben. Es sind Teils meine Gedanken, teils geliehene Texte die ich als passend empfinde. |
Es tost der Bergwald wie das Meer.
Der Fön treibt schwere Wolken vor sich her.
Von ferne Hall wie stürzend, polternd Stein,
wie brechend Holz,
ein Licht wie Feuerschein.
Auf Bergeshöhe langgestreckt in steilem Riff
Ein Schloß in Trümmern liegt
wie ein gestrandet Schiff.
Aus Stein geformt ist der zerschmettert Rumpf.
Von Heck und Aufbau blieb der Türme Stumpf.
Ringsum der Wipfel wogend Heer,
der fernen Höhen dunkel, nächtlich Meer.
In fremden Sprachen klagt der Sturm
von Mühsal, Freude, Krieg und Leid,
von ferner Zeit –
und lange, lang ist’s her.
(Quelle: Ein kleiner FÜhrer der Küssaburg )
(Mit freundlicher Genemigung von Bernhard Andris)
Im tief eingeschnittenen Seebachtal direkt unter der steil abfallenden Wand des Feldbergs liegt
umrahmt von großem Bannwald eine Perle der Natur, der Feldsee. Ein in der Eiszeit entstandener
Karsee , der heute unter strengem Naturschutz steht, weil in ihm eine seltene Farnart wächst. Auch der Uferbereich ist mit seltenen Pflanzen bewachsen, so dass an die Vernunft der Besucher appelliert wird hier nicht zu baden und den Uferbereich nur an diesen Stellen zu betreten wo es ausdrücklich erlaubt ist.
Auf dem Weg vom Feldsee zum Raimartihof einem 1710 erbauten typisch Schwarzwälder Eindachhof der einen Gasthof beherbergt,
fällt einem eine hohe Holzskulptur auf, die einen Männerkopf mit einer Kappe zeigt.
Diese Skulptur zeigt den Vater des heutigen Raimartihof Wirtes in schon hohem Alter. Das Gesicht vom harten Leben im Schwarzwaldtal gezeichnet und mit seiner unverwechselbaren Kappe , die wie mir sein Sohn schrieb, fast Tag und Nacht seinen Kopf zierte, sieht er in Richtung Seebachtal als wolle er jeden Wanderer begrüßen, der in dieses wunderschöne Fleckchen Natur kommt.
Skulptur Roland Kistner
Die Seele weint
von Annegret Kronenberg
Die Seele weint,
kann die gestutzten Flügel
nicht mehr schwingen,
zu groß der zugefügte Schmerz,
gefangen in einem ausgelaugten Leib,
ohne Liebe, ohne Trost.
Aus 2000m sieht die Welt ganz anders aus.
So winzig klein, jede Straße, jedes Haus.
Man fühlt sich frei, wie ein Vogel, der fliegt.
Wenn die Welt weit unten, unter der Tragfläche liegt.
Staus, Verschmutzung, Städte und Leute,
Wird alles des Flugwegs Beute.
Das Fliegen hat einen großen Sinn.
Nicht schlicht und einfach: Da will ich hin!
Es ist viel mehr als schnelles Reisen.
Es heißt sein Leben, atmen, fühlen, zu beweisen.
Und wenn man in einem Flieger sitzt,
Sind all unsere Sinne erfüllt und gespitzt.
Leider endet mal ein jeder Flug.
Die Zeit dort oben, lang genug?
Um die Gefühle, prächtig, zu erleben?
Das Größte davon ist nun wohl,
Nur in der Luft, mit ihr, zu schweben.
(von Stefan Bergmann)
St. Anna Brunnen Rheinfelden Roland Kistner
Anna-Mythos
Schon aus frühen Zeiten hat der Volksmund zahlreiche Erfahrungen vom "St. Anna - Loch" weiter erzählt. Einige Geschichten sind mittlerweile schriftlich in Buchform überliefert. Eine weitere Version wurde dem Rheinfeldner Künstler Roland Kistner mündlich von dem Karsauer Heimatforscher Fritz Witzig überliefert:
"Nach Einfall und Belagerung durch ein Reitervolk wehrte sich die Stadt Rheinfelden standhaft und lange gegen den mächtigen Angreifer. Als jedoch der Fall der Stadt nicht mehr aufzuhalten war, wurde alles Wertvolle in die Tiefe des Rheines geworfen, damit der Feind vergebens die Stadt plündern sollte. Auch die wertvolle "Goldene Glocke" von der Burgkapelle der Burg auf dem "Stein im Rhein" wurde versenkt. Als der Feind in die Stadt eingebrochen war und sich um seine Beute betrogen sah, rächte er sich an der Burgherrin Anna, die die Burg und die Stadt so lange gehalten hatte, und stieß sie in die Strudel - seither das sog. St.Anna-Loch. Kam nun ein Mensch in dieser gefährlichen Strömung zu Tode, hieß es, dass die Anna ihn zu sich genommen hätte."
Copyright © 2009 Mtbler Photography
Stand:14. August 2009



