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Liebe zur Natur

 

 
 

Frühlingslied

Zarte weiße Blütenpracht,
fein wie Seide, über Nacht.
Drinnen strahlt ein grüner Stern.
Buschwindröslein mag ich gern.

Adonisröschen, lila Veilchen,
träumend stehe ich ein Weilchen.
Erste Blättchen an den Zweigen,
alles tanzt den Frühlingsreigen.

Blütenteppich, Waldesboden,
Vöglein singen Liebesoden,
erste Blumen, Frühlingsluft,
ach, ich lieb den Frühjahrsduft 

 

Der Kuss

Die Lippen so weich, sie neigen sich leise,
betasten fast zärtlich die seidige Haut
auf ehrfürchtig, liebende, artige Weise,
berühren sie zart, ohne jeglichen Laut.

So fein und so traut geschieht es grad eben,
sie läßt es geschehen, tut ihr nichts zu Leide.
Es ist so wie neuer Aufbruch ins Leben,
des Apfelbaums Blüte, so glatt wie die Seide.

 

 

 

 

 

Aprilscherzend

Schneegeballt auf Frühlingszweigen
Blattgrünzart schon ganz verdeckt
Flockenwirbelnd wie im Reigen
Fensterschauend ganz verschreckt

Schalversehen in den Morgen
Schneegeschaufelt wangenrot
Vögelfütternd fast in Sorgen
Hungerfrierend wieder Not

Schneegetaut am Nachmittage
Waldnachtropfend wie er will
Streudienst nunmehr Herr der Lage

Frühlingstreiben im April


 

Frühlingsbild
 
 
Der Himmel zeigt sich leicht verschleiert,
jedoch, der frühe Frühling feiert
sich selbst im Aufbruch allen Lebens,
in dem Geheimnis seines Webens.

Blaugrau der Hügel sanfte Wellen,
aus denen rasche Bäche quellen,
der Birkenbäume zartes Grün,
und meine schönsten Tulpen blühn.

Wie lieblich heut, fast Maienluft,
aus jedem Kelchlein steigt der Duft,
das Grün, so zart und filigran,
die Hummel zieht schon ihre Bahn.

Wie zaubertrunken singt mein Herz,
so wie die Vöglein - himmelwärts
.
 

 
 
 
 
 Schneekristalle
 

 

 

 

 

 

Nachtwunder

Tausend zarte Eiskristalle
glitzern im Laternenlicht.
Welche Pracht der Farben alle,
wundervolles Nachtgesicht.

Staunen, ahnen, klare Ferne,
Sterne, Sonnen, Silbermond,
tiefe Schau in alte Ferne,
Größe, die hier innewohnt.

Ruhe senkt sich auf das Wesen,
das dies Bild ertragen kann.
Wo der Zweifel noch gewesen,
schließt sich heilge Freude an.

 

 

 

 

Erster Schnee

 

Tausend kleine Eiskristalle die verbreiten heut Gefunkel,
glitzernd im Laternenlicht, wird es draußen gar nicht dunkel.
Schneegeweißt sind alle Straßen, alle Felder leuchten hell
und mein kleiner Hund der freut sich, grüßt die Flocken mit Gebell.

Leise knirscht es unter Schuhen, unberührt scheint alles, neu.
Fröhlich werde ich fast zum Kinde, wie ich mich auf einmal freu!
Kehr noch schnell vor meinem Hause, meine Finger fast erfroren,
doch jetzt wärme ich mich drinnen, fühle mich wie neugeboren.

Schneegestöber, Schneegestöber, morgen früh ist alles weiß,
vielleicht fahre ich dann Schlitten, trink Kakao und Glühwein heiß,
oder tanze mit den Flocken, in dem Walde, der ganz still.
Heute bin ich froh und glücklich, habe alles, was ich will.

 

 

 

 

 

Sturm

Windesarme greifen Bäume,
sturmgewaltge Windeshände,
knicken grüne schlanke Tannen,
streichholzgleich werden sie brechen.

Heulen, Singen in den Lüften,
grellendweiße Blitze zucken,
Schindeln von den Dächern fliegen,
krachen scheppernd in die Gärten.

Morgenlichtverwüstung - pfeifend,
Reste noch des Sturmes toben.
Großgewaltige Urnatur.
Ruhe kehrt erst ein am Abend.

Mondlicht scheint durch Wolkenlücken,

mild auf die Verwüstung nieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
  Abendgedicht

Abend kommt und stiehlt das Licht
fahl wird Wiese, Strauch und Baum
Die zerrissne Wolkenschicht,
lässt noch ahnen Himmelssaum.

Schwer wird mir das Herze eben,
Dunkelheit ergreift den Wald.
Was doch Ruhe sollt mir geben,
legt sich aufs Gemüt mir kalt.

Raben suchen Schutz in Bäumen,
blattlos deren schwarze Arme.
Blütenkelche niederträumen,
zitternd suche ich das Warme.

Hellbeleuchtet in dem Raume
 stehe ich, die Angst entweicht.
   Alles löst sich wie im Traume,
   und mein Herz wird wieder leicht.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 


Erster Schnee


Tausend kleine Eiskristalle die verbreiten heut Gefunkel,
glitzernd im Laternenlicht, wird es draußen gar nicht dunkel.
Schneegeweißt sind alle Straßen, alle Felder leuchten hell
und mein kleiner Hund der freut sich, grüßt die Flocken mit Gebell.

Leise knirscht es unter Schuhen, unberührt scheint alles, neu.
Fröhlich werde ich fast zum Kinde, wie ich mich auf einmal freu!
Kehr noch schnell vor meinem Hause, meine Finger fast erfroren,
doch jetzt wärme ich mich drinnen, fühle mich wie neugeboren.

Schneegestöber, Schneegestöber, morgen früh ist alles weiß,
vielleicht fahre ich dann Schlitten, trink Kakao und Glühwein heiß,
oder tanze mit den Flocken, in dem Walde, der ganz still.
Heute bin ich froh und glücklich, habe alles, was ich will.
glitzernd im Laternenlicht, wird es draußen gar nicht dunkel.
Schneegeweißt sind alle Straßen, alle Felder leuchten hell
und mein kleiner Hund der freut sich, grüßt die Flocken mit Gebell.

Leise knirscht es unter Schuhen, unberührt scheint alles, neu.
Fröhlich werde ich fast zum Kinde, wie ich mich auf einmal freu!
Kehr noch schnell vor meinem Hause, meine Finger fast erfroren,
doch jetzt wärme ich mich drinnen, fühle mich wie neugeboren.

Schneegestöber, Schneegestöber, morgen früh ist alles weiß,
vielleicht fahre ich dann Schlitten, trink Kakao und Glühwein heiß,
oder tanze mit den Flocken, in dem Walde, der ganz still.
Heute bin ich froh und glücklich, habe alles, was ich will.
 
 
 
 
 
 
 
Wintervögel

 
Hört ihr denn den Winter auch draußen so knistern,
Erschreckt und hungrig die Tiere leis wispern ?
Die Vögel und Mäuslein, verfroren die Ratte,
Frühmorgens am Fenster ist`s neblig, wie Watte.
 
Ganz weißlich die Felder, die Bäume vereist,
so gern wär auch ich in den Süden gereist.
Die Schwalben sind fort und die Kraniche flogen.
Auch mich hat es immer dort hin gezogen.
 
Hört ihr den Winter auch draußen so knistern

und hungrig die Tiere, die armen so wispern?
Bin froh, dass ich hier bin, streu gleich ihnen Essen,
wie könnte ich denn all die Vöglein vergessen?
 
Im Sommer erfreut mich ihr fröhliches Treiben,
in Garten und Feldern, das soll auch so bleiben.
Ich stampf durch die Matsche, zum Vogelhaus hin,
ach, schau wie sie zwitschern, ganz leicht wird mein Sinn.