Yogaübung
Es spürt ein Mensch, noch frei von Sorgen, an einem wunderschönen Morgen den Yogatrieb tief in sich regen und ist ihm mattenwärts erlegen.
Die Beine hoch, dann übers Haupt, hat er sich wie ein @ verschraubt, die Arme streckte er nach hinten, um sie am Fuße festzuwinden.
Da macht es Krach, der Rücken schmerzt, der Mensch will ungern, doch beherzt, sich allzu gerne grade biegen, doch kommt er nicht mehr hoch, vom Liegen.
Seht her, der Mensch ganz ungelogen, hat sich beim Yoga nun verbogen. Jetzt liegt er krumm auf diesem Fleck. Wer hilft ihm nur, er kann nicht weg.
Das tut man nicht
Frau Meyer ihren Krimi las: Da juckts den Gatten in der Nas, Er wusste längst schon, wer der Täter, und er gefiel sich als Verräter.
Die Spannung wollt er ihr nicht lassen, um diesen Täter selbst zu fassen. Gemein war er, wußt alles besser. Da lag da dieses Küchenmesser...!
Der Gärtner war´s..."! Kaum war's entwichen, war auch der Plauderer verblichen. Verraten, wer der Bösewicht, soll man den Krimilesern nicht.
Geheime Wünsche
In der Ecke dort versteckt die ein Großer nicht entdeckt, hängt der bunte Automat. Glas gesichert, gut mit Draht.
Bunte Kugeln in dem Kasten. Bubilein mag ihn betasten, und die Finger klein und fein, greifen in die Klappe rein.
Aller Erden Herrlichkeit scheint da für den Sproß bereit. Alle Träume groß und klein, mögen in dem Kasten sein.
Um ans Innere zu wollen muss die bunte Kugel rollen. Automat mit viel Versprechen, macht der Mutter Kopfzerbrechen.
Muss der Kleine alles haben? - Die geheimnisvollen Gaben kommen schließlich aus dem Ding. "Bah," sagt Bubi, "bloß ein Ring.
Humanreflektor
Fort die Blüte seiner Jahre, auch die schwarz geglänzten Haare. Falten, Bauch und Doppelkinn, wo ist all die Schönheit hin ?
Augen matt, zu enge Hosen, auch nichts Frisches mehr zum Kosen. Doch er kann noch Sprüche machen, bläht sich auf, es ist zum Lachen.
Als des Alters fette Beute, so erkannte er sich heute. Ja, so sieht sich der Inspektor, heute im Humanreflektor
Altklug im Zoo
Mutti schau, Giraffen raffen alle Blätter und sie gaffen auch ganz neidisch zu den Affen, diesen frechen dummen Laffen, die wohl nichts Gescheites schaffen, als sich bloß nur anzublaffen, sich zu Blödsinn aufzuraffen um dann doch nur zu erschlaffen.
Mutti schau, die Papas trinken du sollst hingehn, schau sie winken, drei schon haben rote Zinken, dabei essen sie noch Schinken, schau wie ihre Äuglein blinken, und der letzte dort kann hinken, Mutti soll ich dich verlinken und dem Großen da mal winken ? Mutti geh dich doch mal schminken !
Beeren
Im Sommer, wenn die Beere himmt, ist`s wichtig, dass die Süße stimmt. wenn zeitversetzt die Beere brommt, weiß ich , dass sie mir bekommt. Wenn jedoch dieses Ding mal giftet, leicht man in das Jenseits liftet.
Suchanzeige
Möcht dies Jahr und will nicht warten, und mal einen andren Garten. Nicht nur Rasen, den ich pflege, oder Blumen, die ich hege.
Nein, ich will im Garten Steine. Doch die schaff ich nicht alleine. Steine sind so schwer zu tragen, werd hier nach der Lösung fragen.
Suche nun in diesem Rahmen, schön geformte Steinesamen. Kleine Tüten, wohl verpackte, drinnen Berge, kleingehackte.
Werd dann meine Wiese mähen, um den Samen einzusähen. Hoffe dann, wenn er bewässert, bald mein Gartenbild verbessert.
Nach dem Urlaub
Wenn im Spätherbst die Bananen, die noch nichts vom Schicksal ahnen, abgepflückt und in nem Ständer, weggeschickt in fremde Länder,
frierend in Regalen liegen, eine gelbe Haut dann kriegen, kann ich sie sehr gut verstehen, denn mir kann`s genauso gehen,
wenn ich komm vom blauen Meer, hier in dieses Regenheer. Frierend zieh ich alle Kleider oben drüber aber leider,
will das Zittern gar nicht weichen, denn die Kälte ohnegleichen zieht in alle Knochen rein, fast schon friert die Seele ein.
Ach wie schön die Wärme war. Nun wart ich aufs nächste Jahr !
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Spaßgelichter
Wer will denn schon Götterdichter, die erhoben oben thronen? Ach, ich mag das Spaßgelichter, eben die Humorbedichter.
Ist das Leben nicht schon so, schwierig um in Freud zu leben ? Überhaupt und sowieso, sollte man drum diese geben.
T T Schaben IIIIIIIIII Warum wollen Schaben schaben? = Weil sie nichts zu essen haben! =
wandern nun in deine Küche, wo vermutlich Wohlgerüche, = von dem letzten Festtagsessen, = welches nicht ganz aufgegessen, und in deiner Spüle lungern, speisen dann, um nicht zu hungern.
= Siehst sie nicht, denn in Sekunden, = kommst du hin, sind sie verschwunden
!!!
Krimizeit
Schaukelnd in der Hängematte, auf dem Bauch, in Händen hatte, ich den Krimi, die Lektüre, schau schon durch des Traumes Türe.
Aktivisten aus dem Buche, sie begeben sich auf Suche, wo das Messer ist verblieben und des Mörders dunklen Trieben.
Träumend sah ich die Geschichte, die ich eben nun verdichte, Der Täter wurde ausgelacht, davon bin ich aufgewacht.
Jakobsweg/ der Pilger
Der Pilger durch die Wüste rennt, die Sonne aufs Gehirn ihm brennt. Da sieht er plötzlich in der Ferne, das Pilgerheim und die Taverne.
"Ich möchte gern ein Bettchen haben und mich am roten Weine laben. Den Stempel hätt ich auch recht gerne, komm weit gelaufen aus der Ferne."
"Oh mein Herr, es tut mir leid, die Bettchen sind belegt allweit". "Ich bitt Euch Herr, ach sei es drum, denn gleich fall ich tatsächlich um.
ich brauche Wasser, brauche Essen, den Wein auch bitte nicht vergessen. Ihr Habt doch wohl ein großes Herz, für meiner Pilgerfüße Schmerz.
Vielleicht ein braves Mägdelein, lässt fromm mich in sein Bettchen rein". Der Wirt in seinem Herz wird weich, ein gutes Kind fand sich sogleich.
Mit blonden Locken, Himmelsaugen, dem Jüngling tät sie recht gut taugen. Der Wirt fährt auf,- die Pilgerspeise, - der Pilger redet von der Reise.
Das Essen schmeckt ihm nicht so gut, dafür geht ihm der Wein ins Blut. Da,- plötzlich fällt der Pilger um. - Dumm !
Treppenwitz / Akrostichon
Temporeich, so sprühen Witze, Reihe nach sind sie erzählt, Egon hat die Geistesblitze, Peter grinst nur noch gequält. Perlend Lachen von der Schönen, Egon, der rückt näher ran, Nadja aber, mag nur klönen, Will jedoch an Peter dran. Irgendwie ist der erleichtert, Traurigkeit weicht wie ein Mief, Zögernd erst, - lacht er sich schief.
Das Gebiss
Wenn fröhlich die Gebisse klappern, da gibt es sicher viel zu plappern, wenn aber dann dieselben ruhn sind sie im Glas, um nichts zu tun.
Dort schlafen sie sich nächtens aus, denn morgens müssen sie früh raus. Mit Kukident und solchen Sachen, erfreuen sie sich am Erwachen.
Verschwinden schließlich zwischen Lippen, erscheinen dann wie weiße Rippen. Der Mensch kann nunmehr fröhlich lachen, und einen Biss ins Brötchen machen.
Klauaffe
Acht Uhr wars, als Rentier spannte furchbar schnell die Krähe rannte, weil die Spinne laut gekräht, affig kam die Maus zu spät, nur weils Äffllein ganz viel mauste schnell vom Baume runter sauste, denn die Assel ganz verquasselt, hat den ganzen Deal vermasselt.
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