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Heiteres

 

Seelenruhe
 
Verzaubernd, die Tage am herbstlichen Strande.
Es wärmt mir die Sonne die dürstende Seele,
so zart und ganz zärtlich, wie liebende Hände.
Durch blauweiße Wogen erklingt mir ein Lied.

Der Gang durch die Dünen - hier atmet die Ruhe,
wie still und wie freundlich die sandigen Hügel,
begrünt und bewachsen von Sanddorn und Gräsern,
erlaubt sie den Rückzug der Vögel und Menschen.

Es kreischen die Möwen. Die Sonne geht unter,
taucht feurig in rot und orange ins Meer.
Verschleiert durch Dunst, dort entstehen nun Farben
in purpur, es leuchtend wie Wein hier im Glase.

Ich trinke und träume - gesättigt die Seele,
die Dankbarkeit wächst zu dem Schöpfer, der schuf.
Die Nacht senkt sich nieder und Ruhe ermöglicht,
ganz tief in mein inneres Wesen zu lauschen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vertrauen Sonett

So fühl ich mich in dieser Welt geborgen,
und bin doch nur ein kleiner Teil vom Sein.
Durch Ihn da fühl ich mich nie mehr allein.
Ich freue mich an jedem neuen Morgen.

Ich bringe Ihm auch heute alle Sorgen,
und leb so gern in seines Lichtes Schein,
voll Gottvertrauen ist das Herze mein.
Er wird auch heut mich liebevoll umsorgen.

Auch ich bin nicht verschont hier von der Trauer,
und kenne auch die Zeiten, die grau, rauer,
doch weiß ich mich gehalten durch die Liebe.

Ich sage nicht, ich bin verschont Schmerzen,
und kenne wildes Brennen auch im Herzen.
Doch weiß ich, dass Er mit mir geht in Liebe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Gral


Jeder sucht im Leben mal
nach dem eignen Heil`gen Gral,
rennt recht häufig drum herum,
findet dieses Spiel bald dumm.

Manche bleiben plötzlich stehen,
angstbesetzt das Weitergehen,
oder kleben an den Gaben,
die sie wollen oder haben.

So befrei dich von den Dingen,
die dich meist nicht weiterbringen.
Bist Du unbeschwert und froh
trifft dein Gral dich irgendwo
.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fliegen

 

Ich breite die Arme im Sommerwind.
Ach, wüchsen mir jetzt auch noch Flügel,
ich schwänge mich hoch in die Lüfte so lind.
ich flög über Berge und Hügel.

Der Auftrieb so leicht, es leuchtet das Grün,
ich schlüg Kapriolen der Freude,
die Felder so gelb, rote Klatschmohne blühn,
ach, das ich die Zeit nicht vergeude.

Ich flöge zu Meeren, zu Gipfeln so weit,
mein Ruf, der glich einem Aar,
doch ich käm zurück, aus den Träumen der Zeit,
und wär für dich wieder da.

 

 

 

 

 

  

 
 
 



Spaghetti

Ach, ich könnt mich drin verlieren,
ohne mich nur zu genieren,
selbst wenn dieses Teiggedränge
mir auch aus dem Munde hänge.

Glücklich wer noch Soße hat,
denn dann wird der Mensch auch satt,
Pesto, Pesto, Rosso, Verde,
göttliches von Mutter Erde.

In dem Magen, dem geschmeichelt,
wird das Ganze dann geweichelt.
Und ich bin vergnügt und so,
denn die Nudel macht mich froh
.

 
 
 
 

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Schneekugel
 
Ich wurde versetzt in die Bilder der Kindheit,
beim Blick in die Kugel aus Glas und voll Glitter,
die Feenkönigin fährt auf goldenem Flitter,
ich fang an zu träumen, entfliehe so weit.

Ich gleit wie im Traume ins Innre des Spieles,
sitz mitten im Schlitten im grünen, geborgen,
ich reis mit der Fee in ein anderes morgen,
bin mitten im Märchen, erträume mir vieles.

Fühl mich fast gefangen, ich will ihr entfliehen,
der Königin in ihrem gläsern Gemach,
sie hat mich gebunden und lässt mich kaum ziehen.

Ich wende den Blick jetzt gewaltsam hernieder,
verlockend noch glitzern die Strahlen mir nach.
Ich muss mir versprechen, ich komme bald wieder.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Du bist da

Wie das Weltall expandieret immer weiter fort,
Keine Leere existieret, war schon Einsteins Wort
Dieses Wort dies unbekannte
Diese Kraft, die nicht benannte
Dieses Sein so wunderbar, Du bist da

Diese ungefasste Größe spürbar hier wie dort
Dieses wunderbare Weben immer, immer fort
Dieses ungenannt Singen
Dieses Herzenswiderklingen
Diese Größe wunderbar, Du bist da.

Diese herrschaftlichen Kräfte weben immerfort
Diese ewig jungen Säfte, durch des Einen Wort,
Dieses ewig neue Werden,
in den Himmeln und auf Erden
Diese Herrschaft wunderbar, Du bist da.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Trinklied

 

Trunken von Wein unter Menschen die leben,
Freunden, wie Schwester und Bruder, bei Tag.
Als hätt man sich immer gekannt und gefunden,
unter den Zeiten und niemals verloren.
Trink Schwester, Bruder trink aus.
Es nahet die Nacht und der Abend ist kühl,
verdichtet die Zeit, die gemeinsam uns bleibt.
Trink Schwester, Bruder trink aus.
Es bleibt dieser Abend, wie keiner es war.

Verbunden gehört, wie die Freunde umtriebig
suchen verlorne Gedanken bei Nacht,
noch ist es hell, erste Sterne erscheinen.
Bruder und Schwester, uns bleibt diese Nacht.
Trink, Bruder, Schwester, trink aus.
Niemals mehr wird diese Stunde noch kommen,
niemals noch, wird dies hier klingen im Licht.
Trink Bruder, Schwester wir kennen uns ewig.
Ewig, was ist das, in Zeit und im Nichts ?
Verbunden wie Seelen, geprägt und gefunden
.

 
 
  
 
 
 
 

Wie ein Kind

 

Manchmal fühl ich wie ein Kind.
Möcht auf allen meinen Wegen,
mich nur hüpfend fortbewegen.
Leicht und froh, wie Kinder sind.

Manchmal träum ich wie ein Kind.
Möchte gern noch was bewegen,
mit der puren Lust am Leben.
Voller Kraft, wie Kinder sind.

Manchmal leid ich wie ein Kind.
Mensch und Tieren möcht ich wegen
ihrer Leiden Liebe geben.
Empfindsam wie nur Kinder sind.

Manchmal bin ich recht ein Kind.
Will gern glauben, was sie reden,
an den guten Teil in Jedem.
So wie eben Kinder sind.

 

 

 
 
 
 
 
 

Schokoladenpudding

 

Wolken gab es heut und Regen,
kalt warn Finger, Hände Füße,
statt dem Frust mich zu ergeben,
hab ich Lust auf braune Süße.

Dunkles Pulver rühr ich ein
reichlich Zucker noch dabei
frische Milch, die weiß und fein
wird zu schokobraunem Brei.

Und noch warm von meinem Teller
esse ich dann alles leer.
Und schon wird es draußen heller,
Sonne blinkt durchs Wolkenmeer