Mitochondria
Optimizaion Protocol
Zelluläre Kraftwerke natürlich reparieren
Arkadi Prokop,
Arzt für integrative Medizin
Zusammenfassung:
Das Mitochondria
Optimizaion Protocol (MITOPRO) ist eine
Kombination synergistischer Maßnahmen, die Stimulation und die Unterstützung
mitochondrialer Verjüngung produziert. MITOPRO ermöglicht einen signifikanten
physiologischen “Shortcut”, der bis in jüngster Zeit unbekannt war. Dieser
“Shortcut” bedeutet eine gezielte
Zerstörung der veralteten, ausgenutzten Mitochondrien und unterstützt eine beschleunigte
Vermehrung der gesunden, jüngeren Mitochondrien in den Zellen. Die Verjüngung
von Mitochondrien erzielt man mit Hilfe von relativ kurzen und stressfreien,
physiologischen Interventionen, die sowohl bei gesunden als auch bei kranken
Menschen anwendbar sind.
Mitochondriale Alterung erschöpft die Vitalität,
mitochondrialer Aufbau stellt die Lebenskräfte
wieder her.
Funktionen und Bedeutung von Mitochondrien
Mitochondrien
sind zelluläre Kraftwerke, Energiefabriken der Zelle, die sich in großen Mengen
in praktisch jeder aeroben Zelle finden. Die Mitochondrien stammen aus
mikroskopischen Ur - Bakterien, die sich vor ca. 1,5 Milliarden Jahren zu viel
größeren Zellen zusammengeschlossen haben. Daher hat, im Kontrast zu anderen
zellulären Organellen, jedes Mitochondrion seine eigenen DNS - Moleküle.
Während des
biologischen Oxidationsprozesses entsteht in den Mitochondrien auch aggressive,
toxische Abfallprodukte, die freien Radikale (Engl. Reactive Oxygen
Species - ROS). ROS werden aber auch
vom Organismus für verschiedene wichtige Funktionen genutzt. Die zerstören
eindringende Mikroorganismen und werden von Zellen des Immunsystems gebildet
und freigesetzt. Mit Hilfe von Freien Radikalen produzieren die Mitochondrien
aus Cholesterin wichtige Steroidhormone: Pregnenolon, DHEA, Testosteron,
Progesteron und Östrogene.
Überfluss von ROS
(oxidativer Stress) schadet der zellulären Membrane und der DNS. Oxidativer
Stress gilt als Hauptursache des Alterungsprozesses und chronischer
degenerativer Krankheiten, aber auch als Grund von Erschöpfung sowie von
Verletzungen bei Ausdauersportlern. Die Verteidigungsstrategie des Organismus
gegen oxidativen Schaden ist vielfältig und auf mehreren Ebenen organisiert:
Prävention, Interzeption und Reparatur. Es ist zu unterscheiden zwischen
exogenen Antioxidantien, die mit
der Ernährung aufgenommen werden
(Vit.C, E, B) und antioxidativ wirksamen Enzymsystemen, die spezielle Aufgaben
wahrnehmen und sich in ihrer Wirkung ergänzen.
Zur Prävention
des oxidativen Stress muss das gesamte antioxidative Netzwerk gestärkt werden.
Die Ergänzung mit Einzelsubstanzen ist vermutlich nicht ausreichend.
Besonders viele
Mitochondrien finden sich in den Zellen, die viel Energie verbrauchen (z. B.
Muskelzellen, Nervenzellen, Sinnesorganezellen, Eizellen). In Herzmuskelzellen
erreicht der Volumenanteil der Mitochondrien 36 %; in den neuronalen Synapsen bis zu 60%. Mitochondrien vermehren
sich in den Zellen durch Wachstum und Sprossung, und die Menge der
Mitochondrien einer Zelle wird ihrem Energiebedarf angepasst. Veraltete
Mitochondrien werden kontinuierlich abgebaut und in den Zellen
"recycelt". Eine aerobe
Zelle, die zuviel ihrer Mitochondrien verliert, ist nicht in der Lage, diese zu
regenerieren und muss durch Apoptose
oder Nekrose sterben.
Mitochondrien
werden praktisch über die Eizelle nur von der Mutter vererbt, was Anlass zur
Erforschung mütterlicher Verwandtschaftslinien (Matrilinien) war. Durch defekte
Funktionen der Mitochondrien können ca. 50 Krankheiten (Mitochondriopathien)
hervorgerufen werden. Außerdem sind defekte Mitochondrien verantwortlich für
die Entwicklung von Diabetes Typ 2, Übergewicht, Hormonmangel, Krebs und selbst
für den Alterungsprozess.
Der Prozess der
ATP-Produktion in den Mitochondrien ist effizient und leistungsfähig, um aus
Glucose oder Fettsäuren eine für den Körper verwendbare Energieform zu
gewinnen.
Die
mitochondriale Erbsubstanz „mtDNS“ ist
jedoch viel anfälliger gegen Sauerstoffradikale als die gut geschützte
Erbsubstanz des Zellkerns. Hinzu kommt noch, dass der eigene Gen-
Reparaturapparat in der mtDNS schlecht ausgebildet ist. So addieren sich die
mitochondrialen Schäden im Laufe des Lebens, was die Leistung der Mitochondrien
kontinuierlich sinken lässt. Sinkt deren Energieleistung, lässt auch die Lebenskraft der Zellen im
Organismus nach. Wir altern und erkranken somit vorrangig in den Mitochondrien.
Die Muskelkraft, die Sehkraft, die Nervenleistung und die Hautelastizität
lassen je nach Intensität und Dauer der Schädigung der Mitochondrien nach.
Versteht man die
Besonderheiten des intrazellulären Lebenszyklus der Mitochondrien, dann kann
man Mitochondrien mit besserer Qualität "züchten" und erzeugen.
Sauerstoff als doppelseitiges Schwert
"Sauerstoff kann die Kerze des Lebens zu
schnell verbrennen lassen,
und so werden die Lebenskräfte rasant
erschöpft."
J. Priestley, 1775
Die Entwicklung
von mitochondrialen Schäden im Menschen beschleunigt sich besonders nach dem
Alter von 30 – 40 Jahren. Der mtDNS fehlen mehrere schützende Reparatursysteme,
die die Kern-DNS hat. Zellen, welche
nicht ersetzt werden können (Neuronen, Herzmuskelzellen, usw.) sind besonders
anfällig; die Zahl der beschädigten Mitochondrien steigt dort drastisch.
Glücklicherweise
enthalten manche Zellen doch eine Menge von sogenannten “wild-type”
Mitochondrien, die ähnlich wie die Stammzellen im Körper physiologisch „jünger“sind, weil deren
DNS weniger Schaden durch freie
Radikale aufweist. Solche „jüngeren“ Mitochondrien funktionieren besser, sie
produzieren mehr Energie und deutlich weniger toxische freie Radikale.
Die jüngeren,
"wild-type" Mitochondrien verbrennen gleich effizient beide Sorten
von Kraftstoff: die Glukose (Abbauprodukt von Kohlehydraten) und die Fettsäuren
(Abbauprodukt von Fett).
Die Verbrennung
von Glukose gilt für die Mitochondrien als energetisch „einfacherer“ Prozess ,
obwohl dabei eine viel größere Menge von freien Radikalen als bei der
Fettverbrennung entsteht. Deshalb beschleunigt die Glukoseoxidation Mutationen
und mitochondrialen Alterungsprozess.
Wichtig ist, dass
diese geschwächten, veralteten Mitochondrien die Möglichkeit verlieren,
Fettsäuren zu verbrennen; sie können
nur Glukose als Kraftstoff benutzen, und so die Selbstzerstörung weiter
beschleunigen und ihre Gastgeberzellen schädigen. Die Folgen sind starke
Abhängigkeit von Süßigkeiten und Kohlehydraten einerseits und wachsende
Fettablagerungen andererseits. Dieser Teufelskreis ist das Fundament des
metabolischen Syndroms, der Diabetes Typ 2, der Fettleibigkeit und auch von
anderen chronischen Krankheiten.
Erstaunlicherweise
vermehren sich die beschädigten, veralteten und mutierenden Mitochondrien
deutlich schneller als die
jüngeren, gesunden Mitochondrien, obwohl sie weniger effizient sind und viel
mehr „Zell-Verschmutzung“ verursachen. Der Hauptgrund liegt darin, dass die
beschädigten mtDNS-Moleküle kürzer sind als die unbeschädigten. Das bringt chemo-kinetische
Vorteile für deren Vermehrung.
Je mehr sich die
Menge von beschädigten Mitochondrien
in den Zellen, im Gewebe, in den Organen und im Körper akkumuliert,
desto größer ist die Last von oxidativem Stress... Kein Wunder, dass eine
solche Situation den Alterungsprozess
und das Auftreten von altersbedingten Krankheiten drastisch beschleunigt.
Wiederherstellung bioenergetisch jüngerer hormoneller Balance
Das
Intervalltraining (körperliches Training mit wechselweisen Pausen von
intensiver Belastung und Entspannung) zeigt sich als besonders effizient bei
der Vorbeugung und Rehabilitation von zahlreichen chronischen
Zivilisationskrankheiten, sowie als Bremse für den Alterungsprozess.
Auch die anderen
physiologischen Interventionen, wie z.B. die Genotyp- entsprechende Ernährung
(Nutrigenomics), spezifische, mitochondrien-unterstützende Nahrungsergänzungen
und Intervall – Hypoxietraining (IHT) können die Vermehrung von Mitochondrien
synergistisch stimulieren.
Leider sind oft
die betroffenen Personen, die von solchen Maßnahmen profitieren könnten, die
letzten, die sie benutzen.
Das MITOPRO stimuliert
und unterstützt den natürlichen Verjüngungsprozess (engl. - mitochondrial
biogenesis) von Mitochondrien in den Zellen mit Hilfe eines ungewöhnlichen physiologischen “Shortcuts”, was bis vor
kurzem unbekannt war. Das Basiselement dieser Technologie benutzt
intermittierenden, strikt kontrollierten Saurstoffmangel, der gerade in den
Mitochondrien wirkt. Diese Technologie (Intervall - Hypoxietraining)
ist eine Weiterentwicklung des bekannten Höhentrainings, das bei Sportlern
schon lange bekannt ist.
Bei
kontrollierten Sauerstoffschwankungen zwischen niedrigem und hohem O2-Gehalt in
der Atemluft entsteht in den Zellen eine erhöhte Menge von freien
Sauerstoffradikalen. Die gesunden Mitochondrien schützen sich gegen
Sauerstoffradikale mit Hilfe von antioxidativen Enzymen, denn die beschädigten,
mutierenden, veralteten Mitochondrien überleben diesen Stress nicht. Sie
sterben durch Mitoptosis, einem mitochondrialen „Selbstmord“. Teilweise findet dieses
Phänomen in kleinerem Ausmaß auch statt bei bekannten Sauerstoffbehandlungen,
z.B. Sauerstoff-Mehrschritt Therapien nach Manfred von Ardenne, oder
Ozonbehandlungen.
Es gibt auch
mehrere traditionelle und syntetische Atemtechniken und Atemtherapien, z.B.
Pranayama, Tai-Chi, Atemtherapie nach Buteyko, Atemtherapie nach Middendorf,
Atemtherapie nach Groff, usw. Diese stimulieren zahlreiche wertvolle und
kurative Effekte, aber erreichen vergleichsweise nur relativ schwache
Sauerstoffschwankungen im Blut und brauchen dafür viel Zeit, Mühe und
Disziplin. Bei diesen Therapien erlebt der Körper nur geringe Schwankungen in
der sauerstoffreichen Phase. Bei IHT
geht es jedoch mehr um eine kurze sauerstoffarme Phase, die für unseren Körper
ein viel stärkerer physiologischer Stimulus ist. Es produziert nicht nur fast
alle Effekte der üblichen Sauerstofftherapien, sondern noch viel mehr, wie z.B. erhöhte Produktion von EPO
(Erythropoetin) und Wachstumshormon, HSP70 und Zytoglobinen, intrazelluläres
Glykogen, u.s.w.
IHT erzielt
signifikante, kontrollierte und programmierte Schwankungen in beide Richtungen:
Sauerstoffarme und Sauerstoffreiche Atemluft mit rein mechanistischen,
technischen Verfahren, ohne komplizierte Lehre und lange Übungen.
Weil die gesunde
Mitochondrien wichtig für alle
zellulären Funktionen sind, wirkt IHT synergistisch bei bewährten Naturheilmethoden,
z.B. Akupunktur, Heilfasten, Entschlackung, Meditation, sowie Wellness – Kuren,
bei Gewichtsreduktion und maßgeschneiderten Rehabilitationsprogrammen. Die
meisten schulmedizinischen Behandlungen, z.B. Operationen und manche
Krebstherapien, können von dieser neuen Technik komplementär unterstützt
werden.
In der ersten
Phase bewirkt das MITOPRO eine gezielte, selektive Zerstörung veralteter
Mitochondrien während der intermittierenden Einatmung der sauerstoffarmen Luft,
wechselweise mit sauerstoffreicher Luft. Das verursacht einen kurzen, wenige
Tage dauernden Energiemangel mit darauf folgender beschleunigter Vermehrung von
gesunden, unbeschädigten Mitochondrien in den wichtigsten Organen des Körpers:
dem Herzen, dem Gehirn, den hormonellen Drüsen, den Muskeln, den Nieren und der
Leber. Die weitere Phase von MITOPRO soll mit
dem individualisierter Ernährung und Nahrungsergänzungen unterstützt werden.
MITOPRO braucht
wie jede neue Technologie eine Ausbildung für den Anwender. Diese Technik ist
ausschliesslich sicher und sanft, ( wurde bisher bei über 150.000 Menschen
angewendet ohne negative Nebenwirkungen). Besonderes geschwächte Personen
brauchen individualisierte Beratung und sanft beginnende Anwendung. Individuelle Ernährung und
Nahrungsergänzung für die Mitochondrien sind genau so wichtig wie einen
Biodünger für gesunde Pflanzen.
Als Folge kehrt
innerhalb weniger Wochen die ATP-Produktion und die gesamte Energie des Körpers
zurück in einen biologisch "jüngeren" Zustand. Es bringt eine
messbare und sichtbare biologische Verjüngung, auch kosmetisch.
Die
mitochondriale Verjüngung, Zelluläre und Biochemische Verbesserungen und
Revitalizierung vom ganzen Körper sind in
20 - jähriger Biomedizinischer und klinischer Forschung detaliert
beschrieben und dokumentiert. Siehe Literatur unten, plus GOOGLE zahlreiche
Publikationen unter keywords: Intermittent Hypoxic Training.
Die MITOPRO -
Technologie reduziert singifikant die Belastung und das Verletztungsrisiko bei
körperlichem Training und spart auch noch viel Zeit. Das alles ist entscheidend
wichtig für kranke und invalide Menschen und Senioren. Für selbstständige
Unternehmer, die viel mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten und oft am
Burnout- Syndrom leiden, hat es großen praktischen Nutzen. Dieselbe Technik
hilft Athleten, ihre Leistung und Ausdauer, sowie ihre Resultate zu verbessern,
und zwar sicherer und schneller als jede andere Trainingstechnik.
Der größte
Vorteil dieser Technologie ist, dass
sie sowohl für hochtrainierte Athleten
als auch für Nicht-Sportler anwendbar ist.
Zusammengefasst:
Diese neue Technologie ermöglicht:
1. Eine
beschleunigte Wiederherstellung gesunder Mitochondrien bei chronisch kranken
Personen, bei Bewegungsmangel und bei
Senioren.
2. Verbesserte
Durchblutung und höhere Kapillarität.
3. Eine
erhöhte Kompliance und Effizienz von körperlichem Training bei Personen, die
unter Invalidität oder Bewegungsmangel leiden.
4. Beschleunigte
Gesundheitsverbesserung und Rehabilitationsresultate in viel kürzerer Zeit und
bei weniger Anstrengung, im Vergleich zu herkömmlichen Programmen.
5. Beschleunigung
von Muskelwachstum im Body – Building und in der Regeneration
6. Verbesserte
Fettverbrennung bei Gewichtsreduktion und Abschaffung des Hungers auf
Kohlehydrate.
7. Normalisierung
des Blutzuckerspiegels und Verbesserung der Insulin-Sensitivität beim Diabetes
Typ 2.
8. Signifikante
Verbesserung von Trainingseffizienz bei Sportlern.
LITERATUR
1. Prokopov
A. Exploring overlooked natural mitochondria - rejuvenative intervention. The
puzzle of bowhead whales and naked mole rats. Rejuvenation Research. 2007.
V.10. N 4. pp. 543-559
2. Prokopov A, Voronina T. Intermittent Hypoxic
Therapy/Training (IHT): The aetiologic
and pathogenetic anti-aging treatment. Rejuvenation Research. 2007. Vol.10. S1. p. 45
3. Prokopov A, Voronina T. Presentation: Clinical
experience in a novel anti-aging treatment modality: the Intermittent Hypoxic
Therapy (IHT). Anti-Aging Conference London, The Royal Society of Medicine.
14-16 Sept. 2007.
Author:
Dr. Arkadi Prokop
Arzt für
integrative Medizin, medizinwissenschaftlicher Mitarbeiter in der russischen
Raumforschung und Tauchmedizin (1980 – 1993), Arzt in Heidelberg (1995 – 2007),
Gastdozent in USA (2000 – 2004), arbeitet seit über 20 Jahren mit
Intervall-Hypoxietraining (IHT). Dr. Prokop macht unabhängige klinische
Forschung und publiziert in wissenschaftlichen Medien. Er präsentierte im
September 2007 mit Erfolg seine Studien
bei zwei Anti-Aging Konferenzen in London und Cambridge.
KONTAKT:
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Reinmuth
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