Editorial
Wir sind neu und wir sind gefährlich! Aus dengrauen Schluchten des Uni-Alltags erwächst eine
schwache Pflanze, von der noch nicht sicher ist,
ob sie der Uni bekommen wird. Genährt aus einer
Mischung von Mut und gnadenloser Spontaneität
machen wir uns auf den Weg, die Uni zu verändern.
Das vorliegende Pamphlet ist das Manifest
unseres Handels, unsere Bibel, unsere
Naturwissenschaft.
Wir sind stärker als Chuck Norris
Wir sind finsterer als Mordor
Wir sind cooler als der Dalai Lama
Darum fordern wir eine andere Uni und du kannst uns mit deiner Stimme unterstützen:
Bei den Wahlen vom 17-19. Juni an allen Standorten
Liste 3 shine UP
Campus
Räume zum Träumen
Sobald die letzten Minuten der abschließenden Vorlesung anbrechen, hört man schon kratzende Hufen; nervöses Kramen wird immer lauter. Der nächste Zug muss unbedingt geschafft werden. Andernfalls erwartet Einen eine weitere, unendlich lange Viertel – bis halbe Stunde am Neuen Palais, in Griebnitzsee oder noch schlimmer: in Golm.Shine UP hat Ideen, wie diese Viertelstunde angenehm werden kann und unter Umständen sogar zu einer Ganzen wird.
Wir fordern:
- Hängematten und Sonnenschirme umrahmt von üppiger Botanik
- mehr studentische Cafés, mehr Eselsohren im Uni-Alltag
- Freibad mit Erlebnisrutsche direkt aus dem Hörsaal
- Anpassung and den Klimawandel: Serengeti Park Golm
Hindernisse, besondere Umstände…
Die Uni muss ein Ort werden, der die großen und kleinen Steine auf dem Weg einer werdenden Akademikerin/eines werdenden Akademikers beseitigt.ShineUP schlägt vor:
- Kindergarten für Haustiere mit Tamagotchi-Bucht
- Obstbäume für skorbutgefährdete VollzeitstudentInnen
- Verschönerung der Sichtbetonmauer in Griebnitzsee zur geistigen Erweiterung
Campus Life: shine UP everyday
Zum perfekten Campusambiente darf auch ein ungezwungener Umgang mit DozentInnen und Mitstudierenden nicht fehlen.ShineUP fordert daher:
- das allgemeine Feierabendbier, frisch gezapft vom Dozenten
- mehr Zeit für Wohnzimmergespräche: Geschirrspüler im Wohnheim
- „Good Morning Potsdam!“: Der Radiosender zum täglichen Kampf um den nächsten Schein
Die Toiletten der Zukunft
Für den wunden Punkt so mancher öffentlicher Einrichtung fordert ShineUP:- selbstreinigende Klobrillen
- Spülpedale
- 20-lagiges Klopapier
Mensa: Kann ich bitte noch etwas haben?
Dass die Studis von heute während ihres 17-Stunden-Tages am Campus auch einmal Hunger verspürt, versteht sich von selbst. Doch der Gang in die Mensa kann ein steiniger Weg werden – nicht nur weil man jeden zweiten Tag in der Mensa Golm von der Treppe stürzt. Nein, es kann passieren, dass die Teller genauso leer aussehen, wie der Magen sich anfühlt. Von diesem Medaillon werden wir doch nicht satt. In Rücksprache mit unserem Ernährungsexperten Dr. Blin D.D. Arm haben wir uns auf folgendes essenspolitisches Programm verständigt:Reichhaltiges Essen, das schmeckt und wach
hält:
- Doppelte Portionen statt Nachschlag
- Döner als Essen 5
- Rosinenbomber von Hubschraubern, siehe unser Programm im Punkt Verkehr
- Als Zusatz: eine Kaffee-Pipeline von den Bergen Perus an das Neue Palais
Auch in Zukunft soll die Sonne scheinen: UP als Vorreiter-Uni für die Energiewende
Das Thema Energie beschäftigt mehr Menschen als wir selbst wahrhaben wollen. Die Knappheit der fossilen Rohstoffe und eine durch den Klimawandel angeheizte Grundstimmung machen den Wechsel unumkehrbar. Wir dürfen nicht mehr die Augen verschließen und müssen der Zukunft ins Auge sehen.Die Zeit der Aufkleber an Lichtschaltern ist vorbei. Ein neuer Energiemix muss her, wir plädieren für eine gute Mischung aus
- Laufrädern für SportwissenschaftlerInnen
- Lagerfeuern
- Erneuerbaren Energien: Strömungskraftwerk am Griebnitzsee, Photovoltaik für Golm, Windräder in Sichtachsen am Neuen Palais, Untertunneln von Potsdam durch das Geoforschungszentrum um die ganze Uni mit geothermischer Energie zu versorgen!
Mehr Verkehr von der Schiene verlagern: Für Fahrtzeitverkürzungen und Luftbrücken
Durch den explodierenden Rohölpreis und einer sinkenden Akzeptanz des motorisierten Individualverkehrs (Autos etc.) in der Mitte der Gesellschaft, sogar bei den Grünen, bringen uns vor die schwierige Situation auch im Verkehr umlenken zu müssen. Da es nicht mehr schick ist mit dem Auto zu fahren, sind die Züge vollkommen überlastet. Die Folge sind Studis, die schon vor ihrem 17-Stunden-Tag an der Uni geschafft, überlastet und genervt sind.Das geht nicht – wir müssen die Züge entlasten. Am besten durch:
- ICE-Anschluss in Golm für eine enorme Verkürzung der Fahrtzeit
- Tretroller für das Uni-Präsidium, um die Fahrgastzahlen zu minimieren
- Hubschrauberlandeplätze an den Standorten der Universität und Luftbrücken von den Flughäfen Tegel, Schönefeld, Jüterbog und Tempelhof an die Standorte der Universität

