Mein Lese-TagebuchBewertung:
Der grüne See - Maeve Binchy * * * * 1/2 Kit MacMahon ist ein glückliches junges Mädchen, das von
seinen Eltern zärtlich geliebt wird. Doch eines Tages
verschwindet Helen, Kits schöne Mutter, die im Dorf immer eine
Außenseiterin war, spurlos. in
Steine und Rosen - Sabine Kornbichler * * * * * Katja Winter verliert erst ihren Job, dann ihren Lover und schließlich auch noch ihre Wohnung. "Womit habe ich das verdient?", fragt sie sich, als sie nun in ein altes Haus umziehen und dort eine Wohngemeinschaft gründen muss - mit dem undurchschaubaren Robert, seinem temperamentvollen Sohn und der 70jährigen Margarete zur Linden, die auf einen Platz im Seniorenheim wartet. Doch dann kommt alles anders... Katja Winter wird gleich mehrfach vom Unglück getroffen, als sie ihre Arbeit verliert und sich dadurch auch gleich ihr Lebensgefährte von ihr lossagt, was zur Folge hat, dass sie am Ende ohne Wohnung dasteht. Sie beschließt, in ein altes Haus zu ziehen und aus finanziellen Gründen eine rein zweckgebundene Wohngemeinschaft zu gründen. Die Bewohner von "Haus Lieblich", wie die Protagonistin das alte Haus liebevoll nennt, sind sehr unterschiedlich. Katja, die am Anfang völlig zurückgezogen und unzugänglich ist, sich durch ihr Verhalten vor weiteren Schicksalsschlägen schützen möchte, wird mehr und mehr mit den Eigenheiten der beiden anderen Mieter konfrontiert und muss sich aus ihrem egoistischen Schneckenhaus herausbegeben. Da ist Robert, der erfolgreiche Geschäftsmann und Single, dem das Schicksal eine schwere Krankheit und obendrein einen kleinen Sohn beschert.Klein Paul schafft es nach und nach, sich Katjas Herz zu erobern, auch wenn es zuerst gar nicht danach aussieht. Und dann kommt Margarete, 70 Jahre alt, ein Freigeist und in Erwartung eines freien Platzes im Seniorenheim. Margarete habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen, denn mit ihrer sehr ehrlichen, schonungslosen und zugleich warmherzigen, gütigen Art sorgt sie ganz gewaltig für Turbulenzen aber auch für kulinarische Genüsse in dem außergewöhnlichen Haushalt. Beim Lesen muss man immer wieder unwillkürlich schmunzeln, auch von Zeit zu Zeit laut lachen, aber auf jeden Fall viel nachdenken. Das Buch ist einerseits leicht zu lesen, hat jedoch auch Tiefgang, genau die richtige Mischung! Am Ende fällt es direkt schwer, die zweibeinigen (und auch vierbeinigen) Bewohner des alten Häuschens wieder zu verlassen. Zwar herrscht am Schluss etwas sehr viel "Friede, Freude, Eierkuchen", aber insgesamt lohnt es sich wirklich, den Roman zu lesen. Die Meeresgöttin - Judith E. French * * * * * Du gehörst mir! Ein Geschenk der See! Auf seinen muskulösen Armen trägt Cain die zarte Elisabeth aus dem tosenden Meer, das sie zu verschlingen drohte. Erschöpft schmiegt sie sich an Cains Brust, die wie Bronze schimmert. Ja, sie sind füreinander bestimmt! Für eine Liebe, wie es sie nur selten gibt! Lady Elisabeth Sommerset - Tochter eines Earls. Im Jahre 1664 auf dem Wege zu ihrer Hochzeit mit dem zwielichtigen Edward Dunmore. Nach einem Schiffbruch wird sie an die Küste Virginias getrieben. Cain Dare - Ein Indianer, wild und schön wie ein junger Gott. Eine Prophezeihung hat ihm eine Frau verheißen, die das Meer bringt- Elisabeth! Doch Gefahren und Prüfungen warten auf die beiden: Gefängnis und Sklaverei für Cain, eine erzwungene Ehe mit Edward für Elizabeth. Aber selbst dessen blanker Hass kann sie nicht trennen Nach einem Schiffbruch vor der
Küste Virginias treibt Lady Elisabeth Sommerset hilflos in einem
Beiboot auf dem Meer. Cain, der alleine am Strand lebt, rettet
sie, bringt sie in seinen Wigwam und versorgt ihre Verletzungen.
Er ist überzeugt, Elizabeth zu seiner Frau zu machen, wie er in
einer Vision gesehen hatte, dass seine Geliebte über's Meer zu
ihm kommen würde. Anfangs ist die junge Adelige recht arrogant
und anmaßend, von Dankbarkeit keine Spur. Aber da sie
gezwungenermaßen einige Zeit bei Cain lebt, beginnt sie, sein
Leben mit anderen Augen zu sehen und entdeckt ihre Liebe zu ihm.
Trotzdem möchte sie ihr Wort nicht brechen, und Cain bringt sie
nach Jamestown, damit sie sich mit ihrem Verlobten in Verbindung
setzen kann. Der ist aber schon lange wieder nach England zurück
gereist. Nach längerer Krankheit möchte auch Elizabeth wieder
nach Hause und stellt auf der Heimfahrt mit Entsetzen fest, dass
Cain als Sklave auf dem Schiff festgehalten wird und davon
überzeugt ist, dass sie ihn verraten hat. Das graue Schloss am Meer - Marion Zimmer Bradley * * * 1/2 Das graue Schloss am Meer mit dem viereckigen Normannenturm birgt einen alten, kostbaren Schatz. Jeder Schlossbewohner hegt heimlich den Wunsch ihn eines Tages zu besitzen, aber allein die Gräfin weiss, wo der Schatz vergraben ist. Mit List, Intrige und Gewalt versuchen alle, ihr das Geheimnis zu entreißen: Sie muss sogar um ihr Leben bangen - denn unter ihren Verfolgern ist jemand, der einen besonderen Grund hat, sie zu töten - jemand, der ganz genau weiss, dass sie gar nicht die echte Gräfin ist..... Das Buch ist bereits in der Reihe "Romantic Thriller" unter dem Titel "Die zweite Gräfin" erschienen. Mit dem Roman lernt man eine neue, weniger bekannte Seite der Autorin kennen. Mir persönlich sind ihre Fantasy-Romane lieber, denn vieles an dieser Geschichte scheint an den Haaren herbeigezogen. Die Protagonisten wirken teilweise unglaubwürdig, wie auch die ganze Story. Allerdings ist das Buch trotzdem spannend geschrieben und leicht zu lesen. Wenn man nicht allzu kritisch herangeht, kann man ein paar vergnügliche Lesestunden damit verbringen. Ramses / Der Tempel der Ewigkeit - Christian Jacq * * * * Im zweiten Band von Christian Jacqs Romanbiographie besteigt der junge Ramses den Thron Ägyptens. Wird er ohne die weise Führung des allzu früh verstorbenen Vaters der Aufgabe gewachsen sein? Wird er sich gegen die Machtgelüste des älteren Bruders, gegen die Intrigen am Hof zu Memphis und das selbstherrliche Gehabe der Amun-Priester in Theben behaupten können? Ganz so fesseln wie Band 1 konnte mich dieses Buch nicht. Der Roman dreht sich hauptsächlich um die vielen Intrigen, die zu Beginn seiner Regierungszeit gegen Ramses im Gange waren. Gut gefallen hat mir wiederum die genaue Schilderung des Lebens am Hofe des Pharao und die tollen Landschaftsbeschreibungen, wobei Christian Jacq auch auf Details großen Wert gelegt hat. Ramses / Der Sohn des Lichts - Christian Jacq * * * * * Kurzbeschreibung Anfangs war ich skeptisch, hatte Bedenken, daß der Stoff in fünf Bänden recht trocken und wissenschaftlich abgehandelt würde, aber Band 1 hat mich schnell vom Gegenteil überzeugt. Das Buch ist flüssig und sehr eingängig geschrieben und nicht mit zu viel historischem Wissen überfrachtet, aber man erfährt doch sehr viel Wissenswertes über das Leben am Hof des Pharao und viele Rituale und Gebräuche, die sicher in dieser oder ähnlicher Form stattgefunden haben. So einige geschichtlich belegte Tatsachen hat der Autor bestimmt für die Zwecke seines Romans abgewandelt, aber insgesamt bekommt man ein lebendiges, farbenprächtiges Bild der Jugendzeit des Ramses vermittelt. Gerade die eher einfache Sprache fand ich in diesem Fall sehr passend. Auch wenn vieles vorhersehbar ist, schon durch die Tatsache, daß Ramses nicht viel passieren kann, da es sonst sicher keine weiteren 4 Bände geben würde, fehlt es dem Buch nicht an Spannung. Die Tage des Raben - Dagmar Trodler * * * * * Klappentext: Dagmar Trodler ist einfach eine wunderbare Erzählerin! Den dritten Band um Alienor und Erik habe ich wieder genauso verschlungen wie seine beiden Vorgänger. Beim Lesen hatte ich fast durchgehend einen Kloß im Hals, so arg werden die Protagonisten vom Schicksal gebeutelt. Die Erzählweise läßt einen tief ins Geschehen eintauchen, und man erlebt gefährliche aber auch schöne und gefühlvolle Situationen fast hautnah mit. Immer wieder begeistert mich, wie die Autorin immer die richtigen Worte findet, wie gut sie Stimmungen und Bilder mit ihrer Erzählung einfangen kann. Eine faszinierende, anrührende Geschichte über ein tolles Paar und die unendliche Liebe! Ein wenig vermißt habe ich eine Landkarte des alten England vorne im Buch (oder im Anhang), wie man sie bei vielen historischen Romanen findet, denn ich gucke immer gerne die Reiserouten nach. Meine Liebe, mein Leben - Constance Bennett * * * 1/2 Mutig wie ein Mann, betörend wie eine Sirene, freiheitsliebend wie ein Seeadler das ist Caitlin OShea, 1748 der schönste weibliche Freibeuter der Weltmeere. Captain Eric Crosse glaubt nicht, daß es sie wirklich gibt, bis er ihr auf ihrem Schiff gegenübersteht und in den Tiefen ihrer smaragdgrünen Augen zu versinken droht. Er schwört sich: Diese Frau soll für immer seine Liebe, sein Leben gehören. Und er bietet ihr seinen Schutz, denn Caitlin ist in Gefahr, nachdem ihr Vater getötet, sein Schiff durch eine Explosion zerstört wurde. Als sie entdeckt, wer hinter den Anschlägen steckt, will sie Rache. Rache für ein Verbrechen, das ihr vor Jahren angetan worden ist. Doch nur mit Erics Hilfe kann sie den Schurken endlich zur Strecke bringen... Mutiger, freiheitsliebender Freibeuter trifft noch mutigere, freiheitsliebende Freibeuterin. Anfang und Ende der Geschichte sind spannend und flüssig erzählt, aber die "lange Mitte" zieht sich ganz gewaltig. Und die Protagonisten reden grundsätzlich aneinander vorbei. Außerdem haben mich die vielen Wiederholungen und Phrasen bei der Wortwahl ziemlich geärgert. Der doch recht spannende Schluß, der auch nicht völlig vorhersehbar war, hat mich ein klein wenig versöhnt. Safran für Venedig - Helga Glaesener * * * 1/2 Herbst 1327. Die Gewürzhändlerin Marcella Bonifaz ist mit Damian Tristand, der Liebe ihres Lebens, auf dem Weg nach Venedig, wo die beiden in den Stand der Ehe treten wollen. Da erhält Tristand die Nachricht, dass sein Handelskontor in Narbonne schwere Verluste macht, und er bittet Marcella, mit ihm zunächst nach Frankreich zu reisen, um nach dem Rechten zu sehen. Schon bald stellt sich heraus, dass Tristand keinem seiner Mitarbeiter trauen kann. Damit nicht genug: Ein frommer Bürger findet einen verfrühten Tod und die Suche nach dem Betrüger und Mörder führt das Paar ausgerechnet in Marcellas Heimatdorf, das sie als Kind so überstürzt verlassen musste. Als die beiden sich in dem alten Ketzernest nach ihrer Schwester Jeanne erkundigen, die auf mysteriöse Weise ums Leben kam, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Und dann wird nicht nur ihre alte Amme, die Licht ins Dunkel bringen könnte, im Badehaus ermordet; auch Tristand entgeht einem Mordanschlag nur um Haaresbreite. In ihrem früheren Elternhaus erkennt Marcella schließlich, wer damals die Fäden zog jemand, der vor nichts zurückschreckt. Als ich mit dem Buch angefangen habe, hatte ich anfangs Hoffnung, daß mir das Buch besser als der Vorgänger-Band gefallen könnte. Leider hat mich auch bei diesem Roman wieder der Schreibstil gestört, der im Lauf der Handlung immer verworrener und hektischer wird. Der nahtlose Wechsel von wörtlicher Rede zu Marcella's Gedankengängen, immer wieder unterbrochen von (gedachten) Briefabschnitten an deren alte Freundin Elsa, ist zum Teil sehr schwer nachzuvollziehen. Marcella's Gedanken und auch die Dialoge mit Damian lassen den Leser an der angekündigten "großen Liebe" der beiden zweifeln. Die Charaktere kommen für meinen Geschmack zu oberflächlich und gefühllos rüber.
Dr. Quinn, Ärztin aus Leidenschaft. Sprache des Herzens - Dorothy Laudan * * * 1/2 Michaela Quinn lebt nun schon seit fast einem Jahr in Colorado Springs . Doch nach wie vor muß die junge Ärztin miterleben , wie überkommene Traditionen und Vorurteile ein friedvolles Nebeneinander von Weißen und Indianern immer wieder verhindern . Als ihr Gegenspieler , der Barbier Jake Slicker , einen kleinen Indianerjungen erschießt , müssen Michaela und Sully mit vereinten Kräften dafür kämpfen , blutige Ausschreitungen zu verhindern . Der gemeinsame Einsatz für den Frieden schweißt die beiden noch enger zusammen und führt der Ärztin vor Auge , daß sie bald eine Entscheidung treffen muss ... In dieser schwierigen Situation erhält Dr.Mike ein Telegramm mit der Nachricht , daß ihre Mutter schwer erkrankt ist . Hals über Kopf reist sie in ihre Heimatstadt Boston ... wo sie sofort in ein Karussell der Gefühle gerät : Denn der attraktive Kollege Dr.Burke bietet ihr eine Partnerschaft an - nicht nur in seiner Praxis ! Nach langem Zögern faßt Michaela einen Entschluss ... So sehr mir die TV-Serie gefallen hat, mit den Büchern werde ich nicht so recht warm. Das mag daran liegen, daß ich die Geschichten schon kenne und enttäuscht bin, daß sie im Buch doch sehr gekürzt sind. So viele TV-Folgen (Stunden) in so ein dünnes Buch zu packen, geht eben nur mit starken Einschränkungen, schade! Heute und für immer - Nora Roberts * * * * Als die junge Anthropologin Kasey Wyatt den Auftrag annimmt, den erfolgreichen Schriftsteller Jordan Taylor bei dessen Recherchen zu seinem neuesten Roman zu unterstützen, ahnt sie nicht, dass diese Begegnung ihr ganzes Leben verändern wird. Eine sehr gefühlvolle Geschichte, wunderschön zu lesen. Allerdings ist die Protagonistin fast zu perfekt. Sie ist warmherzig, hochintelligent, wunderschön und stellt ihr eigenes Glück zu Gunsten anderer zurück. Das ist schon fast unheimlich, die absolut fehlerlose Überfrau! Andererseits wird das Klischee der bösen Schwiegermutter ausführlich strapaziert. Das Lied der alten Steine - Barbara Erskine * * * 1/2 Nach ihrer Scheidung reist Anna Fox, wie ihre Ururgroßmutter vor langer Zeit, auf dem Nil von Luxor nach Assuan. Dabei hat sie Louisas alte ägyptische Duftflasche und deren illustriertes Tagebuch von 1850, das sie während der Reise liest. Die idyllische Kreuzfahrt auf dem Nil entpuppt sich jedoch schon bald als Albtraum. Der Schlüssel zu den rätselhaften, teils tödlichen Zwischenfällen scheint in dem Glasfläschchen zu liegen, das Louisa vor langer Zeit mit nach Hause gebracht hatte.Seltsam, dass die beiden Mitreisenden Andy und Toby, die um ihre Gunst buhlen, sich auch so für Louisas Sachen interessieren! Irgendwie werde ich mit den Romanen von Barbara Erskine nicht recht warm. Das vorliegende Buch beginnt recht vielversprechend, aber die Rahmenhandlung bleibt leider sehr oberflächlich und endet sehr plötzlich, als würde noch ein Stück fehlen. Faszinert hat mich Louisas altes Tagebuch, welches mich mit der Rahmengeschichte um ihre Ururenkelin Anna etwas aussöhnen konnte. Dieses Tagebuch selbst, das Anna im Lauf ihrer Reise liest, ist spannend, mystisch und aufregend geschrieben. Durch das Hin und Hier auf Annas Kreuzfahrtschiff, die Zwistigkeiten der anderen Fahrgäste, wird man leider immer wieder herausgerissen. Das Verhalten von Andy nervt, und ich hätte Anna etwas mehr Durchsetzungskraft gewünscht, denn sie kommt in der Geschichte ziemlich naiv und leicht beeinflußbar rüber. Schade, denn aus der Story hätte man wirklich etwas Besonders machen können. Celinas Tochter - Sandra Brown * * * 1/2 Nach Jahren kehrt die attraktive Alexandra Gaither in ihre Heimatstadt zurück, als erfolgreiche Anwältin und weltgewandte Frau. Endlich scheint der Zeitpunkt da, das zu bekommen, was sie seit langem anstrebt: Gerechtigkeit - und Rache. Vor fünfundzwanzig Jahren nämlich ist ihre Mutter Celina hier, im tiefsten Texas, ums Leben gekommen, und drei der mächtigsten Männer der Stadt kommen als Mörder in Frage. Keine einfache Aufgabe für Alexandra: Jeder der drei ist aussergewöhnlich charmant - und jeder ist verdächtig. Alle versuchen sie, ihre Sünden und Geheimnisse vor ihr zu verbergen. Doch sie wäre nicht Celinas Tochter, wenn es ihr nicht gelänge, die Schatten zu lüften - und sich von der Last der Vergangenheit zu befreien. Man muß sich schon erstmal durch 150 Seiten kämpfen, bis die Story in Fahrt kommt. Aber dann geht es Schlag auf Schlag. Es wird spannend, und man erlebt so einige Überraschungen. Es ist faszinierend, was Alexandra bei ihren Nachforschungen so alles ans Tageslicht bringt. So ganz nebenbei entwickelt sich auch eine schöne Liebesgeschichte, mit der ich allerdings ein wenig Probleme hatte, denn der Altersunterschied zwischen den Protagonisten ist schon ziemlich groß. Der Geliebte könnte locker Alexandras Vater sein. Gestört hat mich auch der teilweise ziemlich vulgäre Umgangston, der sich nicht nur auf einige Personen beschränkt, zu denen er durchaus passen würde. Darum gebe ich dem Buch nur 4 von 5 Sternen. Mein wildes rotes Herz - Christine Dorsey * * * * 1/2 South Carolina, 1759. Die Engländerin Caroline Simmons ist nach dem Tod ihres Vaters mittellos und arrangiert deshalb eine Ehe mit einem reichen Amerikaner. Ihren zukünftigen Mann hat sie noch nie gesehen. Der Furcht einflößende Fremde, der sie nach ihrer Überfahrt am Hafen abholt, ist jedoch nicht ihr Zukünftiger. Es ist Wolf MacQuaid, ein attraktiver Halbindianer, der Rache an seinem Vater geschworen hat und nun dessen unschuldige Braut, Caroline, verführen möchte. Wolf hat nur nicht damit gerechnet, dass er sein Herz an sie verlieren könnte ... Der Plot ist nicht gerade
brandneu: Verarmte Engländerin von Adel verlobt sich mit einem
unbekannten, reichen Farmer in Amerika, um ihren jüngeren Bruder
versorgt zn wissen. Sie kommt in der Neuen Welt an, ohne ihren
künftigen Ehemann zu kennen, wird aber von dessen Sohn abgeholt,
welcher ein uneheliches Halbblut ist und seinen Vater haßt. Um
sich an seinem Vater für die ungerechte Behandlung seiner
verstorbenen, indianischen Mutter zu rächen, beschließt Raff,
die junge Frau zu verführen. Caroline fühlt sich von Anfang an
zu dem dunklen, geheimnisvollen, wilden Mann hingezogen, und sie
verbringen eine gemeinsame Liebesnacht in Raff's Hütte. Caroline
ist schwer enttäuscht, als Raff sie bei ihrem Verlobten
abliefert und schnell verschwindet. Die Heirat findet doch statt,
denn Caroline braucht dringend die dadurch entstehende
finanzielle Sicherheit. Als die Farm von Indianern überfallen
wird, Caroline entführt und ihr Ehemann umgebracht wird, taucht
unverhofft Raff auf, um Caroline aus der Hand der Cherokesen zu
befreien. Caroline, die ihn liebt, obwohl er sie verlassen hatte,
ist sich seiner Gefühle nicht sicher und verhält sich
einerseits sehr reserviert ihm gegenüber, andererseits besteht
nach wie vor eine starke körperliche Anziehungskraft. Der Weg nach Vinland - Margaret Elphinstone * * * * * Die Wikingerfahrt nach Amerika - erzählt aus der Sicht einer
Frau! Die Geschichte basiert auf den
alten Sagen über die Entdeckung Nordamerikas durch die
Wickinger. Gudrid, eine Schwiegertochter Eriks des Roten,
erzählt aus ihrer Sicht über ihre Erlebnisse, als sie mit ihrem
ersten Mann aufbricht, um von Grönland nach Neufundland zu
segeln. Leider mißglückt die Reise, und ihr Mann stirbt, ehe er
seinen Traum verwirklichen kann. Erst mit ihrem zweiten Mann
Karlsefni, einem Kaufmann, gelingt es Gudrid, das
"Weinland" (Vinland) zu erreichen, und der gemeinsame
Sohn Snorri wird dort geboren. Laut der alten Sage war er der
erste in Amerika geborene Europäer. Die schottische Braut - Kinley MacGregor * * * * * Um ihren Clan zu retten, ist die junge Schottin Caledonia MacNeely bereit, alles zu tun. Auch wenn das bedeutet, einen Fremden zu heiraten, dessen Vergangenheit ebenso Geheimnis umwoben ist wie sein Ruf schlecht. »Sin« MacAllister ist ein Mann, den viele fürchten. Zu Recht, denn seitdem ihn seine Familie verstieß, ist der eiskalte Lord nichts und niemandem mehr verpflichtet nur seinem König. Und wegen dieses Königs hat Sin MacAllister jetzt ganz gegen seinen Willen eine dickköpfige schottische Braut, die ihm anscheinend an Temperament in nichts nachsteht ... Der starke, unnahbare Sin entpuppt sich als innerlich sehr sensibler Mann, vom Leben und seinen Mitmenschen zutiefst enttäuscht. Die meisten haben Angst vor ihm. Als Caledonia ihm begegnet, spürt sie sehr schnell, daß hinter der harten, eiskalten Fassade sehr viel mehr verborgen ist, als die meisten Menschen ahnen. Es ist direkt rührend, wie sie sich lange Zeit erfolglos um sein Herz bemüht. Kinley MacGregor hat einen tollen Schreibstil, gefühlvoll, romantisch und mitreißend. Herr Jensen steigt aus - Jakob Hein * * * * * Sie sind komisch. Sie sind tragisch. Wir erkennen uns in ihnen wieder und betrachten fortan das Alltägliche mit anderen Augen: Von Gregor Samsa bis Garp bevölkern Sonderlinge die Literatur. Herr Jensen ist einer von ihnen. Herr Jensen arbeitet bei der Post. Sorgfältig, beinahe liebevoll pflegt er seine Zustellungen in die Schlitze der Briefkästen zu schieben. Arbeitet Herr Jensen nicht, denkt er über geheime Jagdgründe für Frauen nach oder über die Schwerkraft. Für ihn hätte es immer so weitergehen können. Eines Tages allerdings wird Herr Jensen freigestellt, um Freistellungen vermeiden zu können, wie man ihm erklärt. Bald darauf stellt er fest, daß man einen Wecker, der nicht mehr wecken muß, eigentlich Uhr nennen sollte. Immer seltener verläßt er seine Wohnung. Denn nun ist er einer ganz großen Sache auf der Spur, nur entdecken darf ihn dabei keiner - dafür hat Herr Jensen gesorgt. Ist es wirklich die hohe Kunst des Nichtstuns, die Herrn Jensen treibt, oder verfolgt er nicht doch einen geheimen Plan? Nicht das Alltägliche, nicht der Wahnsinn interessieren Jakob Hein, es ist der schmale Grat dazwischen Herr Jensen ist ein Sonderling, aber andererseits so normal daß jeder von uns einen Herrn dieser Art in seiner Nachbarschaft haben könnte. Er ist ein Mensch ohne Eigeninitiative, völlig angepaßt und unauffällig. Wie so schön beschrieben ist, jemand muß ihn mitnehmen, egal um was es geht. Als Student wurde er von einem ehemaligen Klassenkamerade "mitgenommen", als der sich einen Ferienjob sucht. Herr Jensen nimmt den gleichen Ferienjob an und bleibt dabei. Sein Studium bricht er ab und arbeitet 10 Jahre lang bei der Post, allerdings nicht in einem "richtigen" Arbeitsverhältnis mit Ausbildung. Als bei der Post Stellen abgebaut werden, ist Herr Jensen zuerst an der Reihe zu gehen. Sein Chef begründet die Kündigung, daß Herr Jensen nicht unter den Sozialplan fällt und eine Kündigung, die nach 10 Jahren erfolgen müßte, für ihn nicht in Frage käme, da er ja seinen Beruf nicht gelernt hat. Also landet Herr Jensen in der Arbeitslosigkeit. Das kurzweilige Buch schildert, wie sich Herr Jensen verändert und was er aus seiner Situation macht. Einerseits sind manche Situationen drastisch übertrieben, andererseits ist die Geschichte erschreckend real. Obwohl eigentlich nicht viel im Buch passiert, habe ich es fast atemlos, in einem Rutsch, durchgelesen. Der skurrile Humor, besonders am Beginn der Geschichte, hat mich immer wieder schmunzeln lassen. Am Ende war ich nur noch nachdenklich. So schnell werde ich Herrn Jensen sicher nicht vergessen! Der kalte Hauch des Flieders - Judith Hawkes * * * * Sally und David Curtiss - von Beruf Parapsychologen - mieten sich für den Sommer in einem alten Haus in Neuengland ein. Dort soll es angeblich spuken. In der Tat geschehen bald unheimliche Dinge - unerklärliche Geräusche, abrupte Temperaturstürze, plötzliche Berührungen durch unsichtbare Hände. Recherchen bringen die dunkle Geschichte des Hauses ans Licht, und bald werden Sally und David selbst unmerklich immer stärker in den Bann der Vergangenheit gezogen ... Das Buch paßt eigentlich nicht
in's gängige Horror- und Grusel-Genre, wo man es oft in Läden
und auch bei Rezensionen eingeordnet findet. Die Autorin spricht
mehr das Feinstoffliche in ihrer Geschichte an. Da geht es nicht
ums blanke Entsetzen, sondern es werden unterschwellige Gefühle
und Ängste angesprochen. Der Roman ist kein Schocker oder
Reißer, sondern es geht eher ruhig zu in dem Spukhaus, das Sally
und David gemietet haben. Bei vielen Szenen ist sich der Leser
gar nicht im Klaren, ob es sich wirklich um ein
parapsychologisches Phänomen handelt, oder ob den Protagonisten
nicht die eigene Phantasie und Gedankenwelt einen Streich spielt.
Im Lauf der Geschichte erfährt man auch viel über die Beziehung
zwischen Sally und David, die sehr vielschichtig und zum Teil
recht problematisch ist. Im Licht des Mondes - Nora Roberts * * * * * Leidenschaftlich und stürmisch war die Liebe zwischen der temperamentvollen rothaarigen Mia Devlin und dem geheimnisvollen Sam Logan. Ausgerechnet jetzt, nach elf Jahren, kehrt er zurück auf ihre geliebte Insel, über der seit Monaten Unheil aufzieht. Ein alter Fluch ist erwacht, der Mia und ihre besten Freundinnen, Nell und Ripley, vernichten kann. Da endlich sieht Mia ein, dass sie Hilfe von Sam mit seinen besonderen Fähigkeiten nötig hat ... Der letzte Band der Hexen-Trilogie strotzt nur so vor Magie und Mystik! Er hebt sich dadurch etwas von den ersten beiden ab, denn da spürte man die Magie nur am Rande. Die Geschichten um Nell und Ripley waren eher realitätsbezogen. Mir persönlich hat dieser Abschluss sehr gut gefallen. Schade, daß diese Insel nicht in der Realität existiert. Gerne würde ich in dem gelben Cottage wohnen und jeden Tag einen Abstecher in Mia's Büchercafe machen. So verschieden die "drei Schwestern" auch sind, es sind alles tolle, wunderbare Frauen, die man gerne zur Freundin hätte.
Der Kreole - Jennifer Blake * * * * 1/2 New Orleans im Karnval des Jahres 1858. Anya Hamilton, eine
schöne Plantagenbesitzerin, besucht zusammen mit ihrer
Halbschwester Celestine und deren Verlobten Murry Nicholls einen
Maskenball. Der Kreole Ravel Duralde, als schwarzer Ritter
gewandet, bittet Anya zum Tanz - und entfacht in ihr einen Sturm
der Gefühle. Kein anderer als er hat vor einigen Jahren in einem
leichtsinnigen Duell ihren Verlobten getötet... Eine sehr schöne, spannende Story, wunderbar geschrieben und mit tollen Protagonisten! Anya ist für ihre Zeit eine sehr starke und unabhängige Frau, die sich nicht so leicht einschüchtern läßt. Leider gibt es zwischen Ravel und ihr so einige Mißverständnisse, die zu schwerwiegenden Ereignissen und Verwicklungen führen. Manchmal empfand ich gewisse Ungereimtheiten in den Dialogen, die aber für mich den Lesegenuss nicht sehr getrübt haben. Dem Coverbild nach zu urteilen
nahm ich an, daß es sich bei Ravel um einen farbigen Kreolen
handelt, da mir der Begriff auch bisher nur so bekannt war, aber
dem ist nicht so. Bei Wikpedia habe ich folgende Erklärung
gefunden: Fieber der Sehnsucht - Rebecca Brandewyne * * * * 1/2 Sie erblickte das Licht der Welt, während Blitz und Donner die Erde erschütterten - Storm, die schwarzhaarige Südstaatenschönheit. Kurz bevor sie zur Ehe mit einem alternden texanischen Rancher gezwungen werden soll, fällt in die Hände einer Bande von Gesetzlosen, die sie an den Revolverhelden "El Lobo" verkaufen. Doch der skrupellose Abenteurer erweist sich als einfühlsamer Liebhaber, und Storm erlebt in der wilden Prärie von Texas die Liebe ihres Lebens. Eine sehr traurige, bewegende
Geschichte, die mir insgesamt sehr nahe ging und auch gefallen
hat. Die Charaktere der Protagonisten sind sehr ausführlich und
intensiv beschrieben, besonders von El Lobo war ich fasziniert.
Es werden alle Facetten einer großen Liebe geschildert, die fast
am Wahnsinn und der Gier des Ranchers Gabriel zerbricht. Das Kind der Stürme - Juliet Marillier * * * * 1/2 Im dritten Band ist Fainne, eine verschollene Enkelin von Sorcha, die zentrale Figur. Seit dem Tod ihrer Mutter wird sie von ihrem Vater, einem abtrünnigen Druiden, in völliger Abgeschiedenheit großgezogen und zu einer machtvollen Zauberin ausgebildet. Erst als junges Mädchen erfährt sie von ihrer Herkunft. Auf Wunsch ihres Vaters soll die widerstrebende Fainne nun ihre einflussreiche Familie kennen lernen und ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen. Doch Fainne ist nicht nur die Enkelin Sorchas von Sevenwaters, ihre andere Großmutter ist die Hexe Oonagh, bereits aus dem ersten Band bekannt. Oonagh sieht nun ihre Chance zur Rache gekommen und betraut Fainne mit einem furchtbaren Auftrag. Wieder gelingt es Juliet Marillier hervorragend, das historische, gerade vom Christentum eingenommene Irland lebendig werden zu lassen und mit den fantastischen Elementen ihrer Erzählung zu vermischen. An den märchenhaften Zauber des ersten Romans reichen die Folgebände nicht ganz heran -- doch dafür entschädigt das komplexe Beziehungsgefüge der inzwischen drei Generationen überspannende Geschichte, im Laufe derer aus liebgewonnenen Figuren legendäre Helden geworden sind. Dabei ist Fainne in ihrer Fehlbarkeit ganz eine Frau aus Fleisch und Blut, und auch die Liebesgeschichte widersetzt sich dieses Mal wohltuend gängigen Klischees. Die junge Fainne wird zur Zauberin ausgebildet. Die besonderen Kräfte, die in dem Mädchen immer stärker werden, machen es für seine Großmutter, die Hexe Oonagh, zu einem machtvollen Werkzeug ihrer Rache. Fainne aber kämpft dagegen an ... Der irische Sagenschatz bietet einen fruchtbaren Boden für fantastische Erzählungen. Doch nur wenige Autoren verstehen es so gut wie Juliet Marillier, eine eigene Geschichte daraus zu weben. Auch der dritte Band der Sevenwater-Trilogie hat mich nicht enttäuscht. Zwar waren anfangs einige Längen in der Geschichte, aber schnell war ich von Fainne, Sorcha's Enkelin, fasziniert. Ihre Großmutter, Lady Oonagh, versucht, das Mädchen für ihre Zwecke zu mißbrauchen. Fainne fühlt sich innerlich zerrissen. Auf der einen Seite steht die Sorge um alle, die sie liebt, denn die wären in großer Gefahr, wenn Fainne sich nicht nach den Wünschen ihrer Großmutter richtet. Andererseits müßte sie gegen ihr Gewissen und gegen ihre Familie in Sevenwaters handeln, wenn sie vollbringen würde, was ihre Großmutter ihr befiehlt. Die Sache scheint auswegslos, und Fainne wird immer wieder von Zweifeln geplagt, ob sie den rechten Weg geht. Dazu kommt die Erkenntnis, daß sie sich in Darragh, ihren Freund aus Kindertagen, verliebt hat, was die Sache nicht gerade einfacher macht. Das Buch ist ein wundervoller Abschluß der Trilogie.
Die Schnäppchenjägerin - Sophie Kinsella * * * * 1/2 Rebecca Bloomwood verdient ihren Lebensunterhalt damit,
anderen Leuten gute Tipps in Geldfragen zu geben. Ihre Freizeit
verbringt sie mit Einkaufen. Kein Wunder, dass sie sich ständig
gezwungen sieht, sich durch ausgiebiges Shoppen zu entspannen -
ein Teufelskreis. Schließlich droht sie in ihrem selbst
geschaffenen Chaos unterzugehen, da sie sich gleichzeitig die
Bank vom Leib halten, den attraktiven Luke Brandon beeindrucken
und ihrer täglichen Arbeit nachgehen soll ... In den Armen des Highlanders - Kinley MacGregor * * * * * Nichts hat sich der schottische Lord Draven weniger gewünscht als eine Frau unter seinem Dach. Doch jetzt muss er auf königliches Geheiß ein Jahr lang die junge verführerische Lady Emily beherbergen, die Tochter seines verfeindeten englischen Nachbarn. Und die temperamentvolle, selbstbewusste Lady Emily hat ganz eigene Pläne mit dem widerwilligen Lord: Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als in den Armen dieses heißblütigen Schotten zu liegen ... So verführerisch, heiß und sinnlich wie ein schottisches Torffeuer! Draven de Montaque, fünfter Earl von Ravenswood, wurde zum Krieger erzogen. Er hat eine äußerst schlechte Meinung von sich selbst, hält sich für unfähig, Liebe zu empfinden, ja er traut sich selbst nicht über den Weg. Auf Grund schlimmer Kindheitserlebnisse versucht er, jede seiner Gefühlsregungen zu verdrängen. Auch seine Umwelt sieht in ihm nur den gefühllosen Mann, ja er wird sogar als Teufel bezeichnet. Um die Feindschaft mit seinem Nachbarn Sir Hugh in Grenzen zu halten, beschließt König Henry II, dessen jüngste Tochter zu Draven als Unterpfand zu schicken. Draven muß schwören, der Lady kein Leid anzutun und sie nach einem Jahr unversehrt ihrem Vater zurück zu schicken. Alle haben nicht mit dem Mut und der Hartnäckigkeit Emily's gerechnet. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, das Herz des ernsten Draven zu gewinnen und ihn zum Lachen zu bringen. Keine leichte Sache, aber Emily gibt nicht auf. Lebensfroh und warmherzig versucht sie immer wieder, Draven davon zu überzeugen, daß er nicht der schlechte Mensch ist, für den er sich selbst hält. Mit viel Herz und Humor beschreibt die Autorin die oft witzigen, teils aber auch tragischen Situationen, die sich zwischen den beiden Protagonisten ergeben. Emily ist eine richtig herzerfrischende Heldin, die vor nichts zurückschreckt, und Draven tut einem direkt leid, wie er mit sich selbst und seinen Gefühlen kämpft, die er einfach nicht wahrhaben will, aus Angst, Emily zu verletzen, denn es lastet ein alter Fluch auf seiner Familie. Lakota Woman - Mary Crow Dog * * * * * "Wenn man vorhat, auf die Welt zu kommen, muß man sich
vergewissern, daß man weiß und männlich geboren wird. Es sind
gar nich so sehr die großen Dinge, die uns zu Boden drücken,es
genügt schon die Tatsache, daß man Indianerin ist und versucht,
an unserer Lebensart und Sprache festzuhalten, während man von
einer fremden, stärkeren Kultur umgeben ist." Mary Crow Dog beschreibt ihr
eigenes Leben, wie sie in ärmlichen Verhältnissen aufwächst
und schon sehr früh mit Rassenhass konfrontiert wird. Sie
rebelliert von Anfang an gegen die Einschränkungen, die den
Indianern immer wieder auferlegt werden und lernt die
Unterschiede der Justiz kennen, die sehr stark zwischen
Straftaten von Weißen und von Indianern unterscheidet. Sie
erlebt, wie Freunde und Verwandte aus unerfindlichen Gründen den
Tod finden oder ungerecht und oft brutal behandelt werden.
Einerseits hat mir die Beschreibung der Willkür und der
Brutalität der Weißen Amerikaner beim Lesen die Sprache
verschlagen, und das Benehmen deutscher Nonnen in der
Reservatschule hat mir die Schamröte ins Gesicht getrieben.
Andererseits kann ich für die junge Frau nur Bewunderung
empfinden für ihren Mut und ihr Engagement. Noch sehr jung
schließt sie sich der AIM (Amerikanische Indianerbewegung) an
und lernt Leonard Crow Dog kennen. Er ist Medizinmann und setzt
sich immer wieder für sein Volk und dessen alte Traditionen ein. Die Widerspenstige - Penelope Williamson * * * * * Boston, 1721: Als die junge Delia McQuaid eine Heiratsannonce beantwortet, um als »Braut auf Bestellung« in den noch unzivilisierten Norden zu gehen, trifft sie auf den rauhen und gutaussehenden Arzt Dr. Savitch. Er gesteht ihr, die Anzeige für einen Nachbarn in seiner Heimatgemeinde, einen Witwer mit zwei Kindern, aufgegeben zu haben. Der Arzt wird ihr Begleiter und Brautführer auf der langen und beschwerlichen Reise an die Grenze der Zivilisation. Maine, 1724: Delia und Dr. Savitch erreichen die Gemeinde in der nördlichen Wildnis und sie steht ihrem Bräutigam zum ersten Mal gegenüber. Inzwischen kennt sie jedoch auch Ty Savitch näher, ausgebildet in England, aufgezogen von Indianern - ein Fremder in allen Welten, mit einer verwundeten Seele und gespaltenen Gefühlen gegenüber Delia und seinem einzigen Freund, dem zukünftigen Ehemann. Penelope Williamson hat es mit
diesem Buch wieder mal geschafft, mich so zu fesseln, daß alles
andere warten mußte. Delia ist 17 und lebt mit ihrem Vater in
Boston. Seit dem Tod der Mutter hat er angefangen zu trinken, und
wenn Delia ihm kein Geld gibt, schlägt er sie. Als sie eines
Tages einen Zeitungsabschnitt mit o.g. Heiratsanzeige findet,
steht ihr Entschluß schnell fest. Sie geht in den wilden Norden,
um einen Witwer mit zwei Kindern zu heiraten. Der Arzt Dr. Tyler
Savitch führt sie und den neuen Pfarrer mit seiner Frau durch
die Wildnis. Savitch fühlt sich sehr zu Delia hingezogen, aber
er verdrängt seine Gefühle, da er in seiner Vergangenheit zu
oft den Schmerz erlebte, wenn er einen geliebten Menschen
verloren hat. Er hat sich fest vorgenommen, niemanden mehr zu
lieben, was ihm einen gewissen Selbstschutz geben soll. Stolz und Vorurteil - Jane Austen * * * * * "Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe. Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen -- doch es kommt anders. Wieder einmal habe ich mich einer Leserunde bei den Büchereulen angeschlossen. Hier geht es zur Leserunde "Stolz und Vorurteil" Im Licht der Sonne - Nora Roberts * * * * * Alles, was sich Ripley Todd wünscht, ist ein ruhiges, friedliches Leben auf ihrer geliebten Insel Three Sisters'. Mit ihrem Bruder Zack, dem Sheriff der Insel, setzt sie das auch meist in die Tat um. Von dem "magischen Unsinn", dessen Wissen sie sehr beunruhigt, möchte sie absolut verschont bleiben - bis MacAllister Booke auftaucht, ein Spezialist für unerklärliche Phänomene, der die Insel untersuchen soll. Als er Ripley begegnet, weiß er, dass nur sie allein den Schlüssel zur Wahrheit in der Hand hält. Ripley findet diesen ernsthaften, außergewöhnlichen Mann zwar faszinierend, doch darf sie ihm ihr Wissen - und ihr Herz - wirklich anvertrauen? Dieser zweite Band dreht sich
hauptsächlich um Ripley Todd, die mit ihrem Bruder zusammen für
die Sicherheit auf der Insel "Three Sisters" zuständig
ist. Erstmal ist es ein schönes Gefühl, wieder (als Leser) auf
die Insel zu kommen und die vertrauten Einwohner wieder zu
"treffen". Nell, über die im ersten Buch
hauptsächlich geschrieben wurde, ist inzwischen mit Zack,
Ripley's Bruder, verheiratet. Auch das Buch-Cafe mit seiner
außergewöhnlichen Ausstrahlung gibt es nach wie vor. Als
MacAllister Booke auf die Insel kommt, um aus beruflichem
Interesse Forschungen über unerklärliche Phänomene auf der
Insel anzustellen, ist Ripley erst mißtrauisch. Aber eines Tages
entdeckt sie, daß sie sich in Mac verliebt hat. Auch in diesem
Band hat Nora Roberts wieder wunderbar die Stimmung auf der Insel
eingefangen und die Charaktere der Einwohner liebevoll und
sympathisch gezeichnet. Im letzten Drittel steigt sie Spannung
stetig an........
Geliebter Fremder - Kathleen E. Woodiwiss * * * * Ashton Wingate ist mit seiner reizenden jungen Frau Lierin auf
dem Weg zu seinem Familienbesitz in Natchez, einer kleiner Stadt
im Süden der USA. Plötzlich wird der Raddampfer, auf dem das
frisch vermählte Paar reist, von Flußpiraten gekapert. In dem
wilden Getümmel wird Ashton durch eine Kugel schwer verletzt.
Hilflos muß er mitansehen, wie Lierin über die Reling des
Dampfers geschleudert und von den Fluten des
Mississippi mitgerissen wird. Alles Suchen nach ihr
ist vergeblich; sie scheint ertrunken zu sein. Insgesamt ist es eine wunderschöne Liebesgeschichte, wenn auch teilweise die Situationen etwas verwirrend und gleichzeitig zu vorhersehbar wirken. Da sich das Verwechslungsspiel um Zwillingsschwestern handelt, fand ich auch die Lösung mit den beiden Namen etwas unglücklich, da ziemlich verwirrend. Allerdings ist das in der Geschichte bedingt und läßt sich wohl nicht sehr viel besser lösen. Auf jeden Fall ist das Buch trotzdem sehr lesens- und liebenswert. Der Fluch von Belheddon Hall - Barbara Erskine * * * Was bringt eine junge Mutter dazu, ihr eigenes Kind
wegzugeben? Diese Frage stellt sich Joss, die als Baby zur
Adoption freigegeben worden war, nach der Geburt ihres ersten
Kindes. Die Suche nach ihren wahren Eltern führt sie zum
Testament ihrer leiblichen Mutter und nach Belheddon Hall, einem
imposanten, verwunschenen Herrensitz in Essex, in dessen Gemäuer
der Leibhaftige sein Unwesen treiben soll. Eigentlich könnte die Geschichte sehr spannend sein, denn das Thema gibt viel her. Aber stellenweise hatte ich das Gefühl, manche Passagen wurden nur geschrieben, um dem Buch insgesamt mehr Fülle zu geben. Statt auf 500 Seiten hätte die Story wohl auch auf 300 Seiten gut Platz gefunden und wäre dann fesselnd gewesen. Nicht nur mit Buchseiten, auch mit Gespenstern wurde bei diesem Buch nicht gekleckert sondern geklotzt. Es tauchen so viele verschiedene Gespenster und dunkle Mächte in dem Haus auf, daß man leicht die Übersicht verliert. Die Protagonisten (besonders der Mann und die Schwester von Joss) waren bis zum Schluß völlig uneinsichtig und stur, konnte passieren was wolle. Dauernde Wiederholungen haben nicht gerade zu einem Gänsehaut-Effekt bei mir geführt. Für mich ist es eine nette, nicht übermäßig gruselige Gespenstergeschichte mit eher seichtem Ausgang. P.S. Ich liebe Dich - Cecelia Ahern * * * * Der Plan war einfach: zusammenbleiben, ein Leben lang. Doch
nun ist Gerry tot. Gehirntumor. Und Holly, erst 29, bleibt
alleine zurück. Wie soll sie nun weitermachen? Alles scheint zu
Ende. Da taucht ein Paket mit Briefen auf: von Gerry, geschrieben
in seinen letzten Lebenstagen, für Holly, für die nächsten
Monate. "Werde Karaoke-Queen, Holly! Suche Dir endlich einen
interessanten Job, Holly! Greif nach den Sternen, Holly! Und PS:
Ich liebe Dich!". Holly lacht, weint, und tut, was Gerry
schreibt: sie lernt, wer ihre wahren Freunde sind. Sie lernt,
sich ein wenig neu zu verlieben und macht mit jedem Brief einen
Schritt in ein neues Leben und in neues Glück. Im Zauber des Highlanders - Karen Marie Moning * * * * * Alles im Leben der ehrgeizigen Doktorandin Jessica dreht sich um ihre Karriere - kein Wunder, dass sie kein Privatleben hat. Doch eines Abends ändert ein Blick in den Spiegel alles. Ein lediglich mit einem Kilt bekleideter Adonis, der sie aus einem antiken, reichverzierten Spiegel ansieht, warnt sie vor einem Eindringling im Universitätsgebäude. Magisch angezogen von der erotischen Ausstrahlung des Fremden, überlegt Jessi nicht lange: Seinen Anweisungen folgend, befreit sie ihn durch einen alten Zauberspruch - nicht wissend, dass sie sich damit in ein Abenteuer mit völlig ungeahnten Folgen stürzt... Wieder ein typischer "Moning": Amüsant, kurzweilig, spannend, humorvoll und sehr erotisch. Stolz und Leidenschaft - Brenda Jagger * * * * * Von Herkunft und Erziehung könnten sie verschiedener nicht sein: Cara, die in den Slums für sich und ihr Kind
ums nackte Überleben kämpft. Durch eine hinterlassene Schuld
ihres Vaters gerät sie dabei in die teuflische Abhängigkeit zu
einem faszinierenden Mann. Schliesslich benutzt sie ihn zur
Verwirklichung ihrer Ziele... Der erste Eindruck täuscht, es handelt sich nicht, wie man bei Betrachtung des Umschlagbildes erwartet, um einen klassischen Liebesroman. Das Buch schildert sehr eindringlich und bewegend das Leben zweier sehr unterschiedlicher Frauen Mitte des 19. Jahrhunderts in England. Beide haben ihre Ziele und Träume und verwirklichen sie auf ihre Art. Eingebettet sind die beiden Schicksale in den historischen Hintergrund der damaligen Zeit, die politische und gesellschaftliche Situation in England und die bittere Not in Irland, die Reformbewegung der Chartisten mit ihren Höhepunkten und Niederlagen. Brenda Jagger's Erzählung ist sehr facettenreich und packend. Einmal angefangen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Eigentlich mehr zufällig an das Buch gekommen, bin ich froh, es gefunden und gelesen zu haben.
Das verschwundene Kind. Die Hebamme von Glückstadt - Edith Beleites * * * * * 1636: Hebamme Clara entbindet bei einer dramatischen Geburt im Glückstädter Schloss eine junge Adelige von einem gesunden Jungen. Am nächsten Tag ist die Frau samt Säugling verschwunden. Erst als die engagierte Hebamme zwei Jahre später auf Einladung des dänischen Königs Christian IV. in Kopenhagen ist, trifft sie die junge Sophie wieder. Keiner jedoch will etwas von einem Kind wissen. Als Clara Drohungen erhält, ist ihre Neugierde endgültig geweckt. Da ich bereits die ersten beiden
Bücher über Clara und Willem sehr schön fand, habe ich mich
ganz besonders auf ein Wiedersehen mit diesen beiden
sympathischen Protagonisten gefreut und wurde auch nicht
enttäuscht. Mittlerweile sind die zwei verheiratet, leben aber
recht unkonventionell, und jeder hat sich seinen persönlichen,
eigenen Bereich in der Partnerschaft erhalten, was für die
damalige Zeit sicher äußerst ungewöhnlich war. Ein Teil der
Bürger von Glückstadt sieht das sicher mit Unbehagen, aber
Clara, die engagierte Hebamme und ihr Willem haben mittlerweile
einen starken Freundeskreis und die Gunst des Königs. Tod und Teufel - Frank Schätzing * * * * Köln im September 1260: Erzbischof und Bürger versuchen, einander mit allen Mitteln in die Knie zu zwingen. Jeder steht gegen jeden. Jacop den Fuchs, Herumtreiber und Nichtstuer, kümmert das wenig. Ihn interessieren mehr die erzbischöflichen Äpfel. Was ihm allerdings schlecht bekommt: In den Ästen sitzend wird er Zeuge, wie ein höllenschwarzer Schatten den Kölner Dombaumeister vom Gerüst stößt. Er hat den Mord als einziger gesehen. Aber der Schatten hat auch ihn gesehen. Als wenig später jeder, dem Jacop die Geschichte erzählt hat, tot ist, wird ihm endgültig klar, daß er zur falschen Zeit am falschen Ort war. Immer deutlicher zeigt sich, daß der Domsturz nur ein auftakt einer unerhörten Intrige war. Dem Fuchs bleibt keine Wahl, als sich dem unheimlichen Gegner zu stellen, wenn er die Wahrheit finden will. Zu deinem Duell, das in finsterste menschliche Abgründe führt..... Verbündete findet er in dem ständig betrunkenen Färber Goddert von Weiden, dessen schöner Tochter Richmodis, in die Jacop sich verliebt, und ihrem Onkel, dem Physikus Jaspar Rodenkirchen, der mit Goddert ständig "gelehrte Disputationen" abhält, die aber jedesmal in Besäufnisse ausarten. Während sie herausfinden, dass hinter den Morden die Absicht der Kölner Patrizier steht, den Erzbischof Konrad zu ermorden, geraten sie ins Blickfeld des skrupellosen Mörders Urquhart, einem ehemaligen Kreuzritter, der besonders durch Gefühlskälte und Sarkasmus auffällt. Eigentlich sind Krimis normalerweise nicht so meine bevorzugte Richtung, aber die Geschichte hat mich gleich von Anfang an gefesselt. Als Jacop von einem Apfelbaum aus den Mord am Kölner Dombaumeister beobachtet, ahnt er nicht, was für Probleme damit auf ihn zukommen. Erst als er merkt, daß alle Menschen, denen er von dem angeblichen Unfall erzählt, auf brutale Weise umgebracht werden, wird ihm bewußt, daß sein eigenes Leben in Gefahr ist, denn der Mörder sucht ihn als einzigen Zeugen, um ihn aus dem Weg zu räumen. Urquhart, der Mörder mit den "toten Augen", ist entschlossen, alles und jeden aus dem Weg zu räumen, der sich seinem Plan entgegenstellt. In kurzen Kapiteln wird abwechselnd die Situation von Jacop und seinen Freunden sowie von Urquhart und seinen Auftraggebern geschildert. Spannend und auch mit einer Portion Humor geschrieben hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen. Allerdings der Sprachstil paßt nach meinem Geschmack nicht ins 13. Jahrhundert. Die Dialoge kommen für die Zeit zu locker daher, und viele Ausdrücke waren damals sicher nicht üblich. Auch die teilweise sehr langatmigen Gespräche, die eigentlich nicht unmittelbar mit der Geschichte zu tun haben, fand ich etwas nervig. Der Schatz in den Highlands - Rebecca Michele * * * * Lucille arbeitet als Verkäuferin in einem Hutladen im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts, als sie von ihrem Großvater ein Haus in Schottland erbt. Das Erbe entpuppt sich als kleine, mittelalterliche Burg, in die sich Lucille sofort verliebt. Noch mehr aber versetzt Harrison McGinny, der äußerst attraktive Verwalter des Anwesens, ihr Blut in Wallung. Zusammen mit seiner Mutter lässt dieser jedoch keinen Zweifel daran, dass er Lucille als Eindringling empfindet und eigentlich selbst mit dem Erbe gerechnet hatte. Trotz der Intrigen der Mutter kommen sich Harrison und Lucille näher ... Währenddessen stößt Lucille auf alte Papiere, aus denen hervorgeht, dass ein legendärer Schatz im Haus verborgen liegen soll. Als eine vermeintliche Schwester McGinnys auftaucht und Lucille Harrison beobachtet, wie er des Nachts in der Burg umherwandert und die Wände abklopft, ahnt sie, dass sich hinter ihrem Rücken einiges zusammenbraut Nach zwei "anstrengenden" Büchern war diese Geschichte die reine Erholung. Der angenehme Schreibstil und die sehr sympathische Protagonistin haben mir schöne Lesestunden beschert. Zwar gab es, besonders am Schluß, einige Ungereimtheiten, besonders Harrison war mir bis zum Ende der Geschichte nicht ganz geheuer. Es haben sich zwar einige Mißverständnisse aufgeklärt, aber so manches Detail der Handlung konnte ich nicht recht nachvollziehen. Alles in allem aber war das Buch sehr lesenswert und spannend. Frankreich im 14. Jahrhundert. Als Bonne Mirabilis zwölf Jahre alt war, musste sie mit ansehen, wie ihre Mutter Blanche geopfert wurde, um die Stadt Villeneuve von der Pest zu reinigen. Seither wird Blanche von manchen als Heilige verehrt, während Bonne sich als Amme verdingen muss. Doch auch Bonne eilt bald der Ruf des Wunderbaren voraus. Am hellichten Tage rettet sie ein Kind aus einer Bärengrube. Radegonde Putemonnoie, die geheimnisvollste und schönste Frau der Stadt, wird auf Bonne aufmerksam. Obwohl bereits Witwe, hat sie ein Kind empfangen und such eine Amme. Bonne zögert nicht, die Anstellung anzunehmen, auch als sie erfährt, dass Radegonde ins Kloster muss, wenn sie ein Mädchen gebärt - und sie im Verdacht steht, eine Hexe zu sein. Der Roman hat meine Erwartungen in keiner Weise erfüllt. Die Inhaltsangaben war so vielversprechend, und ich habe mich auf einen historischen Roman gefreut. Das Buch ist aus der Sicht von Bonne Mirabilis in der Ich-Form geschrieben. Das Konzept fand ich zuerst recht interessant, denn dazwischen wird die Geschiche immer wieder aus der Sicht ihrer Freunde und Nachbarn geschildert. Da ist Hercule, der Kleinwüchsige, denn Bonne rettet und bei sich aufnimmt. Da ist Gottfriedus, der Bildhauer. Er ist Bonne's guter Freund, und sie gibt ihn für ihren Onkel aus. Und dazwischen meldet sich immer wieder die Bäckersfrau zu Wort; sie ist die Vermieterin von Bonne's kleiner Kammer. Klar, die Sichtweise der Dinge war zur damaligen Zeit völlig anders als heute, aber die Handlungen und Gedankengänge der Protagonisten war für meine Begriffe völlig überspannt und unglaubwürdig. Bonne, die Amme, fängt während einer Hungersnot an, die halbe Stadtbevölkerung zu stillen. Eine Amme mag für 2 oder vielleicht auch für 3 Kinder genug Milch haben, aber die geschilderten Ereignisse waren meiner Meinung nach völlig an den Haaren herbei gezogen. Die Personen in Bonne's Umfeld scheinen im Lauf der Geschichte alle mehr oder weniger dem Wahnsinn anheim zu fallen. Wirre Gedankengänge und völlig abgedrehte Aktionen wechseln sich ab. Die Person der Radegonde Putemonnoie bleibt für mich bis zum bitteren Ende völlig unnahbar und fremd, und Bonne konnte auch nicht gerade meine volle Sympathie erreichen. Dazu kommt sie einfach zu selbstgefällig rüber. Abschließend ärgere ich mich über die Stunden, die ich verschwendet habe, um mich durch dieses Buch zu quälen. Die Steine der Fatima - Franziska Wulf * * * * Beatrice Helmer ist Chirurgin in einem Hamburger Krankenhaus.
Nach der Operation an einer alten arabischen Frau findet sie in
ihrem Kittel plötzlich einen geheimnisvollen Stein. Dann
verliert sie das Bewusstsein. Sie erwacht in einer völlig
fremden Welt: Die Frauen sind verschleiert, die Männer mehr als
grob zu ihr, und die Sprache ist ihr gänzlich unverständlich. Lange lag dieses Buch auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Ich hatte mich durch einige negative Buchkritiken abschrecken lassen. Jetzt kann ich sagen, daß sich die Lektüre gelohnt hat! Das Buch ist wunderschön geschrieben, wie ein Märchen aus 1001er Nacht. Genau wie diese Märchen ist die Geschichte einerseits grausam, andererseits wunderbar romantisch. Man kann die orientalische Atmosphäre förmlich spüren und riechen, das duftende Räucherwerk, die Schalen mit Rosenblüten, die ausgewählten Speisen. Beatrice, die Chirurgin aus Hamburg, landet plötzlich in einem arabischen Harem und braucht lange, um zu verstehen, was mit ihr geschehen ist. Aber mit der Zeit begreift sie und schafft es, sich in dieser fremden Welt zu behaupten. Zwei Männer spielen in ihrem Leben eine entscheidende Rolle. Leider ist die Liebesgeschichte sehr auf den Schluß zusammengedrängt und etwas "zwiespältig". Das Ende wirft jede Menge Fragen und einige Ungereimtheiten auf. Das ist der Grund, wieso ich nur 4 Sterne vergebe.
Olaf der Elch - Volker Kriegel * * * * * Als der Elch Olaf noch sein übergrosses Geweih hatte, machte ihn das zum Gespött im Wald. Als jedoch eine Schaufel abbricht, ist er noch nicht einmal mehr als Weihnachtselch zu gebrauchen... bis er den einäugigen Weihnachtsmann trifft... Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte, drollig und warmherzig illustriert. Das Buch ist geradezu ideal für die Weihnachtszeit, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Weihnachten sind wir eine
Famille - Ann Major * * * Die schöne Noreen wohnt mit ihrem kleinen Sohn Darius allein in einem abgelegenen Farmhaus in Texas. Gern würde sie Darius den sehnsüchtigen Wunsch nach einem Daddy erfüllen. Da steht am Heiligen Abend Grant Hale vor ihrer Tür - der Mann, den sie nie vergessen konnte - und schließt sie liebevoll in seine Arme... Nette Geschichte ohne Tiefgang, für zwischendurch ganz amüsant, wenn auch etwas unglaubwürdig. Im Lichterglanz - Rita Rainville
*
* * Steve Ryan, der neue Nachbar der scheuen Carroll, setzt alles daran, ihr Herz zu erobern. Einfühlsam und zärtlich will er Carroll wieder an die Liebe glauben lassen. Er weiß, wenn sie ihm beim hellen Schein der Lichterkerzen in die Augen sieht, wird er ihr einen Heiratsantrag machen... Insgesamt etwas unrealistisch und für meinen Geschmack zu schmalzig und langatmig. Das Wunder dieser Nacht -
Marie Ferrarella * * * * * Der Cowboy Gabriel Goodfellow hilft der hübschen Jackie, ihre Farm wieder neu aufzubauen. Für Jackie ist Gabriel wie ein Engel des Glücks. Nach seinen zärtlichen Küssen hofft Jackie so sehr, daß er sie nie mehr verläßt, denn durch ihn hat sie all ihren Kummer vergessen. Diese Geschichte hat mir in dem Buch
besonders gut gefallen. Die Protagonisten kommen ungemein
sympathisch rüber. Mein Geschenk ist Liebe -
Cathleen Creighton* * * * Liebevoll kümmert sich der attraktive Tony D'Angelo um Karen und ihren kleinen Sohn Andrew, die in dem kleinen Ort in der Sierra Nevada eine neue Existenz aufzubauen wollen. Karen hätte nie damit gerechnet, daß Tony ihr ein solches Weihnachtsgeschenk macht: einen Verlobungsring! Sehr gefühlvoll beschrieben, auch wenn am Ende nicht alles geklärt werden kann. Trotzdem hat mir die Geschichte gefallen.
Das Liebesritual - Shirl Henke * * * * 1/2 Auf der Flucht vor einer tödlichen Gefahr gibt sich Roxanna als ihre verstorbene Freundin Alexa aus, eine reiche Erbin. Sie reist in den amerikanischen Westen, um dort eine für Alexa arrangierte Ehe einzugehen. Auf dem Weg dorthin wird sie von Indianern gekidnappt. Der berüchtigte Pistolenheld Cain, ein indianisches Halbblut, rettet sie aus den Fängen der Cheyenne. Roxanna ist fasziniert von dem verwegenen Cain und in seinen Armen erwacht ein süßes Verlangen in ihr ... Der Titel der deutschen
Übersetzung wird dem Buch absolut nicht gerecht, denn das
einzige "Ritual" in dem Roman ist der indianische
Sonnentanz, dem sich Cain unterwirft, um seine Seele zu heilen
und mit sich selbst Frieden zu schließen. Wieder einmal habe ich
mich gefragt, nach welchen Gesichtspunkten die Verlage bei der
Übersetzung bzw. Vergabe des deutschen Titels vorgehen. Der
Originaltitel ist sehr passend, nämlich "Sundancer". Die Alchimistin - Kai Meyer * * * * Schauplatz dieser schaurig-romantischen Thriller-Brodelküche ist ein schroffes Felseneiland in der Ostsee. Darauf düster thronend wie ein Adlerhorst, ein uraltes Schloß, der Stammsitz der Familie Institoris. Wir befinden uns am Ende des 19. Jahrhunderts. Zu dieser mythenumflorten Truppe gesellt sich der Waisenknabe Christopher, der in dem dumpfen Gemäuer eine neue Heimstatt finden soll. Vater-Alchimist Nestor Nepomuk Institoris, hier fortan nur NNI genannt, frönt hoch oben in der Turmstube, abgeschieden von der Familie, seiner Forschung und es scheint, als stehe er kurz vor einer entscheidenden Entdeckung. Die Mutter treibt es im tiefen Gewölbe mit dem Nachbarn. Dann ist da noch die Titelheldin, Tochter Aura Institoris, heimlich vom Vater zur Alchimistin ausgebildet. Ziehsohn Christopher ahnt, über dieser merkwürdigen Familie dräuen finsterste Geheimnisse. Zu recht: Im fernen Wien haust der Alchimist Lysander, ein Schurke und Erzrivale NNI´s, in den Abwasserkanälen der Stadt und schmiedet Rachepläne. Er läßt NNI durch seinen Hauskiller, den Hermaphroditen Gillian ermorden. Es folgt eine wilde Schnitzeljagd quer durch Europa. Aura, die sich inzwischen mit Christopher angewärmt hat, aber auch Gillian verfallen ist, bringt dank ihres erworbenen Wissens Licht in das Dunkel des väterlichen Geheimnisses. Trotz des guten Schreibstils und der aufgebauten Spannung konnte ich mich nicht hundertprozentig mit dem Roman anfreunden. In der Familie Institoris und ihrem Umfeld gibt es kaum jemanden, den man als "normal" bezeichnen könnte. Jede Person in der Geschichte hat mindestens ein dunkles Geheimnis. In düsterer Atmosphäre gibt es Mord, Totschlag, Inzest und andere Greueltaten am laufenden Band. Der geschichtliche Hintergrund war für mich nicht schlüssig, und auf den letzten hundert Seiten kommt man kaum zum Atmen bei all den Grausamkeiten. Insgesamt war für meinen Geschmack das ganze zu makaber und am Ende auch sehr verworren, wer jetzt genau durch Inzest mit wem verwandt ist. Da ich den Schreibstil an sich gut fand, gebe ich immerhin 4 Sterne. Im Licht der Sterne - Nora Roberts (Teil 1 der Hexen-Trilogie) * * * * * Seit acht Monaten auf der Flucht, verspürt die junge, aparte Nell Channing endlich Frieden und Geborgenheit, als sie die Insel der 'Drei Schwestern' betritt. Sie findet einen Job in einem Café, das der hinreissenden, rothaarigen Mia gehört. Die schliesst Nell sogleich in ihr Herz. Denn sie erkennt die Gabe der Magie in ihr, etwas, das auch Ripley, die burschikose Schwester des Sheriffs besitzt - und mit aller Macht verdrängt. Zack Todd, der umschwärmte Sheriff der Insel, fühlt sich unwiderstehlich von Nell angezogen - und wird plötzlich mit Nells düsterer, gewalttätiger Vergangenheit konfrontiert... Dies war meine erste Begegnung mit den Büchern von Nora Roberts. Die Autorin ist eine wunderbare Erzählerin, und die Protagonisten sind toll beschrieben. Sehr gefühlvoll und in wunderschönen Worten schreibt Nora Roberts über die Liebesgeschichte zwischen Nell und Zack und schafft eine erotisch knisternde Atmosphäre, ohne allzu sehr ins Detail zu gehen. Besonders gut hat mir der mystische Hauch gefallen, der um die drei Freundinnen und das Büchercafe besteht. Nells Schicksal hat mich sehr berührt, und ich habe mir bereits den zweiten Band der Hexen-Trilogie besorgt. Entscheidung auf Hawkswell Castle - Laurie Grant* * * * Mit einem niederträchtigen Plan, der ihr von ihrem Onkel aufgezwungen wurde, reist die entzückende Lady Claire de Coverly nach Hawkswell Castle. Die junge normannische Witwe ist 1140 im englischen Bürgerkrieg unverschuldet zwischen die politischen Fronten geraten. Als sie auf dem Schloß die süße Peronelle und den kecken Guerin sieht, schließt sie die beiden gleich ins Herz. Und sie weiß sofort, daß sie die Kinder niemals entführen kann. Der Vater der Kleinen, der kraftvolle Ritter Alain, Baron of Hawkswell, ist von Claires Liebreiz bezaubert. Von ihrem dunklen Geheimnis ahnt er nichts. Er sehnt sich nur nach ihren süßen Küssen, ihrer zarten Haut. Und im Überschwang der Gefühle bittet er sie, seine Gemahlin zu werden. Nun muß sie ihm gestehen, wer sie wirklich ist..... Ein wunderschön geschriebener Roman, voller Romantik und auch Spannung. Er hat alles, was man für ein paar gemütliche Lesestunden braucht.
Galopp ins Glück - Rita Mae Brown * * * * Virginia im Jahre 1995: Während einer Fuchsjagd verirrt sich die Maklerin Pryor Blackwood im Nebel und galoppiert geradewegs hinein ins siebzehnte Jahrhundert -wo ihre kolonialen Vorfahren schon auf sie warten. Die unfreiwillige Reise in die Vergangeheit entpuppt sich als ein zukunftsweisendes Abenteuer... Rita Mae Brown, geboren in Hanover, Pennsylvania, wuchs in
Florida auf. Sie studierte in New York Anglistik und
Filmwissenschaft. Berühmt wurde sie mit 'Rubinroter Dschungel'
und durch ihre Romane mit der Tigerkatze Sneaky Pie Brown als
Co-Autorin. Sie lebt als Schriftstellerin und Drehbuchautorin auf
einer Farm in Charlottesville. Mehr als nur Träume - Jude Deveraux * * * * * Die junge Amerikanerin Dougless Montgomery macht mit ihrem
Verlobten eine Autoreise durch England. Als es unterwegs zwischen
den beiden zum heftigen Streit kommt, überlässt ihr Verlobter
die junge Frau kurzerhand in der Nähe eines Kirchhofes ihrem
Schicksal. Völlig verzweifelt bricht Dougless in der Kapelle
schluchzend über dem Sarkophag eines längst verstorbenen
Ritters zusammen und wünscht sich aus tiefstem Herzen einen
Ritter in schimmernder Rüstung für sich als Retter in der Not.
Sie staunt allerdings nicht schlecht, als dieser plötzlich
leibhaftig vor ihr steht. Ein sehr schöner Zeitreiseroman
mit zwei liebenswerten Charakteren in den Hauptrollen. Gut
gefallen hat mir die Beschreibung, wie Nicholas sich nach seiner
Ankunft im 20. Jahrhundert verhalten hat. In den meisten Büchern
haben die Zeitreisenden keinerlei Probleme, ganz plötzlich mit
der völlig anderen Welt und ihren technischen Wunderwerken
zurecht zu kommen. Nicholas ist am Anfang schon sehr verstört
und rennt fast in einen Bus, weil ja alles völlig unbekannt für
ihn ist. Immer wieder kommt es zu amüsanten Zwischenfällen,
weil er völlig neue und rätselhafte Sachen entdeckt. Neugierig
wie ein Kind kann er sich mit einem Taschenrechner beschäftigen
und sich über Eiscreme oder Schokoladentörchen freuen. Witzig
beschreibt Jude Deveraux zum Beispiel, als Nicholas, der Ritter
aus dem 16. Jahrhundert plötzlich mit der Musik von den Rolling
Stones konfrontiert wird oder aus Neugierde immer wieder die
Alarmanlage im Museum an- und ausschaltet. Auch die vielen
selbstlosen Aktionen, die Dougless unternimmt, um ihren Geliebten
zu retten sind humorvoll und warmherzig geschildert. Simon Peters, Verkäufer in einem T-Punkt-Laden, steht kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag. Seit seine Freundin ihn verlassen hat, ist er etwas von der Rolle. Weder im Club-Urlaub noch im Kölner Tag-und-Nacht-Leben findet er sexuelle Erfüllung. Und bei Ikea sind nur Pärchen unterwegs. Als er sich endlich ein Herz fasst und die traumhafte Tresenkraft aus dem Starbucks gegenüber anspricht, fühlt er sich "wie ein Ossi beim ersten McDonalds-Besuch, drei Minuten nachdem die Mauer gefallen ist." Natürlich geht der Annäherungsversuch schief, denn Auge in Auge mit der Angebeteten bringt Simon kein Wort heraus: "ein Reh im Fernlicht eines Gurkenlasters." Zum Glück gibt es aber Paula. Die ist mit allen Beziehungswassern gewaschen und hat den perfekten Paula-Plan parat, mit dem Simon die Milchschaum-Fachkraft todsicher klarmacht. Dummerweise vermasselt Simon den Plan, weil er sich am Tag X aus seiner Wohnung aussperrt. Zum Glück hat seine kroatische Putzfrau Lala einen Ersatzschlüssel. Am Anfang fand ich das Buch noch ganz lustig, auch wenn ich die Gedankengänge des Protagonisten nicht unbedingt nachvollziehen konnte,weil die Betrachtungsweise der Dinge eher der männlichen Sicht entspricht. Aber im Lauf der (Lese)Zeit wurde das ganze so chaotisch und völlig unwirklich, daß mir das Lachen größtenteils verging. Sorry, das ist nicht meine Art von Humor. Mein Fazit nach 280 Seiten: der Titel "Vollidiot" ist so ziemlich das Beste am Buch, denn er trifft absolut auf den "Helden" der Geschichte zu. Verhext - Amanda Quick * * * * * Als ihre Tante Zoë erpresst wird, stürzt sich die temperamentvolle Iphiginia mit Feuereifer in die Aufklärung des Falles. Sie gibt sich als Geliebte des angeblich verstorbenen Earl of Masters aus, bis dieser bei einem Ball höchstpersönlich vor ihr steht. Iphiginia fällt aus allen Wolken - doch der Earl ist von seiner "Mätresse", wie es scheint, sehr angetan ... Ein sehr amüsanter, herzerfrischender Liebesroman, an dem mir besonders gut gefallen hat, daß die "Heldin" nicht das hilflose, schutzbedürftige junge Mädchen ist, wie in dem meisten Geschichten dieser Art. Iphiginia hat ihren eigenen Kopf und ist gut in der Lage, für sich selbst zu entscheiden. Als sie sich in den Earl of Masters verliebt, fällt es ihr oft schwer, zu akzeptieren, daß auch er sehr gute, intelligente Ideen hat. Es kommt immer wieder zu interessanten Wortgefechten, und einige Situationen sind schlichtweg komisch. Angenehm finde ich auch, daß sich die Protagonisten von Anfang an aufeinander zu entwickeln, ohne zwischendurch zermürbende Streitigkeiten auszufechten. Das Buch ist wie geschaffen für einen gemütlichen, unbeschwerten Lesenachmittag. Zeit im Wind - Nicholas Sparks * * * * * Manchmal schweifen ihre Blicke in weite Ferne. dann reagiert sie verhalten, wenn mehr Leichtigkeit und Freude zu erwarten wäre. Jamie ist immer freundlich, manchmal bis zur Schmerzgrenze nett und hilfsbereit. Von Gleichaltrigen wird sie belächelt und von den Erwachsenen für ihre Güte bewundert... Landon, ein ziemlich coller Klassenkamerad am College, stellt skeptisch fest, daß sie mal diese und mal jene Wirkung auf einen hat, aber nie eine normale. Jamie ist mit ihrer geradezu heiligen Aura, ihrer häufigen Entrücktheit und ihrem ätherischen Wesen schwer zu begreifen. Niemals hätte Landon gedacht, daß er sich in ein so seltsames Mädchen verlieben würde. Landon, der es liebt, Streiche auszuhecken, mit seinen Kumpels nachts auf Grabsteinen zu lümmeln und Erdnüsse zu essen oder den Pfarrer (der Jamies Vater ist) wegen seiner harschen Predigten gegen die Unzucht zu verlachen. Doch das Unmögliche geschieht. Jamie stellt sich, während er, jetzt 57, in der Rückschau erzählt, als die größte Liebe seines Lebens heraus. Tragischer Weise ist ihr Glück nur von kurzer Dauer. Dann legen sich schwere dunkle Wolken über die Süße der zarten Regungen, wie sie nur die erste große Liebe kennt. Jamies unterschwellige Traurigkeit, die ihm schon öfter Rätsel aufgab, hat einen tragischen Namen. Jamie trägt ein entsetzliches Geheimnis mit sich herum. Zeit im Wind ist die anrührende und mitreißende Geschichte einer besonderen Liebe zwischen zwei Teenagern, wie sie verschiedener nicht sein können. Ihr traumhafter Grad an Reinheit und Echtheit läßt Wunder geschehen und vermag, Berge zu versetzen. Sie ist mit ihren schwindelnden Höhen und grausigen Abgründen von der Art, wie man sie ein ganzes Leben nicht vergißt, während kein Bild der erinnerung jemals wirklich verblaßt. Es ist ein Roman der leisen Töne. Die Handlung ist nicht spektakulär, erzählt wird die Geschichte einer wunderbaren Liebe zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen bis zur letzten Seite. Das Buch hat mich sehr berührt und am Ende auch traurig gemacht. Gleichzeitig wird einem im Lauf der Geschichte die unendliche Kraft der Liebe bewußt. Flammen der Sehnsucht - Shirlee Busbee * * * * Noch keine Frau hat das Herz des ungebärdigen Rafael Santana
zu rühren vermocht. Seine harte Kindheit bei den Komantschen und
Konflikte mit seinem arroganten Großvater haben ihn scheinbar
gefühllos werden lassen.Frauen sind ihm bloß flüchtige
Vergnügungen für ein paar angenehme Stunden. Zu Elizabeth
Ridgeway allerdings, der bezaubernd schönen, blonden
engländerin, fühlt er sich auf unerklärliche Weise hingezogen,
so sehr er sich dagegen wehrt. Die junge Frau ist von ihrem Vater
an einen Mann verschachert worden, der an ihren Reizen kein
Interesse zeigt: Nathan Ridgeway ist homosexuell. Zwischen Rafael
und Elizabeth sprühen die Funken der Leidenschaft, doch Rafaels
Frau gelingt es durch ein teuflisches Komplott, ihren Mann von
der Rivalin abzubringen. Enttäuscht und verbittert verläßt er
die heiß Begehrte, während Elizabeth an der Seite ihres
gutmütigen Mannes vergeblich Vergessen versucht. Mit Rafael und Elizabeth treffen zwei totale Gegensätze aufeinander. Auf der einen Seite Elizabeth, die als junges, unerfahrenes Mädchen von ihrem Vater und der Stiefmutter in eine Ehe gedrängt wird, um sie aus dem Weg zu haben. In ihrer Naivität erkennt sie erst spät, daß ihr Mann sie nie lieben kann. Als sie auf den arroganten und nach außen hin gefühllosen Rafael trifft, gerät ihr Weltbild völlig durcheinander. Ihre Gefühle ihm gegenüber will sie nicht wahrhaben und hat ein schlechtes Gewissen, weil sie ihren Ehemann betrügt. Andererseits sieht sie über seine Affären mit anderen Männern hinweg. Es kommt zu einer ganzen Reihe an Mißverständnissen und anfangs nicht ganz nachvollziehbaren Handlungen auf beiden Seiten. Shirlee Busbee schafft es mit ihrem einfühlsamen Erzählstil, die Beweggründe der Protagonisten offensichtlich zu machen, was mir an dem Roman besonders gut gefallen hat.
Musk - Percy Kemp * * * * * "Nie werde ich den Duft Deiner Haut vergessen." Vor
vielen Jahren schrieb eine Geliebte des jungen Armand Eme ihm
diese Zeile, und auch heute noch krönt der ehemalige
Geheimdienstler seine penibel durchgeführte Morgentoilette mit
diesem Duft - Musk -, ehe er sich zum Frühstück in sein
Lieblingscafé begibt. Auf den ersten Blick handelt es
sich um eine amüsante Geschichte, die einen immer wieder
schmunzeln läßt. Die Gauklerin - Astrid Fritz * * * * Die junge Agnes führt ein behütetes Leben bis zu dem Tag, als der Krieg seine Fühler nach ihrer Heimatstadt Ravensburg ausstreckt. Seit fünf Jahren währt das Schlachten schon - dreißig werden es am Ende sein. Bald sind ihre Brüder mit den Soldaten davon, und auch Agnes hält es nicht daheim - sie hat sich in einen fahrenden Sänger verliebt. Der lässt sie in Stuttgart sitzen, schwanger und mittellos. Doch Agnes ist hübsch und gescheit, und so bringt sie es von der Spülmagd bis zur Zofe der württembergischen Prinzessin. Aber der Krieg holt sie immer wieder ein. Als die Mutter im Sterben liegt, macht sich Agnes auf, um ihre verfeindeten Brüder zu suchen... Das Buch hat mich interessiert, nachdem die beiden Vorgängerbände mir sehr gefallen haben. Dem Titel nach hatte ich auch erwartet, einen ähnlichen Roman zu lesen. Leider ist die ganze Geschichte für meinen Geschmack zu sehr von der Zeit des dreißigjährigen Krieges geprägt. Von Agnes ist immer nur zwischendurch in kleinen Kapiteln die Rede, dazwischen ziehen sich die endlosen Kriegsberichte und Schilderungen diverser Greueltaten. Die letzten 100 Seiten sind dann wieder so, wie ich mir das ganze Buch gewünscht hätte. Agnes und ihre Familie stehen im Mittelpunkt, und die ganze Geschichte wird wieder richtig spannend. Nachtglut - Sandra Brown * * * * * Er kann warten. Und er hat große Pläne - Rachepläne. Sandra Brown's Schreibweise
fesselt von der ersten Seite an. Es gelingt ihr in diesem Buch,
die Spannung von Kapitel zu Kapitel aufzubauen und dem Leser
immer wieder eine neue Blickrichtung auf die Geschichte zu geben.
Die Story ist voller Kontraste: Auf der einen Seite Carl Herbold,
der Psychopath, der aus dem Gefängnis ausbricht, um alte
Schulden zu begleichen, und dabei eine blutige Spur durch Texas
hinterläßt. Liebe in Gefahr - Emily Carmichael * * * * * Miriam muß aus England fliehen, da sie als Spionin angeklagt wird. Niemand hat sie auf das rauhe Leben im Norden Amerikas vorbereitet. Sie kommt aus adeligem Haus und ist von klein an verwöhnt worden. Wäre da nicht der Halbindianer Jordan, der sie aus höchster Gefahr gerettet hatte, könnten ihre Verfolger schon längst triumphieren. Miriam ist fasziniert von ihrem Retter, doch der will mehr von ihr als bloße Zuneigung. Er will ihr Herz und ihre Seele ganz für sich gewinnen. Eigentlich ist Jordan kein
Halbindianer, wie im Klappentext geschrieben. Er ist ein Weißer,
der sich, aus Verbitterung über die "vornehme"
Bostoner Gesellschaft, den Indianern angeschlossen hat. Miriam,
die in England der Spionage verdächtigt wird, flüchtet nach
Amerika, um ihren Cousin und ehemaligen Verlobten zu suchen, denn
er hat angeblich geheime Papiere in ihrem Haus versteckt. Auf der
Reise gerät die junge Frau aus gutem Hause in Seenot und wird
von Jordan vor dem Ertrinken gerettet. Die Herrin der Burg - Ulrike Schweikert * * * * Sie haben denselben Vater: Bei diesem Buch war ich für die
Personenliste im Anhang sehr dankbar, denn sonst wäre ich schwer
ins Schleudern gekommen. Die Geschichte insgesamt war nicht
schlecht, aber durch die Unmenge an Namen fand ich sie teilweise
recht unübersichtlich. Dazu kommt, daß man in der Handlung sehr
häufig nicht weiß, wer gerade was macht; man hat es sozusagen
mit Phantom-Gestalten zu tun und erfährt erst einige Kapitel
später, um wen es sich bei der jeweiligen Angelegenheit
gehandelt hat. Diese Schreibweise ist interessant, wenn sie ab
und zu angewendet wird, aber da sich solche Situationen sehr oft
ergaben, fand ich es mit der Zeit lästig. Zu den vielen offenen,
ungeklärten Handlungssträngen kam noch ein häufiger
Ortswechsel, manchmal schon wieder nach wenigen Sätzen. Unter dem Herbstmond - Victoria Holt * * 'Wenn ein Mädchen sich zur Zeit des Herbstmondes unter die große Eiche setzt, kann sie den Mann sehen, den sie einmal heiraten wird.' Das verkündet eine alte Sage, die der jungen Cordelia Grant nicht mehr aus dem Kopf geht, nachdem sie im Herbst in der Schweiz einem geheimnisvollen Fremden gegegnet ist. Sie verliert ihn wieder aus den Augen, doch muß sie selbst dann noch an ihn denken, als der reiche Grundbesitzer Sir Jason Verringer um sie wirbt. Die ganze Geschichte war mir zu konstruiert. Sie baut mehr oder weniger auf Cordelias "guter Erziehung" auf, die sie in einer vornehmen Schule in der Schweiz genossen hat. Diese Erziehung wird so oft erwähnt und ausführlich erklärt, daß man spätestens ab der Hälfte des Buches genug davon hat. Die Protagonisten haben sich in den Haaren, sobald sie sich sehen, und ganz plötzlich wird aus heiterem Himmel Liebe daraus. Die Entwicklung war für meinen Geschmack recht unglaubhaft und oberflächlich. Ich habe von Victoria Holt schon bessere Bücher gelesen. Hochlandzauber - Jillian Hunter * * * * * Seitdem Tod ihres Vaters kümmert sich niemand mehr um die Erziehung der zierlichen Marsali Hay. Sie schart eine Gruppe von kampflustigen Burschen um sich und übernimmt mit ihrer "Bande" während der Abwesenheit des Lairds den Schutz ihres Clans. Das ändert sich sofort, als Duncan McElgin auf seine Ländereien zurückkehrt. Entsetzt sieht er, wie wenig Marsali - die Tochter seines alten Freundes - auf eine standesgemäße Ehe vorbereitet wurde. Duncan setzt eine hohe Mitgift aus und lädt zahlreiche Bewerber auf sein Schloss ein. Er ahnt nicht, dass Marsali, die über magische Kräfte verfügt, ihn längst mit einem Liebeszauber belegt hat, der nur ein Ziel hat: Duncan soll die begehrlichen Gefühle, die in Marsali leidenschaftlich für ihn brennen, erwidern...... Die Geschichte ist reich an Sprachwitz und Situationskomik. Ich kann sie jedem empfehlen, der einen vergnüglichen, kurzweiligen Lesenachmittag oder -abend verbringen möchte. Eigentlich handelt es sich ja um eine romantische Liebesgeschichte mit einer guten Portion Abenteuer. Jillian Hunter hat das ganze sehr vergnüglich gestaltet mit ihrer humorvollen Erzählweise und der wunderbaren Beschreibung aller Personen. Der ganze Clan wächst einem direkt ans Herz, während man über manche tollpatschige Aktion der "wilden Highlander" und ihrer hübschen und pfiffigen Anführerin schmunzelt. Die Situation, als Duncan mit seinen Mannen Marsali aus dem Kloster zurückholt, ist einfach köstlich geschildert! Das Parfum - Patrick Süskind * * * * * Jean-Baptiste Grenouille wird 1738 als unehelicher Sohn einer
Fischverkäuferin geboren; er überlebt den versuchten Kindsmord
seiner Mutter und das entbehrungsreiche Leben als Kostkind sowie
die Zeit als Hilfskraft bei einem Gerber, wo er
lebensgefährliche Arbeiten verrichten muss. Ausgestattet mit
einem absoluten Geruchssinn, ist er selbst jedoch ohne Geruch.
»Sie konnten ihn nicht riechen. Sie hatten Angst vor ihm.« Als
Mensch ohne Geruch zum Außenseiter verurteilt, erschließt er
sich die Welt von Gerüchen und Düften, die er förmlich in sich
aufsaugt. So folgt Grenouille über mehrere Pariser Stadtviertel
dem Duft eines jungen schönen Mädchens, das er schließlich
tötet, um ihren Duft in allen Feinheiten in sich aufzunehmen. Nach über zwanzig Jahren habe
ich jetzt das Buch aus aktuellem Anlass zum zweiten mal gelesen
und war wieder fasziniert. An einige Begebenheiten konnte ich
mich nach der langen Zeit nicht mehr erinnern, aber das meiste
der Geschichte war mir immer noch sehr deutlich im Gedächtnis.
Schon damals war ich fasziniert von der so intensiv beschriebenen
Geruchswelt des Mörders. Man hat förmlich den Gestank vom
Fischmarkt in der Nase, wo Grenouille das Licht der Welt
erblickt, man "riecht" sich mehr oder weniger durch das
Buch, schwelgt in den Düften des Ladens von Monsieur Baldini und
atmet zusammen mit Grenouille die klare Bergluft, als er sich in
die Einsamkeit flüchtet. Eigentlich ist er ja ein Scheusal, aber
durch die detaillierte Schilderung seines Innenlebens kann man ab
und zu sogar ein klein wenig Sympathie für ihn empfinden. Damals
war er ein Nichts, das sich durch die Lebensumstände zur Bestie
entwickelt hat. Heute würde man sagen, daß der Protagonist
teilweise autistische Züge aufweist und durch seinen Lebenslauf
auf die Falsche Bahn gekommen ist. Die Wunderheilerin - Ines Thorn * * * * * Leipzig, Anfang des 16. Jahrhunderts: Obwohl ein Fluch auf ihm
liegt, heiratet die Henkerstochter Priska den Stadtarzt Adam.
Eigentlich müsste sie glücklich sein, doch sie weiß genau,
dass Adam sie niemals lieben wird. Für diesen wunderbaren Roman habe ich an einer Leserunde der Büchereulen teilgenommen. Hier geht's zur Leserunde "Die Wunderheilerin"
Schatten des Schicksals - Heather Graham * * * * * Sabrina flüchtet vor ihrem grausamen Stiefvater direkt in Sloan Trelawnys zärtliche Arme. Und obwohl sie sein heißes Sioux-Blut fürchtet, zwingt ihre Sehnsucht sie, ihm bis nach Amerika zu folgen, wo sie mitten in die Wirren eines Krieges gerät. Besonders gut gefällt mir an den Wildwest-Romanen der Autorin, daß es keine reinen Liebesgeschichten sind, sondern daß Heather Graham sich ausgiebig mit der Problematik zwischen Rot und Weiß der damaligen Zeit beschäftigt hat und den historischen Hintergrund auch sehr gut für den Leser herüberbringt. Denn die Situation war alles andere als rosig und romantisch und wurde von schweren Kämpfen überschattet. Aber gerade diese Mischung aus realer Geschichte und Liebesroman macht das ganze so glaubwürdig. Die schottische Lady - Heather Graham * * * * Düstere Träume suchen die aufregend schöne Shawna MacGinnis heim. Die schottische Lady kann nicht vergessen, daß sie einst David Douglas von Castle Rock verführt und unwissentlich in eine tödliche Falle gelockt hat. Doch der geliebte Laird ist nicht tot. Er ist zurückgekehrt - ein verbitterter, rachsüchtiger Mann, der sein Geburtsrecht einfordert und seinen Feinden Vergeltung schwört. Shawna soll für ihren Verrat zahlen, mit ihrem Körper, mit ihrer Seele. Doch ihre Liebe ist stärker als der alte Haß, verheißt neues Leben. In der Fortsetzung von "Der Indianerlord" geht es hauptsächlich um David Douglas, den Bruder Hawks. Seit Jahren wird er von seiner Familie für tot gehalten, aber schon im ersten Buch bekommt Hawk einen Hinweis, daß sein Bruder noch am Leben wäre. Um der Sache auf den Grund zu gehen, reist Hawk mit seiner jungen Frau in die schottischen Highlands. Dort trifft er Shawna, die mit ihrer Familie in der Abwesenheit des Lairds dessen Güter verwaltet. Sie wird von Alpträumen geplagt, denn sie fühlt sich mitschuldig am "Tod" von David. Schnell stellt sich heraus, daß David wirklich noch am Leben ist. Heather Graham erzählt sehr spannend, aber ab und zu hatte ich das Gefühl, daß sie zuviel des Guten in ihren Roman gepackt hat, denn es ist in dieser Geschichte einfach nichts, wie es scheint. Trotz der aufregenden Geschichte kommt der zweite Band für mich nicht an den Indianerlord heran. Die Hüterin der Gewürze - Chitra Banerjee Divakaruni * * * * * Tilo ist eine Inderin, die auf geheimnisvolle Weise nach
Kalifornien gekommen ist, wo sie in Oakland einen Gewürzladen
betreibt. Auf der Insel der Alten Heilerin ist sie durchs Feuer
der Erkenntnis und Selbstaufgabe gegangen, und nun kann sie in
die Herzen der Menschen sehen und deren tiefste und geheimste
Wünsche erkennen. Sie ist die Hüterin der Gewürze, eine
Hohepriesterin, die über die magische Kraft aller Gewürze
befiehlt. Wer in Tilos Laden kommt, zumeist indische Immigranten,
sucht Heilung oder die Erfüllung seiner Träume mittels des
Gewürzes, das Tilo für ihn bestimmt. An der Grenze zwischen Magie und Realität spielt der erste Roman von Chitra Banerjee Divakaruni. Ihre Ich-Erzählerin, die weise Tilo, ist nicht nur mit dem Zauber aller Gewürze in ihrem Laden vertraut, sie kann auch den Menschen direkt ins Herz schauen. Doch ihre magischen Kräfte versagen, als sich ihr eigenes Leben zu wandeln beginnt. Eine poetische Verbindung uralter Mythen und der realen Welt. Dieser Roman ist einfach
phantastisch. Die alte Türe zu Tilos kleinem Gewürzladen ist
wie eine Schwelle zwischen zwei Welten: Die Safranhändlerin - Helga Glaesener * * * * Trier im Jahr 1328: Die junge und schöne Marcella Bonifaz handelt mit Buchfarben, Salben und Parfum. Als man ihr toskanischen Safran - damals wertvoller als Gold - zu einem sensationellen Preis anbietet, wittert sie ihre große Chance. Doch der Handelszug wird überfallen. Die mutige Marcella beginnt ein waghalsiges Unernehmen, um ihre Güter wiederzubekommen...... Eigentlich handelt es sich um
eine interessante, spannende Geschichte. Die Protagonistin, eine
junge Frau, die großen Wert auf ihre Unabhängigkeit legt,
handelt mit Safran aus Italien. Der Transport mit ihrer Ware wird
überfallen, und sie muss feststellen, daß sie ein kleines
Vermögen verloren hat. Der erste Verdacht fällt auf Damian
Tristand. Marcella vermutet jedoch mehr hinter der Sache und
hält Damian für unschuldig. Gemeinsam machen sich die beiden
daran, den Betrugsfall aufzuklären. Himmelblau und Rabenschwarz - Lolly Winston * * * * * Was haben Kekse, Kellnern, Verabreden und Lust mit den traurigen Seiten des Daseins zu tun? Sophie Stantons Leben ist völlig außer Kontrolle geraten:
Sie hat nicht nur ihren Mann, sondern auch ihren Job und zu allem
Überfluss ihre Taille verloren. Nun muss sie sich ganz neu
erfinden - keine leichte Aufgabe...... Der Indianerlord - Heather Graham * * * * * Skylar Connor ist voller Erwartungen, als sie in die Wildnis Dakotas kommt, um die Goldmine ihres verstorbenen Mannes in Besitz zu nehmen. Doch dann fällt sie einem Mann in die Hände, der keinerlei Rücksicht auf ihre Gefühle nimmt. Hawk, der Sohn einer Indianerin und eines englischen Lords, ist ein echter Mann der Wildnis. Eine Frau wie Skylar aber ist ihm noch nicht begegnet. Ihre verführerische Schönheit macht ihn wehrlos, ihre Wildheit verschreckt ihn - eine Frau, die gern mit dem Feuer spielt. Besonders gut hat mir an dem Buch gefallen, daß es sich nicht nur um einen Liebesroman handelt, bei dem sich die Protagonisten viele Seiten lang in den Haaren und zum Schluss dann in den Armen liegen. Nebenbei erfährt man sehr viel über die Probleme der Indianer mit den Weißen zur damaligen Zeit. Bis auf zwei falsche Jahreszahlen (kann auch ein Druckfehler sein) hatte ich beim Lesen den Eindruck, daß die Autorin gut recherchiert hat, was die historischen Hintergründe betrifft. Der Ritter und die Lady - Merline Lovelace * * * Nur nicht ins Kloster! Doch es bleibt einer jungen Witwe im Jahre 1184 keine andere Wahl - es sei denn, sie heiratet wieder. So gibt die zierliche Lady Mellisynt of Trémont einem Fremden ihr Jawort: dem stattlichen Ritter Sir Richard of Edgemoor. Aber schonkurz nach der Hochzeit zieht er von Nantes aus in den Krieg. Als er zurückkehrt, bringt er als seine Geisel die schöne Isabeau mit. Doch er hat nur Augen für seine bezaubernde Frau. Wie töricht ist Mellisynt, daß sie ihm Ehebruch unterstellt. In seiner Ehre gekränkt reist er nach Frankreich, ohne sich vorher mit ihr ausgesöhnt zu haben. Als Mellisynt erfährt, daß Richard des Verrats bezichtigt und eingekerkert wurde, folgt sie ihm. Hochschwanger! Komme, was wolle: Sie muß jetzt Richard ihre Liebe beweisen und ihn retten! Gefallen hat mir die altmodische Sprache, in der die Geschichte verfaßt ist. Der Stil paßt prima zur Handlung. Aber irgendwie kam mir das ganze ziemlich "mechanisch abgehandelt" vor, ohne Tiefgang. So richtig warmgelesen habe ich mich bis zum Ende nicht. Ich würde es als entspannende Lektüre für einen gemütlichen Lese-Nachmittag empfehlen, wenn da nicht die vielen Personen wären, bei denen ich teilweise Mühe hatte, sie sofort in die richtige Beziehung zueinander zu bringen. Die Protestantin - Gina Mayer * * * * * Kaiserswerth im Jahre 1822. Die junge Johanne sehnt sich
danach, ihr trostloses Elternhaus zu verlassen und der Armut zu
entkommen. Der protestantische Pfarrer Theodor Fliedner erkennt
ihre Klugheit und ermutigt sie, ihm bei der Gemeindearbeit zu
helfen. Schnell ist offensichtlich, dass Johanne die ideale
Gattin für den ehrgeizigen Pfarrer wäre. Doch als er um ihre
Hand anhält, trifft sie eine mutige Entscheidung. Sie lehnt eine
Ehe mit ihm ab und wählt die Freiheit. Dennoch bleiben Fliedner
und Johanne enge Vertraute, verbunden durch ihren tiefen Glauben
und die Vorbereitungen zur Gründung des ersten Diakonissenhauses
in Kaiserswerth. Gina Mayer hat es mit ihrem Romandebüt geschafft, mich nachhaltig zu beeindrucken. Auch in den Lesepausen, wenn ich mit ganz anderen Dingen beschäftigt war, habe ich mich immer wieder beim Grübeln ertappt. Das Leben im 19. Jahrhundert ist so packend erzählt, daß man immer wieder darüber nachdenken muss. Man merkt deutlich, daß die Autorin mit viel Liebe zum Detail recherchiert hat. Die historischen Hintergründe, die Gründung der ersten Diakonissenanstalt durch Theodor Fliedner, die Armut und das Elend der einfachen Bevölkerung in Deutschland, die Revolutionäre Bewegung und der Krieg mit Frankreich, alles ist so fesselnd und lebendig geschildert und geschickt in den Roman eingebracht, daß man sich förmlich in die Zeit versetzt fühlt. Von den beiden Schwestern ist mir besonders Catharine ans Herz gewachsen, denn ich konnte mit in vielen Dingen mit ihr identifizieren. Das Ende der Geschichte war für mich überraschend und etwas plötzlich. Gerne hätte ich noch mehr über Magdalena erfahren, wie es ihr weiter ergangen ist.
Dr. Quinn Ärztin aus Leidenschaft / Eine Frau geht ihren Weg - Dorothy Laudan * * * Mit 'Eine Frau geht ihren Weg', dem siebten großen Roman zur Serie, wird diese Reihe nun fortgesetzt - und zugleich der langgehegte Wunsch zahlreicher Fans erfüllt: mehr zu erfahren über Michaela Quinns Leben, bevor sie nach Colorado Springs kam; über ihren Vater, der als einziger an ihre Zukunft als Ärztin glaubte; über ihre Erfahrungen als einzige Frau auf dem College; und vor allem über David, Michaelas große Liebe aus der Studienzeit. Für mich persönlich war das Buch nicht sonderlich interessant, was sicher auch daran liegt, daß ich die TV-Serie nie gesehen habe. Der ganze Roman dreht sich eigentlich um die Vergangenheit der Ärztin, was sie ihrem Mann an mehreren Abenden sehr ausführlich erzählt. Sully muß schon eine gehörige Portion Verständnis aufbringen, wenn ihm seine Frau derart detailliert von ihrer früheren großen Liebe erzählt. Meiner Meinung nach möchte das kein Mann in dieser Ausführlichkeit hören. Für Fans der Serie mag das Buch jedoch sehr interessant sein. Im Namen der Heiligen - Ellis Peters * * * * Cadfael macht sich als Dolmetscher mit einer Delegation seines
Klosters auf den Weg nach Gwytherin in Wales, um die Gebeine der
Heiligen Winifred nach Shrewsbury zu bringen, da Prior Robert
schon seit langem gerne eine Schutzheilige für die Abtei St.
Peter und St. Paul haben wollte. Als dann einem der Mönche diese
Heilige im Traum erscheint, scheint die Sache beschlossen und man
macht sich auf den Weg. Jedoch stellt sich die Aktion als
schwerer heraus als geplant, denn es gibt unter den Walisern
einige, die die Heilige in ihrem Grab ruhen lassen möchten. Obwohl ich normalerweise nicht
der große Krimifreund bin, lese ich die Romane um den Mönch
Cadfael sehr gerne. Ellis Peters hat ihre Bücher mit viel Herz
geschrieben. Die Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet,
und die Beschreibungen nur allzu menschlich. Wenn Cadfael wieder
einmal seinen Mitbrüdern auf die Schliche kommt und anscheinend
in ihre geheimsten Gedanken schauen kann, muß man beim Lesen
unwillkürlich schmunzeln. Oft vergißt man fast, daß die
Handlung im Mittelalter spielt, denn Cadfael ist ein sehr
vernünftiger Mensch mit scharfem Verstand, der sehr genau
hinsieht und hinhört. Seltsamerweise wir er immer wieder in
diverse Kriminalfälle verstrickt, die es zu lösen gilt.
Das Leben, die Liebe und die Macht - Olivia ONeill * Caro, jung, unternehmungslustig und schön,kommt nach Indien, um dort ihre Vergangenheit in England zu vergessen. Doch statt im sagenhaften Palast des Maharadschas Luxus und Vergnügen zu finden, gerät sie in Gefangenschaft und muß Erniedrigung und Leid ertragen, als sie in die Kriegswirren an den Ufern des Ganges gezogen wird. Sie wird gezwungen, einen Mann zu heiraten, den sie haßt, und einen anderen aufzugeben, der im Sturm ihr Herz erobert hat... Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Charaktere bleiben völlig farblos, die Geschichte ist total unwirklich und verworren, und die Handlungen der Protagonistin absolut nich nachvollziehbar. Die geschilderten Abenteuer wirken völlig an den Haaren herbeigezogen.
Die Tochter der Hexe - Astrid Fritz * * * * 1/2 Als junges Mädchen erfährt Marthe-Marie, dass sie die Tochter einer Frau ist, die als Hexe galt. Sie macht sich auf in die Stadt, in der ihre Mutter grausam sterben mußte. Doch als in Freiburg aufs Neue die Scheiterhaufen lodern, bleibt Marthe-Marie nur die Flucht. Sie schließt sich einer Truppe von Gauklern an die kreuz und quer durch den Südwesten des Deutschen Reiches zieht. Bald merkt sie, daß ihr zwei Männer auf den Fersen sind. Der eine sucht ihre Liebe, der andere ihren Tod. Auf der Suche nach ihren Wurzeln kommt Marthe-Marie nach Freiburg, in die Stadt, wo ihre Mutter als Hexe hingerichtet wurde. Aber nach kurzer Zeit fühlt sie sich bedroht und schließt sich mit ihrer kleinen Tochter einer Truppe von Gauklern an, um ihren Vater zu finden. Man erfährt viel über das Leben der "unehrlichen" Randgruppen der damaligen Zeit. Astrid Fritz hat sehr gut recherchiert, und man kann sehr gut nachempfinden, wie es dem fahrenden Volk erging. Insgesamt hat mir der Roman großartig gefallen, nur hatte die Geschichte im mittleren Teil doch einige Längen. Dafür überstürzen sich die Ereignisse auf den letzten Seiten, und es gibt fast zu viele Zufälle, um realistisch zu wirken. Darum kriegt das Buch von mir nur 4 1/2 Sterne. Aber auf jeden Fall ist das Buch sehr lesenswert, besonders wenn man bereits "Die Hexe von Freiburg" kennt.
Der Sohn der Schatten - Juliet Marillier * * * * * Kurzbeschreibung: Aus der Amazon-Redaktion: Schon den ersten Teil der Sevenwater-Saga fand ich sehr schön, aber mit Band zwei hat die Autorin für mich noch eine Steigerung erreicht. Beim Lesen habe ich mich fast körperlich in die Zeit des 9. Jahrhunderts versetzt gefühlt, so mitreißend ist die Geschichte geschrieben; man hat das Gefühl, die Handlung direkt hautnah mit zu erleben. Juliet Marillier läßt einen mit ihren Worten förmlich die Kräuter riechen und das Raunen im Wald hören. Es fließt viel aus dem irischen Märchen- und Mythenschatz mit in die Saga ein. Die Liebesgeschichte zwischen Liadan und Bran ist sehr gefühlvoll erzählt; der besondere Schreibstil hat mich auch hier wieder begeistert. Ich konnte mich absolut in Liadan hinein versetzen und ihre Beweggründe nachvollziehen. Auch Bran's Persönlichkeit ist sehr tiefgründig und facettenreich, absolut faszinierend.
Unbestechliche Herzen - Sandra Brown * * * * * Eine Nacht von einem entflohenen Sträfling ans Bett gefesselt, dann als Geisel auf der Flucht ins Ungewisse - die Fotografin Aislinn Andrews müßte um ihr Leben fürchten. Doch sie hat keine Angst! Denn je länger sie mit Lucas Greywolf unterwegs ist, desto stärker wird die Anziehungskraft und das Vertrauen zwischen ihnen. Entgegen aller Vernunft hat Aislinn sich verliebt. In einen Mann, der das Unrecht gegen seinen Stamm so vehement bekämpft hat, dass er jetzt wie ein Schwerverbrecher gejagt wird...... Heute habe ich mein erstes Buch
von Sandra Brown fertig gelesen, und es wird ganz sicher nicht
das letzte sein! Ihr Schreibstil hat mich sehr angesprochen. Sie
versteht es sehr gut, Emotionen in Worte zu fassen. Die
Entführung der Fotografin Aislinn Andrews durch den Indianer
Lucas Greywolf ist sehr bewegend geschildert. Lucas Greywolf
kämpft gegen seine aufkeimenden Gefühle an, die er für die
weiße Frau empfindet, denn in seinem bisherigen Leben hat er mit
Weißen keine guten Erfahrungen gemacht. Nach außen hin gibt er
sich völlig gefühllos und unbewegt. Nur Aislinn spürt, was in
ihm vorgeht und kann seine widersprüchlichen Empfindungen
verstehen.
Wenn deine Hände mich berühren - Katherine Sutcliffe * * * * Roland deGallienne ist der tapferste Ritter aus dem Heer des Königs Henry II. von England. Als er sich - müde vom Krieg gegen Frankreich - in das Kloster Chateauroux zurückzieht, trifft er dort Hope, die magische Heilkräfte haben soll. Hoe, die vom gierigen Abt des Klosters gefangen gehalten und erpresst wird, hat sich geschworen, Roland de Gallienne, der ihrem Volk, den Franzosen, so viel Unheil gebracht hat, umzubringen. In ihren Augen ist er ein Mörder. Sie hat mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass der Hass, den sie für ihn empfindet, sich ganz plötzlich in etwas völlig anderes verwandeln könnte.... So richtig glücklich war ich
mit der Geschichte nicht. Nach mehreren Mordversuchen wird Hope
von Roland als Gefangene mitgeschleppt. Einerseits hat er einen
Haß auf sie, andererseits fühlt er sich immer mehr zu ihr
hingezogen. Irgendwie ist es mir schwer gefallen, die Entwicklung
der Beziehung nachzuvollziehen, aber früher waren die Gebräuche
halt doch völlig anders und recht rauh. ;-) Auch der Schluß war
für mich nicht einleuchtend, was die seherischen Gaben von Hope
(und ihre Vererbung) betrifft.
Der heilige Stein - Elizabeth Harris Bei Ausgrabungen in einem einsamen Kloster in Wales entdecken die Archäologen unter anderem das Skelett eines Neugeborenen. Nina, einer jungen Helferin, läßt dieser Fund keine Ruhe. Gemeinsam mit Mark, ihrem Vorgesetzten und heimlichen Schwarm, versucht sie das Rätsel zu lösen. Alle Zeichen deuten darauf hin, daß sich hier zu Beginn des dreizehnten Jahrhunderts eine Liebestragödie abgespielt hat. Und daß alle Beteiligten in die Wirren der großen Weltgeschichte verwickelt waren, die sich zur Zeit der Kreuzritter und Katharer in England und Frankreich ereignete. Während Nina und Mark an die historischen Schauplätze reisen und sich auch privat näher kommen, nehmen Roese, das unglückliche Mündel des englischen Knigs, und Gawyn, der bretonische Adelige, immer mehr Gestalt an....... Die Geschichte spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen. Die Verbindung zwischen den Schicksalen im frühen 13. Jahrhundert und der Gegenwart ist der Autorin sehr gut gelungen. Der Anfang ist so spannend und mystisch, daß mir die Gänsehaut aufgelaufen ist. Allerdings hat die Geschichte zum Ende hin schwer nachgelassen, so als dürfte das Buch nur eine bestimmte Seitenzahl haben, in die der ganze umfangreiche Rest der Geschichte gepackt werden mußte. Die Charaktere blieben dadurch etwas blass, und die Handlung konnte mich nicht vollends überzeugen. Einiges an der Story war für mich nicht schlüssig und teilweise unglaubwürdig. * * * * Das Leben brennt wie grüner Chili - William Kowalski Kurzbeschreibung Wie schon "Eddies Bastard" hat mich auch dieses Buch von der ersten Seite an gefesselt. Warmherzig und mit einem feinen Humor beschreibt William Kowalski die verschiedenen Charaktere, die man alle aus der Sicht von Billy Mann kennenlernt, denn auch diese Fortsetzung ist in der Ich-Form verfaßt. Der Erzählstil läßt einen Billy sehr ans Herz wachsen; man kann sich gut in seine Lage versetzen, wenn er nach langer Suche endlich erfährt, wo seine Mutter lebt. Billy gewinnt neue Freunde und eine Familie. Er findet seine große Liebe, aber er muß sich auch mit schweren Problemen herumschlagen und gerät durch einen psychisch kranken Nachbarn mehrmals in Gewissenskonflikte und sogar in Lebensgefahr. Wie Billy's Suche nach der eigenen Identität endet, das wird hier nicht verraten. Ich kann nur empfehlen, das Buch selbst zu lesen; es lohnt sich ganz sicher. * * * * *
Rebellion des Herzens - Johanna Lindsey Eine jahrzehntealte blutige Fehde zwischen benachbarten Familien in Texas bedroht Cassie Stuarts Land und Leben. Die Ranch ihres Vaters ist in höchster Gefahr. In dieser verzweifelten Situation kann ihr nur ein Mann helfen, einer, der bereit ist, sein Leben für die bezaubernde junge Frau zu riskieren: Angel, ein rauher, in ganz Texas berüchtigter Revolverheld mit Augen so schwarz wie die Sünde. Aber Angel will mehr als eine Handvoll Dollar. Er will cassie, die ihn anfangs schroff zurückweist.... Diesen Liebesroman habe ich so ziemlich an einem Stück gelesen. Er ist spritzig und humorvoll geschrieben und läßt auch eine gewisse Spannung nicht vermissen. Die Reaktionen und Dialoge der beiden Liebenden sind amüsant geschildert. Es handelt sich um den dritten Band der Wildwest-Trilogie um Jessie und Chase und ihre Freunde, und im Vergleich hat mir dieses Buch von allen dreien am besten gefallen. * * * * * Die Hexe von Freiburg - Astrid Fritz Freiburg im 16. Jahrhundert: Der Hexenwahn fegt über Deutschland. Als in dem Universitätsstädtchen am Rande des Schwarzwalds zum ersten Mal die Flammen über einer Hexe zusammenschlagen, wird Catharina geboren. Ein schlechtes Omen? Das wissbegierige Mädchen wächst zu einer selbstbewussten jungen Frau heran, die ihr Leben lang gegen die Abhängigkeit von den Männern ankämpft. Am Ende droht sie deswegen alles zu verlieren - nur eines bleibt ihr: eine unendliche Liebe, vor der selbst der Tod seinen Schrecken verliert. Eine sehr berührende Geschichte
über das Leben einer jungen Frau in der frühen Neuzeit, als der
Hexenwahn in Deutschland immer wieder in verschiedenen Städten
ausbrach. Catharina hat nicht viele glückliche Zeiten in ihrem
Leben. Nach dem Tod der Mutter, als der Vater wieder heiratet,
verläßt sie das Elternhaus, da ihre Stiefmutter und der ältere
Stiefbruder ihr das Leben schwer machen. Bei ihrer Tante findet
sie eine neue Familie und Geborgenheit. Schon in jungen Jahren
entwickelt sich eine besondere Beziehung zwischen ihr und ihrem
Cousin Christoph. Als dieser eine Ausbildung in der Gaststätte
eines Onkels macht und dessen Tochter heiratet, fühlt sich
Catharina allein gelassen und verläßt Lehen. * * * * * Verity Grey kann nicht widerstehen, als sie zu Ausgrabungen ins schottische Rosehill eingeladen wird. Die Aussicht, hier die letzte Ruhestätte der legendären Neunten Römischen Legion zu finden, ist einfach zu verlockend. Und obwohl die resolute junge Archäologin nicht an rätselhafte Erscheinungen glaubt, erlebt auch sie fasziniert mit, wie in Rosehill ein Geist umgeht: der Geist eines römischen Legionärs! Als ob das alles noch nicht genug wäre, um Verity an ihrem Verstand zweifeln zu lassen, trifft sie auch noch David, dessen Charme sie vollends aus der Reserve lockt. Dieses Buch hat alles, was ein schöner Roman braucht: Spannung, ein wenig Mystik, eine gute Schreibweise, Humor und eine Liebesgeschichte. Besonders interessant fand ich die sehr genauen Beschreibungen zur Arbeit der Archäologen; die Autorin hat sehr intensiv recherchiert und detailreich darüber berichtet. "Rosehill" ist nach "Mariana" der zweite Roman, den ich von Susanna Kearsley gelesen habe, und ich muß sagen, mir hat er noch besser gefallen. Die ganze Geschichte ist für meinen Geschmack besser aufgebaut, und die Charaktere wirken alle lebendiger. Das kleine Örtchen Eyemouth erscheint sehr liebenswert, und man würde am liebsten gleich losfahren, um Schottland, seine Einwohner und die Landschaft kennenzulernen. Ansprechend finde ich, daß das Buch in der Ich-Form geschrieben ist und daß die Autorin auch in den Dialogen und verschiedenen Situationen einen feinen Humor durchblicken läßt. * * * * * Der siebte Himmel - Alice Hoffman In der amerikanischen Kleinstadt Janus scheint die Welt noch in Ordnung. Bis eines Tages Nora Silk in den Ort zieht und die Gemüter in Aufregung versetzt. Denn Nora Silk ist keine Frau wie jede andere. Seit kurzem geschieden, hat sie zwei Kinder, einen klapprigen VW-Käfer, irritierend hohe Stöckelschuhe und eine leicht unkonventionelle Art zu leben. Und während ihre Nachbarn zwischen tiefer Verachtung und uneingestandener Faszination hin- und hergerissen werden, versucht Nora sich auch in der engstirnigen Umgebung des Ortes ihre Aufgeschlossenheit, Lebenslust und Sinnenfreude zu bewahren. Und nach und nach beginnt sie, die das ganze leben will und keine falschen Kompromisse, mit der Magie ihrer Ausstrahlung den braven Bürgern von Janus ein neues Leben einzuhauchen.... Ein wunderschönes, poetisches Buch über eine geschiedene Frau, die sich in den frühen 60er Jahren mit ihren beiden kleinen Söhnen in einer Vorstadtsiedlung niederläßt, wo nach außen hin, alles sehr harmonisch ist. Aber der Schein trügt, und die Autorin gibt dem Leser interessante Einblicke in das Familien- und Seelenleben der verschiedenen Bewohner. Alice Hofmann schafft es, den banalen alltäglichen Wahnsinn mit Spannung und Poesie zu beschreiben. * * * * * Herrin der Täler - Jennifer Roberson Königliche Intrigen und politischer Verrat bestimmen das Geschehen in Schottland um 1700: "Herrin der Täler" erzählt vor dem Hintergrund dieser gewalttätigen Zeit und dieser rauen Landschaft die atemberaubende Liebesgeschichte eines Mannes und einer Frau, die gemäß ihrer Vorbestimmung von Geburt aus Feinde sein sollten: Denn dem erbittertsten Feind ihres Clans, Alasdair Og MacDonald, darf die zauberhafte Catriona Campbell niemals begegnen geschweige denn vertrauen. Doch er allein erfreut sie schon während der Kindheit mit vielen kleinen Gefälligkeiten. Im Laufe der Jahre erweisen sich ihre Herzen stärker als jede tödliche Gefahr. Furchtlos geloben sie sich ihre Treue und Liebe, während der holländische König William gegen die schottischen Rebellen konspiriert, die den im Exil befindlichen James Stuart zurück auf den Thron holen wollen. Catriona und Alasdair leben ihre Leidenschaft doch sie werden damit zu Schachfiguren im unerbittlichen Spiel um die Macht. "Eine
wunderbare Geschichte - wie ein Plaid, dessen Fäden aus Ehre,
Liebe und Blut gesponnen sind." Fast 180 Seiten habe ich gebraucht, um mich in die Geschichte einzulesen. Der Schreibstil war für mich ziemlich gewöhnungsbedürftig, und die verschiedenen nebeneinander erzählten Handlungsstränge haben alle Konzentration gefordert. Irritiert war ich von den "Visionen" jeweils am Ende der Kapitel; ich wußte nicht recht viel damit anzufangen. Aber dann waren diese Probleme vergessen, denn die Geschichte entwickelte sich sehr spannend und interessant. Am Ende des Buches, im Anhang, wird erklärt, daß die Grundhandlung wirklich in der Art passiert ist, was mich sehr betroffen gemacht hat. Die Autorin hat versucht, das ganze Drama äußerst lebendig vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen, was ihr auch gelungen ist. Erschüttert erfährt man, wie ein ganzer Clan betrogen wurde. Eine sehr traurige Geschichte, die mich nachdenklich gestimmt hat, allerdings ist am Ende auch Hoffnung. Abschließend betrachtet bin ich froh, daß ich durchgehalten habe und das Buch zu Ende gelesen. Es wäre schade gewesen, und ich wäre um einen guten Lesegenuß ärmer. Wegen der Anfangsprobleme gebe ich nur 4 Sterne. * * * * Das Jahr der Verschwörer - Ulrike Schweikert Schwäbisch Hall im Jahre 1450: Jos, ein jünger Siedersknecht, arbeitet hart, um seine Mutter und seine jüngeren Geschwister zu ernähren. Doch plötzlich wird auf dem Fluss eine Leiche ans Ufer geschwemmt. Es ist die Leiche von Stefan, Jos' bestem Freund, der offensichtlich ermordet wurde. Die Stadt steht vor einem Rätsel. Jos aber kann sich mit dem Tod seines Freundes nicht abfinden und macht sich gemeinsam mit der Henkerstochter Rebecca daran, den Mord an Stefan aufzuklären - eine Aufgabe, die ihn mehr als einmal in tödliche Gefahr bringt und ihn zum ersten Mal die Liebe kennen lernen lässt ... Ein sehr spannender Jugendroman, der in Schäbisch Hall, der Heimat der Autorin, spielt. Ulrike Schweikert versteht es meisterhaft, die Spannung aufzubauen und zu halten. Die einzelnen Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Besonders gefällt mir an den Büchern von Ulrike Schweikert, daß meist eine Karte des Handlungsortes mit eingebunden ist und daß viele Begriffe aus der damaligen Zeit gut erklärt werden. Auch dieser Roman beschäftigt sich wieder sehr gründlich mit der damaligen Lebensweise. * * * * * Die Frau des Zeitreisenden - Audrey Niffenegger Inniger könnte eine Liebe nicht sein, als die zwischen Henry De Tamble und Clare Abshire. Als sie sich kennenlernten, war sie 20, er 28. Sie verliebte sich auf der Stelle in ihn, im festen Glauben, Henry schon ewig zu kennen. Was als Liebesfloskel reichlich abgenutzt klingt, trifft bei diesem seltsamen Paar den Nagel auf den Kopf. Tatsächlich kennt Clare ihren Zukünftigen schon seit ihrem sechsten Lebensjahr. Verwirrend? Nicht, wenn man die Umstände kennt, die diese Beziehung zu etwas Besonderem machen. Der recht sprunghafte Henry leidet nämlich am sogenannten "Chrono-Syndrom". In entscheidenden Momenten neigt er dazu, urplötzlich zu verschwinden, um an anderer Stelle in Zeit und Raum unvermittelt (und splitternackt) wieder aufzutauchen. Henry De Tamble ist ein Zeitreisender! Eine wunderbare
Liebesgeschichte, traurig und doch voller Hoffnung. * * * * *
Der Geächtete - Patricia Potter Das Halbblut MacKenzie, treuer Kundschafter der amerikanischen Armee, wird von einer durchtriebenen Sergeantentochter der Vergewaltigung bezichtigt und flüchtet vor seiner Aburteilung in die Berge. Denn kein Weißer würde einem Halbblut glauben - nur die schöne Amy Manning, die er zu seiner Geisel machen mußte...... In diesem wunderschönen Roman
vereinen sich Elemente von Romance, Western und auch Historical. * * * * * Mögen deine Hände niemals schmerzen - Bruni Prasske Die Abenteuer einer jungen Deutschen im Iran und die Geschichte einer verbotenen Liebe: Eine leidenschaftliche Begegnung mit einer fremden Kultur, die hinter dem Rücken der gestrengen Sittenwächter ein fröhliches, exotisches Antlitz und viel Lebenskunst offenbart. Es ist der wunderbare Erlebnisbericht einer Frau, die zwei mal alleine den Iran besucht hat. Mit einem Notizbuch voller Adressen macht sich Bruni Prasske auf eigene Faust auf eine abenteuerliche Reise. Der Leser wird mit einer völlig neuen, unbekannten Seite des Iran bekannt gemacht. Die Autorin versteht es meisterhaft, ihre Liebe zu Land und Leuten in schöne, poetische Worte zu fassen. Aber man merkt auch sehr deutlich ihren Unwillen über die Einschränkungen und Bevormundungen duch das Staatssystem. Sie wirft einen Blick hinter die Schleier und entdeckt ganz normale Frauen mit Träumen und Wünschen, die sich in vielem nicht von denen der Frauen in anderen Ländern unterscheiden. * * * * * Bis ans Ende der Zeit - Petra Last * * * * In einer stürmischen Nacht im April 1836 wird Rachel Wilmington Zeugin eines Mordes im Hafenviertel von New Orleans. Eigentlich war sie nur auf der Suche nach einem Schlafplatz, da sie seit dem Tod ihrer Eltern kein Zuhause mehr hat. Doch jetzt muss sie um ihr Leben fürchten, denn die Mörder haben sie entdeckt. Es bliebt ihr keine andere Wahl, als so schnell wie möglich New Orleans zu verlassen. Das dafür nötige Geld hofft sie, sich als Prostituierte verdienen zu können. Entschlossen spricht sie den Seemann Brad Sullivan an, der sie mit in sein Hotel nimmt, obwohl er merkt, dass Rachel keine Straßendirne ist. Darum besorgt er ihr eine Anstellung als Kindermädchen bei seinen Freunden Gemma und Bryce Campbell, bevor er wieder zur See fährt. Rachel findet liebevolle Aufnahme und schließt ihre neue Familie sofort in ihr Herz. Zu ihrem 18. Geburtstag geben Gemma und Bryce einen großen Ball für Rachel, auf dem sie nach mehr als einem Jahr endlich auch Brad wiedersieht. Sie liebt ihn, aber Brad verliert kein Wort über seine Gefühlen für sie. Und so gibt Rachel der Werbung von James Hammond, einem wohlhabenden Nachbarn, nach und verlobt sich mit ihm. Doch dann wird plötzlich auf Rachel geschossen. Die Fortsetzung von "Gemma" hat mir weitaus besser gefallen. Die Handlungen der Protagonisten sind nachvollziehbar, aber durchaus nicht langweilig. Brad, ein Freund von Gemma aus Jugendtagen, wird in New Orleans von einer jungen Frau angesprochen, die ihm ihre Dienste anbieten möchte. Er ahnt gleich, daß es sich hier um keine "Professionelle" handelt, nimmt sie aber trotzdem mit auf sein Hotelzimmer. Bei Gemma und Bryce findet die junge Frau eine Anstellung als Kindermädchen. Jahre später trifft Rachel Brad wieder. Unmerklich festigt sich das Band der Liebe zwischen den beiden, ohne daß es ihnen gleich bewußt wird. Bis zum glücklichen Ende müssen die beiden noch jede Menge Abenteuer bestehen.
Gemma - Petra Last * * * England 1830 Gegen ihren Willen wird die 19-jährige Gemma von ihrer geldgierigen Tante mit dem finsteren Bryce Campbell verheiratet, der sie schon am Tage der Hochzeit des Ehebruchs bezichtigt und sie verläßt. Mittellos und auf sich allein gestellt be schließt Gemma, ihr Glück in Amerika zu versuchen. Verkleidet heuert sie als Schiffsjunge auf der Dragonfly an und bemerkt zu spät, wem das Schiff gehört und wer Kapitän des Schiffes ist - Bryce Campbell. Durch viele Kritiken, die ich bereits gelesen habe, bin ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Der Anfang war auch recht vielversprechend. Durch eine peinliche Verwicklung muss Gemma den reichen Erben Bryce heiraten, welcher sich bereits am Hochzeitstag, auf Grund einer Intrige seines Cousins, von ihr abwendet. Gemma möchte nach Amerika, sich dort ein neues Leben aufbauen und heuert, als Schiffsjunge verkleidet, ausgerechnet auf dem Schiff ihres eigenen Mannes an, ohne es zu ahnen. So weit, so gut, aber als Gemma entdeckt wird, beginnt ein sehr seltsames Hin und Her zwischen den beiden. Eigentlich wissen sowohl Gemma als auch Bryce, daß sie den anderen lieben, aber keiner gesteht es sich selbst oder dem anderen ein. Teilweise hat mich die Lektüre des Romans richtig wütend gemacht, denn ich konnte manche Handlungen und Gespräche einfach nicht nachvollziehen. Die beiden "Liebenden" benahmen sich merfach so dämlich, daß mir das Verständnis dafür gefehlt hat. Im Lauf der Lektüre hatte ich von Bryce das Bild eines absolut gefühllosen Machos, der kein Vertrauen zu seiner Frau hat und sich nicht von seinen bereits gefaßten Vorurteilen abbringen läßt. Und Gemma bringt den Mund nicht auf, dabei wären einige Mißverständnisse so leicht aus der Welt zu schaffen, und bei anderen Gelegenheiten wird sie wiederum als tatkräftig und mutig geschildert. Das paßt alles nicht so recht zusammen. Die beiden scheinen sich nur körperlich gut zu verstehen. Das wird dann auch immer wieder ausführlich geschildert, was auf Dauer leider auch genervt hat.
Elsha Rebellin und Seherin - Sherryl Jordan * * * * In Elshas Welt gibt es zwei Klassen von Menschen, die Quelten und die Erwählten. Die Quelten tragen ein Brandmal auf der Stirn und fördern im Akkord unter Tage Feuerit, die einzige Wärmequelle, denn die Zeiten, in denen es noch eine Licht und Wärme spendende Sonne gab, sind lange vorbei. Elsha ist eine Queltin, doch sie hat ein besonderes Talent: Sie kann das lebenswichtige Feuerit aufspüren. Deshalb beruft sie der amtierende Feuermeister der Erwählten zu seiner Leibdienerin. Doch als Queltin wird Elsha überall gedemütigt und wie eine Sklavin behandelt. Aber ihr leidenschaftliches, rebellisches Herz verschafft ihr auch einflussreiche Freunde, die ihr im alles entscheidenden Moment beistehen - denn als der Feuermeister stirbt, taucht plötzlich Zeno, ein zweiter Lehrling, auf, der Elsha das Amt abspenstig machen will. Doch so leicht gibt sie sich nicht geschlagen. Sie will unbedingt Feuermeisterin werden und mit der Macht, die ihr dieses Amt verleiht, ihrem Volk die Freiheit zurückgeben. Sherryl Jordan beschwört eine
Zukunftsvision herauf, die man am liebsten verdrängen möchte.
Ein Teil der Menschheit hat sich selbst zu "Erwählten"
erklärt und unterdrückt die andere Hälfte. Am Anfang ist die
Geschichte sehr düster und hoffnungslos. Aber Elsha, die junge
Queltin, kann sich nicht mit der Unterdrückung ihres Volkes
abfinden und rebelliert. Der Feuermeister, eigentlich der
wichtigste Mann der Erwählten, macht sie zu seiner Leibdienerin,
was vorher nur Frauen aus den Kreisen der Erwählten erlaubt war.
Mit der Zeit erkennt Elsha, daß sie die Fähigkeit hat, Feuerit
aufzuspüren. Sie kämpft für ihre Ideale und für ihr Volk. Der unsterbliche Highlander - Karen Marie Moning * * * * * Unsterblich, arrogant und sehr sinnlich - Adam Black ist der vollendete Verführer. Er durchstreift Zeiten und Kontinente, getrieben von seiner unersättlichen Begierde - bis ihn ein Fluch seiner Unsterblichkeit beraubt und unsichtbar macht. Hoffnung auf Heilung gibt ihm nur die Frau, die ihn als einzige sehen kann: die Jurastudentin Gabrielle. Auch sie erliegt seiner unglaublichen Anziehungskraft - und stürzt sich in ein magisches Abenteuer voller Leidenschaft, in eine dunkle Märchenwelt voller Gefahren ... Der sechste Teil der erfolgreichen Zeitreise-Serie. Im sechsten Band von Karen Marie
Moning's Highlandersaga erzählt sie die Geschichte von Adam
Black, dem unsterblichen Feenwesen, der von der Feenkönigin dazu
verdammt wurde, als Mensch eine Strafe zu verbüßen. Unsichtbar
für die Menschen fristet er in einer anderen Dimension sein
Dasein, bis er Gabrielle begegnet. Die junge Jurastudentin hat
die seltene Fähigkeit, Feenwesen sehen zu können, und Adam
bittet sie um Hilfe.
In Zeiten des Sturms - Sara Donati * * * * * Ins ferne Montreal zieht es die Töchter und Söhne der Bonners auf der Suche nach Abenteuern oder der großen Liebe. Doch die bedrohliche Auseinandersetzung zwischen den noch jungen Vereinigten Staaten und Kanada spitzt sich zu, Daniel Bonner gerät in Gefangenschaft Hannah muss endlich den Schmerz um ihre verlorene Familie vergessen, wenn sie das Leben ihres Bruders retten will. Auch mit dem vierten Band des Romans um die Familie Bonner ist es Sara Donati wieder gelungen, den Leser komplett in den Bann der Handlung zu ziehen. Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten, sich an manche Personen zu erinnern, die bereits in den vorherigen Bänden eine Rolle gespielt haben, habe ich mich sehr schnell wieder bei den Bonners heimisch gefühlt und regen Anteil an ihren Sorgen und Nöten genommen. Sara Donati kann Gefühle so intensiv beschreiben, daß sich der Leser persönlich betroffen fühlt. In diesem Buch geht es hauptsächlich um die Kinder von Nathaniel und Elisabeth. Ein Ereignis jagt das andere, denn Hanna kommt, vom Schicksal schwer getroffen, nach Paradise zurück und Daniel zieht, zusammen mit seinem Cousin, in den Krieg und wird dort schwer verwundet. Seine Schwester Hanna geht zu ihm, um ihm zu helfen und kann über ihrer Arbeit im Gefangenenlager ihren eigenen Kummer vergessen. Bis zur letzten Seite hält die Spannung an, und am Ende stellt man fest, daß noch sehr viele Fragen offen sind. Also bleibt nichts weiter übrig, als mit Ungeduld auf das nächste Buch zu warten. Das Original soll heuer im Herbst erscheinen. Hoffentlich ist dann auch bald die deutsche Übersetzung erhältlich.
Herz aus Feuer - Jude Deveraux * * Obwohl Blair Chandler den Arzt Dr. Lee Westfiled heimlich liebt, gibt sie ihren Traum, selbst Ärztin zu werden, nicht auf. Allen Widerständen zum Trotz erreicht sie ihr Ziel und erntet darüber hinaus Westfields Liebe. Doch trotz aller Begeisterung gelingt es ihr nicht, das Vertrauen der Kranken zu gewinnen. Und dann geschieht auch noch etwas, das ihre Ehe zu zerstören droht. Aber Blair gibt den Kampf nicht auf.... Die Geschichte kam mir völlig überzogen vor. Es sind einfach zu viele Verwicklungen in die Geschichte gepackt, um noch irgendwie realistisch rüberzukommen. Die Handlungen der Protagonisten konnte ich zum Teil nicht nachvollziehen, denn sie kamen mir völlig kindisch und unvernünftig vor. Bei einem Liebesroman erwarte ich zwar nicht gerade eine sachliche, völlig realistische Geschichte, aber in diesem Fall war der Bogen für meinen Geschmack einfach zu weit gespannt.
Die Tochter der Wälder - Juliet Marillier * * * * * Im 9. Jahrhundert nach Christus müssen die keltischen Fürsten ihr Land gegen den Ansturm der Briten verteidigen. Fern der Schlachtfelder wächst die junge Sorcha gemeinsam mit ihren sechs Brüdern auf - doch ihr behütetes Leben findet ein jähes Ende, als ein Fluch die Familie trifft. Allein auf sich gestellt, muss das Mädchen nach einem Gegenzauber suchen und mehr als einmal sein Leben riskieren. Dieses Buch hat mir letzte Nacht
den Schlaf geraubt. Es ist so wunderbar geschrieben, und die
tragische Geschichte von Sorcha und ihren sechs Brüdern hat mich
einfach nicht mehr losgelassen. Sie basiert auf dem Märchen von
den sechs Schwänen (Grimm). Schon im frühen Jugendalter ist
Sorcha eine gute Heilerin und kämpft zusammen mit ihren Brüdern
für ihre Ideale. Als der verwitwete Vater wieder heiratet, droht
den Geschwistern Gefahr. Die Stiefmutter verhängt einen Fluch
über die sechs Brüder, von dem nur Sorcha sie wieder befreien
kann. Eine lange Leidenszeit beginnt für das Mädchen.
Kater sind eben so - Andrea Schwarz * * * * Erinnern Sie sich noch an die Abenteuer des kleinen Drachen Hab-mich-lieb, "die" ihren Träumen traute und auszog, das Leben zu lernen? Hier können Sie erfahren, wie die Geschichte weitergeht. Mit Mühe hat Hab-mich-lieb sich selbst gefunden und genießt die neugewonnene Freiheit von vorgegebenen Rollen. Da trifft sie auf Ferdinand, einen Kater, der so ist, wie Kater eben sind: unverbesserlich, eigenwillig, aber auch ungemein liebenswert. Die Kleine wird schwach und verliebt sich bis über alle Schuppen ihres Rückenpanzers - und wenn kleine Kater Drachen lieben, dann können sie was erleben. Was? Lesen Sie selbst: Eine fabelhafte Geschichte, so wahr, wie es nur ein Märchen sein kann. Eine sehr nette Geschichte, die sich an den ersten Band "Der kleine Drache Hab-mich-lieb" anschließt. Das Buch ist auf den ersten Blick einfach aber auch wiederum tiefsinnig und warmherzig geschrieben, ein wunderschönes Märchen für Erwachsene, das zum Nachdenken über die Liebe anregt.
Die Entführung der Doña Agata - Gudrun Pausewang * * * * In Andagoya ist der Teufel los. Eine steinreiche Witwe wird durch eine Bande armer Burschen entführt. Aber statt sich und ihr Geld für ihre Erben zu retten, kocht die vornehme alte Dame für die bemitleidenswerten Entführer, flickt ihre Lumpen, sorgt für Sauberkeit in der heruntergekommenen Behausung und macht sogar ein Bordell auf, um ihre neuen Freunde an den Einnahmen zu beteiligen. Eine vergnügliche, sehr menschliche und bis zuletzt überraschende Schelmengeschichte. Vier hartgesottene Jungs
entführen eine reiche alte Dame. Sehr dramatisch beginnt die
Geschichte um Doña Agata. Aber so entschlossen und verwegen sich
die vier Entführer auch geben, sie können auf Dauer nicht
verbergen, daß sie allesamt ein gutes Herz haben. Nachdem sie
sich von dem ersten Schrecken erholt hat, fühlt sich Doña Agata
bei ihren Entführern wohl und bringt deren Haushalt auf
Vordermann. Als ihre Neffen das geforderte Lösegeld zahlen,
möchte sie gar nicht mehr nach Hause. Auch den vier Männern ist
sie inzwischen so ans Herz gewachsen, daß sie sich nur ungern
von ihr trennen. Es wird noch richtig turbulent, und der Schluss
hat noch einige Überraschungen bereit.
Wild wie der Wind - Johanna Lindsey * * * Als Erbin eines großen Besitztums steht die schöne, wilde, selbstbewußte Jessie Blair jederzeit ihren Mann - nur einer, den sie leidenschaftlich und verzweifelt liebt, widersteht ihr. In ihrer Unschuld erkennt Jessie nicht, wie sehr sie der stolze Chase Summers begehrt, der längst ihrer Schönheit verfallen ist. Um ihn leiden zu sehen, verhöhnt und quält sie ihn... Erst als das Schicksal sie trennt, erkennt Chase, wie leer seine Welt ohne Jessie ist. Es ist ein langer Weg, ehe Jessie in seinen Armen zur Frau erwacht. Dies ist eigentlich der erste Band einer Wildwest-Trilogie, von der ich das zweite Buch "Wildes Herz" bereits gelesen hatte. Wenn ich jetzt so vergleiche, hat mir "Wildes Herz" noch um einiges besser gefallen als dieses Buch. Ich habe es zeitweise nicht geschafft, mich in die Protagonisten hinein zu versetzen, die Handlungsweise der beiden war manchmal sehr verwirrend und Reaktionen schlecht nachvollziehbar. Da sowohl Jessie als auch Chase so ganz nebenbei noch ein Kindheits-Trauma zu verarbeiten hatten, waren sowohl die Dialoge als auch die Aktionen recht konfus. Die Charaktere sind von Johanna Lindsey jedoch sehr schön beschrieben, und der Roman hat auch eine gute Portion Abenteuer zu bieten. Das Buch ist durchaus lesenswert, wenn man seine Erwartungen nicht allzu hoch schraubt.
Die Zuckerbäckerin - Petra Durst-Benning * * * * Stuttgart 1816: Eleonore und Sonia, zwei verwaiste Schwestern, führen ein elendes Dasein, das von Hunger und Armut geprägt ist. Um zu überleben, schrecken sie nicht einmal vor Diebstahl zurück.Doch ein glücklicher Zufall und das Mitleid der Königin Katharina verhelfen den beiden trotz ihrer Tat zu einer Anstellung am Hofe. Während die gewissenhafte Eleonore das Handwerk der Zuckerbäckerin erlernt und sich in den Holzträger Leonard verliebt, weigert sich die rebellische Sonia, sich in das geregelte Dienstbotenleben einzufügen. Königin Katharina wiederum engagiert sich für die Armen und Mittellosen und kämpft um ihre Ehe. Auf fesselnde Art und Weise verknüpft der Roman das Schicksal der drei Frauen miteinander, das von Liebe, Verrat und Intrigen dominiert wird, und zeichnet ein bewegendes Bild des angehenden 19. Jahrhunderts. Der Anfang des 19. Jahrhunderts in Württemberg spielende Roman schildert das Schicksal zweier Schwestern, die nach einem Diebstahl von Königin Katharina am Hofe aufgenommen werden. Zwischen Eleonore und Leonard entwickelt sich eine zarte Liebe, während Sonia mit ihrem Leben immer unzufriedener wird und Wege zur Veränderung sucht. Trotz der Verschiedenheit der Mädchen liebt Eleonore ihre Schwester sehr und verzichtet sogar auf ihr eigenes Glück. Die Charaktere sind äußerst genau gezeichnet, die Geschichte wird von Seite zu Seite spannender und der ganze Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.
Nomadentochter - Waris Dirie * * * * Kurzbeschreibung: Fast zwanzig Jahre ist es her, seit Waris Dirie ihre Familie bei der Flucht aus Somalia zurücklassen musste. Und immer war sie im Ungewissen, ob Eltern und Geschwister in dem von Krieg und Hunger gepeinigten Land noch lebten oder nicht. Ausgeöst durch eine persönliche Krise, fasst sie eines Tages den Entschluss, nach Somalia zurückzukehren. Die Ankunft in ihrer Heimat und die Wiederbegegnung mit ihrer Familie wird für Waris Dirie zur Herausforderung, sich mit ihrem früheren und ihrem neuen Leben auf sehr persönliche Art auseinanderzusetzen. In diesem Buch erzählt Waris
Dirie über ihre Rückkehr, nach über 20 Jahren, zu ihrer
Familie nach Somalia.
Wiedersehen in Barsaloi - Corinne Hofmann * * * * "Fast vierzehn Jahre sind seit der Flucht
mit meiner damals eineinhalbjährigen Tochter Naipirai vergangen,
und ich kann es kaum glauben, dass ich jetzt im Flugzeug sitze,
das mich erstmals wieder nach Kenia bringen wird. Bange Fragen
schießen durch meinen Kopf: Wie werde ich mein einstiges Zuhause
vorfinden? Was ist geblieben? Was hat sich verändert? Werde ich
die Menschen und das Dörfchen Barsaloi im Norden Kenias
wiedererkennen? Wie wird Lketinga, mein ehemaliger Mann und
Samburu-Krieger reagieren? Und Mama? Werden sie mich wieder in
ihre Mitte aufnehmen?" Auch das dritte und bisher letzte Buch von Corinne Hofmann ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend erzählt. Corinne Hofmann bringt einem die Massai-Kultur sehr lebendig nahe; man kann sich wunderbar in die verschiedenen Situationen hineinversetzen. Sie schildert das Wiedersehen mit ihrer "afrikanischen Familie" und mit vielen Bekannten aus der Zeit, als sie noch mit ihrem damaligen Ehemann und ihrer Tochter, mit fast nichts, in der Wildnis lebte. Ihre Schwiegermutter nimmt sie mit offenen Armen auf, und auch bei den anderen Verwandten und der gesamten Dorfgemeinschaft wird sie herzlich willkommen geheißen. Interessant finde ich die Schilderungen, wie sich auch im Busch die Verhältnisse einerseits sehr verändert haben, andererseits aber die Zeit dort stehengeblieben ist. Faszinierend finde ich, daß sie auch das Film-Set besucht hat, wo ihr damaliges Leben, welches sie in "Die weiße Massai" beschreibt, verfilmt wurde. Es muss ein eigenartiges Gefühl sein, plötzlich den Schauspielern gegenüberzustehen, die einen Teil des eigenen Lebens darstellen sollen. Mir hat dieses Buch noch besser gefallen als das vorhergehende, was wohl auch daran lag, daß die Schilderung über die Massai sehr viel faszinierender ist, als es die Kämpfe mit Behörden in der Schweiz sein können. Gelesen im April 2006 Das Pesttuch - Geraldine Brooks * * * * * Im Frühjahr 1665 klopft der fahrende Schneidergeselle George Viccars an die Tür der jungen Witwe Anna Frith. Anna muss, nach dem Tod ihres Mannes in den Bleigruben des Peak District, hart ums Überleben kämpfen. So erscheint ihr der Logiergast wie ein Geschenk des Himmels. Doch eines Morgens, als Anna von ihrer Arbeit im Pfarrhaus zurückkehrt, findet sie den Schneider in einem furchtbaren Zustand: Eine riesige lilagelbe Beule verunstaltet das schmerzverzerrte Gesicht des Mannes. Als Viccars wenig später stirbt, klingt in Annas Ohren sein Schrei nach: "Um Gottes willen, verbrennt alles!" Wenige Tage später sterben die ersten Kinder. Die Pest ist im Dorf eingezogen. Abgrundtiefe Verzweiflung, namenlose Angst und das schreckliche Sterben bringen einige Bewohner schier um den Verstand. In einer dramatischen Predigt trotzt der Pfarrer seinen Gläubigen ein Gelöbnis ab: Niemand wird das Dorf verlassen, niemand hineingelassen, bis diese Prüfung Gottes bestanden ist. Ein Jahr der Schrecken und Wunder bricht an. Zwei Drittel der Bewohner werden dahingerafft; Lynchmorde und Ausbrüche von Wahnsinn erschüttern das Dorf. Und doch erlebt Anna Augenblicke der Sinnlichkeit und des Glücks. Sie und die Pfarrersfrau Elinor, auf der ein schreckliches Geheimnis lastet, werden Freundinnen. Und dann - nach dem großen Feuer - ist alles vorbei. Doch die schwerste Prüfung, an der selbst der Pfarrer zerbrechen wird, steht Anna noch bevor. Selten schafft es ein Buch, den Leser derart zu berühren. Gerade die Ich-Form macht die Erzählung sehr persönlich und eindrucksvoll. Normalerweise, wenn man Berichte über die Pest hört oder sieht, kommt nur das Massensterben zum Ausdruck, und man hat das Gefühl, daß sich das Leben, nach Ausbruch der Seuche, nur noch in Finsternis abspielt. Geraldine Brooks jedoch schildert sehr eindrücklich nicht nur die Schrecken und den Wahnsinn, sondern auch, daß das Leben trotzdem weiterging. Es gab Geburten und sogar schöne Momente. Und die Landschaft erblühte im Frühling wie in jedem Jahr, als wäre nichts geschehen. Der Erzählstil macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Man kann sich in die Protagonistin hineinfühlen und mit ihr leiden und lieben. Sie muss Verluste verkraften, kann aber auch Erfolge erringen und verändert sich in diesem Jahr. Ein absolut lesenswertes Buch für jeden, der historische Romane liebt. Interessant ist auch, daß dieser Roman nach einer wahren Begebenheit erzählt wurde. Ich werde die Autorin ganz sicher nicht aus den Augen verlieren!
Jesus der erste neue Mann - Franz Alt * * * * * Jesus sagt in der Offenbarung (21,5): Franz Alt schildert in seinem
Buch den Menschen Jesus, weniger den Gottes-Sohn. In angenehm
kompakter Form beschreibt er an Hand von Bibelstellen, daß es
anscheinend einige Mißverständnisse bei den Werken und Worten
von Jesus gab und heute immer noch gibt.
Küß mich Highlander - Karen Marie Moning * * * Cercinn ist ein mächtiger schottischer Krieger, der in einer von uralten Gesetzen und zeitloser Magie bestimmten Welt lebt. Aber selbst unsterbliche Kräfte haben den Herrn von Castle Brodie nicht auf das schöne, aber verwunschene Mädchen aus dem 21. Jahrhundert vorbereiten können, das plötzlich vor ihm steht. Ein furchtbarer Wink des Schicksals hat sie 700 Jahre in der Zeit zurück und in sein Privatgemach geschickt, um ihn mit ihrer Schönheit in Versuchung zu führen und in ihm ein Verlangen zu wecken, das niemals gestillt werden kann. Denn diese Frau, die er so leidenschaftlich besitzen will, hat er einst zu zerstören geschworen Von allen Büchern aus Karen Marie Moning's Highlander-Serie hat mir dieses bisher am wenigsten gut gefallen. Die Story ist etwas langatmig und das Ende einfach zu "phantastisch". Und mir haben besonders hier die witzig-spritzigen Dialoge gefehlt. Dies war das erste Mal, daß ich mich durch ein Buch von K.M. Moning regelrecht durchkämpfen mußte.
Wild wie deine Zärtlichkeit - Johanna Lindsey * * Wie durch ein Wunder überlebt die schöne und eigenwillige
Tedra de Arr den Angriff einer fremden Streitmacht auf ihrem
Heimatplaneten. Von diesem Augenblick an beginnt für die junge
Frau eine Odyssee, die immer wieder ihren ganzen Mut und
Scharfsinn fordert. Entgegen aller guten Kritiken konnte mich das Buch nicht begeistern. Die ganze Geschichte dreht sich eigentlich nur um "Thema Nummer Eins". Challen der Barbar hat von Anfang an nichts anderes im Sinn, wie Tedra zu verführen und zu besitzen. Dieser wenig umfangreiche Handlungsstrang zieht sich durch eine recht müde Science-Fiction-Geschichte. Durch den recht eigenwilligen Bordcomputer Martha läßt man sich schon das eine oder andere Mal zu einem Schmunzeln hinreißen, aber das war's dann auch schon.
Wie Tau auf meiner Haut - Linda Howard * * * * * Die junge Wissenschaftlerin Grace St. John hält mit einem alten Manuskript den Schlüssel zu unbegrenzter Macht in der Hand. Schon bald wird sie von Verbrechern gejagt, die ihr den Schatz entreißen wollen. Nur einer kann Grace helfen: Niall, ein Krieger, der einst das Gelübde abgelegt hat, das Manuskript für alle Ewigkeit zu hüten. Doch Niall lebt im Schottland des 14. Jahrhunderts, und Grace lernt, daß die Liebe alle Grenzen zu überwinden vermag. An einem schönen
Frühlingsabend verändert sich die heile Welt der jungen
Wissenschaftlerin Grace St. John mit einem Schlag, als ihr Bruder
und ihr Mann vor ihren Augen umgebracht werden. Schnell begreift
Grace, daß es der Mörder eigentlich auf sie abgesehen hatte.
Von da an ist nichts mehr wie es war. Grace ist auf der Flucht
und obdachlos. Sie wird von ihrem eigenen Chef gejagt und kämpft
ums nackte Überleben. Das einzige, was sie noch empfinden kann,
ist Haß auf den Mörder ihrer Familie, und sie schwört Rache.
Von der glücklichen jungen Frau wird sie zur Kämpferin und
wächst über sich selbst hinaus.
Die Tatarin - Iny Lorentz * * * Russland im Jahre 1707: Das Leben der jungen Tartarin Schirin ändert sich jäh, als ihr Vater, der Khan, nach einem missglückten Aufstand von den Russen gefangen genommen wird. Die Sieger fordern den Khan auf, ihnen einen Sohn als Geisel zu stellen. Doch der älteste seiner Söhne ist bereits tot und der jüngste noch zu klein. Also wird Schirin kurzerhand in Männerkleider gesteckt und unter dem Namen ihres toten Bruders an die Russen ausgeliefert. Für Schirin beginnt eine harte Zeit, in der sie nicht nur ihre wahre Identität verheimlichen, sondern auch ihre aufkeimenden Gefühle für einen jungen Russen aus feindlichem Lager verbergen muss ... Nach der Lektüre muss ich sagen, es ist nicht unbedingt mein Lieblingsbuch von Iny Lorentz. Das liegt aber hauptsächlich an der Thematik. Die junge Tatarin Shirin wird, als Mann verkleidet, dem russischen Offizier Sergej unterstellt. Der Großteil des Romans spielt sich auf dem Schlachtfeld bzw. bei den russischen Stellungen ab. Die militärischen Strategien und Taktiken sowie das Kriegsgemetzel werden für meinen Geschmack zu ausführlich geschildert. Die Gedanken und Gefühle von Shirin in Männerverkleidung und ihr Verhältnis zu Sergej nehmen eigentlich nur eine Nebenrolle im Buch ein. Die Geschichte ist zwar übergenau recherchiert, was das Lesen für mich äußerst langatmig gestaltet hat. Die Spannung wird sehr, sehr langsam aufgebaut, und als Shirin's Verkleidung auffliegt, geht alles plötzlich sehr schnell, als müsse das Buch flugs zu Ende gebracht werden. Und gerade an diesem Punkt hätte ich gerne noch etwas ausführlicher erfahren, wie es weiterging. Alles in allem entsprach diese Geschichte nicht so sehr meinem Lesegeschmack, daher vergebe ich nur 3 Sterne. Wildes Herz - Johanna Lindsey * * * * Jocelyn Fleming, eine verwöhnte Londoner Artistokratin, begegnet in der unberührten Wildnis Arizonas einem faszinierenden Mann, in dessen Adern das heiße Blut der Cheyenne fließt. Colt Thunders Aufgabe ist es, die aufreizend schöne Engländerin zu beschützen, aber schon bald erliegt er den Reizen der leidenschaftlichen Jocelyn. Seine Zuneigung zu Walter Callans Tochter muss Colt Thunders fast mit dem Leben bezahlen, als deren Vater erfährt, daß er ein Halbblut ist. Daher hat Colt allen weißen Frauen abgeschworen. Aber er hat nicht mit Jocelyn Fleming gerechnet, denn sie ist ganz anders als die Frauen die er bisher kennengelernt hat. Colt macht seine Herkunft sehr deutlich, damit keine Mißverständnisse aufkommen und muss feststellen, daß Jocelyn diesbezüglich keine Vorurteile hat, wie er das bisher von Frauen gewohnt war. Aber auf Grund seiner schlimmen Erfahrungen gibt sich Colt absolut unnahbar. Man muss schmunzeln wenn man liest, was Jocelyn alles so anstellt, um seine Aufmerksamkeit zu erringen. Der Roman ist amüsant zu lesen und enthält eine gute Portion Abenteuer. Erst jetzt habe ich erfahren, daß der Roman der mittlere Band einer Trilogie ist, die man zwar jeweils einzeln lesen kann, Band 1 und 3 handeln von Freunden Colt's, die auch in "Wildes Herz" vorkommen und sehr sympathisch geschildert werden. Die beiden anderen Bücher werde ich gewiß auch lesen.
Moppel Ich - Susanne Fröhlich * * * * * Diät zu halten ist kein Spaß. Dicksein auch nicht. Der tägliche Kampf mit den Pfunden ist nichts für Feiglinge. Süßigkeiten, Big-Mac und Co sind mächtige Gegner. Wie man sie (wenigstens zeitweise) besiegt, warum dürre Zicken fast schlimmer sind als eine Woche ohne Kohlenhydrate, von Hungeranfällen, Strategien, Tricks der Promis, Sportversuchen, kleinen Niederlagen und großen Erfolgen berichtet Susanne Fröhlich aus Erfahrung am eigenen Leib. Wie gewohnt schonungslos - vor allem mit sich selbst. Trost, Hoffnung und schlankere Perspektiven für alle, die täglich aufs Neue mit ihrem "Moppel-Ich" in den Ring steigen. Mit viel Humor und Herz
schildert Susanne Fröhlich in diesem Buch den
"Leidensweg" vieler Übergewichtiger, hier schlicht
"Moppel" genannt.
Rebellische Herzen - Christina Dodd * * * Lady Charlotte Dalrumple ist Englands erfolgreichste Anstandsdame. Die Unterweisung des entsetzlich unzivilisierten Lord Wynter Ruskin, der seine Jugend unter Beduinen in der Wüste verbracht hat, scheint aber sogar ihre Fähigkeiten zu übersteigen. Vor allem, da sich der schöne Wilde kaum für den Unterricht, dafür umso mehrfür die Lehrerin zu interessieren scheint.... Die Lektüre dieses Buches ist recht vergnüglich und unkompliziert. Auch wenn sich die Angelegenheit im 18. Jahrhundert abspielt, ist das Buch nicht gerade als historischer Roman zu betrachten, denn eigentlich dreht sich die Geschichte hauptsächlich um die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Lady Charlotte und Lord Wynter. So ganz nebenbei wird noch ein Betrugsfall geklärt, und man erfährt einiges über die Gesellschaft des damaligen Englands. Der Roman ist genau das richtige zum Abschalten, wenn man mal nicht groß nachdenken möchte. Maria, ihm schmeckt's nicht! - Jan Weiler * * * * * Geschichten von meiner italienischen Sippe: Die Geschichte ist einfach zu köstlich! Viele Gespräche und Situationen zwischen Antonio und seinem Schwiegersohn lassen einen beim Lesen schmunzeln. Andererseits wird man auch nachdenklich, wenn Antonio von seiner Anfangszeit in Deutschland erzählt. Sein Weg nach Deutschland war steinig und einsam, und trotzdem hat er nicht den Mut verloren und sich nicht einschüchtern lassen. Das Verhältnis Gastarbeitern gegenüber war anscheinend in den 60er Jahren in Deutschland nicht besonders herzlich. Der Einblick in diese deutsch-italienische Familie kann vielleicht etwas zum gegenseitigen Verständnis und zu mehr Toleranz allen Fremden gegenüber beitragen.
Das Kreidekreuz - Ulrike Schweikert * * * * * Auf Drängen ihrer Familie und nicht aus Liebe hat Anne
Katharina Vogelmann den Haller Salzsieder und Ratsherrn Michel
Seyboth geheiratet. Zu diesem wunderbaren Buch gibt es wieder eine Leserunde bei den Büchereulen, an der ich teilgenommen habe. Jede Menge Informationen und Meinungen zum Roman kann man dort nachlesen: Hier geht's zur Leserunde "Das Kreidekreuz"
Eddies Bastard - William Kowalski * * * * * Alles begann mit einem Körbchen vor der Tür eines großen, zerfallenen Farmhauses. In diesem Korb, eingehüllt in eine Decke, lag ein schlafendes Baby. Das Einzige, was auf seine Herkunft hindeutete, war ein Zettel mit den handgeschriebenen Worten: Eddies Bastard Als der alte verbitterte Mann auf der Schwelle seines Hauses dem Kind in die Augen blickt, weiß er sofort, dass dies sein Enkelsohn ist. Also beschließt er, den Jungen alleine aufzuziehen - mit Liebe, gebratener Mortadella und der faszinierenden Geschichte seiner wilten, und verrückten Familie..... Dem Autor gelingt es sehr gut, Alltägliches interessant und spannend zu schildern. Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben, aus der Sicht des Jungen, der heimlich in einem Körbchen bei seinem Großvater abgestellt wurde. Seine Kindheit und Erziehung durch den alkoholkranken Großvater verläuft außergewöhnlich aber sehr liebevoll. Die kleinen und großen Tragödien des Alltags sind so fesselnd erzählt, daß man sich schwer wieder von dem Buch losreißen kann. Auch die menschlichen Schwächen von Billy und seinem Großvater werden so geschildert, daß die beiden sehr sympathisch rüberkommen. Das alte Haus, in dem sie wohnen, scheint voller Geister der Vorfahren zu sein. Billy hört von seinem Großvater jede Menge Geschichten, die er begierig aufnimmt. Denn sie helfen ihm bei der Suche nach seinen Wurzeln. An manchen Stellen wird's ein wenig geheimnisvoll, denn der Großvater neigt dazu, sich mit den Geistern zu unterhalten. Auch Billy hat einige Erlebnisse, die auf eine übersinnliche Ader schließen lassen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Fortsetzung steht schon auf meinem Wunschzettel.
Das Geheimnis von Bahnsteig 13 - Eva Ibbotson * * * Der Bahnsteig 13 des Londoner Bahnhofs King's Cross ist seit
Jahren geschlossen. Trotzdem herrscht dort manchmal reger Betrieb
- immer dann, wenn der Gügel, der Durchlass zur Insel, geöffnet
ist. An einem dieser Tage passiert ein Unglück: Lili, Rose und
Violet, die Kinderschwestern des kleinen Inselprinzen, passen
nicht richtig auf ihren kleinen Schützling auf, der ihnen prompt
entführt wird. Und der Gügel ist die nächsten neun Jahre
geschlossen! Anfangs hat mich das Buch stark
an "Harry Potter" erninnert: Ein Bahnsteig als
Übergang zu einer anderen Welt, eine "böse" Familie
mit einem eigenen, verzogenen Sohn und einem
"Pflegesohn" (der Gute), der eher lästig ist und von
allen schikaniert wird.
Freyas Töchter - Dagmar Trodler * * * * * "Die mit dem mutigen Herzen" - so nenntman sie im Land der Wikinger: Alienor von Sassenberg. Die junge Eifelgräfin riskierte für Erik, einen Gefangenen ihres Vaters, Leib, Leben und Heimat. Und reist nun hochschwanger über die winterlich-wilde Ostsee nach Schweden, damit der Mann ihres Herzens sein Land wieder sieht. Doch Erik, der letzte Sohn des großen Königs, war einer anderen versprochen. Und nun muss eine alte Rechnung beglichen werden - in einem Kampf, der nicht nur die Götter fordert, sondern Alienors ganzes Glück bedroht..... Die Geschichte schließt sich
nahtlos an "Die Waldgräfin" an und geht genauso
spannend und packend weiter. Dagmar Trodler hat einen
Schreibstil, der ganz nach meinem Geschmack ist. Sie kann
Situationen, Gefühle und Stimmungen sehr gut vermitteln, in
einer "blumigen", poetischen Sprache. Interessant finde
ich auch die öfter eingestreuten Bemerkungen in der
Landessprache, die im Anhang übersetzt werden. Da schlage ich
auch gerne immer wieder nach. Die Waldgräfin - Dagmar Trodler * * * * * Die Chronisten schreiben das Jahr 1066. Alienor, die
eigenwillige Tochter des Freigrafen zu Sassenberg in der Eifel,
hadert mit ihrem Schicksal als Burgherrin. Die Eintönigkeit
ihres Daseins zwischen Webrahmen, Speisekammer und Almosenkorb
endet jedoch jäh, als den Jägern zu Sankt Barbara ein seltsamer
Wilderer in die Hände fällt - zerlumpt, von edler Statur und
der deutschen Sprache offenbar nicht mächtig. Sein Schweigen
selbst unter der Folter macht den Freigrafen rasend, und der
Fremde scheint dem Tod geweiht; da findet Alienor beim
weihnachtlichen Almosengang im Kerker heraus, dass er
Normannisch, die Sprache ihrer verstorbenen Mutter, spricht. Nach
dieser Enthüllung hofft der Freigraf darauf, dass seine Tochter
auch die Herkunft des rätselhaften Fremden aufdecken kann, und
er macht ihn ihr - gebrandmarkt und in Halseisen gelegt - als
Reitknecht zum Geschenk. Obwohl Alienor sich vor dem Mann
fürchtet, lernt sie bald schon seine Stärke und sein Gespür
für Gefahren schätzen. Beim Versuch, einen feindlichen
Überfall auf die väterliche Burg zu vereiteln, kommen die
beiden sich wider Erwarten näher. Doch am Ende scheint der
Fremde den letzten Auftrag des Freigrafen mit dem Leben bezahlen
zu müssen. Für dieses Buch hatte ich die
Gelegenheit, an einer Leserunde bei den Büchereulen
teilzunehmen. Dort habe ich meine persönliche Meinung und meine
Gedanken zum Buch aufgeschrieben
Aus ruhmreichen Tagen - Penelope Williamson * * * * * Beinahe hundert Jahre nachdem der Normannenherzog Wilhelm der
Eroberer die englische Krone an sich gerissen hat, ist die
Herrschaft der aus Frankreich stammenden Normannen an den
Randgebieten der britischen Insel immer noch nicht gefestigt. Vor
allem bei den freiheitsbewußten Walisern kommt es immer wieder
zu Aufständen, aber mit der Eroberung der Burg Rhuddlan mit
ihren scharlachroten Mauern haben die normannischen Oberherren
einen wichtigen Sieg errungen. Diese Rittergeschichte aus dem alten Wales beinhaltet die volle Bandbreite menschlicher Emotionen. Sie erzählt von Liebe und Hass, wie nahe diese Gefühle oft beieinander liegen. Intrigen, Kampfgetümmel, Romantik, Leidenschaft und ein klein wenig Magie, all das ist in dem Buch zu finden. Penelope Williamson's Schreibstil ist sehr ausführlich und lebendig. Man sieht die handelnden Personen, die Landschaften und Burgen förmlich vor sich. Ich habe mit den Protagonisten gelacht, geweint und gehofft. Und der immer wieder aus dem Nichts auftauchende Taliesin (Barde oder Magier???) sorgt für die richtige Portion Mystik.
Die Wanderhure - Iny Lorentz * * * * * Konstanz im Jahre 1410: Als der Graf Ruppert um die Hand der schönen Bürgerstochter Marie anhält, kann ihr Vater sein Glück kaum fassen. Er ahnt nicht, dass es dem adligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und dass er dafür vor keinem Verbrechen zurückscheut. Marie und ihr Vater werden Opfer einer gemeinen Intrige, die das Mädchen zur Stadt hinaustreibt. Für Marie gibt es nur zwei Möglichkeiten: Selbstmord zu begehen oder ihr Leben fortan als Wanderhure zu fristen. Mit Hilfe der erfahrenen Dirne Hiltrud entscheidet sie sich für das Leben und wird bald zu einer begehrten »Hübschlerin«. Dabei verliert Marie jedoch ihr wichtigstes Ziel nicht aus den Augen: Sie will sich an denen rächen, die sie ins Elend gestürzt haben. Dieses Buch schildert die Schrecken des Mittelalters sehr lebensnah . Erschüttert liest man über die Verwandlung der braven Bürgerstochter zur rechtlosen Hure. Das Leben auf der Straße wird sehr detailreich und lebendig geschildert. Die Charaktere sind deutlich beschrieben. Beim Lesen fühlt man sich schnell auf einen mittelalterlichen Markt zurückversetzt. Glücklicherweise hat die Geschichte ein "Happy End", zumindest in diesem Buch. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht. Die Fortsetzung steht bereits ganz oben auf meiner Bücher-Wunschliste.
Der dunkle Highlander - Karen Marie Moning * * * * * Als die Studentin Chloe Zanders Dageus MacKeltar kennen lernt, ahnt sie nicht, dass er ein Schotte aus dem 16. Jahrhundert ist, gefangen zwischen den Welten. Dageus kämpft einen aussichtslosen Kampf gegen dreizehn Druiden, die von seiner Seele Besitz ergriffen haben. Noch ehe Chloe sich versieht, ist sie in seinen Bann geraten und findet sich im Schottland seiner Zeit wieder. In dieser Welt der dunklen Verführung und zeitlosen Magie muss sie sich der größten Herausforderung ihres Lebens stellen: dem Kampf gegen dreizehn böse Geister, um das Herz eines einzigen, unwiderstehlichen Mannes zu retten. Dieser Band von Karen Marie
Moning's Highlander-Reihe erzählt die Geschichte von Dageus
MacKeltar, Drustan's Zwillingsbruder. Dageus bricht den Pakt
zwischen den MacKeltars und den "Tuatha Dé Danaan",
dem alten Feenvolk der Highlands, um seinen Bruder zu retten.
Dadurch können die bösen Geister von 13 verdammten Druiden mehr
und mehr von ihm Besitz ergreifen.
Die Liebe des Highlanders - Karen Marie Moning * * * * * Gwen Cassidy, 25 Jahre alt und Versicherungsangestellte aus New Mexico, unternimmt eine Bustour durch Schottland, um ihrer Einsamkeit zu entfliehen. Während eines Spaziergangs in den Bergen fällt sie plötzlich in eine Felsspalte - und landet direkt auf einem schlafenden Mann. Eine ungewöhnliche Begegnung, in mehrfacher Hinsicht, denn der Fremde behauptet, Drustan MacKeltar zu sein, ein schottischer Edler des 16. Jahrhunderts, den es mittels magischer Kräfte in die Zukunft verschlagen hat. Gwen ist fasziniert von seiner Ausstrahlung und verliebt sich in Drustan. Sie folgt ihm zurück in seine Welt - doch kriegerische Zeiten, Heimtücke und Verrat warten auf die beiden und Gwen benötigt all ihren Mut und ihren Glauben an die Liebe, um die Gefahren zu überstehen. Dieses Buch von Karen Marie Moning fand ich bisher von allen gelesenen am allerbesten. Absolut witzig beschreibt sie die Dialoge und Mißverständnisse zwischen dem edlen Highlander aus dem 16. Jahrhundert und einem modernen Mädchen aus der heutigen Zeit. Die Theorien zum Thema "Zeitreise" sind zwar sehr phantastisch aber interessant geschildert. Man läßt sich gerne vom Zauber der alten Zeit und der Highlands einfangen und kann das Buch nicht so schnell beiseite legen, wenn man sich einmal festgelesen hat. Und so ganz nebenbei bemerkt strotzt auch dieser Band wieder von Erotik pur! Am Rande der Dunkelheit - Barbara Erskine * * * * "Das mitreißendene Epos über Liebe, Verrat und
das Geheimwissen einer keltischen Priesterin" Insgesamt gesehen, ist der Roman
brilliant geschrieben. Barbara Erskine beschreibt Personen und
Landschaften sehr präzise und lebendig. Die Geschichte läßt
sich faszinierend an, und die Spannung steigert sich von Kapitel
zu Kapitel. Allerdings wird die Story im letzten Teil immer
verwirrender. Brid wechselt die Zeiten wie andere Leute ihre
Wäsche. Man muß bei jedem Abschnitt ganz genau aufpassen, in
welchem Jahrhundert sie sich gerade "herumtreibt".
Manches an der Geschichte fand ich unlogisch und schwer
nachvollziehbar. Die Buchbeschreibung verspricht
"Liebe", wovon ich wenig gemerkt habe. Das Verhältnis
zwischen Brid und Adam ist für meine Begriffe mehr von
Besitzansprüchen und Abhängigkeit geprägt. Trotz der Tatsache,
daß Brid nach und nach Adam's Familie und Freundeskreis
systhematisch auszurotten versucht, ist Adam ihr hörig. Brid's
Dialoge machen auf mich immer mehr den Eindruck einer
schwachsinnigen, gewalttätigen Psychopathin. Eine
Druidenschülerin aus dem 6. Jahrhundert hätte ich mir anders
vorgestellt.
Die wundersame Schatulle - Richard Paul Evans * * * * * Sie leben in ziemlich beengten Verhältnissen: Richard, seine Frau Keri und ihre kleine Tochter Jenna. Da kommt die Anzeige von Mary Anne Parkin wie gerufen: "Ältere Dame sucht Ehepaar, das ihr in Haushalt, Küche ud Garten hilft. Eigene Wohnung wird gestellt." Die drei überlegen nicht lange, und schon kurze Zeit später ziehen sie in die vornehme Villa der Witwe ein. Eines Tages findet Richard auf dem Dachboden eine kleine, kunstvoll verzierte Schatulle, deren Inhalt ihn plötzlich erkennen läßt, wie sehr er den Blick für das Wertvollste im Leben verloren hat. Und daß er im Begriff ist, einen beinahe unverzeihlichen Fehler zu begehen.... Eine sehr ergreifende, zu Herzen gehende Geschichte. Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen. Es ist sehr poetisch geschrieben und lädt zum Nachdenken ein. Ich finde, daß die Geschichte besonders gut in die Vorweihnachtszeit paßt. Sie ist traurig, aber sie führt letztendlich zum Guten und zu der Einsicht, daß das wichtigste Gefühl im Leben, die Liebe, sehr oft zu kurz kommt.
Der letzte Triumph - Es war Mario Puzos lebenslanger Traum, einen Roman über die mächtige Familie der Borgias zu schreiben - der Familie, die in Italien zur Zeit der Renaissance eine so herausragende und bestimmende Rolle gespielt hat. Eigentlich gibt die Geschichte um die Familie Borgia jede Menge Stoff her: Eroberungen, Liebe, Intrigen, Morde, Inzest usw. Allerdings hatte ich größere Probleme, mich in das Buch einzulesen. Ich hatte den Eindruck, da wurden jede Menge Ereignisse ziemlich emotionslos aneinandergehängt. Irgendwie fehlt der ganzen Story das Leben und die Gefühle. Auch habe ich den Eindruck, daß man genau erkennen kann, welche Passagen nicht von Mario Puzo selbst geschrieben wurden, denn das Buch wurde ja erst nach seinem Tod vollendet.
Ein Hauch von Schnee und Asche - Diana Gabaldon * * * * * Band 6 der Highland-Saga Kurzbeschreibung Mit dem sechsten Band der Highland-Saga ist Diana Gabaldon wieder ein Meisterwerk gelungen. Ich habe mir den Oktober ganz für dieses tolle Buch reserviert und es so richtig mit Genuß gelesen. Bewußt habe ich die einzelnen Kapitel auf mich wirken lassen und auch zwischendurch Pausen eingelegt, um das Gelesene noch einmal zu überdenken, denn immerhin muß man sich an viele Begebenheiten aus früheren Büchern zurück erinnern, die sich in diesem Band aufklären oder fortgeführt werden. Das wieder sehr umfangreiche Buch enthält genau die richtige Mischung von Spannung, Romantik, Geschichte, Mystik und Erotik, und das von der ersten bis zur letzten Seite. Das Ende ist einigermaßen überraschend und wirft wieder viele neue Fragen auf - und es macht schon absolut neugierig auf Band 7, auf den wir sicher einige Zeit warten müssen. Naja, Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude ;-)
Das Herz eines Highlanders - Karen Marie Moning * * * * Band 2 der Highlander-Serie In diesem Buch wird die
Geschichte von Hawk's Freund Grimm erzählt, dem
"Berserker". Bis zur Hälfte hat sich die Story etwas
sehr gezogen, einges war sehr verwirrend, nicht nur für Jillian
sondern auch für den Leser ;-)
Zauber der Begierde - Karen Marie Moning * * * * * Band 1 der Highlander-Serie Nachdem die Bücher von Karen
Marie Moning inzwischen schon Kult-Status haben, kam ich
natürlich nicht darum herum, mir die Reihe bei Buchticket zu
ertauschen. Von diesem ersten Buch war ich angenehm überrascht.
Es handelt sich um eine gut gelungene Mischung aus
Liebesgeschichte mit Zeitreise, Mystik, Spannung und einer
großzügigen Portion Erotik. Die Dialoge zwischen den beiden
"Liebenden" sind teilweise sehr amüsant, was unter
anderem an der sehr unterschiedlichen Lebenseinstellung und
Sichtweise der beiden liegt. Da Adrienne aus der heutigen Zeit
stammt, hat sie natürlich Ausdrücke auf Lager, die in dem
Zeitalter, wo sie landet, absolut unüblich sind. Die Einmischung
aus der Elfenwelt macht das Zusammenfinden des jungen Paares
nicht gerade einfacher. Aber die Geschichte hat natürlich ein
Happy End und mach auf jeden Fall Lust auf mehr. ;-) Zuflucht im Kloster - Ellis Peters * * * * * Bruder Cadfael Reihe Band 7: Es begann so, wie auch die schwersten Stürme beginnen: Mit einem kaum wahrnehmbaren Beben, einem leisen, so entfernten und doch so unheilschwangeren Geräusch, dass jeder, dessen Gehör scharf genug war, es zu vernehmen, sofort die Ohren spitzte und versuchte, alle anderen Geräusche auszuschließen, um sich allein auf diesen Ton zu konzentrieren und die Warnung zu verstehen. Die Abtei zu Shrewsbury im Jahre des Herrn 1140: Bruder Cadfael und die Benediktinermönche werden aus ihrer österlichen Ruhe gerissen, als sich ein junger Mann zu ihnen flüchtet. Die aufgebrachten Bürger des nahen Dorfes fordern sein Leben, denn er steht im Verdacht, einen Raubmord begangen zu haben. Bruder Cadfael aber glaubt an die Unschuld des Flüchtigen - und als ein weiterer Mord geschieht, zieht der schlaue Mönch aus gefälschten Indizien die richtigen Schlüsse. Ein spannender Krimi, der in
einem Kloster beginnt. Ein junger Mann flüchtet sich in die
heiligen Mauern, weil er des Mordes und Diebstahls verdächtigt
und verfolgt wird. Bruder Cadfael nimmt sich des Falls an und
ermittelt mit Scharfsinn und gleichzeitig mit viel Feingefühl.
Gleichzeitig ist noch eine zarte Liebesgeschichte in den Roman
eingebettet. Mir hat die Geschichte gut gefallen; der Schreibstil
hat sich wunderbar dem mittelalterlichen Flair angepaßt. Das
kurzweilige Buch läßt sich flüssig lesen. Die Geschichte ist
genau die richtige Mischung aus Spannung und Romantik, ideal für
ein schönes Schmökerstündchen. Trag mich über die Berge - Elizabeth Laird * * * * * Völlig überraschend erfährt Tara, daß ihr Vater von der irakischen Geheimpolizei gesucht wird. Weil er einer Gruppe kurdischer Rebellen angehört, muß die Familie Hawrami ganz plötzlich in die Berge fliehen. Aber auch dort sind sie nicht sicher, denn immer wieder greifen irakische Regierungstruppen die kurdischen Bergdörfer an. Schweren Herzens entschließt sich die Familie, in den Iran zu gehen, und damit beginnt ein langer und schwieriger Weg auf der Suche nach der Freiheit.... Elizabeth Laird, die selbst im Irak gelebt hat, bringt ihren Lesern mit Taras Geschichte ein Schicksal nahe, wie es Flüchtlinge auf der ganzen Welt erleiden. Das Buch schildert mit
beklemmender Deutlichkeit das Schicksal einer Kurdenfamilie auf
der Flucht. Die Geschichte wird aus der Sicht von Tara erzählt,
die mit ihren Eltern und Geschwistern vor der Verfolgung im Irak
in die Berge fliehen und später im Iran Schutz suchen. Tara, die
bis dahin ein ganz normales Teenager-Leben geführt hat, gerät
in Lebensgefahr und lernt Not und Hunger kennen. Sie sehnt sich
nach ihren Freundinnen, nach der Schule und nach ihrem
gemütlichen Haus in Sulaimanja zurück. Die Familie in der
Geschichte wurde von der Autorin erfunden, aber es wird deutlich,
daß viele Schicksale in sehr ähnlicher Weise stattgefunden
haben. Elizabeth Laird hatte Kontakt zu mehreren Kurden in
England, die ihre Erfahrungen geschildert haben. All dies fließt
in die Erzählung mit ein. Es ist nach meiner Meinung ein
wichtiges Buch für Jugendliche und Erwachsene, weit entfernt von
unserer alltäglichen "heilen Welt". Die Kastratin - Iny Lorentz * * * * * Die junge Giulia, Tochter des Kapellmeisters Fassi aus
Salerno, hat nur einen brennenden Wunsch: Sie möchte im Chor
ihres Vaters singen. Doch im Italien der Renaissance ist den
Frauen das Singen in der Kirche verwehrt. Dies ist der erste Roman von Iny
Lorentz, den ich gelesen habe, und ich bin sicher, daß ich nach
und nach auch ihre anderen Bücher verschlingen werde.
Zurück aus Afrika - Corinne Hofmann * * * * Die "weiße Massai" erzählt, wie es weiterging..... Wie bereits in ihrem ersten Buch
"Die weiße Massai" gelingt es Corinne Hofmann, den
Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Wenn man
einmal mit dem Lesen begonnen hat, kann man nicht mehr aufhören.
Das Leben von Corinne und ihrer Tochter Napirai bleibt auch in
der Schweiz spannend, viele Behördengänge und weitere
Angelegenheiten müssen geregelt werden, bis die erneute
Niederlassung in der Schweiz spruchreif ist. Jenseits der tiefen Wälder - Sara Donati * * * * * Liam Kirby, Hannahs Jugendliebe, ist nach Paradise zurückgekehrt. Doch während die mutige junge Frau entflohenen Sklaven medizinische Hilfe gewährt, ist Kirby nun als Kopfjäger auf die Spur einer Schwarzen angesetzt. Unversehens ist die Familie Bonner zwischen die Fronten geraten, denn Kirby zeigt Interesse an Hannah. Und auch der indianische Krieger "Strong Words" will ihr Herz erobern. Als es zum Konflikt kommt, muss Hannah eine Entscheidung treffen...... Es ist ja schon ein halbes Jahr
her, daß ich die beiden vorausgehenden Bände gelesen habe.
Irgendwie war es ein kleines bisschen wie "nach Hause
kommen", als ich mit Band 3 von Sara Donati begonnen habe.
Die Kinder sind inzwischen größer, aus Hannah ist eine junge
Frau geworden. Aber der Berg, auf dem die Familie Bonner lebt,
übt immer wieder eine große Faszination auf mich aus. Sara
Donati schafft es genial, Stimmungen und Gefühle in ihrer
Geschichte auszudrücken, daß man am liebsten selbst einsteigen
würde. Ich habe direkt Sehnsucht bekommen, auch einmal unter dem
Wasserfall zu schwimmen oder mit Hannah und Elizabeth durch die
Wälder zustreifen, um Kräuter zu sammeln.
Hexenschwestern - Celia Rees * * * * * Handlung: Diese Fortsetzung von
"Hexenkind" fand ich persönlich noch besser.
Faszinierend fand ich die Verbindung zwischen der Geschichte von
Mary im 17. Jahrhundert, wo die weisen Frauen noch als Hexen
verfolgt wurden und der modernen Zeit, in der Agnes lebt, eine
Zeit mit moderner Technik. Agnes und ihre Tante lassen die alten
indianischen Traditionen und die alte Magie wieder aufleben,
haben aber ein Handy dabei und sind jederzeit per Auto zu
erreichen. Die Geschichte Marys, welche Agnes in ihren Visionen
erlebt, ist sehr traurig, von vielen Verlusten gezeichet und hat
mich tief berührt. Sie hat mir das Unrecht wieder ins
Bewußtsein gerufen, das an den indianischen Stämmen damals
verübt wurde und auch heute noch wird. Tochter des Feuers - Heather Graham * * * Handlung: Im Prolog wird die Schlacht bei
Hastings geschildert, wo Fallon von dem normannischen Ritter
Alarich gefangen genommen wird. Die erste Hälfte des Buches ist
dann als Rückschau erzählt, bis die Geschichte wieder am Punkt
der Gefangennahme ankommt. Diese Erzählform empfand ich etwas
als irritierend. Insgesamt ist das Buch jedoch recht kurzweilig
geschrieben. Ich konnte mich nicht immer in die handelnden
Personen und ihre Gefühle hinein versetzen, manches erschien mir
sehr an den Haaren herbeigezogen. Aber insgesamt ist das Buch
ganz amüsant geschrieben, wenn man keine anspruchsvolle Lektüre
erwartet. Die Botschaft der Tiere - Pascale Noa Bercovitch * * * * Die Autorin: Das Buch: Dieses Buch ist ein Muß für
jeden Tierfreund und für alle, die den geheimnisvollen
Phänomenen auf die Spur kommen wollen, wie Tiere sich über
riesige Strecken zurechtfinden oder wie sie Menschen in Not
helfen. Die Autorin hat viele verschiedene Begebenheiten
zusammengetragen, über die man aus dem Staunen kaum herauskommt.
Es sind zum Teil lustige, teils sehr anrührende Geschichten,
welche alle die Liebe der Autorin zur Natur und zu den Tieren
ausdrücken. Viele der Episoden hat sie selbst mit erlebt, andere
wurden ihr von Freunden und Bekannten übermittelt. Aber alle
Geschichten haben eines gemeinsam, sie erfüllen uns mit
Ehrfurcht und Respekt vor jedem Lebewesen, denn Tiere "denken"
und fühlen anders als wir, aber wie das Buch zeigt, sind sie uns
oft weit überlegen, wenn es um den Einsatz der Sinne geht.
Nächte im Harem - Clara Benton * Handlung: Das Buch hat mich auf der ganzen
Linie enttäuscht. Nach der Inhaltsbeschreibung hatte ich
erwartet, einen spannenden Roman zu lesen. Aber das Abenteuer der
Zwillinge ist alles andere als packend erzählt. Auch die
angekündigte Erotik bleibt auf der Strecke. Die Geschichte wirkt
abgehackt, emotionslos und oberflächlich. Ärgerlich sind die
vielen Druckfehler und Wiederholungen. Emily findet im Lauf der
Geschichte alles "zum Sterben". Die Liebe findet sie
zum Sterben schön, in ihrer Einsamkeit findet sie alles zum
Sterben traurig usw... Auch ihre widersprüchlichen Gefühle
lassen sich von mir nicht nachvollziehen. Im einen Satz hat sie
Angst, einen Abschnitt weiter ist ihre Angst verflogen
(wodurch???)
Hexenkind - Celia Rees * * * * Handlung: Die Geschichte von Mary ist in
Tagebuchform erzählt. Das Mädchen schreibt sich heimlich ihre
Sorgen und Gedanken von der Seele.
Shanna - Kathleen E. Woodiwiss * * * Handlung: Ein Sklavenaufseher ihres Vaters kauft jedes Jahr in Londoner Gefängnissen billige Arbeitskräfte, die dann, statt im Kerker zu schmachten, ihre Schuld auf den Zuckerrohrplantagen des reichen Trahern in der Karibik abbüßen können. Unter diesen Männern, die wie Tiere in die Tropen verschifft werden, befindet sich auch Ruark. So trifft Shanna ihren längst totgeglaubten rechtmäßigen Ehemann wieder. Ruark fordert die Einlösung des Eheversprechens, aber Shanna ist anfänglich zu stolz, ihr Wort gegenüber einem verurteilten Verbrecher und Sklaven zu halten. Dann aber siegt die Leidenschaft über ihren Trotz, ihren Stolz: Gegen ihren Willen verliebt sie sich in Ruark. Wie aber soll Shanna ihre Liebe zu einem Sklaven geheimhalten? Als auch Ruark das Versteckspiel nicht länger ertragen kann, beschließt er zu handeln. Seine Flucht von der Sklaveninsel ist der Beginn eines atemberaubenden Wirbels von dramatischen Szenen, von Intrigen und Gewalttaten - doch am Ende siegt die Liebe... Die Handlung der Geschichte ist
mitreißend erzählt und hält immer wieder Überraschungen für
den Leser bereit. Shanna und Ruark müssen sich mit
Gefängnisbeamten, korrupten Aufsehern, einem aufdringlichen
englischen Edelmann und zu allem Überfluss auch noch mit einer
Horde Piraten herumschlagen. Genervt hat mich am Anfang der
Geschichte die egoistische, unreife Art, mit der Shanna den Mann
behandelt, dem sie es zu verdanken hat, nicht an der Seite eines
ungeliebten Ehemannes leben zu müssen. Als sie merkt, daß Ruark
sie liebt, verrät sie ihn sogar und bringt es fertig, daß er
von der Insel in die Hände der Piraten gerät. Man könnte fast
sagen, es ist ihr Glück, daß sie letztendlich auch noch von den
Piraten entführt wird. Denn erst im Unterschlupf der
Freibeuter-Bande kommen sich die beiden auch menschlich näher.
Nach ihrer Flucht und Heimkehr auf die Insel von Shannas Vater
findet man die junge Frau verändert. Sie erkennt jetzt, daß sie
selbst nicht der Mittelpunkt der Welt ist und geht mit ihren
Mitmenschen rücksichtsvoller vor. Natürlich hat dieses Buch ein
Happy End, was der Leser nach allen Turbulenzen sicher auch
erwartet. Etwas gestört hat mich der etwas schwülstige
Schreibstil, den ich nicht so absolut passend für die Zeit fand.
Die Geisha - Arthur Golden * * * * Handlung: Arthur Golden hat ein
wunderbares Buch geschrieben. Der Erzählstil in Ich-Form ist so
anmutig wie die Geisha selbst, von der die Geschichte berichtet.
In zum Teil sehr poetischen Gleichnissen erzählt Chiyo über ihr
Leben und ihre Gefühle. Der Autor hat sehr gründlich
recherchiert, daher wirkt die Lebensgeschichte der Geisha sehr
real. Wie aus dem kleinen Mädchen Chiyo die große, bekannte und
beliebte Geisha Sayuri wird, ist detailreich und lebhaft
geschildert. Das Buch hat mich mit bisher völlig fremden
Lebensformen konfrontiert und total in eine andere Zeit und
faszinierende Kultur versetzt.
Die Tochter des Salzsieders - Ulrike Schweikert * * * * Handlung: Auch bei diesem Roman von Ulrike
Schweikert hat mich wieder fasziniert, daß für die Geschichte
sehr gut und genau recherchiert wurde. Im Anhang findet man eine
ausführliche Begriffserklärung, eine Beschreibung der
wichtigsten Personen sowie eine Ausführung darüber, was an der
Geschichte wirklich passiert ist und was erfunden. Diese Art
Romane faszinieren mich besonders, weil man sich direkt in die
Zeit zurückversetzt fühlt. Die Geschichte um die
Salzsiederstochter Anne Katharina Vogelmann ist sehr spannend
erzählt, ist eigentlich dem Genre Krimi zuzuordnen. Etwas
realitätsfremd ist meiner Meinung nach, daß Anne Katharina
immer gerade zur Stelle ist, wenn es einen Toten gibt. So viele
Zufälle kamen mir etwas übertrieben vor. Aber insgesamt ist das
Buch sehr lesenswert, und am Ende erlebt man so einige
Überraschungen. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran - Eric-Emmanuel Schmitt * * * * Handlung: Aufmerksam geworden bin ich auf
dieses Büchlein durch die Lese-Sendung von Elke Heidenreich. Ich
kann mich ihrer Meinung nur anschließen, daß es sich um
"ein unendlich zartes, schönes, liebevolles Buch"
handelt. Die Geschichte strahlt eine große Wärme aus, ist
stellenweise sehr traurig, aber am Ende bleibt die Hoffnung. Die
gerade mal hundert Seiten des Buches enthalten einen reichen
Schatz an kleinen Weisheiten für's tägliche Leben und
Glücklichsein. Saphir und Seide - Leslie O'Grady * * * Handlung: Das war mal wieder ein
romantischer Roman für zwischendurch. Man kann total bei der
Lektüre abschalten, so richtig was für die "triviale
Ader" *grins*
Die Mayfair-Hexen - Anne Rice (Band 3 über die Mayfair-Hexen) * * * * Handlung: Dieses dritte Buch über die
Hexen-Dynastie Mayfair hat mir von allen am besten gefallen. Anne
Rice schafft es mit ihrer Erzählung völlig, einen an das Buch
zu fesseln. Bis auf die etwas langatmig erzählte Geschichte der
Taltos ist dieser Roman sehr "dicht" geschrieben, jedes
Kapitel baut neue Spannung auf und hat Überraschungen für den
Leser bereit. Fasziniert und angerührt hat mich besonders Ash,
der reiche, letzte Überlebende seiner alten Rasse, der Taltos.
Eine gewisse Schwermut liegt auf seinem Leben, aber im Gegensatz
zu Lasher ist er die Sanftheit und Gutmütigkeit in Person. Tanz der Hexen - Anne Rice (Band 2 über die Mayfair-Hexen) * * * * Handlung: Das zweite Buch über die
Familie Mayfair ist etwas kompakter geschrieben, nicht so
ausschweifend wie der erste Band. Dadurch kommt das ganze gleich
noch interessanter und spannender rüber. Viele der bereits
bekannten Charaktere aus Band eins werden hier ausführlicher
dargestellt, manche Personen (und auch die Organisation der
Talamasca) verlieren ihren "Glorienschein". Die geniale
Chirurgin Rowan und ihr "untadeliger" Ehemann Michael
müssen erkennen, daß sie nicht unfehlbar und nicht unverwundbar
sind sondern sich zu ihren menschlichen Schwächen bekennen. Die
Talamasca, bisher als absolut loyale Gruppe beschrieben, kommen
jetzt nicht mehr so perfekt rüber, man kriegt diverse Zweifel,
ob die Aktivitäten der Organisation sinnvoll und hilfreich sind.
Es erscheinen starke Frauengestalten aus der Mayfair-Familie auf
der Bildfläche, zum Beispiel die 13-jährige Mona, die zwar noch
ein Teenager ist, aber insgesamt schon sehr reif und erwachsen
wirkt. Beim Lesen von Lashers Erzählung über seine
Vergangenheit schwankt man zwischen Verständnis und leisem
Grauen. Auf jeden Fall fand ich das Buch absolut lesenswert, und
Band 3 wartet schon! Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken - Allan & Barbara Pease * * * * Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen. Die ganze Wahrheit über Männer und Frauen. Allan und Barbara Pease werfen einen amüsanten Blick auf die
kleinen, aber bedeutsamen Unterschiede zwischen Mann und Frau.
Intelligent, geistreich und kontrovers verbinden sie neueste
Erkenntnisse der Gehirn- und Evolutionsforschung mit aktueller
Verhaltenspsychologie. Endlich eine Antwort auf die Frage, warum
Frauen und Männer so sind, wie sie sind, und warum sie gerade
deshalb so wunderbar miteinander auskommen können. Obwohl es ja eigentlich ein
Sachbuch ist, fand ich die Lektüre sehr kurzweilig und amüsant.
Sehr oft treffen die Autoren den Nagel auf den Kopf, man erkennt
sich in der einen oder anderen Situation wieder. Unwillkürlich
muß man schmunzeln oder manchmal sogar lauthals lachen, wie
treffend die Bemerkungen und Beschreibungen sind. Andererseits
bringt einen das Buch ganz schön zum Nachdenken. So manches
Mißverständnis fällt einem beim Lesen wieder ein, und man kann
seinen Partner wirklich plötzlich besser verstehen, warum er so
handelt. Ich kann das Buch allen Paaren nur empfehlen. Auch
wenn's nicht überall so extrem abläuft wie geschildert, kann
man viele Körnchen Wahrheit in den Beschreibungen finden. ;-)
Der Schleier des Schweigens -
Djura * *
* Das Kabylenmädchen Djura lebt in einem kleinen Dorf in der
Wüste Algeriens. Wie viele Algerier lebt auch ihre Familie in
großer Armmut, und deshalb schließt sie sich dem
Immigrantenstrom nach Frankreich an. Allerdings muß Djura
erfahren, daß das Leben im "Schlaraffenland" ganz
anders als erwartet ist. Die Familie lebt in Aufnahmebaracken,
zusammen mit Tausenden Ausländern anderer Nationen. Wenn Djura
aus dem Fenster blickt, sieht sie nicht mehr Hügel mit
süßduftenden Narzissen, wie in ihrem Heimatdorf, sondern
Schmutz, Elend und Gewalt. Als die Familie eine Sozialwohnung
zugewiesen bekommt, wird alles noch schlimmer. Ihr Vater trinkt
immer häufiger und beginnt, Frau und Kinder zu schlagen. Die
Schule ist für Djura der einzige Ausweg aus dieser Hölle. Djura, eine junge Frau aus Algerien, entschließt sich allen islamischen Traditionen zum Trotz, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und einen Franzosen zu heiraten. Damit beginnt eine atemberaubende Flucht vor der Rache der eigenen Familie. In ihrem Lebensbericht schildert Djura die Unterdrückung moslemischer Frauen und die Gefahren, denen sie sich aussetzen, wenn sie aus den patriarchalischen Strukturen ihrer Heimat auszubrechen versuchen. Über ihr persönliches Schicksal hinaus beschreibt Djura auf eindrucksvolle Weise die Schwierigkeiten islamischer Frauen im modernen Europa. Die Geschichte rüttelt auf und
macht einen fassungslos, wozu eine Familie im Stande sein kann,
um die Traditionen zu bewahren. Besonders bestürzt war ich über
den Überfall auf Djura und ihren Mann auf dem Hausboot. Denn da
war die Tochter ihres Bruders und ihrer besten Freundin
beteiligt. Leider erfährt man nicht mehr viel über die Freundin
selbst, außer daß sie Djura's großen Bruder geheiratet hat.
Interessant wäre ein Einblick in diese Ehe, um das ganze zu
verstehen. Leider ist die Geschichte an manchen Stellen sehr kurz
gefaßt. . Brandzeichen der Liebe - Heather Graham * * * Handlung: Ein dunkles Familiengeheimnis und ein tragisches Schicksal binden Ann McCastles an die abgelegene Stadt im Westen. Niemand würde vermuten, daß die schöne und temperamentvolle Saloonbesitzerin nur von einem Gedanken beherrscht ist - dem Gedanken an Blutrache. Doch an dem Tag, als der Halbindianer und Ex-Kavalleriemann Ian McShane die Stadt betritt, ändert sich alles für Ann: Ein Rausch aus Wut und Leidenschaft setzt ihr Herz in Flammen... In diesem Buch vereinen sich
Western und Liebesroman. Die Handlung beginnt in einem typischen
Saloon in einer kleinen Stadt im Wilden Westen. Ann McCastles ist
eine junge, bildschöne, unabhängige Frau, bis Ian McShane in
die Stadt kommt, der faszinierende Mann mit Sioux-Vorfahren. Er
meldet berechtigterweise Besitzansprüche für den Saloon an, was
Ann ganz und gar nicht gefällt. Die "Zwangs-Heirat"
scheint ein beliebtes Stilmittel zu sein; daß sich das Paar im
Lauf der Geschichte ineinander verliebt, ist so sicher wie der
Abend, der auf den Tag folgt. Die Helden schießen und kämpfen
und wollen ihre Liebste beschützen. Nach einigen unvermeidlichen
Mißtrauens-Geschichten und Entführungen kommt es natürlich zum
Happy End!
Hexenstunde - Anne Rice (Band 1 über die Mayfair-Hexen) * * * * Handlung: Seit Michael Curry bei einer Springflut beinahe ertrank, ist
er nicht mehr derselbe Mensch. Zwar konnte die Neurochirurgin
Rowan Mayfair den bereits klinisch Toten ins Leben zurückholen,
doch seitdem verfügt Curry über die Gabe der Psychometrie: Er
kann hellsehen, sobald er einen Gegenstand oder eine Person mit
seinen Fingern berührt. Zu Recht vermutet er, daß diese
Veränderung mit seiner Retterin zusammenhängt, ahnt jedoch
ebensowenig wie die junge Ärztin selbst, daß diese einer
uralten Hexendynastie entstammt - und daß ein dämonisches Wesen
nur darauf wartet, durch ein Kind Rowans Gestalt anzunehmen... Mit über 1000 Seiten ist die
"Hexenstunde" wohl das dickste Buch im gesamten Werk
über die Mayfair-Hexen. Es wird die Geschichte dieser
Hexen-Dynastie bis ins 17. Jahrhundert zurück verfolgt. Eine
Organisation , die "Talamasca" beschäftigt sich schon
seit dieser Zeit mit Menschen, die sich durch übersinnliche
Fähigkeiten auszeichnen und mit rätselhaften, nicht greifbaren
Wesen. Insgesamt ist das Buch sehr spannend und faszinierend. zum
Teil sehr düster. Allerdings hat die Geschichte auch einige
Längen, besonders wenn man sich durch die Daten der
Hexen-Chronik kämpft, welche von den Talamasca gesammelt und
niedergeschrieben wurden. Manches war mir persönlich etwas zu
ausführlich und ins Detail gehend geschildert. Allerdings
hindert mich dieser Umstand nicht daran, die Fortsetzungsbände
zu lesen.
Funkelnde Leidenschaft - Susan Johnson* * * * Handlung: Blaze Braddock, die reichste und schönste Erbin Bostons, bekam alles, was sie sich wünschte. Jon Hazard Black aber ließ sich nicht kaufen. Angesichts des schlanken, hochgewachsenen Indianers mit dem durchdringenden Blick fühlte sich Blaze erstmals hilflos. Denn Jon, der Häuptlingssohn, in Harvard erzogen, war kein wilder Barbar. Besessen von diesem scheinbar unnahbaren Mann, der ihr Feind war, ließ sich Blaze von einem Sturm der Leidenschaften hinwegtragen... Jon Hazard Black tut alles, um
seinem Volk ein Leben ohne finanzielle Nöte und außerhalb den
Zwängen eines Reservats zu ermöglichen. Aber die "Buhl
Mining Company", eine Interessengemeinschaft schwer-reicher
Goldgräber ist hinter den beiden Goldminen her, für die der
junge Indianerhäuptling die Schürfrechte besitzt. Als Colonel
Braddock dem Wunsch seiner Tochter Blaze nachgibt, und sie als
Unterhändlerin zu Hazard schickt, nimmt dieser das junge,
schöne Mädchen als Geisel, für ihn seine Lebensversicherung.
Aber Hazard und Blaze, die eigentlich Feinde sein müßten, haben
nicht mit ihren Gefühlen gerechnet. Ohne, daß sie es anfangs
merken, verlieben sich die beiden ineinander. Eine interessante Kombination,
einerseits etwas "schmalzige" Liebesgeschichte,
andererseits Abenteuerroman, der sich mit den Problemen durch die
Besiedlung der Weißen in Amerika auseinandersetzt. Anfangs war
diese Verknüpfung in der Geschichte etwas ungewohnt, aber mit
der Zeit wurde die Geschichte doch spannend. Besonders die
ausführlichen Erklärungen, zu historischen Fakten im Anhang,
haben mein Interesse geweckt.
Seide und Stein - Dinah Dean * * * * Handlung: Sehr anschaulich und detailreich
beschreibt die Autorin die Kleidung und Umgebung. Man hat beim
Lesen das Gefühl, selbst in den prächtigen Kirchen zu stehen
und die vielen Fresken zu bewundern. Auch die Stickereien und
Verzierungen der Kleider kann man förmlich vor sich sehen. Das Buch ist die ideale
Lektüre, wenn man etwas zur Ruhe kommen möchte, für
gemütliche Stunden bei einer Tasse Tee. Auch wird man nach der
Lektüre sicher keine Einschlafprobleme bekommen.
Die Karawanenkönigin - Tessa Korber * * * * Handlung: Das Buch schildert das Leben
einer schillernden Frauengestalt, die sich nach nichts mehr
sehnt, als nach Freiheit und Unabhängigkeit. Insgesamt hat mir
die Geschichte gefallen, allerdings gibt es doch einiges, was
mich gestört hat. Die Szenenwechsel waren mir eindeutig zu viel.
Das machte den Roman stellenweise etwas verwirrend. Außerdem ist
mir bei den geschriebenen Dialogen teilweise ein etwas
"lockerer" Umgangston aufgefallen, der für mein
Empfinden nicht so recht in die Zeit passen mag. Das gilt auch
für einige Begriffe, die für die Geschichte einfach zu
"modern" erscheinen. Es ist kein Buch, das ich
nochmal lesen werde, aber trotzdem kann ich die Lektüre jedem
empfehlen, der gerne historische Romane mag.
Der Baron auf den Bäumen - Italo Calvino * * * * Handlung: Eine märchenhafte Geschichte
über Cosimo's Leben auf den Bäumen, wie er mit alltäglichen
Problemen dort oben zurecht kommt, wie sich sein Leben
entwickelt. Manche Begebenheiten sind geradezu grotesk. Anfangs
hatte ich noch etwas Probleme, mich auf die Sicht der Dinge aus
der Vogelperspektive einzulassen, aber je weiter ich gelesen
habe, umso mehr hat mir das Buch gefallen.
Im Herzen des Hochlandes - Penelope Williamson * * * * Handlung: Gewisse Ähnlichkeiten, die mir
beim lesen ins Auge gefallen sind: Jamie, ein Clanführer aus den
schottischen Highlands verliebt sich ausgerechnet in eine
Engländerin! Sollte das alles wirklich Zufall sein? Oder stand
da etwa ein rothaariger Schotte Pate, der sicher vielen aus Diana
Gabaldon's Highland-Saga gut bekannt ist?? Ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall kommt dieser Roman ansonsten in keiner Weise an
die genannte Saga heran, nicht nur wegen der verhältnismäßigen
Kürze des Romans. Die Liebesgeschichte um Jamie (hier ein
blonder Held) und Alexia ist flüssig und kurzweilig erzählt, an
manchen Stellen würde ich sie als "Schmachtfetzen"
bezeichnen. Eigentlich kriegen die beiden sich sehr früh, haben
aber immer wieder mit gegenseitigem Mißtrauen und
geheimnisvollen Mordanschlägen zu kämpfen. Aber das Happy End
ist gewiß, und insgesamt betrachtet ist das Buch ganz gut
geeignet, einen gemütlichen Lesenachmittag zu verbringen. Wer
die Gabaldon-Bücher noch nicht gelesen hat, sollte meiner
Meinung nach diese Story hier zuerst lesen. Sonst kommt leicht
Enttäuschung auf, weil man insgeheim immer wieder Vergleiche
zieht.
Die Hebamme von Glückstadt -
Edith Beleites * * * * * Handlung: Das Jahr 1632: Schweren Herzens und doch voller Neugierde verläßt die junge Hebamme Clara das ihr vertraute Hamburg, um elbabwärts ihr Glück in Glückstadt zu suchen. Die Lieblingsstadt des dänischen Königs Christian IV. wartet jedoch mit einigen Überraschungen für die temperamentvolle Hebamme auf. Der Stadtmediziner macht ihr das Leben schwer. Auch die angestammten Laienhebammen stehen der Neuen anfangs mit Skepsis gegenüber. Sie scheinen Recht zu behalten, als eine von Clara betreute Geburt misslich verläuft......... 2. Buch: Eine selbstbewusste Hebamme, ein Stadtmedicus und eine geheimnisvolle Seuche. Glückstadt 1634: Eine so gebildete und warmherzige Hebamme wie Clara hatte Glückstadt noch nie. Aber der Pastor sieht es gar nicht gern, daß sich Clara auch um die schwangeren Dirnen kümmert. Da kommt ihr eine Einladung nach Hamburg zu ihrer Freundin Johanna ganz recht. Als sie dort bei einem Notfall ein Kind mit der Geburtszange holt, droht ihr Schlimmes: Den Hebammen ist jeglicher Einsatz geburtshelferischer Instrumente untersagt. Und ausgerechnet jetzt bricht in Glückstadt eine geheimnisvolle Krankheit aus....... Die Hebamme Clara ist eine
selbstbewußte Frau, die auf der Suche nach ihren Wurzeln und
einem neuen, sinnvollen Lebensumfeld ist. Dabei stößt sie auf
so einige Schwierigkeiten. Aber mit Diplomatie und ihrem Wissen
schafft sie es, sich in ihrer Wahlheimat Glückstadt gut zu
behaupten. Sie findet Freunde, muß aber auch einige Probleme
meistern und mit Anfeindungen fertig werden.
An einer fernen Küste - Sara Donati * * * * * Klappentext: Auch der zweite Teil der
Geschichte ist wieder ein geniales Buch voller Abenteuer und
Spannung. Es hat mir zwar nicht ganz so gut gefallen wie Band
eins, aber es ist trotzdem lesenswert. Ziemlich gestört hat mich
die zum Teil etwas nachlässige Übersetzungsarbeit. Es wurden
Namen vertauscht und Wörter, sogar ganze Satzteile weggelassen.
Schade finde ich auch, daß sich die Ereignisse am Schluß
ziemlich überstürzen, es hätte sicher noch guten Stoff für
mindestens 100 weitere Buchseiten gegeben. Ich hätte z.B. gerne
gewußt, wie das Treffen zwischen Nathaniel und seinem
erstgeborenen Sohn stattgefunden hat. Aber wer "Im Herzen
der Wildnis" genossen hat, wird sicher auch Freude am Lesen
dieses Buches finden, und ich bin schon sehr auf ein Wiedersehen
mit der liebenswerten Familie Bonner im dritten Teil.
Im Herzen der Wildnis - Sara Donati * * * * * Klappentext: Sara Donati knüpft mit ihrem
Roman an die Geschichten von J.F. Cooper über Lederstrumpf und
den letzten Mohikaner an, Nathaniel Bonner's Vater wurde von
Chingachgook adoptiert, und Nathaniel selbst war in erster Ehe
mit einer Indianerin verheiratet. Das war wieder so ein Roman, der
einen mit Haut und Haaren gefangen nimmt. Jede freie Minute nahm
ich das Buch zur Hand und war sehr froh, am Ende gleich den
zweiten Band greifbar zu haben, so daß ich nahtlos anknüpfen
konnte. Ein wunderbares Buch, das auf eine Fortsetzung neugierig
macht!
Nächte der Leidenschaft - Lynsay Sands * * * * Klappentext: Eine wahre Freude! Romantic Times Die Lektüre dieses Buches habe
ich nur einer Empfehlung zu verdanken, denn die
Umschlaggestaltung ist meiner Meinung nach sehr kitschig .
Mariana - Susanna Kearsley * * * * Klappentext: Julias Kindheitstraum geht in Erfüllung: »Dieser Roman, romantisch und ein bißchen märchenhaft, ist bestens geeignet für verregnete Sonntagnachmittage.« Brigitte Ein faszinierendes Buch! Ich
habe es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen. Die Geschichte
schildert eine etwas andere Art der Zeitreise, die etappenweise
erfolgt und immer an den jeweiligen Ort geknüpft ist, an dem
sich die Protagonistin in der Jetztzeit befindet. Julia entdeckt
durch ihre Reisen in die Vergangenheit, daß es sich in ihrem
Fall um Reinkarnation handelt, und sie versucht mehr und mehr,
die traurige Geschichte von Mariana zu einem guten Ende zu
bringen. Der Schluß ist überraschend,sowohl für Julia als auch
für den Leser. Schade, daß das Buch ziemlich plötzlich endet.
Man hätte gerne noch mehr erfahren!
Das flammende Kreuz - Diana Gabaldon * * * * * Band 5 der Highland-Saga Klappentext: North Carolina im Jahr 1770. An einem strahlenden Herbsttag im Oktober veranstalten die schottischen Siedler am Mount Helicon ihr alljährliches Clantreffen. Viele von ihnen haben zusammen mit Claire und Jamie den fruchtbaren Landstrich Fraser's Ridge besiedelt. Und in diesem Jahr wollen sie ein großes Fest feiern: Brianna, Claires Tochter, wird endlich Rogers Frau; ihr kleiner Sohn Jemmy soll getauft werden; und Jamies verwitwete Tante Jocasta will erneut den Bund fürs Leben schließen. Doch das Idyll dieses heiteren Oktobertages ist trügerisch. In den Kolonien der Neuen Welt gärt es. Nicht nur die Beziehungen zu England sind aufs Äußerste gespannt. Auch die Kluft zwischen den reichen Aristokraten Amerikas und der wachsenden Zahl von Siedlern, die ums nackte Überleben kämpfen, wird immer unerträglicher. Das Clantreffen wird schließlich von einer Proklamation des Gouverneurs unterbrochen, der unnachsichtig den Rebellen nachspürt, die wenige Tage zuvor einen Aufstand angezettelt haben. Jamie wird aufgefordert, sich für einen Einsatz gegen die "Aufständischen" bereitzuhalten - eine Verpflichtung, der er nur widerstrebend nachkommt. Denn er hat Witterung seines alten Erzfeindes aufgenommen: Stephen Bonnet - der Mann, der Brianna einst Gewalt angetan hat. Und der vielleicht sogar Jemmys Vater ist. Aber alle privaten Konflikte verblassen angesichts der Schatten, die der Krieg zwischen der Alten und der Neuen Welt vorauswirft. Clair, die als Frau des zwanzigsten Jahrhunderts die Zukunft bereits kennt, benützt ihr Wissen umd ie Geschichte einmal mehr wie eine Fackel, die ihrer großen Liebe Jamie und ihrer Familie durch die Zeit der drohenden Dunkelheit den Weg weisen wird. Denn sie weiß sicher, dass der bittere krieg um die Unabhängigkeit kommen wird - mit einem Blutvergießen, das ihre und Jamies Liebe auf die härteste Probe ihres Lebens stellen wird...... »Die Brillanz von Diana Gabaldon ist beeindruckend - ganz gleich, ob sie die Wildnis der amerikanischen Kolonien, das liebenswerte Chaos einer schottischen Großfamilie, glühende Leidenschaft oder die Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit beschreibt. Ihre Millionen von Fans werden wieder begeistert in diesen großartigen historischen Roman einauchen!« Publishers Weekly Ohne Pause habe ich mich gleich
auf den fünften Band gestürzt und in den letzten Tagen die
über 1200 Seiten der abwechslungsreichen Geschichte genossen. In
diesem Buch erfährt der Leser viel über den Alltag der Siedler,
wie sie leben, was sie essen. Um Fraser's Ridge hat sich
inzwischen eine stattliche Siedlung gebildet. Jeder einzelne ist
gefordert und bringt seine Fähigkeiten in die Gemeinschaft ein.
Ich fand die Kapitel über Claire's Heilanwendungen sehr
interessant und fand es spannend, ihr über die Schulter zu
schauen, was sie für Kräuter trocknet und wie sie ihre
Patienten behandelt. Aber auch in Band 5 kommt das Abenteuer
nicht zu kurz! Besonders gut gefallen mir die Momente, wenn
Claire und Jamie poetische Betrachtungen über sich und die Welt
anstellen. Die beiden und ihre Familie sind mir inzwischen
richtig ans Herz gewachsen, als wären sie alte Bekannte. Ich
habe mit ihnen gelitten, getrauert und mich mit ihnen gefreut.
Soeben erst habe ich das Buch zu Ende gelesen und wieder ins
Regal gestellt - und die Frasers fehlen mir jetzt schon ;-)
Der Ruf der Trommel - Diana Gabaldon * * * * * Band 4 der Highland-Saga Klappentext: Nach einer langen, abenteuerlichen Reise landen Claire Randall und James Fraser in den amerikanischen Kolonien des achtzehnten Jahrhunderts. Doch der Atem der Vergangenheit reicht weit. Denn auch ihre Tochter Brianna ist dem Ruf der Tromme gefolgt - nicht nur auf der Suche nach der Vergangenheit und nach dem Vater, den sie nie gesehen hat, sondern auch aus Angst vor einer Zukunft, die nur sie allein kennt..... »Prall, üppig, lustvoll, kühn, historisch korrekt - und absolut süchtig machend!« Berliner Zeitung »Unterhaltsam, humorvoll und farbenprächtig. Ein Lesevergnügen ganz besonderer Art.« Norddeutscher Rundfunk Und wieder konnte ich für über
1100 Seiten eintauchen in die spannende Geschichte, die in diesem
Buch auch den Abenteuern von Brianna und Roger viel Raum läßt.
Claire und Jamie sind gerade erst seßhaft geworden und dabei,
sich eine neue Existenz aufzubauen. Und schon stürzen sie wieder
von einem Abenteuer ins andere. Das Tempo und der Szenenwechsel
in dem Buch sind zeitweise atemberaubend, auf keinen Fall kommt
Langeweile auf. Immer wenn man denkt, daß das Leben auf Fraser's
Ridge in geordneten Bahnen verläuft, kommt schon neue Aufregung
für die Bewohner daher.
Ferne Ufer - Diana Gabaldon * * * * * Band 3 der Highland-Saga Klappentext: Überzeugt, daß ihre große Liebe, der rothaarige Clanführer Jamie Fraser, in der blutigen Schlacht von Clulloden 1746 gefallen ist, kehrt Claire Randall mit seinem Kind unter dem Herzen in ihre eigene Zeit des 20. Jahrhunderts zurück. Es ist ihr jedoch unmöglich, Jamie zu vergessen. Als die gemeinsame Tochter Brianna 20 Jahre alt und gut versorgt ist, tritt Claire mit einem winzigen Fünkchen Hoffnung erneut die gefährliche Reise durch den magischen Steinkreis ins Schottland des 18. Jahrhunderts an. Und tatsächlich findet sie Jamie - lebend! Aber ihre glühende, unermeßliche Liebe durch Zeit und Raum bleibt nicht lange ungestört. Denn Jamie hat sein Ziel - Unabhängigkei für Schottland - nicht aus den Augen verloren. Er wird wegen Hochverrats gesucht. So bleibt ihnen nur die Flucht - vor königlichen Henkern, korrupten Richtern und eifersüchtigen Frauen. Und stets sind Hoffnung, Mut und ihre Leidenschaft füreinander die einzigen Wegweiser beim Aufbruch zu ungewissen fernen Ufern..... Auch dieser Band ist immer wieder in
Rückblicken geschrieben. Man erfährt mehr über die 20 Jahre,
in denen Claire und Jamie getrennt waren. Man gewinnt Einblicke
über Claires neu geordnetes Verhältnis zu ihrem Ehemann Frank
und erfährt über die Probleme, die Claires Rückkehr für alle
Beteiligten bringt.
Die geliehene Zeit - Diana Gabaldon * * * * * Band 2 der Highland-Saga Klappentext: CLAIRE UND JAMES Eine Liebe, so wildromantisch wie das schottische Hochland - und stärker als Zeit und Raum... Der neue Roman von Diana Gabaldon - farbenprächtig wie ein Mosaik und von herzerfrischendem Humor! Zwanzig Jahre lang hat Claire ihr Geheimnis bewahrt. Doch nun kehrt sie mit ihrer Tochter Brianna nach Schottland zurück. Und mitten in den Highlands, auf einem geheimnis-vollen alten Friedhof, schlägt für sie die Stunde der Wahrheit. Bereits mit Feuer und Stein, dem ersten Roman der großen historischen Highland-Saga um Claire Randall und James Fraser, riß Diana Gabaldon Leser und Kritiker zu Begeisterungsstürmen hin: »Mitreißend - ein frisches, einfallsreiches und unterhaltsames Buch!« Norddeutscher Rundfunk Inzwischen sind Claire und Jamie
schon wie alte Bekannte für mich. Dieser Band 2 hat mich fast
noch mehr begeistert als der erste. Das Buch spielt im Jahr 1968,
als Claire mit ihrer Tochter wieder nach Schottland kommt. Ihr
Mann Frank ist gestorben, und jetzt endlich erfährt Tochter
Brianna, wer ihr eigentlicher Vater ist. In Rückblicken erzält
Claire die Geschichte von sich und Jamie, die sich nahtlos an
Band 1 anschließt. Bis zur entscheidenden Schlacht, in der
(zumindest glaubt Claire das) Jamie den Tod gefunden hat. Aber
die alten Chroniken und Urkunden erzählen etwas anderes...
Feuer und Stein - Diana Gabaldon * * * * * Band 1 der Highland-Saga Klappentext: Man schreibt das Jahr 1945. Claire Beauchamp Randall, die während des Krieges als Krankenschwester an der Front gearbeitet hat, verbringt die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank inSchottland. Schon bald zieht ein alter magischer Steinkreis in der Nähe der Pension Claire in seinen Bann - eigentlich ganz untypisch für die patente und sehr rational eingestellte junge Frau. Als sie eines Tages nichtsahnend einen der Steine berührt, verliert sie das Bewußtsein - und erwacht mitten im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen, im Jahr des Herrn 1743. Zu dieser Zeit ist das Leben in den Highlands geprägt von Rebellion und Verrat, von beginnender Aufklärung und finsterem Aberglauben. Und dank ihres seltsamen Auftretens sowie ihrer beeindruckenden Kenntnisse gerät die unfreiwillige Gesandte aus dem 20. Jahrhundert bald in den Ruf, eine leibhaftige Hexe zu sein. Glücklicherweise findet sich ein Beschützer für Claire: Jamie Fraser, der aufständische Clanführer, ein prächtiger Bursche mit breiten Schultern, feuerrotem Haar und einer Leidenschaft, vor der Claire nur zu gern kapituliert. Bis sie sich entscheiden muß - zwischen der Zukunft, in die sie gehört, und der Vergangenheit, in der sie lebt. "Fesselnd und herzerwärmend! Dieser großartie Roman
erweckt Schottland und seine Geschichte auf atemberaubende Weise
zu neuem Leben" (Publishers Weekly) Ich habe die 800 Seiten des
Buches in 3 Tagen verschlungen. Die Geschichte hat mich von der
ersten Seite an gefesselt. Das Buch ist eine gelungene
Kombination aus historischem Roman und Zeitreise und zugleich
eine ergreifende Liebesgeschichte, gewürzt mit jeder Menge
Leidenschaft. Ich hoffe, die Faszination hält auch bei den
Folgebänden an, die ich mir gleich bestellt habe.
Die Hexe und die Heilige - Ulrike Schweikert * * * * * Klappentext Ein grandioser historischer Roman über eine Frau, die ihr Schicksal mit so vielen ihrer Zeitgenossinnen teilen musste und doch einzigartig ist. In den Jahren 1598 bis 1615 wurden laut Anhang des Buches "Die Hexe und die Heilige" etwa 450 Menschen der Hexerei für schuldig befunden und hingerichtet. Dies entspreche ungefähr der Hälfte der damaligen weiblichen Bevölkerung der Stadt Ellwangen. Der Leser begleitet Sybilla auf ihrem Weg durch eine angebliche Hexenstadt und leidet mit der jungen Frau, wenn sie mitansehen muss, wie Freunde und Familie zum Tode verurteilt werden. Mich hat die Geschichte der
beiden Zwillingsschwestern von der ersten bis zur letzten Seite
fasziniert. Das Buch hat mir eine lange Lesenacht gebracht.
Besonders beeindruckt bin ich von der genauen, detaillierten
historischen Recherche der Autorin.
Die Katze, die zur Weihnacht kam - Cleveland Amory * * * * Bezaubernde weise Geschichten um eine
Katze im besonderen - Kurzbeschreibung:
Flüsternde Hände - Jerryl Jordan * * * * * Die 16-jährige Marnie ist
todunglücklich, als sie den unsympathischen Lord Isak heiraten
soll und mit ihm in ein altes Haus an einer einsamen Bucht zieht,
von dem es auch noch heißt, daß es verflucht sein soll. Als
Isak gleich am zweiten Tag nach der Hochzeit vom Dach stürzt und
stirbt, steht für die Dorfleute fest: Marnie ist eine Hexe. Die
einzigen, die zu ihr halten, sind Pater Brannan und Raven, ein
gehörloser junger Mann, der ebenfalls eine Außenseiterrolle
hat. Ein spannender historischer Roman, der bis zum Ende fesselt.
Es ist ein Elch entsprungen - Andreas Steinhöfel * * * * An den Weihnachtsmann glaubt
Bertil Wagner schon lang nicht mehr. Doch am Abend des dritten
Advent geschieht etwas Unglaubliches: Mit riesigem Getöse
stürzt ein Elch durchs Dach und macht eine Bruchlandung auf dem
Wohnzimmertisch. Und es kommt noch dicker. "Mein Name ist
Mr. Moose", stellt sich der Elch vor. Mit einer Stimme, die
so samten ist wie sein Geweih, erklärt er seine Geheimmission:
Er ist im Dienste von Santa Claus auf Probeflug über Europa
unterwegs. Und sehr zum Entzücken von Bertil und seiner
Schwester Kiki quartiert sich Mr. Moose kurzerhand in Wagners
leer stehender Garage ein. Doch dann taucht der "Chef"
plötzlich auf..... | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||