Die Geschichte von Bärschwil
Nach vielen Nachforschungen über die Geschichte von Bärschwil, bin ich auf ein paar wenige Informationen gestossen. Ich habe versucht, das wichtigste herauszunehmen und es in den richtigen Worten zusammenzufassen. (Link zum Fotoalbum) Bevölkerung Bärschwils Bevölkerung hat sich in vielen Jahren nur gering verändert. Manchmal gab es eine geringe Zunahme von ca. 60 Personen und dann gab es wieder eine Abnahme von ca. 50 Personen. Die Abnahmen sind auf frühere Seuchen, an welchen mehrere Menschen starben, zurückzuführen. 1980 hatte Bärschwil fast genau gleich viele Einwohner wie heute. Wie damals hat die Gemeinde auch heute um die 850 Einwohner. Man nimmt an, dass sich in den nächsten Jahren die Bevölkerungszahl abnehmen wird. Die Bezeichnung „Bauerndorf“ wird in unserer Umgebung häufig verwendet, auch Bärschwil wird manchmal als ein solches bezeichnet. Das geht darauf zurück, weil auch Bärschwil im 20 Jahrhundert sehr viele Bauernbetriebe hatte. Viele Menschen hatten sich selbstversorgt. Daneben arbeiteten viele Bärschwiler im Baugewerbe oder in mechanischen Werkstätten. Im Dorf wurden im 19. Jahrhundert eine Gipsfabrik und eine Kalkfabrik gegründet, dadurch fanden auch viele Menschen aus der näheren Umgebung Arbeit in Bärschwil. Autorin: Vivien Borer (Link zum Fotoalbum) Geographie Bärschwil liegt 466 m.ü.M. im Bezirk Thierstein, welcher sich im Kanton Solothurn befindet. Der Fringeliberg ist mit 947m.ü.M der höchste Punkt in unserem Dorf. Bärschwil liegt südöstlich der Stadt Laufen. Seine Fläche beträgt 11,2 km2 und umfasst einen Teil des Faltenjuras. Es besteht aus zwei Teilen; dem Dorf und dem Wiler. Die Nachbargemeinden von Bärschwil sind Grindel (SO), Montsevelier, Corban, Courchapoix, Vicques, Courroux (alle im Kanton Jura), Liesberg (BL) und Laufen (BL). Die Birs trennt Bärschwil und Laufen voneinander. Zu früheren Zeiten trennte die Birs die Schweiz und Frankreich voneinander. Autorin: Jana Laffer Portrait von Albin Fringeli
Name: Fringeli
Vorname: Albin Geburtsdatum: 24.3.1899 Todesdatum: 7.7.1993 Beruf: Lehrer Albin wurde am 24.3.1899 in Laufen geboren. Er besuchte die Primarschule in Bärschwil und die Sekundarschule in Laufen. Nach seiner Ausbildung am Lehrerseminar Solothurn studierte Fringeli Germanistik, Geschichte und Volkskunde an der Universität Basel. Es folgte von 1922 bis 1925 Studien an der Universität Basel und an der Sorbonne in Paris. Albin Fringeli ließ sich in Bärschwil nieder und arbeitete als Bezirkslehrer in Nunningen. Er wurde ausserdem Erziehungsrat und Schulinspektor. Seit 1935 war er mit Rosa Häner verheiratet und hatte 2 Söhne. Am 7. Juli 1993 ist er in Nunningen verstorben. Fringeli verfasste zahlreiche Lyrikbände, Festspiele, Essays und heimatkundliche Werke. Ausserdem war er Gründer und Mitautor des Jahres- und Heimatbuches "Dr Schwarzbueb", das seit 1923 erscheint. Dem "Schwarzbubenland" und das Laufental galt sein Hauptinteresse. Ab 1933 realisierte er zahlreiche Beiträge für das Schweizer Radio. Autor: Jibriil Geryare Quellen Text: http://de.wikipedia.org/wiki/Albin_Fringeli, http://www.hausen-im-wiesental.de/jphebel_preis/k%C3%BCnstler_preis/preis_fringeli.htm
Quelle Bild: http://www.hausen-im-wiesental.de/jphebel_preis/k%C3%BCnstler_preis/preis_fringeli.htm,
Portrait von Amanz Gressly
Name: Gressly
Vorname: Amanz Geburtsdatum: 17.Juli 1814 Geburtsort: Bärschwil Eltern: Xaver Franz und Margrit Gressly Todesdatum: 13.April 1865 Amanz Gressly wurde in Bärschwil geboren. Seine Familie galt als sehr wohlhabend: Der Vater arbeitete als Direktor der „Glashütte“, ebenso war die „Schmelzi“ in Familienbesitz.
1834 begann Gressly ein Medizinstudium in Straßburg, welches er jedoch bald abbrach. Danach widmete er sich der Geologie. Er begann mit dem Sammeln von Versteinerungen. Ab 1836 war er während mehreren Jahren in Neuenburg als Assistent bei Louis Agassiz tätig. Dort ehrte ihn Agassiz, indem er eine neu entdeckte Gattung nach ihm benannte. Amanz jedoch fühlte sich trotz dessen Bemühungen in der Stadt Neuenburg nie wohl. Im darauf folgenden März verließ Gressly die Stadt.
Er entdeckte seine Liebe für Solothurn. Es folgte ein längerer Aufenthalt in Solothurn. Für die Erziehungsbehörde des Kantons erarbeitete Gressly eine Fossilien-Ausstellung. In den nächsten zehn Jahren reiste er im ganzen Jura umher. Als anerkannter Geologe half er ab Anfang der 1850er Jahre beim Bau mehrerer Eisenbahnlinien im Juragebiet mit. Durch die Erstellung eines Profils für den Hauensteintunnel erlangte Gressly grosse Berühmtheit.
Gressly war psychisch nicht immer gesund. Seine Probleme verstärkten sich ab 1860 zunehmend. Ab Mitte 1864 befand er sich in einer psychiatrischen Klinik in Bern. Als es ihm wieder besser ging, starb er am 13.April 1865 überraschend an den Folgen eines Schlaganfalls.
Autorin: Jana Laffer Quellen: Albin Fringeli: Chronik einer Gemeinde, Bärschwil, Breitenbach 1981. | Steckbrief
Vereine in Bärschwil
Bärschwil verfügt über ein erstaunlich reges Dorfleben. Folgende 12 Vereine prägen das Leben in der Gemeinde:
• Schützenverein Bärschwil/Grindel
• Damenriege • Feldschützengesellschaft • Frauengemeinschaft • Frauenturnverein • Guggenmusik Schnitzharmoniker • Kirchenchor • Männerriege • Musikgesellschaft • Samariterverein Bärschwil/Grindel • Theaterteam • Trachtengruppe Quelle: http://www.baerschwil.ch Autorin: Jana Laffer
Interview mit dem Gemeindepräsidenten Peter Holzherr
Wie lange wohnen Sie in Bärschwil? Interviewer: Jibriil Geryare Interview mit Frau Ursula Meier
Wie war deine Kindheit?
Es war schön und locker. Wir hatten sehr wenige Spielsachen. Wir hatten zusammen Verkäuferlis gespielt. Wir lebten sehr einfach. Viele Lebensmittel gab es nicht, auch kein Sackgeld und Velo.
Was hast du gelernt? Wie war deine Ausbildung?
Die 1 bis zur 6 Klasse habe ich in Bärschwil verbracht. Nach der Primarschule besuchte ich die Bez. Nach der Schule habe ich das KV gemacht. Und ab und zu habe ich einen Sprachkurs gemacht.
Was waren deine tollsten Erlebnisse früher?
Wenn wir in den Zoo Basel gingen, oder wenn wir 2 bis 3 Tage weg gingen.
Wie war früher ein normaler Schultag?
Wir mussten zur Schule laufen weil es vom Wiler ins Dorf noch kein Postauto gab.
Am Morgen von 8.00 Uhr bis 11.00 Uhr und am Nachmittag von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr besuchten wir die Schule. Die Lehrer sagten, was zu tun war. Die Fächer waren anders als heute. Jeden Sonntag Religionsstunden. Man musste nur 8 Jahre lang zur Schule. Immer im Mai hat das neue Schuljahr begonnen. Im Sommer wenn es warm war, ging man Heuen. Was ist heute im Dorfleben anders als früher als du jung warst?
Es hat sich Einiges verändert. Die Leute kannten sich besser. Es gab noch drei Dorfläden und zwei Bäckereien. In den Vereinen waren mehr Leute. Man lebte zusammen. Es waren alle gleich reich oder arm. Die Leute tranken auch viel Schnaps (Männer ☺). Die Strassen waren nicht geteert. Es gab nur 5 Autos.
Unter was für Verhältnissen bist du aufgewachsen?
Wir hatten nie Hunger. Wir hatten alles, was wir brauchten. Wir konnten uns im Dorf nicht viel leisten. Wir schauten zueinander. Wir konnten manchmal eine Wurst für 20 Rp. kaufen.
Wie siehst du die Zukunft von Bärschwil?
Es ist schade, dass es so wenige Kinder gibt. Ich hoffe, dass der Dorfladen bleibt und dass es auch wieder mehr Leute nach Bärschwil kommen.
Erstellt von Janine Fringeli
Website erstellt von Fabian Henz und Marina Borer |