Eine Reise durch Deutschland oder - Italien liegt an der Ostsee
Logbuch einer Reise durch Deutschland welche nach Italien führen sollte. Die Entscheidung den Alpenflug wegen des Wetters zu unterlassen ist uns nicht leicht gefallen, aber Sicherheit geht nun mal vor. Zwei erfahrene Crews aus der Gruppe von insgesamt 6 UL haben den Überflug dennoch gemeistert! Die Hauptgruppe aus 4 UL entschied sich für den Weiterflug innerhalb Deutschland. Das Wetter war bis auf einen Tag nicht zu übertreffen und so konnten wir unsere Flugroute beliebig gestalten. Die Besatzungen: D-MQQR - Jupp D-MTWF - Maike und Theo D-MTWS - Karl Heinz und Hajo D-MVDH - Bärbel und Dietmar D-MDHW - Ingrid und Norbert D.MWDE - Ina und Michael Links: Die Italientour und Bilder hier >>> | Donnerstag, 1. Mai Letztes Briefing und Vorbereitungen in Borkenberge am Donnerstag Morgen. Die Wetteraussichten konnten kaum besser sein und alle Maschinen waren klar. Das Etappenziel für den ersten Tag war Tannheim mit Zwischenlandung in Aschaffenburg.
Am späten Nachmittag trafen wir gut gelaunt und bei bestem Wetter in Tannheim ein. Die Zimmer waren bereits gebucht und so konnten wir in aller Ruhe den ersten Abend genießen und die nächsten Tage planen. Eine unerwartete Kunstflugeinlage rundete den Abend ab und erinnerte alle die Tankosh schon erlebt hatten an die vergangenen Jahre.
Da wir den Alpenüberflug erst für Samstag vorgesehen hatten ging es heute zunächst mal in die Umgebung. Tagesziel war Schönberg am Chiemsee, aber zunächst flogen wir in 2 Gruppen über den Bodensee um dann in Kempten ein Pause einzulegen. Die Einladung des Controlers in Friedrichshafen zu einem tiefen Überflug nahm die zweite Gruppe bestehend aus D-MTWF, D-MDHW und D-MWDE gerne an und so 'rauschten' wir mit 110km/h in wenigen Metern Höhe über die Piste. In Kempten war Hochbetrieb und Info hatte ale Hände voll zu tun Starts und Landungen zu koordinieren. Anschließend erholten wir uns bei Kaffee und Kuchen und betankten die Maschinen.
Der Weiterflug nach Schönberg verwöhnte uns mit weiteren herrlichen Ausblicken und jeder suchte sich seine individuelle Route über Seen und Berge, Schlösser und Burgen.
In Schönberg wurden wir bereits erwartet und so konnten wir den Tag entspannt in der 'Hexenküche' ausklingen lassen. Samstag, 3. Mai Am Morgen sollte es nun endlich über die Alpen gehen. Das Wetter war zwar fliegbar, jedoch nicht die ausgesuchte Route über Zell am See. Über Insbruck würde es gehen, jedoch nicht mit optimalen Bedingungen die man für den ersten Alpenflug vorfinden sollte. Zudem hätte die Maschine mit dem kleinsten Tank auf dieser Route unter Umständen Schwierigkeiten bekommen. Die Entscheidung fiel schnell, Bärbel und Dietmar mit ihrer CT D-MVDH sowie Hajo und Karl Heinz mit ihrer C42 D-MTWS entschieden sich für den Flug nach Süden. Ingrid und Norbert D-MTWS, Maike und Theo D-MTWF, Ina und Michael D-MWDE sowie Jupp D-MQQR entschieden sich dagegen und machten sich an die neue Flugplanung. Das neue Ziel Dresden war schnell gefunden, zumal Karl Heinz uns dort eine tolle Unterkunft direkt an der Elbe angeboten hatte. Unser Flug führte uns zunächst nach Jesenwang, dann weiter nach Rosenthal zum Tankstop. Das Tagesziel Auerbach erreichten wir am frühen Abend. Telefonisch hatten wir bereits eine 'schlichte' Unterkunft am Platz organisiert. Da hier und auch später auf der Reise nicht immer ausreichend Zimmer vorhanden waren, wurden je nach Lage der Dinge die Schlafplätze verteilt. Da die Dusch- und Waschräume hier im Keller lagen war das jedoch kein Problem ;-) Unser Ziel für diesen Tag war Pirna bei Dresden. Auch hier konnten wir vorab telefonisch Ankunft und Stellplatz organisieren. Später stelle sich zwar heraus das die Zuständigkeiten am Platz nicht im Detail geklärt waren, dennoch bekamen wir nach gutem Zureden ein Zeitfenster für Dienstag zum Abflug (PPR eben).
Auch dieser Abschnitt war für die Augen ein kleines Fest, das Elbsandsteingebirge und die umliegenden Sehenswürdigkeiten waren in der Nachmittagssonne ein toller Anblick. Nachdem wir die Flugzeuge verzurrt und unserer Unterkunft bezogen hatten (Vielen Dank an Karl Heinz!) ließen wir uns das Abendessen mit Ausblick auf die Elbe schmecken. Während dessen zogen dunkle Wolken auf und erste Schauer gingen nieder..... Montag, 5 Mai Der erste flugfreie Tag und genau das richtige Wetter um Dresden zu besichtigen. Mit dem Taxi ging es am Vormittag in die Innenstadt wo wir den Tag verbrachten. Eine Stadtrundfahrt mit dem Bus führte uns auch in die schönen Außenbezirke von Dresden und nach einem kurzen Einkaufsbummel am Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg nach Pirna. Für Dienstag hatten wir uns um 10 Uhr mit dem Platzverantwortlichen verabredet und wollten gegen 10:30 Uhr starten. Der Wetterbericht kündigte für den Morgen Nebel an....... Erstes Ziel war Kamenz um aufzutanken, da es in Pirna keinen Treibstoff gibt. Dienstag, 6.Mai Der erste Blick aus dem Fenster war ernüchternd, das gegenüberliegende Elbufer war kaum zu sehen. GAFOR bestägtige dies und auch das wir zu diesem Zeitpunkt in der nebligsten Ecke Deutschlands waren, X. Wir ließen uns nicht beeindrucken und trafen alle Vorbereitungen zur Abreise. Das Taxi brachte uns pünktlich zum Platz und wir rüsteten auf. Im Laufe der nächsten Stunde besserte sich die Sicht und die Untergrenze hob sich langsam. Gegen 11 Uhr startete Jupp als erster und erkundete die Lage Richtung Norden. Über Funk teilte er uns mit "fliegbar" und ein halbe Stunde später machten wir uns auf den Weg nach Kamenz um Jupp zu treffen und zu tanken. Nach einer kurzen Brotzeit auf der Couwling der QR ging es weiter nach Eberswalde Finow. Nach einem kurzen Aufenthalt im Museum und Bockwurst mit Kartoffelsalat im Imbiss ging es weiter zum Tagesziel Anklam. Auch hier hatten wir vorher schon telefonisch Unterkunft und Hangar klar machen können.
Das Tagesziel Wismar erreichten wir über Peenemünde, Rügen und Purkshof. Wie schon in Finow beeindruckte auch in Peenemünde die 2400 Meter lange Betonpiste und gewaltige Fluggeräte. Auf dem Weg zum Flugplatz Rügen ging es vorbei an der Ostküste zum Kap Arkona, vorher weckten wir noch der Controler in Heringsdorf durch unseren Wunsch in den dortigen Luftraum D(HX) einzufliegen. Die gepflegte Graspiste auf Rügen verließen wir mal wieder in Formation in Richtung Purkshof um dort zu tanken. Die zwei Graspisten in Purkshof blühten in strahlendem gelb, die Markierungen waren noch so eben zu erkennen. In Wismar erwartete uns wieder ein sonniger Nachmittag, auch hier hatte man uns bereits Zimmer in der Stadt organisiert. Da wir einen lockeren Zeitplan hatten war genügend Zeit zur Entspannung und für das einen oder andere Telefongespräch
Den Abend ließen wir mit einen ausgiebigen Spaziergang durch den Hafen und einem leckeren Abendessen ausklingen. Donnerstag, 8. Mai Den letzten Tag vor der Heimreise wollten wir im schönen Lüneburg verbringen. Gegen Mittag starteten wir in Wismar über die 26 Richtung Schwerin, und bummelten von dort aus nach Lüneburg. Da der Platz auch PPR war erwartete man uns bereits und unmittelabr nach unserer Ankunft wurde durch die Anwesenden eine Unterkunft und kostenloser Transport organisiert. Sogar Räder bei einem Fahrradverleih zu ordern war selbstverständlich. So stand einer ausgedehnten Radtour mit einem kleinen navigatorischen Hindernis nichts mehr im Wege. Am Stintmarkt ließen wir den Tag bei einem Bier ausklingen.
Freitag, 9. Mai Von Lüneburg nach Borkenberge ist es ein Katzensprung und wir ließen uns viel Zeit. Gegen Mittag starteten wir in Richtung Porta Westfalica. Dort tankte die DE ein letztes mal voll, die Besatzungen legten sich nach einem kleinen Imbiss noch ein halbes Stündchen in die Sonne. Die Landung in Borkenberge am späten Nachmittag war der Abschluss einer für alle lehrreichen aber auch entspannten Woche zu Lande und in der Luft. Jupp hatte uns bereits in Lüneburg verlassen und zusammen mit Andreas einen Grillabend an der Halle vorbereitet, bei dem wir alle die letzte Woche ausgiebig Revue passieren ließen....... |
Mehr Bilder und Geschichten wie immer bei den Teilnehmern oder am geplanten Fotoabend.



















