Einmal Herz, immer Herz!

                  Die Kämpfenden Herzen

                                                                     sind eine Freiburger FußballerInnentruppe, die sich über den Fußball hinaus als Gemeinschaft versteht. Die Kämpfenden Herzen sind seit 1987 unterwegs und seit 1991 Mitglied der Bunten Liga Freiburg.


Auf und neben dem Platz gibt es keine LeaderInnen, wir agieren als Kollektiv und regeln unsere Belange ohne Referee, Trainerbank, Aufsichtsrat und Finanzhaie. Unsere Teams bestehen aus Mädels und Jungs, die noch grün hinter den Ohren sind, genauso wie alte Säcke und Schachteln, Raucherlungen und AusdauersportlerInnen, knöcherne Spargeltarzans und austrainierte Muskelpakete, Kleinwüchsige und Hühnen, Kopfballungeheuer und Angsthasen, Vokuhila´s und WursthaarträgerInnen ... wir sind ein buntes Pack und offen für neue MitspielerInnen ohne Rücksicht auf Alter, Leistung, Hautfarbe oder Geschlecht. Antirassistische und antisexistische Werte auf und neben dem Platz zu leben ist uns weitaus wichtiger als x-beliebige FussballprolletInnen, die sich nur im Fahrwasser unserer Ausnahmeteams treiben lassen wollen.

Ohne Referee und Linien zu spielen erfordert ein faires Verhalten den gegnerischen Teams gegenüber. Auch werden SpielerInnen ver- und geliehen, sollte ein Team nicht die nötige Anzahl aufbringen können. Strittige Szenen werden zuerst von den beteiligten Personen geklärt, auch mal den Ball rüberzukicken gehört dazu. Wird's dennoch hitzig, ist das Team als Kollektiv gefragt, um MitspielerInnen im Zaum zu halten.

Außerhalb des Platzes wird gemeinsam mit Freunden und Kindern mit bzw. ohne Fleisch international gekocht, eine verlorene B-Meisterschaft ebenso wie eine ungewollte Hallenmeisterschaft gebührend gefeiert oder gemeinsam Osterbiere bis zum Wegbrechen der Motorik gesucht.

In den Sommermonaten sind wir auch international am Ball. Ob Zürich, Tübingen, Polen, England oder Belgien, etwa drei bis vier mal jährlich werden wir von FreundInnen eingeladen  - oder laden uns selber ein -  in der Ferne zu spielen. Der Fußball spielt dabei eher eine Nebenrolle, uns kennen zu lernen, neue Kontakte zu knüpfen, alte zu stärken, Biere und Musik zu entdecken und nachts das eigene Zelt wieder zu finden sind wichtiger.

Selbst veranstalten wir jährlich ein eigenes, kleines Turnier im Grünen. Gemeinsam wird aufgebaut, gekocht, gemixt, gekickt, fremdgekickt, abgespült, Musik aufgelegt, Bands gehört, getanzt, Feuer gemacht, die Cocktailbar geleert, sich am Kickertisch festgehalten.


Kämpfen ja, treten nein!




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