HumaneEntwicklungskultur

Informationen der AG Ethno-Kultur für Entwicklung


 

Informationen der AG Ethno-Kultur für Entwicklung

 

Arbeitsgemeinschaft zum Thema traditionelle Kultur und Entwicklung

Bei Entwicklungsprojekten stehen in der Regel wirtschaftliche und technische, mitunter auch soziale Aufgaben im Vordergrund.  Der traditionelle Kultur und die Bedeutung, die ihr für die Entwicklung zukommen könnte, wird weniger beachtet.  Das liegt auch an dem Selbstverständnis des Westens, das sich aus wirtschaftlicher und technischer Dominanz speist und sie ganz unwillkürlich auf die Kultur überträgt.  Darüber hinaus sind nicht alle Traditionen mit den Menschenrechten in Einklang zu bringen sind.  Das erklärt manche Reserviertheit gegenüber dem an sich wichtigen Thema.

Folgende Probleme bedürfen einer Aufarbeitung:

                 o        Wie sind geeignete  traditionelle   

                 Kulturelemente      und damit die Behaustheit

                 der Menschen und ihr Wohlbefinden zu

                 erhalten?   Die Menschen müssen vor der 

                 Entwurzelung durch überwältigende dominante

                 kulturelle oder zivilisatorische Strukturen, auch

                 durch die globale Akzeleration, bewahrt

                 werden. 


                 o        Wie sind wirtschaftlich-technische

                 Entwicklungsprojekte humanen Charakters in 

                 die vorhandene Traditionen einzubinden, damit 

                 durch traditionelle Legitimation die Akzeptanz

                 von Entwicklungsmaßnahmen effektiver

                 ausfällt?  

o        Wie sind den Deutungen westlicher Geisteswissenschaft mit ihrem Anspruch auf die Deutungshoheit über andere Kulturen, abweichende, aus diesen Kulturen selbst stammende Deutungen zur Seite zu stellen?

Eine neue AG  „Ethno-Kultur für Entwicklung“ wurde am 6.2.07 von Professor Dr. Tatiana Oranskaia und Günter Spitzing ins Leben gerufen,  mit dem Ziel die genannten Aufgaben theoretisch und praktisch in Angriff zu nehmen.

Die Leiterin, sowie Studierende  der Abteilung für Kultur und Geschichte Indiens und Tibets, AAI, Universität Hamburg sind an den  Aktivitäten der AG Ethno-Kultur für Entwicklung beteiligt.    

Die bisherigen  Sitzungen befassen sich mit der Bedeutung von Trance und Ergriffenheit als ein in Asien, wie auch Afrika und Südamerika verbreiteten Phänomen, das im Sinne von Wohlbefinden für das Sozialleben, psychische Gesundheit  und Verwurzelung innerhalb der ethnischen Gruppen von erheblicher Bedeutung ist 

Sowohl Vertreter der Geisteswissenschaften als der NGOs, wie auch weitere Interessierte sind eingeladen sich an der AG zu beteiligen und weitere Themen einzubrin-gen.  Es geht zunächst darum entsprechendes Erfahrungsmaterial zu sammeln. 

U.a. wäre die Bearbeitung folgender auf diverse Ethnien bezogener Themen sinnvoll: 

o        Der Weg aus Armut und Unterlegenheitsgefühl zu Initiative und Selbstbestimmung (Die Rolle, die Kultur-Revival dabei spielen kann.).

o        Traditionelle Heilkunst im kulturellen und religiösen Kontexto        Die kulturell unterschiedliche Auffassung des Verhältnisses vom reale Welt und Vorstellungswelt

o        Auffassungen über Realität und Wirklichkeit in den darstellenden Künsten. n

o        Der Einfluss kosmologischer Vorstellungen auf Alltags- und Gemeinschaftsleben. 

o        Ursachen des Kulturwandels und mögliche Einflussnahmen darauf. 

o        Träume und ihre Auswirkungen auf Wirklichkeit und Realität. 

o        Wasser – Sauberkeit und Reinheit

o        Die Verankerung ökologischer Prinzipien in traditionellen Kulturen. 

o        Geister, Krankheitsdämonen, Krankheit und Gesundheit.

Einschlägige Beiträge sind herzlich willkommen. 

Kontakt:  developmenthuman@aol.com

Tel. 040 6013881 

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