| Um 1500: Eine einfache
Ringmauer, die auf der kante eines Berges steht wird im Raum um die Kirche
errichtet. Sie wird durch 4 Türme, von denen nur noch der Südostturm steht, der
als Glockenturm in Verwendung ist, bewehrt. Der Südostturm, der heutige
Glockenturm, war der Torturm der Kirchenburg.
Er hat eine gewölbte Einfahrt, die durch Fallgitter und ein eichernes Flügeltor bewehrt wird. Dass Geschoss über
der Einfahrt ist heizbar gewesen, da es noch heute einen Rauchfang hat. Der
zweite Turm befand sich im Osten, ein kleiner Scharwachtturm mit
Fußgängereingang und Schiessnischen. Der dritte Turm befindet sich als Ruine im
Südwesten, einst zweigeschossig mit Pultdach. Der Ringmauerabschnitt der jetzt
verschwunden ist verband den Südwestturm mit dem Nordwestturm. Die Ringmauer
wird mit drei Schiessschartenreihen ausgestattet.
Horwath W.: Sieb.Sächs.Kirchenburgen, und Lokalaugenschein1969
Um 1600: gegen die Anhöhe
nach Westen wird eine zweite Mauer errichtet, sodass ein Zwinger entstand. Die
innere Mauere aber auf dieser Seite ist möglicherweise abgetragen worden. Diese
etwas neure Westmauer ist am besten erhalten, wird 10 Meter hoch gebaut. Sie
ist mit 2 Reihen Schiessscharten ausgestattet und darüber mit einer Pechschartenreihe. Löcher und Balkenreste
erinnern and diese Mauer an den einstigen Wehrgang. Gegen die Anhöhe zu wird
die Kirchenburg durch einen tiefen Graben abgeschlossen.
Horwath W: 1940/101 und Lokalaugenschein 1969
1825: Reparatur der
Ringmauern.
Gedenkbuch S.29
Neuer Zeit: Ein neues
Einfahrtstor wird neben den Ostturm hergestellt. Auf der Südostseite wird in
die Kirchenburg eine Berghüterwohnung eingebaut. Lokalaugenschein 1969
1955: Der auf der Ostseite
eingestürzte Ringmauerabschnitt wird wieder aufgebaut. Bei dieser Gelegenheit
jedoch verschwindet der das selbst befindliche kleine Scharwachtturm.
Lokalaugenschein 1969
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