Die „Hospites“ von Magarei
werden verhört. Ub.II-816-218 Kapitels / Schenk Kosder
Unterabteilung / erwähnt. Arch.13/187 Wirte, einen Schulrektor
(scolasticus) und 2 Hirten. Kbl.1894/56 Der
Ort hat also die Untertanigkeit abgestreift und ist eine freie Gemeinde
geworden. Stuhles mit 51 Wirten
genannt. Qu.Kr.II/282 Magarei.
Bewohner dieser beider Orte besaßen Weingärten auf Birthälmer Hattert, wovon
sie den Zehnten geben mussten. Der Streit drehte sich um die bei der
Verzehntung verwendeten Gefäße und um die Abfuhr des Weines. Salzer J.M.: Der Markt Birthälm 1881/244 Raketenpost vom 1.Oktober 1970 Steuerahngelegenheiten.
Diese lässt sich vom Mediascher Magistrat aufklären und entscheidet, dass das
„terragium“ weiter an Birthälm zu zahlen ist. 1758 und 1759 zahlen Magarei und
Abtsdorf die Abgabe nicht und wenden sich an die Nationsuniversität. Auch diese
entscheidet, dass die Zahlung zu leisten ist. 1762 befiehlt der Inspektor des
Mediascher Magistrates bis zur Zahlung des „terragium“ die Orte nicht zur
Bearbeitung der Weingärten zuzulassen. Die Orte wenden sich wieder an die
Nationsuniversität die einen Vergleich durchsetzt dem gemäß die Taxe verringert
wird. Bis 1855 wird nun diese Taxe gezahlt. Salzer J.M.:1881/256ff Salzer,Birthälm1881/269 1357 Der
Ort wird unter dem Namen „Magare“ das erste Mal erwähnt. Aus der Urkunde, in
der diese Erwähnung erfolgt, ersehn wir, dass Bürgesch, Magarei, Schlatt und
andere Orte den Brüdern Werus und Stephan, den Söhnen des Grafen Stephan von
Alzen, gehört hatten. Diese einstigen Besitzer seien nun ohne Erben gestorben und die Besitzungen dadurch an den
König zurückgefallen. Auf Grund eines Ansuchens werden nun diese Besitzungen
vom König einem Adligen, dem Magister Nikolaus, Sohn des Sandur, verliehen.
Magarei ist also zunächst eine untertänige Gemeinde. Ub.II-717-136 1364 Bei einer Grenzbegehung von Schlatt,
wird die Besitzung „Magaria“ erwähnt.
Um 1400 Das
erste Mal ist Magarei / „Magaria“ / unter den Gemeinden des Kosder
Um 1500 Magarey“
wird unter die Orte des Leschkircher Stuhles gezählt. Es hat 52
1532 Der
Ort ist unter dem Namen „Magaray“ als Bestandteil des Leschkircher
1650 Birthälm
führt vor der Nationsuniversität einen Rechtsstreit mit Abtsdorf und
1662 Anlegung
eines Kirchenbuches. Lokalaugenschein 1969 1676 Die
Nationsuniversität verbietet den Bewohnern von Magarei aus dem Orte
wegzuziehen, wer aus Magarei übersiedeln will,
muss alle seine Güter zurücklassen. Er darf nur eine Haue und eine Axt
mitnehmen. Feutsch G.D.: Sachsengesch.I/530f 1695 Neben
den 22 Hauswirten gibt es 15 aufgelassene Wirtschaften.
1756 – 1762 Schon im Mittelalter hatten die Bewohner von Abtsdorf und Magarei
Weingärten auf der Hattert von Birthälm angelegt. Dafür bezahlten sie an
Birthälm jährlich das „terragium“. Sie hatten also die Weingärten im
Fruchtgenuss, aber nicht im Besitz. Als nach dem neuen System der
Steueraufteilung, von den Weingärten
Staatssteuern eingehoben werden, wollen 1756 die Abtsdorfer und Magareier das
„terragium“ nicht weiter an Birthälm entrichten. Sie wenden sich an die
bestehende „Directivkommission“ in
1790 Ein
Grossbrand vernichtet einen Teil des Ortes. Raketenpost vom 1.Okt.1970 1814 Erwähnung
einer Kirchenmühle. Gedenkbuch S.2 1855 Magarei
beginnt einen Hattertstreit mit Birthälm. Von dem Hattertteil Fettendorf beansprucht Magarei 217 Joch vor dem Mediascher Bezirksgericht. 1858 Das
Mediascher Bezirksgericht weist auf die Hattertansprüche von MAgarei Birthälm
gegenüber zurück. Magarei appelliert an das Oberlandesgericht.
Salzer, Birthälm, 1881/269 1863 Der
als Gerichtsforum delegierte Hermannstädter Magistrat spricht in dem
Hattertprozess abermals ein Urteil gegen Magarei. Magarei appelliert an das
königliche Obergericht. Salzer, Birthälm, 1881/269 1864 Das
königliche Obergericht bestätigt die Urteile von 1858 und 1862 in dem
Hattertstreit zwischen Magarei und Birthälm. Magarei reicht eine
„ausserordentliche Revisionsbeschwerde“ beim Obergericht ein. Salzer,
Birthälm, 1881/269 1666 Das
königliche Obergericht weist im Hattertprozess zwischen Magarei und Birthälm
die „ausserordentliche Revisionsbeschwerde“ zurück. Damit findet der Prozess
endlich mit der Niederlage Magareis sein ende. Salzer, Birthälm, 1881/270 1764 Die Kirche wird mit Ziegeln gedeckt.
Inventar 1967 Gräfen Der von König Ludwig 1374 zum Lenschkircher Königsrichter ernannte Salomon von Magarei, ist sicherlich ein Graf gewesen. Ub.II-1023-417
Ub.II-1026-426
1406 machen die beiden Töchter des verstorbenen Salomon Ansprüche auf Besitzungen in Vecsérd. Sie werden dabei von einem Bartholomäus von Magarei vertreten, der sicherlich auch ein Graf gewesen ist und der Gatte der Tochter Barbara war. Ub.III-1575-417
Weitere Kunde über ein Magareier Grafengeschlecht ist uns nicht überliefert. Hattertnamen Folgende Hattertnamen sind feststellbar: „Fettendorf, Geiswald, auf der Goldgrube,
Kesseltal, Aubach, Czopa, Chinekle Mare und Kreutzberg“. Ortsnamen Urkundlich sind folgende Ortsbezeichnungen nachweisbar:
1357: Magare Ub.II-717
1364: Magaria Ub.II-816-217
1374: Magyar Ub.II-1023-417
1406: Magary Ub.III-1575-417
Um 1500 Magarey Kbl.1894/56
Der Ortsname ist von dem Namen des heiligen Makarius abzuleiten.
Kisch