In unserer Schule treffen sich jeden Tag Kinder
und Erwachsene, um zu lernen, zu spielen, zu singen, zu turnen, und noch viele
andere Dinge gemeinsam zu machen. Manchmal ist es sehr anstrengend, in der
Klasse still zu arbeiten, abwarten zu können bis man drankommt oder auf andere
Rücksicht zu nehmen, wenn sie nicht so schnell sind wie man selber.
Bei allen Tätigkeiten gehen wir rücksichtsvoll
miteinander um. Wenn ich selber ruhig bin, wird es in der Klasse leiser. Wenn
ich mich selber melde, melden sich andere auch. Wenn ich freundlich zu anderen
bin, werden andere friedlich mit mir umgehen. Wenn ich selber ein Vorbild sein
kann, werden andere es mir nachmachen.
Ich suche die “Schuld“ nicht nur bei anderen,
wenn es Streit oder Ärger gibt, sondern überlege, was ich selber dazu
beigetragen habe.
Verbindliche Regeln für alle Schülerinnen
und Schüler
-
Der Stundenplan sagt mir, wann ich in der
Schule sein muss und für welche Fächer ich Sachen mitbringen muss. Ich darf
vor der ersten Stunde in meine Klasse gehen, wenn unser Klassenzeichen von
außen im Fenster sichtbar ist. Nach dem Unterricht gehe ich direkt nach Hause
oder fahre gleich mit dem Bus, denn ich werde erwartet.
-
Wenn ich (zum Unterrichtsbeginn oder nach den
Pausen) das Schulgebäude betrete, bin ich leise, damit in den Klassen niemand
gestört wird. Viele Kinder haben Angst, wenn sie gedrängelt oder geschubst
werden, deshalb gehe ich ruhig und langsam über die Flure und auf den Treppen. Auch während der
Unterrichtszeit soll im Gebäude immer die leise Maus mein Vorbild sein.
-
In unserer Schule hört die Stunde auf, wenn
die Lehrerin oder der Lehrer es für sinnvoll hält. Wir brauchen uns nicht von
der Uhr treiben zu lassen. Wenn wir eine Arbeit beendet haben, wird die Klasse
so aufgeräumt, dass die nächste Stunde bei einer anderen Lehrerin oder einem
anderen Lehrer gleich beginnen kann. Die Tafel ist geputzt, es wurde gelüftet,
unsere Arbeitsplätze sind frei von benutzten Sachen.
-
Wer gut arbeitet, muss gut essen! Nach der
zweiten Stunde frühstücken wir gemeinsam in unserer Klasse. Dazu gibt es Kakao
oder Milch vom Hausmeister. Beim Frühstück sitzt jeder an seinem Platz.
-
Endlich ist die Pause da! Auch wenn ich es
kaum erwarten kann, auf den Spielplatz zu kommen, stürme ich nicht raus.
- Der Schulhof ist noch nicht ganz fertig. Lehrerinnen und Lehrer überlegen
immer weiter, welche Spielmöglichkeiten noch angelegt werden können.
Trotzdem gibt es schon tolle Sachen zum Klettern, Spielen und Turnen. Leider
dürfen nur weiche Bälle als Fußball benutzt werden.
Die Pflanzbeete pflegen
wir im Frühjahr und Sommer mit unseren Eltern. In der wärmeren Jahreszeit soll
unser Schulhof von Blumen und blühenden Sträuchern eingerahmt werden. Im Winter wünschen sich
alle Schnee. Wir dürfen mit Schnee bauen, uns im Schnee wälzen und darin
rumtoben. Aber mit Schneebällen werfen dürfen wir nicht.
-
Unsere Schule hat einen netten Hausmeister.
Herr Naß freut sich, wenn er uns bei vielen Dingen in der Klasse behilflich
sein kann. Er sorgt täglich für Kakao und Milch. Und nachmittags ? Wenn ich
mal nach dem Unterricht in die Schule komme, treffe ich dort Herrn Naß und die
Frauen, die unsere Schule sauber machen. Wir wollen Ihnen die Arbeit nicht
schwerer machen. Deshalb muss jede Klasse nach dem Unterricht dafür sorgen,
dass alle Stühle hochgestellt sind und alles für die Reinigung der Klasse gut
aufgeräumt ist. Papier und andere Reste
sammeln wir auch auf dem Schulhof selber ein.
- Die Natur gibt uns alles, was wir zum Leben
benötigen: Nahrung, Wasser und Luft. Aber wir müssen darauf achten, die Natur
und unsere Umwelt so zu schützen, dass wir noch lange auf dieser Erde leben
können. Deshalb soll es in unserer Schule so wenig Müll wie möglich geben.
Getränkepäckchen zum Wegwerfen sind unerwünscht, das Pausenbrot kann in einer
Brotdose, das Getränk in einem unzerbrechlichen Behälter mitgebracht werden.
Wenn schon etwas nicht mehr verwendet werden kann, wird es sortiert nach
Plastik, Biomüll oder Papier in den entsprechenden Behältern gelegt. Im
Zweifelsfall wissen Lehrerinnen, Lehrer und der Hausmeister Rat.
Was geschieht, wenn ich gegen die Regeln
verstoße?
Wir sind es gewohnt, uns an Regeln zu halten,
wie wir es von zu Hause und aus dem Kindergarten kennen. Wenn wir uns nicht an
Regeln halten, müssen wir mit Folgen oder gegebenenfalls auch mit Strafe
rechnen. Schaden, der angerichtet wurde, soll wieder gutgemacht werden.
Wenn ich mich aber nicht an die Regeln in der
Klasse, im Gebäude oder auf dem Schulhof halte und dadurch die anderen störe,
ärgere, verletze oder sie zum Weinen bringe, werden Lehrerinnen und Lehrer mich
strenger behandeln als vorher.
Zunächst werde ich von schönen Dingen
ausgeschlossen. Ich darf eine Zeit lang nicht in die Pause. Ich darf morgens vor dem Unterricht nicht mehr in die
Klasse oder in schlimmen Fällen muss ich eine oder mehrere Stunden am Vormittag
länger dableiben und bei einer Arbeit schwitzen.
Noch unangenehmer wird es, wenn meine Eltern
benachrichtigt werden. Lehrerinnen und Lehrer erwarten dann die Mithilfe der
Mutter oder des Vaters, damit sich der schlimme Vorfall, der zu dieser Maßnahme
geführt hat, nicht wiederholt.
Wenn ich sogar andere Mitschülerinnen und
Mitschüler mutwillig verletze, werde ich sofort nach Hause geschickt, damit die
anderen Schülerinnen und Schüler vor Schaden bewahrt werden.
Unsere Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sind
für ihre Klassen verantwortlich und kümmern sich bei Regelverstößen um eine
gerechte Strafe, denn sie kennen uns am besten.
Hoffentlich vertragen wir uns immer gut, damit
es wenig Ärger gibt!