Schulgarten der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning 



Informationen, Hintergründe, Bilder


 

Klicken Sie hier zu den Bildern:  


Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen Einblick geben in das Fach Gartenbau an der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning.

Ich werde Ihnen vor allem Bilder zeigen.                  

Doch Hintergründe und Gedanken zur Pädagogik, Antworten zu dem, was hinter diesem Fach steckt, was es will, sollen nicht zu kurz kommen.

 

Kinder, zumindest bis zur Pubertät, tauchen meist, wenn sie können, mit großer Begeisterung spielerisch in die natürliche Welt ein. Sie graben, spielen mit Holz, Sand, Wasser und Steinen. Bauen aus dem, was sich finden lässt, fantasiereiche Dinge. Sie streifen durch Wiesen, Wälder helfen und schauen gerne bei Bauern zu. Durch dieses sich in der Natur aufhalten nehmen die Heranwachsenden viel an Kräften und Erfahrungen auf. Gemeinsam mit einer vielseitigen Kultivierung des Seelisch - Geistigen tragen diese Eindrücke zu einer gesunden Entwicklung bei.

Das hektische Leben heute mit seinen zunehmend technischen und elektronischen Spielzeugen und der großen Flut künstlicher  Bilderwelten, naturfernem Wohnen, schnellem Kochen mit Halb- und Fertiggerichten usw.  bringt Umstände mit sich, die zu einer sich beschleunigenden Entfremdung von Mensch und Natur mit allen Konsequenzen führen. 

In meinem Gartenbauunterricht habe ich gute Möglichkeiten, hier einen Ausgleich zu schaffen.

  • Es fällt oft schwer, unabgelenkt, ausdauernd bei einer Aufgabe zu bleiben. Sinnvolle, zielgerichtete körperliche Tätigkeit ist Willenserziehung.
  • Verantwortung lernen. Alles Tun hat Konsequenzen.  Im Lebendigen um so mehr, als hier nicht mit dem Radiergummi, einem neuen Werkstück oder dem Mausklick alles ungeschehen gemacht werden kann.
  • Teamfähigkeit zeigt sich schnell im gemeinsamen Arbeiten und muss oft lange geübt werden. Besonders dann, wenn es um Aufgaben geht, die nicht Spaß machen, sondern schlicht notwendig sind.
  • Aus Einsicht handeln setzt Reife voraus. Die Schüler entwickeln auf vielfältige Weise im Gartenbau ihre Wahrnehmungsfähigkeit, bekommen ein Empfinden für Zusammenhänge und natürliche Zyklen. Jahreszeiten, Hitze, Kälte, Trockenheit, Nässe, Werden und Vergehen- Tod und Leben, das Vernetzt sein von allem Lebendigen und Unlebendigen wird konkret und Teil der Lebenserfahrung.
  • Sinnfragen: Sie stellen sich im Unterricht zu vielen Dingen des Lebens und werden besprochen.
  • Nebensächlich, aber nicht unwichtig: Die Schüler erlernen bei mir den fachlich richtigen Umgang mit vielen Werkzeugen und erhalten unterschiedliche, vielseitige, praktische und theoretische gärtnerische Grundkenntnisse. Sie erwerben einen Grundstock an Pflanzenkenntnissen, Bodenkunde und Einsicht in die Tierwelt.
  • Zeichnen und Malen haben umfassende Wirkungen auf den Menschen und sind wunderbare Mittel sich einfühlsam, genau beobachtend und wahrnehmend der Natur zu zuwenden. Sie haben in meinem Unterricht daher ebenfalls einen  Stellenwert.

 
Vieles musste hier aus Platzgründen unerwähnt bleiben. Die Bilder und kleinere Berichte auf den kommenden Seiten werden mit der Zeit mehr Einblick geben.


Gottfried Ribitsch 2006