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Aktuelles

Willkommen auf der Homepage des Orstverbands der FDP in Quickborn!

Danke, daß Sie sich für die Politik der Liberalen interessieren. Wir hoffen, Sie finden alle Informationen die Sie brauchen und haben Spaß beim Stöbern und Surfen.


Haushalt für das Jahr 2012

veröffentlicht um 21.02.2012 00:31 von Max Schattauer   [ 21.02.2012 00:32 wurde aktualisiert. ]


FDP Stellungnahme, Ratsversammlung am 19.12.2011

Die FDP Quickborn verweigert der Verabschiedung des Haushaltes für das Jahr 2012zum heutigen Zeitpunkt die Zustimmung

Uns liegt heute ein ausgeglichener Haushalt für das Jahr 2012 vor. Dieses für sich betrachtet ist ein erfreulicher Tatbestand.

Dennoch wird die FDP dieser Haushaltsvorlage nicht zustimmen.

In einem ersten Entwurf sah der Haushalt ein Defizit von gut 2 Mio. EUR vor. Aus diesem Grund wurde die ursprünglich vorgesehene Beratung in der Finanzausschusssitzung am 22.11.2011 und die anschließende Verabschiedung in der Ratsversammlung am 28.11.2011 von der Tagesordnung genommen.

Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe hat in einer ersten Sitzung  einige zu klärende Positionen erarbeitet und erste Prüfaufträge an die Verwaltung gegeben, um Sparvorschläge zu erarbeiten. Diese ersten Prüfaufträge wurden von der Verwaltung auch zügig und vollständig bearbeitet.

Die teilnehmenden Personen der Arbeitsgruppe waren sich jedoch einig, dass in einem Termin nicht sämtliche Position des Haushalts begutachtet werden konnten. Weitere Termine sollten folgen.

Erst in der Finanzausschusssitzung am 13.12.2011 teilte der Bürgermeister mit, dass erfreulicherweise der Gewerbesteueransatz aufgrund eines Sondereffektes für das zu verabschiedende Haushaltsjahr erhöht werden kann.

Der Haushalt sei nun ausgeglichen.

Der Finanzausschuss empfahl nun, den Haushalt in der heutigen Ratsversammlung zu verabschieden. Dem Gegenantrag der FDP, die Verabschiedung aufgrund weiterhin bestehenden Beratungsbedarf erneut abzusetzen, wurde nicht stattgegeben.

Unseres Erachtens muss auch ein ausgeglichener Haushalt kritisch durchleuchtet werden. Eine gute aktuelle Steuersituation ist kein Freibrief für die Kostenseite. Die einzelnen Kostenpositionen wurden in der Ausschusssitzung nicht kritisch betrachtet.

  
Vermeidbare Folgebelastungen für künftige Haushaltsjahre können wir somit zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen

Aus diesem Grund kann die FDP dem Haushaltsentwurf nicht zustimmen.


Keine weitere Grundsteuererhöhung mit der FDP

veröffentlicht um 21.02.2012 00:29 von Max Schattauer   [ 21.02.2012 00:32 wurde aktualisiert. ]

Die FDP hat in der letzten Ratsversammlung ihre Zustimmung zum Haushalt der Stadt Quickborn verweigert. Wir haben dieses aus gutem Grund getan.

Unerwartet hohe einmalige Gewerbesteuererträge aufgrund eines besonderen Sachverhaltes haben die Einnahmenseite der Stadt für 2012 verbessert. Dieses haben die anderen Fraktionen zum Anlass genommen, den Haushalt durchzuwinken, ohne die Ausgabenseite kritisch zu durchleuchten.

Die SPD scheint auf den Geschmack gekommen zu sein und geht sogar noch einen Schritt weiter. Diverse teils wünschenswerte, teils aber auch verzichtbare Investitionen werden angeregt und ein vermeintlicher Finanzierungsvorschlag wird auch unterbreitet. Man erhöht einfach nur sämtliche kommunal bestimmbaren Steuern und Abgaben und schon lässt sich ein bunter Strauß von Wünschen realisieren.

Die FDP wird diesem Weg nicht folgen. Wir unterstützen weiterhin sämtliche erforderlichen Investitionen für Quickborns Zukunft  Dazu gehört jedoch auch, die zukünftigen Belastungen für Quickborns nachfolgende Generationen so niedrig wie möglich zu halten.

Weitergehende Wohlfühlprojekte wie z.B ein Bürgerhaus werden wir solange nicht unterstützen, bis unsere Finanzen solide sind. Zu einer soliden Haushaltspolitik gehört es insbesondere die Ausgaben unter Kontrolle zu halten und nicht nur die Einnahmen zu erhöhen.

  • Die SPD wünscht den Bau eines Bürgerhauses: Das ehemalige TUS-Vereinsheim steht den Quickborner Bürgern zur Nutzung zur Verfügung
  • 4. Hallenabschnitt Lilly-Hennoch-Halle: Die Halle ist gerade fertig gestellt worden. Mit der Tilgung der Kredite wurde noch nicht einmal begonnen. Quickborns Schuldenlast ist an die Grenze der Tragfähigkeit angelangt. Kein privater Häuslebauer würde nun noch einen Erweiterungskredit erhalten. Müssen wir diese Maßstäbe nicht auch bei der Stadt ansetzen?

Die Quickborner Bürger wurden mit der Erhöhung der Grundsteuer um 50% vor 3 Jahren in besonderem Maße zur Kasse gebeten. Diese Steuer trifft jeden Bürger gleichermaßen: Den Eigenheimbesitzer unmittelbar als Steuerschuldner und den Mieter mittelbar durch die Nebenkosten.

Die FDP hat damals versprochen, dass wir uns für eine Reduktion einsetzen, wenn Quickborns Finanzen den Spielraum dafür bieten. Dieses ist leider noch nicht der Fall. Wir stehen jedoch zu unserem Wort, dass wir uns einer weiteren Erhöhung verweigern werden. Unser Wort vor 3 Jahren zählt auch heute noch.

von Annabell Krämer

FDP lehnt Verwaltungsgemeinschaft ab: Zu hohes Risiko

veröffentlicht um 06.02.2012 22:05 von Max Schattauer   [ 06.02.2012 22:06 wurde aktualisiert. ]


Wie wollen Sie die Finanzen in den Griff bekommen? Quickborn hat in den letzten Jahren viele notwendige, aber auch kostspielige Investitionen anschieben müssen. Haushaltsbelastend wirkte insbesondere, dass einige Maßnahmen wesentlich teurer werden, als es zu Beginn vorhersehbar war. Als Beispiel sei hierfür die erforderliche Sanierung der Comenius Schule genannt. Der verbleibende enge finanzielle Spielraum gebietet es, dass wir in Quickborn besonders verantwortungsvoll mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen. Hier hat sich die FDP in der jüngeren Vergangenheit erneut klar positioniert: Wir haben die Verabschiedung des Haushalts 2012 abgelehnt, weil die Positionen im Ausschuss unseres Erachtens nicht kritisch und ausführlich genug hinterfragt wurden. Ein außerplanmäßiger Ertrag bei der Gewerbesteuer entbindet die Kommunalpolitik nicht von der kritischen Auseinandersetzung mit den Aufwandspositionen. Sie lehnen weiter die geplanten Verwaltungsgemeinschaften mit Hasloh und Bönningstedt ab? Aber nicht, weil wir keine enge Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden wünschen, sondern weil wir hohe finanzielle Risiken für die Stadt Quickborn und somit für den Quickborner Steuerzahler sehen. Quickborn verwaltet die Nachbargemeinden zukünftig für einen festen Betrag je Bürger. Fehlkalkulationen und Schätzrisiken gehen zu Lasten des Quickborner Haushalts. Eine Nachbesserung ist ausgeschlossen. Wir werden die Entwicklung der tatsächlichen Kosten intensiv verfolgen und kritisch hinterfragen. Diese Verpflichtung haben wir gegenüber jedem Quickborner Steuerzahler. Der Bürger kann sich darauf verlassen, dass sich die FDP auch in 2012 für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Haushaltsmitteln einsetzen wird, um die Belastung für zukünftige Generationen so gering wie möglich zu halten, und damit Quickborn auch für diese liebens- und lebenswert bleibt. Welche Schwerpunkte setzen Sie noch? Weitere Schwerpunkte sehen wir einmal im Verkehrsbereich und zwar zeitnah die Verbesserung der Situation in der Innenstadt (Parkplätze, Verkehrsführung), die Sanierung des Straßen- und Radwegenetzes im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und langfristig die Aufstellung eines Generalverkehrsplans für Quickborn unter Einschluss der Nachbarkommunen. Zum anderen werden wir die Entwicklung des Baugebietes im "Bermuda-Dreieck" unterstützend begleiten, wobei sozialer und privater Wohnungsbau angemessen berücksichtigt werden sollen. Diese Ziele könnten von der FDP mit sehr viel mehr Nachdruck vertreten werden, wenn nicht durch den Verlust zweier Listenmandate an die Grünen und WIR das Wählermandat verfälscht worden wäre. Die FDP wird aber trotz dieser Beeinträchtigung 2012/2013 bis zur Kommunalwahl durch ihr Abstimmungsverhalten deutlich machen, dass sie eine politische Kraft ist, deren Kernanliegen das Wohl Quickborns ist.

FDP in Quickborn setzt weiter auf Generationswechsel

veröffentlicht um 28.11.2011 07:35 von Max Schattauer

Nachdem die FDP Quickborn bei ihrer letzten Vorstandswahl ein
deutliches Zeichen zum Generationswechsel in Hinblick auf die nächste
Kommunalwahl gesetzt hatte, wird dies mit dem Mandatswechsel in der
Ratsversammlung fortgeführt.

Horst Stahl, seit vielen Jahren Ratsherr für die FDP, hat sich
bereit erklärt, sein Mandat zurückzugeben, um einer jüngeren
Kommunalpolitikerin, Annabell Krämer, Gelegenheit zu geben, die neue
FDP-Generation in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Horst Stahl war außer im Planungsausschuss in verschiedenen weiteren
Fachausschüssen Mitglied. Er wird seine Erfahrung als bürgerliches
Mitglied auch weiterhin zur Verfügung stellen.

Annabell Krämer ist in der Quickborner Kommunalpolitik keine
Unbekannte. Vor ihrer Babypause hatte sie bereits einen Sitz in der
Ratsversammlung und im Finanzausschuss und war Vorsitzende des
FDP Ortsverbands Quickborn.

Die FDP Quickborn ist Horst Stahl dankbar, dass er diesen Schritt getan
hat.

Informationsveranstaltung zum Thema “Aktuelle Fragen zur EU-Agrarpolitik"

veröffentlicht um 20.04.2011 01:34 von FDP Quickborn   [ aktualisiert 25.05.2011 03:07 von Max Schattauer ]

Der FDP Ortsverband Quickborn lädt herzlich ein zu einer Informationsveranstaltung zum Thema “Aktuelle Fragen zur EU-Agrarpolitik!”


am Freitag, den 10. Juni 2011
um 19.00 Uhr
im “Sporthotel Quickborn”

25451 Quickborn, Harksheider Weg 258.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme und interessante Diskussionsbeiträge.


Weitere Informationen erhalten Sie bei: 
Ellen Langen-Laatz, Telefon: 04106 / 752 68, Mail: e.la-laatz@gmx.de

Trauer um Werner Poock

veröffentlicht um 05.04.2011 09:23 von FDP Quickborn

Die FDP Quickborn trauert um ihr langjähriges Mitglied

                            Werner Poock

der am 05. April seiner Krankheit erlegen ist.
Werner Poock war lange Jahre im Vorstand der FDP tätig und gehörte dem
Finanzausschuss an.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Für den Vorstand    
Max Schattauer

Für die Fraktion
Christa Hecht

Pressemitteilung zur Mitgliederversammlung

veröffentlicht um 31.03.2011 06:09 von Max Schattauer

Verwaltungsgemeinschaft

veröffentlicht um 22.02.2011 05:34 von FDP Quickborn

Mit einiger Skepsis betrachtet die FDP Quickborn die Leichtfertigkeit, mit der
die Stadt Quickborn die geplante Übernahme der Verwaltungen von Bönningstedt
und Hasloh über die Bühne bringen will. Gegenwärtig sind beide Gemeinden im
Amt Pinnau angesiedelt. Dabei soll die Fusion in einem Tempo und mit einem
Kostenplan durchgeführt werden, den selbst die Verwaltung für "sportlich" hält.

Das „spitz“ gerechnete Angbeot wurde den Bönningstedter Bürgern in der
Einwohnerversammlung am 25.11.2010 vorgestellt und verspricht längere
Öffungszeiten der Außenstelle bei Besetzung mit 2 Kräften für eine um 22%
niedrigere Verwaltungsgebühr als sie Bönningstedt bisher an das Amt Pinnau
entrichten muss. Das bedeutet erheblich höhere Leistungen zu einem niedrigeren
Preis.

Auch Bürgermeister Köppl betont, dass es nicht um finanzielle sondern um
ideelle Gründe für die Stadt Quickborn gehe. Man wolle von den Bönningstedtern
lernen, sie hätten gute Ideen.

Die FDP wollte diesem Vorhaben nicht ohne gründlichere Prüfung des
Sachverhaltes zustimmen. Es ist keinesfalls auszuschließen, dass sich
deutlich höhere Verwaltungskosten ergeben als derzeit von der Stadt Quickborn
angenommen, die dann vom Quickborner Steuerzahler zu tragen wären. Durch
das zusätzliche Personal der beiden Nachbargemeinden könnten sich auch die
vorhandenen Büroflächen im Rathaus als zu knapp bemessen herausstellen, so daß
erhebliche Neu- und Umbaukosten auf die Stadt zurollen würden.

In den letzten Jahren wurden zudem an die Verwaltungsmitarbeiter
außerordentlich hohe Anforderungen gestellt. Weitgehende Umstrukturierungen
im Rathaus wurden durch ein projektbedingt immens hohes Arbeitsaufkommen
begleitet. Wir wollen keine erneute Unruhe und Verunsicherung bei der
Belegschaft. Die Ressourcen sind auch weiterhin durch vielfältige Projekte in
der Stadt gebunden.

Auch der Blick in den Nachbarkreis verheißt nichts Gutes: Die Stadt
Norderstedt hat die Anfrage der Gemeinde Bönningstedt schon dankend
abgelehnt.

Aus diesen Gründen lehnt die FDP Quickborn das Abenteuer einer überhasteten
Verwaltungs-Fusion mit Bönningstedt und Hasloh ab Diese bringt Quickborn
keinerlei nennenswerte Vorteile außer einem marginalen Prestigegewinn für die
Verwaltung. Sie birgt aber das große Risiko einer Kostenexplosion, die der
Quickborner Bürger zu tragen hätte.

Ausblick

veröffentlicht um 27.01.2011 09:13 von FDP Quickborn

Maßstab des Ausblicks für das kommende Jahr ist das
FDP-Wahlprogramm für die Kommunalwahl, das wir unseren 
Wählern 2009 angeboten haben. 

Der Erhalt der beiden Gymnasien ist uns gelungen. Die 
Regionalschule konnte ihre Arbeit in neuen und sanierten 
Schulgebäuden sowie der neuen Drei-Feld -Turnhalle aufnehmen. 
Noch ausstehende Sanierungen, wie das Dach der Aula und der 
anliegenden Unterrichtstrakte, werden von uns unterstützt, wobei 
wir kein Provisorium, sondern eine zukunftsträchtige Lösung anstreben. 

Die Sanierung und der Umbau des Dietrich Bonhoeffer Gymnasiums 
ist in unserem Sinne erfolgt, Noch ausstehende Arbeiten sowie die 
Sanierung des Elsenseegymnasiums und der Umzug der Goetheschule 
werden von uns weiterhin unterstützt, damit für die nächsten 
Generationen ein attraktives Bildungsangebot zur Verfügung steht.

Es werden ca. 40 Mio. € in die Sanierung der Quickborner Schulen 
gesteckt. Damit diese Schulen nicht nach zehn Jahren halb leer stehen, 
bedarf es einer kontinuierlichen Ansiedlungspolitik. Die Quickborner 
Parteien haben in der Stadtvertretung gemeinsam den Beschluss 
gefasst, dass die Einwohnerzahlzahl bis zum Jahre 2020 um 
mindestens 0,6% wachsen soll. Die Stadt braucht dieses moderate 
Wachstum, um die Infrastruktur zu erhalten und um Schulen und 
Kindergärten auszulasten. Die FDP wird diesen Beschluss 
weiterhin unterstützen.

Was heißt das konkret? Attraktiver, bezahlbarer Wohnraum für junge 
Familien muss geschaffen werden. Das geht nur durch Ausweisung 
neuer Baugebiete, da der Altbestand wenig attraktiv ist und nur mit 
überproportionalen Kosten saniert werden kann. Hierbei muss die 
Innenverdichtung Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete auf 
der grünen Wiese haben.

Dies wird nicht ohne Reibung gehen. Deshalb ist eine frühzeitige 
und gründliche Information und Mitwirkung der betroffenen 
Grund-/Hausbesitzer erforderlich. Hierfür die nötigen Strukturen zu 
schaffen, ist unser Anliegen. Nur so kann der verständliche Widerstand 
der Altbewohner zu einer konstruktiven Mitarbeit werden. 

Unsere Programmpunkte im überregionalen und örtlichen Verkehrsbereich 
haben nach wie vor hohe Aktualität (Trog/AKN-Querung, 
Ulzburger Landstraße, Kreisel BAB-Anschluss). Unsere Vorstellungen
 möchten wir in einem von der Verwaltung geführten,

von allen Fraktionen unterstützten Gremium einbringen, damit wir für 
Quickborn endlich ein von parteipolitischem Gezerre freies Verkehrskonzept 
für alle Verkehrsteilnehmer erarbeiten können, das in den nächsten zwei 
Jahrzehnten verwirklicht werden kann. Kleine, zeitnahe, von persönlichen 
Interessen getragene Wünsche müssen nach unseren Vorstellungen 
zurücktreten, wenn sie nicht in das übergreifende Konzept passen. Wir 
wissen, dass dies nicht leicht sein wird, da der Gedanke an Wählerstimmen 
dem entgegenstehen wird. 

Sorgen bereitet uns nach wie vor die Beliebigkeit in der Quickborner 
Kommunalpolitik, mit der Überzeugungen aufgegeben werden, für die man 
noch vor kurzer Zeit ins Feld gezogen ist. Wir werden nicht nachlassen, 
dafür zu werben, dass auch in der Kommunalpolitik Charakter und Stehen 
zu seinem Wort, Werte sind, die es zu bewahren gilt.

Wählerwille missbraucht

veröffentlicht um 25.01.2011 00:46 von FDP Quickborn   [ 26.01.2011 01:15 wurde aktualisiert. ]

vom H.J. Roschen

Recht hat Bernd Gronewaldt, wenn er sein von der FDP erhaltenes
Listenmandat via “WIR“ nunmehr in atemberaubender Geschwindigkeit
zu den Grünen mitnimmt. Und auch die grüne Fraktionsvorsitzende,
Frau Schäfer-Maniezki, kann die Gemeindeordnung hochhalten und zur
Tagesordnung übergehen.

Wird hier nicht der Wählerwille missbraucht und ist das gerecht?
Die Frage ist nicht neu und schon oft heftig diskutiert worden. Jeder, der
sein Mandat bei Fraktions-/Parteiwechsel mitnimmt, kann sich auf die
Rechtslage berufen und sich damit juristisch freisprechen. So einfach ist
das.

Ist es wirklich so einfach? Man erinnere sich! Es waren vor allem
die „Grünen“, die in Schleswig-Holstein die Aufhebung der 5%-
Sperrklausel auf kommunaler Ebene durchgefochten und durchgesetzt
haben, weil sie auch kleineren Parteien – und damit auch sich selbst
- eine Mitsprache und größere Meinungsvielfalt in ihrer Gemeinde-
oder Stadtvertretung ermöglichen wollten. Eine Bereicherung der
Gemeindeordnung , die bereits als selbstverständlich gilt, aber dennoch
nach wie vor große Anerkennung verdient.

Sicher sind die damaligen „grünen“ Kämpfer für diese Neuordnung
davon ausgegangen, dass die Kandidaten, die sie mit Aussicht auf
einen Sitz in der Gemeinde-/Stadtvertretung gewählt haben, auch in der
Legislaturperiode zu dem stehen, was sie ihren Wählern vor der Wahl
versprochen haben. Denn nur so macht die Aufhebung der 5%-Klausel
Sinn.

Herr Gronewaldt und Herr Lehnert haben das Wahlprogramm der FDP
gekannt, sie haben es plakatiert und sich für seine Durchsetzung als
Kandidat der FDP auf die Liste setzen lassen. Jedem in einer kleinen
Partei ist klar, dass er nur durch die Partei ein Mandat, ein Listenmandat,
erringen kann. Und der Wähler, der bei dem Listenkandidaten sein Kreuz
macht, sollte auf dessen Loyalität vertrauen können, wenn dieser
dann ein Mandat erhält. Denn gewählt wird vor allem das Programm, für
dessen Verwirklichung er sich einsetzen sollte und wollte.

Dass diese Loyalität nichts mehr wert ist, sehen wir gerade jetzt.
Und da verwundert doch die Nonchalance der Grünenchefin, Frau
Schäfer-Maniezki, die doch gemeinhin als Bannerträgerin für Moral gilt,
mit der sie den „WIR-Gründer“ in ihren Parteischoss aufnimmt. Wirft man
für eine Stimme mehr im Rat alle Überzeugungen hin?

Nun ist es nicht so, dass Quickborn allein von dieser unerfreulichen
Erscheinung betroffen ist. Auch bei unserem Nachbarn in Norderstedt
gibt es so etwas. Wie man einem Artikel im Norderstedter Infoarchiv
entnehmen kann, hat sich aber bei den meisten Parteien in der
Norderstedter Stadtvertretung ein Unbehagen wegen des Verhaltens
einiger Mandatsträger breit gemacht . Sie haben daraufhin geäußert,
keine fremden Mandate mehr aufzunehmen. Ein nachahmenswerter
Entschluss!

In der politischen und gesellschaftlichen Diskussion wird oft und viel über
den Werteverfall gesprochen. Hier haben wir ein eklatantes Beispiel
dafür. Man muss sich nicht wundern,dass die Wählerverdrossenheit
zunimmt. Um hier gegenzusteuern, sollten die Quickborner Parteien
darüber nachdenken, ob sie dem Norderstedter Beispiel folgen.

Denn es bleibt dabei: Die Mitnahme des Listenmandats ist zwar
rechtens, aber ungerecht und tief unmoralisch.

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