Widerstand gegen die „Euthanasie“-Aktionen

Obwohl es für die „Euthanasie“ keine gesetzliche Grundlage gab, war der Widerstand hiergegen sehr schwach. Lediglich die Eltern und Verwandten von Betroffen und die Betroffenen selbst erhoben teilweise schwere Vorwürfe, die jedoch allesamt im Getriebe der Bürokratie versandeten. Strafanzeigen der Eltern wurden von den Staatsanwaltschaften systematisch unterdrückt.

 

Die Menschen, die in der Nähe der „Euthanasie“-Anstalten wohnten, hatten jedoch sehr schnell ein klares Bild der dortigen Vorgänge. Selbst Kinder sprachen untereinander „…sonst kommst Du in den Ofen…“.

 

Auch einige Juristen und die Kirchen versuchten, dem tödlichen Treiben Einhalt zu gebieten. Hierbei versuchten sie dies jedoch vorerst auf dem „Dienstweg“ durch Schreiben an die Ministerien der NS-Bürokratie.

 

Einige Menschen bezahlten ihren Widerstand gegen die „Euthanasie“ sogar mit dem Tode.