Die Rolle der Ärzte

Ein Aspekt der verschiedenen „Euthanasie“-Aktionen macht besonders betroffen:

 

Es waren Ärzte, die über die ihnen anvertrauten, hilflosen Patienten ohne jegliches Mitleid Todesurteile fällten.

 

Es waren Ärzte, die den Ihnen Schutzbefohlenen Kindern tödliche Dosen von Luminal und anderen Mitteln gaben oder diese Gaben anordneten.

 

Es waren Ärzte, die Babies und Kleinkinder verhungern ließen (sogenannte „Diät“).

 

Siehe auch „NS-Kindereuthanasie: Ohne jede moralische Skrupel“, Deutsches Ärzteblatt

http://www.aerzteblatt.de/V4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=24708

 

Es waren Ärzte, die bei den Gaskammern die Flaschen mit Kohlenmonoxid (CO) aufdrehten.

 

Zahlreiche Kinder wurden nur zu dem Zweck getötet, um nachher ihre Gehirne oder Skelette analysieren zu können. Mord im „Dienste“ der Forschung.

Siehe auch „Hirnforschung und Krankenmord“, Deutsches Ärzteblatt

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=27161

 

Zitat aus dem Hippokratischen Eid:

„Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten;“

 

Hierzu die prophetischen Worte von Christoph Wilhelm von Hufeland, die er bereits 1806 formuliert hat:

„[Der Arzt] soll und darf nichts anders tun als Leben zu erhalten, ob es ein Glück oder Unglück, ob es Wert habe oder nicht, dies geht ihn nichts an. Und maßt er sich einmal an, diese Rücksicht in sein Geschäft mit aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar, und der Arzt wird der gefährlichste Mensch im Staate. Denn ist einmal die Linie überschritten, glaubt sich der Arzt einmal berechtigt, über die Notwendigkeit eines Lebens zu entscheiden, so braucht es nur stufenweise, um den Wert und folglich die Unnötigkeit eines Menschenlebens auch auf andere Fälle anzuwenden.“

 

Die Deutsche Ärztekammer und mit ihr die Deutsche Ärzteschaft beschäftigen sich seit Jahren intensiv mit einer Aufarbeitung der „Euthanasie“, gerade auch vor dem Hintergrund immer wieder aufflammender Diskussionen um Sterbehilfe, „Euthanasie“ in den Niederlanden, Gendiagnostik etc.

 

Im Deutschen Ärzteblatt finden sich eine Vielzahl von lesenswerten Artikeln, die sich mit der Aufarbeitung der „Euthanasie“ befassen.

http://www.aerzteblatt.de/v4/suche.asp?p=euthanasie&am=532&rm=-101

 

Am 14.6.1947 beschlossen die Westdeutschen Ärztekammern ein Gelöbnis auf Basis des „Hippokratischen Eides“, das jeder Arzt ablegen musste.

 

Unter anderem in der Formulierung dieses „Nürnberger Kodex“ sowie der „Nürnberger Erklärung“ von 1996 distanzieren sich die Ärzte klar von jeglicher aktiver Sterbehilfe sowie Menschenversuchen ohne deren Einwilligung.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Nürnberger_Kodex

 

Folgender Artikel des Autors Ernst Klee zeigt die enge Verstrickung der Ärzte in die „Euthanasie“ zusammenfassend auf. Erschreckend ist, wie viele der „Täter“ nach dem Krieg ihre Karrieren unbeschadet fortsetzen konnten.

 

„NS-Behindertenmord: Verhöhnung der Opfer und Ehrung der Täter“

 

Wie weit das Thema „Euthanasie“ bis in die höchsten Spitzen der deutschen Ärzteschaft bis in die aktuelle Zeit hineinreicht, können Sie folgendem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 27.05.2008 entnehmen:

 

Der Ärztepräsident und das tote Mädchen

Euthanasie-Vorwurf gegen Sewering

Teil 1: http://www.sueddeutsche.de/bayern/514/443253/text/

Teil 2: http://www.sueddeutsche.de/bayern/514/443253/text/3/

als Druck-Version: http://www.sueddeutsche.de/bayern/514/443253/text/3/print.html

  

Buchempfehlungen:

Euthanasie im NS-Staat: Die Vernichtung lebensunwerten Lebens

Autor: Ernst Klee, Fischer-Verlag, 1985

http://www.amazon.de/Euthanasie-NS-Staat-Vernichtung-lebensunwerten-Lebens/dp/3596243262

 

Was sie taten. Was sie wurden: Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord

Autor: Ernst Klee, Fischer-Verlag, 2004

http://www.amazon.de/Was-sie-taten-wurden-Beteiligte/dp/3596243645

 

Dokumente zur Euthanasie

Autor: Ernst Klee, Fischer-Verlag, 1997

http://www.amazon.de/Dokumente-zur-Euthanasie-Fischer-Sachbuch/dp/3596243270/ref=pd_sim_b_1

 

 
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