„Stille Euthanasie“ im 1. Weltkrieg

Während des und nach dem 1. Weltkrieg vollzog sich durch kontinuierliche Reduzierung der Nahrungsmittelrationen in den Heilanstalten eine sogenannte „stille Euthansie“, an der viele Anstaltsinsassen qualvoll verstarben. Die ohnehin raren Lebensmittel wurden für die arbeitende Bevölkerung und die Soldaten an der Front eingesetzt.

 

So starben 42.325 „Kriegsopfer“ in 334 psychiatrischen Einrichtungen Preußens durch „Minderversorgung“.

 

In Stralsund waren das 1921 allein etwa 300 Tote bei etwa 1200 überlebenden Patienten (Sterberate 75 % gegenüber 1.9% in der Allgemeinbevölkerung)

 

aus: Das NS-Vernichtungsprogramm in Mecklenburg-Vorpmmern -

die Stralsunder Verhältnisse

Harald J. Freyberger und Stefan Orlob

http://www.sozialpsychiatrie-mv.de/PDF/VortragProf.Frey.pdf

Institut für Sozialpsychiatrie MV

http://www.sozialpsychiatrie-mv.de/ISP/index.html