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In einigen Ländern gibt es inzwischen gesetzliche Grundlagen für aktive „Sterbehilfe“, so zum Beispiel in Australien, Belgien, der Schweiz und in den Niederlanden.
Am weitesten „fortgeschritten“ ist hierbei die Niederlande. Gesetz über die Kontrolle der Lebensbeendigung auf Verlangen und der Hilfe bei der Selbsttötung vom 1. April 2002 http://www.dgpalliativmedizin.de/pdf/euthanasie.pdf
Hierbei ist es nicht nur der einzelne Mensch, der über seinen Tod entscheidet, sondern es kann auch eine Entscheidung durch eine "Kommission" herbeigeführt werden. Problematisch kann dies z.B. werden, wenn die Angehörigen als potenzielle Erben hier Einfluss nehmen.
Dies führt unter anderem dazu, dass zahlreiche Niederländer mittlerweile einen sogenannten „Lebenswunsch-Pass“ bei sich haben, weil sie Angst haben, gegen ihren Willen „euthanasiert“ zu werden.
Darüber hinaus sind in den Niederlanden in den letzten Jahren zahlreiche Neugeborene aufgrund von Behinderungen (meistens Spina Bifida) nach ihrer Geburt „euthanasiert“ worden. Hierzu ist allerdings zu bedenken, dass der einzige Unterschied zwischen einer „Spätabtreibung“ in Deutschland und einer „Euthanasierung“ eines Neugeborenen in den Niederlanden letztlich "nur" die Geburt des Kindes ist.
http://www.trisomie21.de/sterbehilfe_holland.html
Die Niederlande werden von vielen Menschen, darunter auch zahlreichen Ärzten in Deutschland, mittlerweile als Beleg für die sogenannte „Dammbruch-Theorie“ angesehen. Ist der Damm erst einmal gebrochen, gibt es kein Halten mehr.
Hierzu ein Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&p=euthanasie&id=45398
Zur Erinnerung:
Am 2. November 1941 predigte der Berliner Bischof Graf Preysing treffend: „Wehe uns, wenn das ewige Sittengesetz durch Nützlichkeitserwägungen abgeändert […] wird, dann gibt es kein Halten mehr auf dieser abschüssigen Bahn.“
Auszüge "Euthanasie"-Predigt des katholischen Bischofs von Galen in Münster, 3. August 1941, St. Lamberti Münster
"[...]Wenn einmal zugegeben wird, dass Menschen das Recht haben, 'unproduktive' Mitmenschen zu töten […], dann ist grundsätzlich der Mord an allen unproduktiven Menschen […], dann ist der Mord an uns allen, wenn wir alt und altersschwach und damit unproduktiv werden, freigegeben. [...]" |