Lüneburg

In der "Kinderfachabteilung" Lüneburg sind im Zweiten Weltkrieg über 400 Kinder gestorben, davon sind vermutlich über 300 getötet worden. Trotz umfassender staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gibt es nur zwei Kinder, die als namentlich bekannte Opfer der Kindertötungen in der "Kinderfachabteilung" Lüneburg genannt werden können:

http://www.pk.lueneburg.de/gedenkstaette/opfer-taeter.html

 

Bernhard Filusch

Geb. 21. November 1941, gest. 15. Juni 1942 nach über vier Monaten Aufenthalt in der "Kinderfachabteilung" Lüneburg. Aufnahme auf Veranlassung des so genannten "Reichsausschusses" in Berlin. Diagnose: Schwachsinn, als Todesursache wurde angegeben: kruppöse Unterlappenlungenentzündung. Der Beruf des Vaters: Weichensteller
(Quellen: Staatsanwaltschaft Lüneburg; 14/2a Js 279/62, Sonderband VI. Aktueller Standort der Akte: Nds. Landesarchiv - Hauptstaatsarchiv Hannover; Nds 721 Lüneburg Acc 8/98 Nr. 3. Patientenakte im Nds. Landesarchiv - Hauptstaatsarchiv Hannover; Hann 155 Lüneburg Acc 56/83 Nr. 236).

 

Edeltraud Wölki

Geb. 14. September 1937, gest. 7. Mai 1943. Diagnose: Organische Hirnstörung, als Todesursache wurde angegeben: Rippenfell- und Lungenendzündung. Aufnahme in die "Kinderfachabteilung" Lüneburg: 9. Oktober 1941
(Quellen: Staatsanwaltschaft Lüneburg; 14/2a Js 279/62, Sonderband VI. Aktueller Standort der Akte: Nds. Landesarchiv - Hauptstaatsarchiv Hannover; Nds 721 Lüneburg Acc 8/98 Nr. 3. Patientenakte in: Nds. Landesarchiv - Hauptstaatsarchiv Hannover; Hann 155 Lüneburg Acc 56/83 Nr. 448).

 

Die Tötung dieser beiden Kinder ist durch eine Zeugenaussage vor der Staatsanwaltschaft Lüneburg (1963) überliefert.

 

Weitere Informationen zu den Stolpersteinen für „Euthanasie“-Opfer in Lüneburg finden Sie hier:

http://www.pk.lueneburg.de/gedenkstaette/Stolpersteine-Dossier.pdf