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(Bild: Pressestelle des Senats/Mohr) http://www.hamburg.de/nachrichten/1839886/stolpersteine.html Stolpersteine gegen das Vergessen Senator Dietrich Wersich und Bischöfin Maria Jepsen enthüllten 35 Gedenkplaketten vor dem Institut für Hygiene und Umwelt von Martin Mohr - 09.10.2009
„Auch Gebäude haben eine Geschichte.“ Dies betonte Gesundheitssenator Dietrich Wersich am Freitagmorgen in seiner Ansprache zur Enthüllung von 35 Stolpersteinen vor dem Institut für Hygiene und Umwelt (HU) an der Marckmannstraße 129a in Rothenburgsort. Das Institutsgebäude hat eine traurige Vergangenheit: In dem ehemaligen Kinderkrankenhaus wurden zwischen 1941 und 1945 mehr als 50 behinderte Kinder im Zuge des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms ermordet. An sie erinnern künftig die in den Gehweg eingelassenen Messingplaketten, die von Senator Wersich und Bischöfin Maria Jepsen im Beisein von Bezirksamtsleiter Markus Schreiber und zahlreichen Gästen enthüllt wurden.
Beispielhaft sei hier die kleine Rita genannt: Rita Ahrens * 1937 Marckmannstraße 135 (ehemalige Kinderklinik) (Hamburg-Mitte, Rothenburgsort)
RITA AHRENS GEB. 8.12.1937 ERMORDET 21.7.1943
Weitere Stolpersteine in Marckmannstraße 135 (ehemalige Kinderklinik): Andreas Ahlemann, Ursula Bade, Hermann Beekhuis, Ute Conrad, Helga Deede, Jürgen Dobbert, Siegfried Findelkind, Rolf Förster, Volker Grimm, Antje Hinrichs, Lisa Huesmann, Gundula Johns, Angela Lucassen, Peter Löding, Elfriede Maaker, Renate Müller, Werner Nohr, Harro Noll, Agnes Petersen, Gebhard Pribbenow, Renate Pöhls, Hannelore Scholz, Doris Schreiber, Ilse Angelika Schultz, Dagmar Schulz, Gretel Schwieger, Magdalene Schütte, Brunhilde Stobbe, Peter Timm, Heinz Weidenhausen, Renate Wilken, Horst Willhöft
Im früheren Kinderkrankenhaus Rothenburgsort setzten die Nationalsozialisten ihr "Euthanasie-Programm" seit Anfang der 1940er Jahre um. 33 Namen hat Hildegard Thevs recherchieren können.
Eine Tafel am Gebäude erinnert seit 1999 an die mehr als 50 ermordeten Babys und Kinder:
„In diesem Gebäude wurden zwischen 1941 und 1945 mehr als 50 behinderte Kinder getötet. Ein Gutachterausschuss stufte sie als "unwertes Leben" ein und wies sie zur Tötung in Kinderfachabteilungen ein. Die Hamburger Gesundheitsverwaltung war daran beteiligt. Hamburger Amtsärzte überwachten die Einweisung und Tötung der Kinder. Ärzte des Kinderkrankenhauses führten sie durch. Keiner der Beteiligten wurde dafür gerichtlich belangt.“
aus: http://www.stolpersteine-hamburg.de/
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