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Nach und nach wurden dann die sechs Tötungsanstalten eingerichtet: Brandenburg Januar 1940 – September 1940 Grafeneck Januar 1940 – Dezember 1940 Hartheim/b.Linz Januar 1940 – Ende 1944 Sonnenstein/Pirna April 1940 – August 1943 Bernburg/S. September 1940 – April 1943 Hadamar Januar 1941 – August 1941 Das Bild zeigt die „Euthanasie“-Anstalt Hadamar sowie den unübersehbaren schwarzen Rauch des Krematoriums; Aufnahme 1941 Mit den „grauen Bussen“ wurden die per Meldebogen selektierten und für die Vernichtung vorgesehenen Menschen mit Behinderungen aus ihren bisherigen Anstalten in die „Euthanasie“-Anstalten gefahren. Hierbei spielten sich grauenhafte Szenen ab, denn relativ schnell sprach sich herum, was es mit den Bussen auf sich hatte.
Nach der Ankunft mussten sich die völlig verängstigten Opfer entkleiden und wurden direkt in die Gaskammer geführt. Die ihnen zugeteilte Nummer wurde ihnen per Filzstift auf den Körper gemalt. Opfer mit Goldzähnen wurden gekennzeichnet, damit man ihnen diese nach der Ermordung herausbrechen konnte. Die "Gaskammer" in Grafeneck
Die Hähne der Kohlenmonoxid-Gasflaschen wurden immer von einem „Arzt“ aufgedreht, der auch den „Sterbevorgang“ beobachtete und überwachte.
Hinweis: Die „Gaskammer“ war eine „Erfindung“ der „Euthanasie“-Techniker zur möglichst rationellen Ermordung von Menschen. Mit einer „Probevergasung“ wurde die Funktionsweise der „Gaskammern“ erstmals im Januar 1940 im alten Zuchthaus Brandenburg überprüft. Ähnliche Versuche hat es auch im besetzten Polen gegeben. Die „industrielle Ermordung von Menschen“ hatte begonnen. Der Nullpunkt der Menschheit. http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Widmann
Die „Euthanasie“-Anstalten waren „perfekt“ organisiert und verfügten unter anderem über eigene Standesämter für die mit gefälschten Todesursachen und Daten versehenen Totenscheine und Sterbebrief-Abteilungen für die Todesmitteilungen an die oft ahnungslosen Verwandten. Da sich hierauf die Todesanzeigen mit Vermerken wie „plötzlich und unerwartet in Grafeneck verstorben“ oder „nach Mitteilung der Heil- und Pflegeanstalt“ in den Tageszeitungen verdächtig häuften, wurden die Redakteure angewiesen, entsprechende Passagen nicht mehr zu veröffentlichen (!). Informationen zu den „Euthanasie“-Anstalten:
Heute sind dort Gedenkstätten eingerichtet, deren Besuch jedem empfohlen wird.
Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der getöteten Menschen im Rahmen der
Aktion T4 in den Anstalten von 1940 und 1941
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