Ego States Modell

Basierend auf psychodynamischen, neurobiologischen, bindungs- und systemtheoretischen Erkenntnissen wird die Persönlichkeit als ein inneres System von Persönlichkeitsanteilen bzw. Ego States gesehen. Ein Strukturmodell der Persönlichkeit, welches sich am Intergrations- bzw. Dissoziationsgrad orientiert, bietet die Grundlage für ein Verständnis von Störung und Gelingen psychischer Gesundheit.

Der vermittelte Ansatz umfasst theoretische Konzepte sowie konkrete und effiziente Behandlungs-Strategien und -Techniken. Er stützt sich dabei auf das Konzept der strukturellen Dissoziation (Van der Hart, Nijenhuis), die Ego State Therapy (Watkins), die Schematherapie (Young), auf das Modell von Voice Dialogue (Stone) und die Innere System Familien Therapie (Schwartz). Aus der Psychotherapieforschung bekannte Wirkfaktoren (Grawe) werden dabei besonders beachtet.
Psychotherapie mit Ego States eignet sich zur Behandlung eines breiten Spektrums psychischen Leidens, so auch für komplexe Störungen, wie z.B. Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsstörungen.

Literatur
 
  • Huber Michaela, 2003; Wege der Traumabehandlung, Junfermann
  • Peichl Jochen, 2007; Innere Kinder, Täter, Helfer & Co, Klett-Cotta
  • Reddemann Luise, 2004; Psychodynamisch imaginative Traumatherapie - Das Manual, Klett-Cotta
  • Schwartz Richard, 1997; Systemische Therapie mit der inneren Familie, Klett-Kotta
  • Stone Hal und Sidra; www.voicedialogue.org
  • Van der Hart Onno, Nijenhuis Ellert, 2008; Das verfolgte Selbst, Junfermann
  • Watkins John und Helen, 2003; Ego States Theorie und Therapie, Carl-Auer
  • Young Jeffery, 2005; Schematherapie, Junfermann