Es gilt im folgenden eine wichige Frage zu beantworten: Was ist der Grund für unser Handeln? Die Antwort wird nicht nur unser Selbstverständniss verbessern, sondern sich auch auf Ethische Normen auswirken. Ich werde mich eingehendst mit der These Humes beschäftigen, die im 3. Teil, 3. Abschnitt "Von den Motiven des Willens"' im Traktat ber die menschliche Natur aufgestellt wird. Es soll geprüft werden, ob Affekte, Gefühle, Triebe, also alles Irrationale der Ursprung unserer Handlung ist. Diese soll zunächst errtert und kurz darauf mit Nagels Hume Kritik problematisiert werden. Nach Hume ist der Ursprung jeder Handlung ein desire. Im Folgenden werde ich desire entweder mit Wunsch oder mit Begierde Übersetzen, je nachdem, was mir passender erscheint. Wichtig ist nur, dass man unter einem desire alles begreifen kann, was irrational ist. Nagels Einwand, gegen diese These, die ich später ausführlich darlegen werde, endet in dem Schluss, dass man nach Humes Auffassungen keine auf die Zukunft gerichteten Klugheitsentscheidungen treffen kann. Nachdem ich beide Positionen erläutert habe, was mir für das Verständnis des Problems wichtig erscheint, werde ich versuchen, Humes Idee um den Klugheitsaspekt zu verbessern, so dass Nagels Kritik wirkungslos wird. Dazu wird es nötig sein zu klären, was Klugheit ist. Dies soll mit Hilfe des Phronesis Begriffs aus Aristoteles' Nikomachische Ethik geschehen. Aus dieser Darlegung hat sich im Laufe der Entwicklung dieser Arbeit gezeigt, dass jede Handlung einen gmeinsamen letzten Ursprung hat. Diesen werde ich näher erläutern, nachdem ich auf die Klugheit eingegangen bin. Abschließend werde ich auf konkrete Vorwürfe Nagels gegenüber dem Humschenmodell eingehen. Wenn es gelingt die Klugheit in die motivotionale Theorie einzubetten, müsste es dadurch möglich sein diese Kritik zu entkräften. [Im Anhang findet sich die vollständige Arbeit, welche diese Frage untersucht] |