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EMV- und Empfangssituation an der Amateurfunkstelle DL8MCG

In den letzten Jahren treten in zunehmendem Masse und in immer kürzeren Abständen neue Funkstörungen an Amateurfunkstellen auf. So auch an meiner Amateurfunkstelle DL8MCG.
Die Störungen gehen z.B. von in der Nachbarschaft betriebenen Schaltnetzteilen aus und reichen vom Langwellenbereich bis in den VHF-Bereich.

Durch die oftmals mangelhafte Schirmung solcher Schaltnetzteile können die im inneren erzeugten Grund- und Oberschwingungen ungehindert austreten und den Empfang von Funksignalen (sogar von starken Rundfunksendersignalen) stark beeingrächtigen und sogar völlig verhindern.
Zu dieser Art von Schaltnetzteilen zählen auch sogenannte "elektronischen" Transformatoren für Halogenbeleuchtungen.

Darüber hinaus erzeugen Computer-Netzwerke, mit all ihren angeschlossenen Geräten (Plastikgehäuse) wie DSL-Adapter, WLAN-Adapter, externe Festplatten mit Schaltnetzteilen ähnlichen Störaussendungen.
Diese Störungen werden durch die angeschlossenen Verbindungsleitungen abgestrahlt bzw. werden sogar über das Stromnetz in die nachbarlichen Häuser geschleppt.

Elektronische Geräte haben inzwischen üblicher Weise einen oder mehrere hochfrequente Taktoszillatoren, die schnell schaltende Logikbausteine ansteuern. Auf diese Weise werden Oberwellen und viele weitere Signale erzeugt (durch Teilung, Mischung).

Der Amateurfunkdienst ist auf den Empfang schwacher bis schwächster Signale angewiesen. Durch die in immer extremeren Ausmassen zunehmende hochfrequenztechnische Verschmutzung der Funkfrequenzen ist ein Empfang von schwachen Signalen immer schwieriger. D.h. Kurzwellen-Verbindungen nach z.B. Amerika oder Australien sind immer öfter Opfer dieser Störungen.

Das Gesetz gibt vor, dass von elektrischen bzw. elektronischen Geräten keine Funk-Störungen ausgehen durfen, die einen Empfang von Funksignalen beeinträchtigen oder sogar verhindern. Um diese Vorgabe zu gewährleisten ist die Funküberwachung (BNetzA) dazu beauftragt, Störungen aufzuklären bzw. bereits im Vorfeld zu verhindern. Da die BNetzA leider keine routinemässigen Kontrollen mehr durchführt (Kostensparmassnahmen, Personalabbau), konnte sich in den letzten Jahren dieser Funkstörungswildwuchs herausbilden.
Daher ist es nun als Funkamateur umso wichtiger, Funkstörungen, die den "bestimmungsgemässen" Funk-Betrieb einer Amateurfunkstelle beeinträchgigen oder sogar verhindern unverzüglich der Funküberwachung zu melden und auf eine rasche und nachhaltige Beseitigung zu drängen.

Damit die BNetzA bei der Störungsbeseitigung zielgerichteter und dadurch effektiver vorangehen kann, ist es sinnvoll, möglichst viele Hinweise über die Eigenschaften einer Funkstörung zu geben. Dazu gehören der gestörte Frequenbereich, der Linienabstand (Schaltnetzteilstörer), die ungefähre Feldstärke (soweit möglich)  und nicht zu letzt die Richtung oder besser noch der genaue Standort des Störungsverursachers.
Aus diesem Grund habe ich mit einem Spektrumanalysator einige besonders lästigen Störer aufgezeichnet, um sie der BNetzA bei der Funkstörungssuche übergeben zu können.


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