Ein neuer Bildungsroman ist erschienen: Judith Schalansky, Der Hals der Giraffe, Suhrkamp 2011. Geschildert werden drei Tagen im Leben einer älteren Biologielehrerin, die Leben und Beruf ausschliesslich durch die Brille ihres Fachs sieht und mit einer Art verzweifelter Hoffnung ihren Lernenden beizubringen versucht, dass "Anpassung alles ist", denn ihr Gymnasium wird 20 Jahre nach der Wende bald geschlossen werden mangels Schülern.
Dieser Roman, der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand, eignet sich vorzüglich, um Fragen zu diskutieren, wie zum Beispiel: Was könnte mit Bildung gemeint sein? Was vermag Bildung zu verändern im sozialen, politischen, oekonomischen Leben? Welches Bildungssystem ist den rasenden globalisierten Veränderungen gewachsen? Welche Bildung braucht der Mensch für das Leben von heute und morgen? Nach welchem (Vor)Bild soll Bildung geschehen? Was heisst es, heute Lehrperson zu sein (ausgestattet mit einem "Bildungsauftrag")? An zwei Gesprächsabenden diskutieren wir diesen Roman (der vorgängig gelesen werden sollte). Daten: Mittwoch, 14. und 21. März 2012 Zeit: 19.30-21.00 Uhr Ort: Rathausgasse 21, 1. Stock, 5000 Aarau Teilnehmende: max. 10 Kosten: CHF 40 Kursleiter: Theo Byland, lic. phil. |
