Gedankenbuch - Jeremias auf der Suche nach sich selbst
Liebe Freunde - ich schreibe erstmals an einem Gedankenbuch und möchte hier die Ausschnitte teilen - es ist kein Buch über mich, sondern ein Buch über die Menscheit, das mich zu mir selbst führen soll. Ich lade alle ein, diese Abschnitte für sich mitzunehmen. Ich habe heute den ersten Teil geschrieben:
Einleitung - Vorwort:
Wenn ich mich betrachte, in allem was ich bin, wenn ich in mich fühle mit allen Sensoren der Liebe und Sensibilität - die mein Wesen oft führte -, so komme ich immer an den selben Punkt, sammelt sich alles immer zu einer Frage: "Ist dies die Welt in der ich wachsen wollte, Zeitalter das mich formen sollte, ist das die Landschaft, das Gefüge, dass zu meinem sanften Wesen gehört, oder hat sich mein Geburtstag in der Zeit und mit dem Ort geirrt?"
Ich fühle oft eine tiefe Sensucht, meinem Wesen auch den richtigen Ort zuzuschreiben, denn ob mein Geist diesem Körper, in diesem Land und dieser Zeit seiner wahren Bestimmung folgen und sich frei entfalten kann, wage ich zwar zu bezweifeln, doch die Antwort werde ich
wohl erst an meinen späteren Tagen erfahren. Nun bin ich aber da, das ist unwiderrufbar, unkorrigierbar, meine Herausforderung aus dem Chaos innerer uns äußerer Zerissenheit mich mit meinem Ur-Wesen zu vereinen.
Wohin mein Weg auch führt, ob als großer Gesang, tiefer Wahrheit oder einen schmerzvollen Untergang - mein Rhythmus, mein Puls, mein kreatives Wesen in mir, werde ich nie mehr verlieren. Ich schreibe weil es mein Wesen mir selbst näher bringen soll und wer meine Zeilen liest, soll den Fragenden, den Suchenden erkennen - der eine Schwingung in sich seit Jahren fühlt, vielleicht am falschen Ort zur Falschen Zeit erschien, doch die Suche nach sich selbst, nie mehr aufgeben wird.
Jeremias J. 13.04.1990
Bemerkung zu dem Gedankenbuch:
Die folgenden Zeilen stellen einen Versuch dar, durch das Wort in meine Welt zu führen, es bleibt ein Versuch, der, der meinen Takt spüren möchte, darf sich durch das reine Wort nicht blenden lassen, denn dort ist mehr als 26 verschiedene Buchstaben, die durch Kombinationen einer Botschaft folgen, dort ist Impuls, Gefühl und Schwingung, die niemals dem Geschrieben ganz gleichen können...
6. März 2011

Über den Körper:
"Was bist du Körper? Ist es mein Geist, der dich über die Zeiten formt, oder bist du Instrument meines Wesens? Bist du mein Freund oder mein Feind? Mein Geschenk oder Gefängnis? Wer von uns wird länger Sein, du oder ich? Oder werden wir gleichzeitig die Lebenslinie verlassen und Nicht-Sein? Bin ich es der einem anderen Liebe schenkt oder du? Könnte ich denn lieben ohne dich? Werde ich geliebt, oder bist du es der geliebt wird? Kann ich denn auch geliebt werden wenn du krank, alt und schwach bist? Was ist wenn ich dich durch Krankheit vorher verlasse - wer wird dich pflegen? Bist du ein Hinderniss oder eine Geige meines Seins, die mitklingt und mitschwingt? Lass uns gemeinsam musizieren, in Freude und Freundschaft, lass uns ein Lied anstimmen!"
Oberfläche:
"Ein jeder eilt und hetzt von Ort zu Ort, nichts ist jetzt, sondern Morgen-Übermorgen-Irgendwann. Dort ein Ziel, hier einen Plan und flott weiter richtung nächsten Tag. Was war es nochmal was uns zu Tode trieb? Unruhe, Versprechungen ein fernes Ziel? Die Entsagung des Moments war es, die 
den Leuten ihre Lebenszeit stiehlt"
"Wohin ich auch gehe und blicke, eine graue Kälte umgiebt mich, wie weit ich auch meine Fühler um mich strecke, nicht viel ist es, dass mir die Menschen auch geben, diese Kälte gleicht einer Oberfläche, einem Spiegel der kalt und starr nichts eigenes formt, dies ist die Oberfläche die die meisten von sich geben, es ist ein kurzes sprechen miteinander, ein kurzes teilen von Vergnügen, dort einen Cafe, hier einen Small-Talk, doch nichts, was die Menschen gegenseitig näher bringt"
"Wer bist du fragt mein Herz, oh Liebste - was ist esm dass dich zu mir trieb? Zufall, Wille oder nur gemeinsame Interessen, warst es du - oder das Bild das du vorgabst zu sein - das ich liebte?"
"Einen Menschen zu lieben, beginnt dort, wo man das Bild von ihm zerstörte, und lieben lernte was man dann noch sah"
"Was ist Trauer? Das Wissen eines bevorstehenden Verlustes, der eingetretene Verlust, oder die tiefe Ahnung, dass unser Weg am Ende auch zu einer solchen Trauer in unseren Hinterbliebenen führt" (Über die Vergänglichkeit)
Fortsetzung folgt...................